Kapitel 133: ṛgvede 10.133 · pro ṣvasmai purorathamindrāya śūṣamarcata
Lied an Indra mit Kehrvers gegen die Bogen der Feinde
Anruf an Indra als Helfer im Kampf, Vṛtra- und Ahi-Töter, gegen Bedränger und Neider; jeder Vers endet mit demselben Kehrvers (nabhantām anyakeṣām jyākā adhi dhanvasu: die Sehnen der Anderen sollen auf den Bögen bersten). Vers 3 (naśanta no dhiyaḥ) ist im Zusammenhang unsicher.
Nun singt diesem Indra das Kraftlied, das vor dem Wagen [her ertönt]; er, der auch im Nahkampf Raum schafft, in Zusammenstößen, in Kämpfen, der Vṛtra-Töter: sei unser Antreiber. Bersten sollen der Anderen Bogensehnen auf den Bögen.
Du hast die Ströme abwärts strömen lassen, die nach unten gerichteten; du hast den Ahi erschlagen; ohne Gegner, Indra, wurdest du geboren; alles Erwünschte lässt du gedeihen; dich umarmen wir. Bersten sollen der Anderen Bogensehnen auf den Bögen.
vi ṣu viśvā arātayo 'ryo naśanta no dhiyaḥ / astāsiśatrave vadhaṃ yo na indra jighāṃsati yā te rātirdadirvasu nabhantāmanyakeṣāṃ jyākā adhi dhanvasu
Alle Missgunst des Fremden soll schwinden [?]; (mögen) unsere Gedanken (das Ziel erreichen) [?]. Du bist der Schleuderer der Vernichtungswaffe auf den Feind, der uns, Indra, erschlagen will; das Geschenk, das du gibst, ist Gut. Bersten sollen der Anderen Bogensehnen auf den Bögen. [Anm.: Pāda b vi ... naśanta no dhiyaḥ unklar.]
yo na indrābhito jano vṛkāyurādideśati / adhaspadaṃ tamīṃ kṛdhi vibādho asi sāsahirnabhantāmanyakeṣāṃ jyākāadhi dhanvasu
Welcher Mann uns ringsum, Indra, wolfsgierig bedroht [Anm.: ā diś ‚anweisen, zielen auf, bedrohen‘], den mache unter unsere Füße; du bist der Bedränger, der Bezwinger. Bersten sollen der Anderen Bogensehnen auf den Bögen.
yo na indrābhidāsati sanābhiryaśca niṣṭyaḥ / ava tasyabalaṃ tira mahīva dyauradha tmanā nabhantāmanyakeṣāṃjyākā adhi dhanvasu
Wer uns, Indra, nachstellt, sei es der Verwandte oder der Fremde: überwinde dessen Kraft, wie die große Himmelsweite (überwältigt), aus dir selbst. Bersten sollen der Anderen Bogensehnen auf den Bögen.
Wir, Indra, nach dir Verlangende, ergreifen die Freundschaft; auf dem Pfad des Ṛta führe uns über alle Übel hinweg. Bersten sollen der Anderen Bogensehnen auf den Bögen.
asmabhyaṃ su tvamindra tāṃ śikṣa yā dohate prati varaṃjaritre / achidrodhnī pīpayad yathā naḥ sahasradhārāpayasā mahī gauḥ
Uns, Indra, gib gut jene (Kuh), die sich für den Sänger als Wunschgabe melken lässt; die Unversiegbare mit vollem Euter soll uns strotzen lassen, die tausendströmige große Kuh, mit Milch. [Anm.: gauḥ hier Bildrede für Fülle/Gabe, wörtlich Kuh.]