Kapitel 32: ṛgvede 10.32 · pra su gmantā dhiyasānasya sakṣaṇi varebhirvarānabhiṣu prasīdataḥ
Indra, Agni und die Frage nach dem Weg: Anruf und Belehrung
Ein gemischtes, vielfach dunkles Lied: Anruf Indras, Bilder aus Hochzeit und Herde, dann die Belehrung durch Indra (Verse 6-8) im Bild des Nichtkundigen, der den Kundigen fragt. Verse 3-5 sind sehr unsicher.
pra su gmantā dhiyasānasya sakṣaṇi varebhirvarānabhiṣu prasīdataḥ / asmākamindra ubhayaṃ jujoṣati yatsomyasyāndhaso bubodhati
Die beiden Kommenden sollen gut [?] nach vorn, beim Bezwingen des Andächtigen [?], mit Erwünschtem zu den Erwünschten sich niederlassen. Indra wird unser beides gern annehmen, wenn er des Somatranks gewahr wird. [Anm.: dhiyasāna und die beiden gmantā unklar.]
vīndra yāsi divyāni rocanā vi pārthivāni rajasāpuruṣṭuta / ye tvā vahanti muhuradhvarānupa te suvanvantu vagyanānarādhasaḥ
Durch die himmlischen Lichträume fährst du hindurch, Indra, durch die irdischen mit dem Dunstraum, Vielgepriesener. Die dich immer wieder zu den Weihehandlungen hin tragen: die sollen die Redseligen, die Nicht-Freigebigen, gut besiegen. [Anm.: adhvara = Weihehandlung; die te (Rosse?) sind ergänzt.]
Das soll mir gefallen, das Schönere als (jede) Schönheit [?], wonach der Sohn der Eltern Verwandtschaft sucht [?]. Die Gattin führt den Gatten mit Liebe [?] gut(willig); der Brautzug der Männer [?] ist schön, geschmückt. [Anm.: Hochzeitsbild vermutet; sehr unsicher.]
tadit sadhasthamabhi cāru dīdhaya gāvo yacchāsanvahatuṃ na dhenavaḥ / mātā yan manturyūthasyapūrvyābhi vāṇasya saptadhāturijjanaḥ
Eben nach dem gemeinsamen Sitz hin habe ich das Liebliche bedacht, dass die Rinder wie Milchkühe einen Zug lenkten [?]. Wenn die frühere Mutter der Herde des Herrn [?] zum Ton hin (ist), (so ist) der siebenfach gegründete [?] Mensch. [Anm.: sehr unsicher.]
pra vo 'chā ririce devayuṣ padameko rudrebhiryātiturvaṇiḥ / jarā vā yeṣvamṛteṣu dāvane pari vaūmebhyaḥ siñcatā madhu
Hervor ragt zu euch hin der Götterliebende, ein einziger Schritt [?]; er geht mit den Rudras, der Bezwinger. Oder Preis (gilt) denen unter den Unsterblichen, um zu schenken: gießt den Helfern ringsum den Honig. [Anm.: padam ekaḥ unsicher.]
nidhīyamānamapagūḷamapsu pra me devānāṃ vratapāuvāca / indro vidvānanu hi tvā cacakṣa tenāhamagneanuśiṣṭa āgām
Das Niedergelegte, in den Wassern Verborgene: (das) hat mir der Gebotshüter der Götter kundgetan. Indra, wissend, hat dich (dabei) angesehen; dadurch bin ich, Agni, unterwiesen hergekommen. [Anm.: Sprecher berichtet von seiner Belehrung durch Indra.]
akṣetravit kṣetravidaṃ hyaprāṭ sa praitikṣetravidānuśiṣṭaḥ / etad vai bhadramanuśāsanosyotasrutiṃ vindatyañjasīnām
Der Nicht-Feldkundige hat den Feldkundigen gefragt; er geht, vom Feldkundigen unterwiesen, voran. Das ist wahrlich das Heilvolle der Unterweisung: er findet den Weg der geraden (Pfade) [?]. [Anm.: kṣetra = Feld, hier Bildrede für Weg/Wissen; Ebene plausibel.]
Heute hat er fürwahr angeatmet, diese Tage hat er bedacht [?], (vorher) eingehüllt; er sog das Euter der Mutter. Und ihn, den Jungen, hat das Alter erreicht; nicht zürnend wurde er ein Gut, wohlgesinnt [?]. [Anm.: Lebenslauf-Bild; unsicher.]
etāni bhadrā kalaśa kriyāma kuruśravaṇa dadato maghāni / dāna id vo maghavānaḥ so astvayaṃ ca somo hṛdi yambibharmi
Dies Heilvolle mögen wir tun, Kalaśa [?], Gaben schenkend, Kuruśravaṇa. Der Gabenreiche soll euch ein Geber sein. Und dieser Soma, den ich im Herzen trage. [Anm.: kalaśa als Anrede unsicher (Krug/Name); kuruśravaṇa als Name im Text.]