Kapitel 138: ṛgvede 10.138 · tava tya indra sakhyeṣu vahnaya ṛtaṃ manvānā vyadardirurvalam
Indras Taten mit Sonne, Ṛjiśvan und Uṣas
Schwieriges, stellenweise verderbtes Indra-Lied über die Öffnung des Vala, die Zerschlagung der Burgen des Pipru und andere Heldentaten. Mehrere Stellen (Vers 4 und 5, besonders Śundhyu/Uṣas/anas) sind sehr unsicher.
Jene deine Fahrer/Zugkräfte, Indra, in deinen Freundschaften, die Wahrheit (Ordnung) achtend, rissen den Vala auf, wo die Morgenröten willfahrten [?], die Wasser für Kutsa freigaben; im Sinn/Gedanken [?] bezwangst du auch die Schlangen [?].
Du ließest die Ergüsse herab, du ließest die Berge sich öffnen [?], du triebst die Rötlichen (Kühe) heraus [Anm.: usrā, Bildrede für Strahlen/Kühe]; du tranktest den lieben Honig. Du ließest des Baumes/der Holzgeweihten [?] wachsen durch dieses Wunderwerk; die Sonne erstrahlte durch das wahrheitsgeborene Lied.
Die Sonne löste mitten im Himmel den Wagen los; der Ārya fand für den Dāsa ein Gegenstück [?]. Die festen (Burgen) des zauberkundigen Asura Pipru zerschmetterte Indra, (dies) vollbracht habend mit Ṛjiśvan.
Das Unbezwingbare zerwarf der Kühne; die Schätze der Nicht-Götter zermalmte der Unermüdliche. Wie die Sonne die Monate [?] nahm er das Gut aus der Burg [?]; gepriesen schlug er die Feinde nieder mit strahlender Pracht [?].
Der Heerlose [?], Allgewaltige, Zerspaltende [?] gibt hin, der Vṛtra-Töter; die Drängenden beben [?]. Vor Indras Keule fürchtete sich der Durchbohrer; Śundhyu ging voran, Uṣas ließ den Wagen zurück [?].
Dies sind jene deine rühmenswerten, einzigartigen (Taten), als du, einer, den einen ohne Verehrungs-Weihehandlung machtest; du legtest die Ordnung der Monate im Himmel fest; durch dich (den Zerspalter) trägt der Vater den Radkranz [?].