Kapitel 49: ṛgvede 10.49 · ahaṃ dāṃ gṛṇate pūrvyaṃ vasvahaṃ brahma kṛṇavaṃ mahyaṃvardhanam
Indra rühmt seine Hilfen und Taten für Menschen und Seher
Fortsetzung des Ich-Liedes Indras (10.48): er zählt Gaben, Hilfeleistungen für Kutsa, Āyu, Śrutarvan, Manu und Siege über Śuṣṇa, Dasyus und Dāsas auf. Viele Eigennamen und Wendungen sind dunkel (atkam, āryam nāma, āha nirṇije, nava vrādhataḥ navatiṃ ca); nur die großen Linien sind fest.
Ich gab dem Lobsänger das erste Gut; ich mache das Gebetswort zu meinem Wachstumsmittel. / Ich wurde der Antreiber des Verehrenden, der Bezwinger des Nichtverehrenden in jedem Kampf.
Mich haben als Indra dem Namen nach als Gottheit gesetzt die Wesen des Himmels, der Erde und der Wasser. / Ich [führe] die beiden Falben, stierstark, mit verschiedenem Willen, flink; ich nehme kühn die Keule zur Kraft.
Wort für Wort
mām
mich (Akk.)
dhuḥ
sie setzten (Perf. 3. Pl.)
indram
Indra (Akk. Sg.)
nāma
Namen, dem Namen nach (Akk. Sg.)
devatā
Gottheit (Nom. Sg.)
divaḥ
des Himmels (Gen. Sg.)
ca
und
gmaḥ
der Erde (Gen. Sg.)
ca
und
apām
der Wasser (Gen. Pl.)
ca
und
jantavaḥ
Wesen (Nom. Pl.)
aham
ich (Nom.)
harī iti
die beiden Falben (Akk. Du.)
vṛṣaṇā
stierstark (Akk. Du.)
vi-vratā
verschiedenen Willens/verschieden gesinnt [?] (Akk. Du.)
Ich habe dem Seher den Atka [?] mit Schlägen durchbohrt; ich half dem Kutsa mit diesen Hilfen. / Ich bin der Zerschmetterer des Śuṣṇa, [mit] Schlag und Bändigung; ich habe dem Dasyu nicht den arischen Namen gewährt [?].
ahaṃ piteva vetasūnrabhiṣṭaye tugraṃ kutsāya smadibhaṃca randhayam / ahaṃ bhuvaṃ yajamānasya rājani pra yad bharetujaye na priyādhṛṣe
Ich [half] wie ein Vater den Vetasus zum Beistand; den Tugra und den Smadibha lieferte ich dem Kutsa aus. / Ich wurde beim Verehrenden König, als ich hervortrat, für Tuji, wie Liebes für den Unbezwingbaren [?].
Ich lieferte den Mṛgaya dem Śrutarvan aus, als er mich [mit Wegen/Eifer?] nicht mied, unaufhörlich [?]. / Ich machte den Veśa dem Āyu gebeugt; dem Savya lieferte ich den Paḍgṛbhi aus.
Wort für Wort
aham
ich (Nom.)
radhayam
ich lieferte aus (Kaus. Aor. 1. Sg.) [PP: radhayam, verderbt]
ahaṃ sa yo navavāstvaṃ bṛhadrathaṃ saṃ vṛtreva dāsaṃvṛtrahārujam / yad vardhayantaṃ prathayantamānuṣag dūrepāre rajaso rocanākaram
Ich bin der, der den Navavāstva, den Bṛhadratha, wie Widerstände als Vṛtra-Töter den Dāsa zerbrach; / der ich [ihn], den Wachsenden, sich Ausbreitenden, unaufhörlich fern jenseits des Dunstraums [und] Lichträume machte [?].
ahaṃ sūryasya pari yāmyāśubhiḥ praitaśebhirvahamānaojasā / yan mā sāvo manuṣa āha nirṇija ṛdhak kṛṣedāsaṃ kṛtvyaṃ hathaiḥ
Ich umfahre die Sonne mit Schnellen, mit den Etaśas [Rossen] hervorfahrend in Kraft; / als mir Sāva, der Mensch, [beim Schmücken/Waschen?] sprach [?], schlage ich den Dāsa mit Schlägen für sich gesondert zur Tat [?].
Ich, der Siebentöter, Nahuṣ Übertreffender [?], ließ mit Kraft Turvaśa und Yadu weithin hören [?]. / Ich streckte den Anderen mit Macht nieder, mit Macht; neun Übermächtige und neunzig ließ ich [erstarken/hin gehen] [?].
Ich, der Stier, ließ die sieben Strömenden, eilend, auf der Erde als Flüsse fließen [?]. / Ich durchmesse die Fluten, der Gutwillige; im Kampf fand ich für Manu den Weg zum Ziel.
Ich hielt in diesen [Rindern/Strömen?] das, was in ihnen auch kein Gott, nicht Tvaṣṭṛ, hielt, das Glänzende: / das Begehrenswerte in den Eutern der Rinder, in den strömenden [?], Süßes vom Süßen, den strömenden Soma, die Mischung.
evā devānindro vivye nṝn pra cyautnena maghavāsatyarādhāḥ / viśvet tā te harivaḥ śacīvo 'bhiturāsaḥ svayaśo gṛṇanti
So hat Indra die Götter [und] die Männer umfangen; hervor [trat er] mit Schwungkraft, der Gabenreiche, der wahrhaft Gebende. / Alle diese [Taten] rühmen dir, Falbenherr, Kraftvoller, die Eifrigen, selbst ruhmreich [?].