Quellen der Menschheit

Ṛgveda · Maṇḍala 10

Kapitel 178: ṛgvede 10.178 · tyamū ṣu vājinaṃ devajūtaṃ sahāvānaṃ tarutāraṃrathānām Anruf an Tārkṣya um Wohlergehen

Tārkṣya, ein schneller Wagen-Überholer, wird um Wohlergehen angerufen; V. 2 (Schiff, Himmel und Erde) und V. 3 (Pfeil und junge Frau) enthalten unklare Vergleiche.

tyamū ṣu vājinaṃ devajūtaṃ sahāvānaṃ tarutāraṃrathānām / ariṣṭanemiṃ pṛtanājamāśuṃ svastayetārkṣyamihā huvema

Jenen Beutereichen, von den Göttern Getriebenen, Überlegenen, / der die Wagen überholt [?], mit unversehrter Radschiene, / den Kampfgewinner, Schnellen: / den Tārkṣya wollen wir hier zum Wohlergehen anrufen.

Wort für Wort
tyam
jenen (Akk. Sg.)
oṃ iti
ja, fürwahr
su
wohl, gut
vājinam
beutereich, preisreich (Akk. Sg.)
deva-jūtam
von Göttern getrieben (Akk. Sg.)
saha-vānam
überlegen (Akk. Sg.)
taru-tāram
überholend, hinübergelangend (Akk. Sg.) [?]
rathānām
der Wagen (Gen. Pl.)
ariṣṭa-nemim
mit unversehrter Radschiene (Akk. Sg.)
pṛtanājam
kampfgewinnend (Akk. Sg.)
āśum
schnell (Akk. Sg.)
svastaye
zum Wohlergehen (Dat. Sg.)
tārkṣyam
Tārkṣya (Akk. Sg.)
iha
hier
huvema
wir wollen rufen (1. Pl. Opt.)

indrasyeva rātimājohuvānāḥ svastaye nāvamivā ruhema / urvī na pṛthvī bahule gabhīre mā vāmetau mā paretauriṣāma

Wie [bei] Indras Gabe [uns] kräftig rufend, / wollen wir zum Wohlergehen wie ein Schiff besteigen. / Wie zwei weite, breite, ausgedehnte, tiefe [Wesen] [Anm.: wohl Himmel und Erde, plausibel]: / nicht möchten wir bei eurem Herankommen, nicht bei [eurem] Weggehen Schaden nehmen.

Wort für Wort
indrasya-iva
wie bei Indras (Gen. Sg.)
rātim
Gabe (Akk. Sg.)
ājohuvānāḥ
kräftig rufend (Nom. Pl. Part. Intens. Med.)
svastaye
zum Wohlergehen (Dat. Sg.)
nāvam-iva
wie ein Schiff (Akk. Sg.)
ā
hinauf
ruhema
wir wollen besteigen (1. Pl. Opt.)
urvī iti
weit (Nom. Du. f.)
na
wie
pṛthvī iti
breit (Nom. Du. f.)
bahuleiti
vielfältig, ausgedehnt (Nom. Du. f.)
gabhīreiti
tief (Nom. Du. f.)
mā
nicht
vām
euer beider (Gen. Du.)
āitau
beim Herankommen (Lok. Sg.)
mā
nicht
parāitau
beim Weggehen (Lok. Sg.)
riṣāma
wir möchten Schaden nehmen (1. Pl. Opt.)

sadyaścid yaḥ śavasā pañca kṛṣṭīḥ sūrya ivajyotiṣāpastatāna / sahasrasāḥ śatasā asya raṃhirnasmā varante yuvatiṃ na śaryām

Er, der sofort mit Kraft die fünf Völker [durchmisst?], / wie die Sonne mit Licht die Wasser überspannt: / Tausende gewinnend, Hunderte gewinnend ist sein Ansturm; / sie halten ihn nicht auf, [wie man] eine junge Frau den Pfeil [?] [Anm.: Vergleich unklar].

Wort für Wort
sadyaḥ
sofort
cit
sogar
yaḥ
der (Nom. Sg.)
śavasā
mit Kraft (Instr. Sg.)
pañca
fünf (Akk. Pl.)
kṛṣṭīḥ
Völker (Akk. Pl.)
sūryaḥ-iva
wie die Sonne (Nom. Sg.)
jyotiṣā
mit Licht (Instr. Sg.)
apaḥ
Wasser (Akk. Pl.)
tatāna
er hat ausgespannt, überspannt (3. Sg. Perf.)
sahasra-sāḥ
Tausende gewinnend (Nom. Sg.)
śata-sāḥ
Hunderte gewinnend (Nom. Sg.)
asya
dessen (Gen. Sg.)
raṃhiḥ
Ansturm (Nom. Sg.)
na
nicht
sma
wahrlich (Partikel)
varante
sie halten auf, wehren (3. Pl. Med.)
yuvatim
junge Frau (Akk. Sg.)
na
wie
śaryām
Pfeil (Akk. Sg.) [?]

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