Kapitel 159: ṛgvede 10.159 · udasau sūryo agādudayaṃ māmako bhagaḥ
Siegeslied einer Frau über ihre Nebenbuhlerinnen
Ich-Rede einer Frau (traditionell Śacī), die sich als Überwinderin aller Nebenfrauen rühmt und Herrschaft über Gatten und Volk beansprucht. Formelhaft und kämpferisch; vidvalā (1c) und astheyasām (5d) sind unsicher.
Mit der Darbringung, durch die Indra tatkräftig, glänzend und der Höchste wurde: / diese habe ich dargebracht, ihr Götter; ohne Nebenbuhlerin bin ich fürwahr geworden.
Ohne Nebenbuhlerin, Nebenbuhlerinnen-Töterin, siegend, überwältigend, / habe ich den Glanz der anderen und ihren Besitz abgeschlagen, wie den der [weniger fest] Stehenden [?].
Wort für Wort
asapatnā
ohne Nebenbuhlerin (Nom. Sg. f.)
sapatna-ghnī
Nebenbuhlerinnen tötend (Nom. Sg. f.)
jayantī
siegend (Nom. Sg. f.)
abhi-bhūvarī
überwältigend (Nom. Sg. f.)
ā
her/an mich
avṛkṣam
ich habe abgeschlagen (1. Sg. Aor.)
anyāsām
der anderen (Gen. Pl. f.)
vacarḥ
Glanz (Akk. Sg.)
rādhaḥ
Besitz/Gabe (Akk. Sg.)
astheyasām-iva
wie der weniger Beständigen/Geringeren (Gen. Pl.) [?]