Kapitel 92: ṛgvede 10.92 · yajñasya vo rathyaṃ viśpatiṃ viśāṃ hotāramaktoratithiṃ vibhāvasum
Anruf an Agni und die Götterschar samt Rudra, Maruts, Sonne und Mond
Beginnt mit Agni (Verse 1-3), geht dann in eine Götteraufzählung über (Indra, Mitra, Varuṇa, Rudra, Maruts, Ṛbhus, Viṣṇu, Aśvins, Pūṣan). Der Text ist stellenweise sehr dicht und syntaktisch schwierig (besonders 10.92.3, 5, 8, 14, 15); viele Deutungen bleiben unsicher.
Euren Wagenlenker der Weihehandlung, den Herrn der Stämme, den Rufer, den Gast der Nacht, den Glanzreichen — / flackernd auf den trockenen, rötlichen [Pflanzen?], schnaufend, der Stier, das Banner, der Verehrungswürdige, hat sich zum Himmel hin gelegt [?].
Diesen Weg-Schützer [?] machten beide Seiten zu ihrem, den Halter, Agni, den Vollender der Vidatha, / wie eine Salbung den Jugendlichen, den Vorangestellten der Morgenröten; den Tanūnapāt küssen sie (?) vom Rötlichen her [?].
baḷ asya nīthā vi paṇeśca manmahe vayā asya prahutāāsurattave / yadā ghorāso amṛtatvamāśatādijjanasyadaivyasya carkiran
Wahrlich, seine Weisungen und die des Paṇi erwägen wir [?]; seine Zweige, dargebracht, waren zum Verzehren. / Als die Gewaltigen Unsterblichkeit erlangten, da gedachten sie des göttlichen Volkes [?].
ṛtasya hi prasitirdyaururu vyaco namo mahyaramatiḥpanīyasī / indro mitro varuṇaḥ saṃ cikitrire 'tho bhagaḥsavitā pūtadakṣasaḥ
Denn des Ṛta Ausbreitung ist der weite Himmel, der Umfang, die Ehrerbietung, die große Aramati (Fülle), die Bewundernswerte [?]; / Indra, Mitra, Varuṇa haben sich zusammen bekundet, dazu Bhaga und Savitṛ, die reinen Wirkens sind.
pra rudreṇa yayinā yanti sindhavastiro mahīmaramatindadhanvire / yebhiḥ parijmā pariyannuru jrayo vi roruvajjaṭhare viśvamukṣate
Mit dem eilenden Rudra ziehen die Ströme hervor, quer durch die große Aramati liefen sie; / mit denen der Ringsgehende ringsum wandernd weit [ausgreift], und im Bauch brüllend alles benetzt [?].
Die Dröhnenden, die Rudras, die Maruts, allen Völkern zugehörig, des Himmels Falken, die Nestlinge des Asura [?]; / mit ihnen schaut Varuṇa, Mitra, Aryaman, Indra, mit den Göttern, den eiligen Rossen [?], der Eilige.
indre bhujaṃ śaśamānāsa āśata sūro dṛśīke vṛṣaṇaśca pauṃsye / pra ye nvasyārhaṇā tatakṣire yujaṃ vajraṃnṛṣadaneṣu kāravaḥ
Bei Indra suchten Genuss/Anteil zu erlangen die Preisenden, wie die Sonne im Anblick und die Stiere in der Mannestat; / die nun seiner Würdigkeit [Lob] zimmerten, als Gefährten den Vajra, in den Männersitzen, die Sänger.
Sogar die Sonne ließ seine Falben rasten [?]; vor Indra fürchtet sich irgendwer, dem Gewaltigen, / vor dem furchtbaren Stier, der aus dem Bauch schnaubt, Tag für Tag, der Überwältiger, donnernd, unbedrängt [?].
Ein Loblied für euch heute für Rudra, den Mächtigen, den Heldenherrscher, sollt ihr mit Ehrerbietung darbieten, / mit denen der Freundliche, Selbstmächtige, aus dem Himmel folgt, der Eigenruhmvolle, mit den Wunschgemäßen [?].
te hi prajāyā abharanta vi śravo bṛhaspatirvṛṣabhaḥsomajāmayaḥ / yajñairatharvā prathamo vi dhārayad devādakṣairbhṛgavaḥ saṃ cikitrire
Denn sie brachten für die Nachkommenschaft Ruhm herbei; Bṛhaspati, der Stier, der Soma-Verwandte; / mit Verehrungshandlungen hat Atharvan als Erster [den Weg] ausgebreitet; die Götter, mit Geschicken, die Bhṛgus haben sich zusammen bekundet [?].
te hi dyāvāpṛthivī bhūriretasā narāśaṃsaścaturaṅgoyamo 'ditiḥ / devastvaṣṭā draviṇodā ṛbhukṣaṇaḥ prarodasī maruto viṣṇurarhire
Denn sie sind es, Himmel und Erde, reich an Samen, Narāśaṃsa, der Vierglied(rige) [?], Yama, Aditi, / der Gott Tvaṣṭṛ, der Reichtumsgeber, die Ṛbhukṣan, die beiden Welten, die Maruts, Viṣṇu, sie sind würdig [erwiesen].
uta sya na uśijāmurviyā kavirahiḥ śṛṇotu budhnyohavīmani / sūryāmāsā vicarantā divikṣitā dhiyāśamīnahuṣī asya bodhatam
Und dieser unser weithin [wirkende] Seher der Uśij, der Drache aus der Tiefe, soll bei der Anrufung hören; / Sonne und Mond, die ihr im Himmel wohnend umherzieht, mit Andacht, ihr beiden Śamī-Nahuṣī [?], achtet auf ihn.
Vorwärts fördere uns Pūṣan den Zug, der Allgöttliche, Apām Napāt, Vāyu zum Erstreben; / den [eigenen] Atem/das Selbst, das Bessere, singt hin zum Wind; dies, Aśvins, gut Anrufbare, hört auf dem Weg.
Den, der über diesen furchtlosen Stämmen wohnt, den Selbstruhmvollen, preisen wir ja mit Liedern; / mit allen Frauen [?] Aditi, den Unbezwingbaren, den Jüngling der Nacht, den Männerfreundlichen; sodann den Herrn.
Hier jubelte der von Geburt frühere Aṅgiras; die Preßsteine blickten aufwärts auf die Weihehandlung; / mit denen der Weitfliegende, der Überschauer wurde; er schützt das gut Gefügte [?], das Beil, das Beute bringt [?].