Kapitel 161: ṛgvede 10.161 · muñcāmi tvā haviṣā jīvanāya kamajñātayakṣmādutarājayakṣmāt
Heilspruch: Rückholung eines Todkranken ins Leben
Heilzauber für einen Schwerkranken: Lösung von Auszehrung (yakṣma) und dem 'Ergreifer' (grāhi), Rückholung aus dem Schoß der Nirṛti, Wunsch auf hundert Jahre und Wiedergewinnung von Auge und Leben. 'rāja-yakṣma' wird hier wörtlich als Königs-Auszehrung gegeben.
Ich löse dich mit der Darbringung zum Leben, wohlan, von der unerkannten Auszehrung und von der Königs-Auszehrung; / hat der Ergreifer ihn ergriffen, so löst von dieser, Indra und Agni, ihn los.
Ob sein Leben geschwunden ist, ob er fortgegangen oder dem Tod schon nahe hingeführt ist: / ihn hole ich zurück aus dem Schoß der Nirṛti; ich habe ihn für hundert Herbste gerettet.
Mit der tausendäugigen, hundertherbstigen, hundertjährigen Darbringung habe ich ihn zurückgeholt; / hundert Herbste hindurch soll Indra ihn führen über alles Übel hinüber.
āhārṣaṃ tvāvidaṃ tvā punarāgāḥ punarnava / sarvāṅgasarvaṃ te cakṣuḥ sarvamāyuśca te 'vidam
Ich habe dich zurückgeholt, ich habe dich gefunden; du bist wieder gekommen, wieder erneuert; / Vollgliedriger, ganz dein Auge, ganz dein Leben habe ich gefunden.