Kapitel 8: ṛgvede 10.8 · pra ketunā bṛhatā yātyagnirā rodasī vṛṣabho roravīti
Agni, der Stier, und Trita Āptya erschlägt den Dreiköpfigen
Lied an Agni (Vers 1-6) mit Preis seiner Größe und Aufgaben; Vers 7-9 erzählen den Mythos, wie Trita Āptya, von Indra angetrieben, den dreiköpfigen Sohn des Tvaṣṭṛ erschlägt und die Rinder befreit. Verse 3 und 7 sind schwierig.
Mit hohem Banner fährt Agni hervor, der Stier brüllt zu den beiden Welten; / bis an die Enden des Himmels, [sie] erreichend, / wuchs der Büffel im Schoß der Wasser.
Es freute sich der Keim, der Stier mit dem Höcker, / das unbeirrte Kalb mit dem Lauten, es brüllte; / er, Göttliches [oder: 'im Götterfest'] Erhobenes wirkend, / geht der Erste in seinen Wohnsitzen.
ā yo mūrdhānaṃ pitrorarabdha nyadhvare dadhire sūroarṇaḥ / asya patmannaruṣīraśvabhudhnā ṛtasya yonautanvo juṣanta
Als er den Scheitel der beiden Eltern ergriff, / setzten sie ihn bei der Weihehandlung nieder, als Sonne, als Woge; / seine rötlichen, rossgegründeten [Strahlen?] / freuten sich im Schoß der Ordnung, in [seinem] Leib [?].
Von Morgenröte zu Morgenröte, o Vasu, gehst du voran, / du wurdest weithin leuchtend bei den Zwillingen; / für die Ordnung legst du sieben Schritte nieder, / einen Freund erzeugend für den eigenen Leib.
Du wurdest das Auge des Großen, Hüter der Ordnung, / du wurdest Varuṇa, wenn du zur Ordnung gehst, / du wurdest Enkel der Wasser, o Jātavedas, / du wurdest der Bote, dessen Opfergabe du gern annimmst.
Du wurdest Anführer der Weihehandlung und des Luftraums, / wo du mit gütigen Niyut-Gespannen verbunden bist; / im Himmel setzt du dein Haupt, das Licht-Gewinnende, / zur Zunge, o Agni, machtest du den Opfergabenträger.
asya tritaḥ kratunā vavre antarichan dhītiṃ piturevaiḥparasya / sacasyamānaḥ pitrorupasthe jāmi bruvāṇaāyudhāni veti
Dessen Trita erwählte mit Einsicht innerlich [die Kraft?], / den Plan des Vaters durch Schnelligkeit des Ferneren suchend; / im Schoß der Eltern sich fügend, / die Verwandtschaft nennend, kommt er zu den Waffen.
Er, die väterlichen Waffen kennend, / von Indra angetrieben, der Āptya, kämpfte an; / den Dreiköpfigen, Siebenstrahligen erschlagend, / trieb Trita auch die Rinder des Tvāṣṭra heraus.
Vieles [tat] Indra, der Herr der Guten, dem Zerstörerischen; / die hervorbrechende Kraft des sich Bedeutenden fällte er; / des Tvāṣṭra, des Vielgestaltigen, der Kühe / raubend, drei Köpfe schlug er ab [?].