Quellen der Menschheit

Ṛgveda · Maṇḍala 10

Kapitel 186: ṛgvede 10.186 · vāta ā vātu bheṣajaṃ śambhu mayobhu no hṛde Bitte an den Wind um Heilung und langes Leben

Der Wind wird als Heilmittel, Vater, Bruder und Freund angerufen und soll Lebensspannen verlängern und einen Schatz des Unsterblichen austeilen.

vāta ā vātu bheṣajaṃ śambhu mayobhu no hṛde / pra ṇaāyūṃṣi tāriṣat

Wind, wehe [uns] Heilmittel herbei, / Heil, Wohltuendes für unser Herz; / er soll unsere Lebensspannen verlängern.

Wort für Wort
vātaḥ
Wind (Nom./Vok. Sg.)
ā
herbei
vātu
er soll wehen (3. Sg. Imp.)
bheṣajam
Heilmittel (Akk. Sg.)
śam-bhu
Heil bringend (Akk. Sg. n.)
māyaḥ-bhu
wohltuend (Akk. Sg. n.)
naḥ
unserem (Dat. Sg.)
hṛde
Herz (Dat. Sg.)
pra
voran, hinaus
naḥ
unsere (Akk. Pl.)
āyūṃṣi
Lebensspannen (Akk. Pl.)
tāriṣat
er soll hinüberbringen, verlängern (3. Sg. Inj. Aor.)

uta vāta pitāsi na uta bhrātota naḥ sakhā / sa nojīvātave kṛdhi

Denn du, Wind, bist unser Vater, / und Bruder, und unser Freund; / so mache uns zum Leben.

Wort für Wort
uta
und, auch
vāta
Wind (Vok. Sg.)
pitā
Vater (Nom. Sg.)
asi
du bist (2. Sg.)
naḥ
unser (Gen. Pl.)
uta
und
bhrātā
Bruder (Nom. Sg.)
uta
und
naḥ
unser (Gen. Pl.)
sakhā
Freund (Nom. Sg.)
saḥ
der (Nom. Sg.)
naḥ
uns (Dat. Pl.)
jīvātave
zum Leben (Dat. Sg.)
kṛdhi
mache (2. Sg. Imp.)

yadado vāta te gṛhe 'mṛtasya nidhirhitaḥ / tato no dehijīvase

Was dort, Wind, in deinem Haus / als Schatz des Unsterblichen niedergelegt ist: / davon gib uns zum Leben.

Wort für Wort
yat
was (Nom. Sg. n.)
adaḥ
dort (Nom. Sg. n.)
vāta
Wind (Vok. Sg.)
te
dein (Gen. Sg.)
gṛhe
im Haus (Lok. Sg.)
amṛtasya
des Unsterblichen (Gen. Sg.)
nidhiḥ
Schatz (Nom. Sg.)
hitaḥ
niedergelegt (Nom. Sg. Part.)
tataḥ
davon (Abl.)
naḥ
uns (Dat. Pl.)
dehi
gib (2. Sg. Imp.)
jīvase
zum Leben (Dat. Sg.)

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