Kapitel 191: ṛgvede 10.191 · saṃ-samid yuvase vṛṣannagne viśvānyarya ā
Anruf an Agni und Bitte um Eintracht
Schlusslied des Ṛgveda: Vers 1 wendet sich an Agni (Entzündung an der Stätte der Iḷā, Bitte um Güter), Verse 2-4 sind ein Eintrachtsspruch (Zusammengehen, gleiche Rede, gleiche Absicht). Vers 1 ist syntaktisch schwierig (saṃ-sam it, aryaḥ). In der Quelle sind im PP von Vers 3 nur 11 Wörter erhalten.
saṃ-samid yuvase vṛṣannagne viśvānyarya ā / iḷas padesamidhyase sa no vasūnyā bhara
Du vereinigst dich [?] völlig, Stier, Agni, mit allem des Herrn [?; Anm.: aryaḥ auch 'des Fremden/Gastes' möglich] / an der Stätte der Iḷā wirst du entzündet; / als solcher bringe uns Güter herbei.
Kommt zusammen, sprecht zusammen, eure Sinne sollen einig sein (wörtlich: zusammen erkennen), / wie die Götter früher, einig, ihren Anteil verehrend [?] (wörtlich: bei ihm verweilend) [Anm.: upa-√ās 'dabeisitzen, aufwarten'].
Gemeinsam sei der Spruch, gemeinsam die Versammlung, gemeinsam der Sinn, zusammen der Gedanke dieser hier; / einen gemeinsamen Spruch spreche ich zu euch, mit gemeinsamer Gabe opfere ich euch [Anm.: der Rest des Padapāṭha fehlt in der Quelle; ab hier nur nach der Saṃhitā].