udīratāmavara ut parāsa un madhyamāḥ pitaraḥsomyāsaḥ / asuṃ ya īyuravṛkā ṛtajñāste no 'vantupitaro haveṣu
Es sollen sich erheben die Niederen, die Höheren und die Mittleren, die somaberechtigten Väter, / die zum Lebensatem gegangen sind, die Unversehrten, die die Wahrheit kennen: diese Väter sollen uns bei den Anrufungen helfen.
idaṃ pitṛbhyo namo astvadya ye pūrvāso ya uparāsa īyuḥ / ye pārthive rajasyā niṣattā ye vā nūnaṃ suvṛjanāsuvikṣu
Diese Verneigung sei heute den Vätern, die früheren und die späteren, die gegangen sind, / die im irdischen Raum niedergesessen sind, oder die jetzt unter den guten Sippen (Siedlungen) sind.
āhaṃ pitṝn suvidatrānavitsi napātaṃ ca vikramaṇaṃ caviṣṇoḥ / barhiṣado ye svadhayā sutasya bhajanta pitvastaihāgamiṣṭhāḥ
Ich habe die Väter gewonnen, die wohlgesinnten, und den Nachkommen und den Schritt des Viṣṇu. / Die auf der Streu sitzen, mit Svadhā (Eigenrecht) an dem Gepressten teilhaben, sollen als Trinkende [?] hierher kommen. [Anm.: pitvaḥ unsicher.]
barhiṣadaḥ pitara ūtyarvāgimā vo havyā cakṛmā juṣadhvam / ta ā gatāvasā śantamenāthā naḥ śaṃ yorarapodadhāta
Ihr Väter auf der Streu, kommt mit Beistand herzu! Diese Gaben haben wir euch bereitet; genießt sie. / Kommt mit dem wohltuendsten Beistand herbei, dann gebt uns Wohl und Heil, ohne Schädigung.
upahūtāḥ pitaraḥ somyāso barhiṣyeṣu nidhiṣu priyeṣu / ta ā gamantu ta iha śruvantvadhi bruvantu te 'vantvasmān
Herbeigerufen seien die somaberechtigten Väter auf den Streu-Plätzen, auf den lieben Ablagestätten. / Sie sollen herkommen, hier hören, sie sollen sprechen, sie sollen uns helfen.
Wort für Wort
upa-hūtāḥ
herbeigerufen (Nom. Pl.)
pitaraḥ
Väter (Nom. Pl.)
somyāsaḥ
somaberechtigt (Nom. Pl.)
barhiṣyeṣu
auf den Streu-Plätzen (Lok. Pl.)
ni-dhiṣu
auf den Ablagestätten (Lok. Pl.)
priyeṣu
lieben (Lok. Pl.)
te
diese (Nom. Pl.)
ā
herzu
gamantu
sie sollen kommen (3. Pl. Imp.)
te
diese (Nom. Pl.)
iha
hier
śrivantu
sie sollen hören (3. Pl. Imp.; PP śruvantu, Trennfehler für śṛṇvantu)
ācyā jānu dakṣiṇato niṣadyemaṃ yajñamabhi gṛṇītaviśve / mā hiṃsiṣṭa pitaraḥ kena cin no yad va āgaḥpuruṣatā karāma
Das Knie beugend, rechts niedergesessen, preist alle diese Weihehandlung. / Verletzt uns nicht, Väter, um irgendeiner Verfehlung willen, die wir nach Menschenart an euch begehen.
āsīnāso aruṇīnāmupasthe rayiṃ dhatta dāśuṣe martyāya / putrebhyaḥ pitarastasya vasvaḥ pra yachata ta ihorjandadhāta
Ihr Sitzenden im Schoß der Rötlichen (Morgenröten) [?], gebt Reichtum dem Spender, dem Sterblichen. / Den Söhnen, Väter, gebt von diesem Gut; hier verleiht Kraft. [Anm.: aruṇīnām unsicher.]
Die früheren Väter, die uns gehören, die somaberechtigten, die besten [?], die dem Somatrunk nachgingen, / mit diesen soll Yama, einträchtig, die Gaben verzehren, verlangend mit den Verlangenden, nach Wunsch. [Anm.: anūhire 'sie suchten nach/brachten nach' unsicher; vasiṣṭhāḥ 'die Besten' oder Vasiṣṭhas.]
Wort für Wort
ye
die (Nom. Pl.)
naḥ
uns (Gen.)
pūrve
frühere (Nom. Pl.)
pitaraḥ
Väter (Nom. Pl.)
somyāsaḥ
somaberechtigt (Nom. Pl.)
anu-ūhire
sie gingen nach, suchten [?] (3. Pl. Perf. Med.)
soma-pītham
Somatrunk (Akk. Sg.)
vasiṣṭhāḥ
die Besten, Vasiṣṭhas [?] (Nom. Pl.)
tebhiḥ
mit diesen (Instr. Pl.)
yamaḥ
Yama (Nom. Sg.)
sam-rarāṇaḥ
einträchtig, sich erfreuend (Nom. Sg.)
havīṃṣi
Gaben (Akk. Pl.)
uśan
verlangend (Part. Nom. Sg.)
eśat-bhiḥ
mit den Verlangenden (Instr. Pl.; PP 'eśat-bhiḥ' Trennfehler)
Die nach dem Göttlichen verlangten, eifrig strebend, die Rufe-Kundigen, durch Lobrede geformt, mit den Liedern: / komm her, Agni, mit den wohlgesinnten, wahren Väter-Dichtern, die an der Gharma-Kanne sitzen.
Die wahren, die Opferspeise essend und trinkend, die mit Indra und den Göttern auf einem Wagen fahren: / komm her, Agni, mit den Tausend, den götterbepriesenen, mit den früheren und späteren Vätern, die an der Gharma-Kanne sitzen. [Anm.: devavandaiḥ 'Götter preisend' oder 'von Göttern gepriesen'.]
Ihr Väter, die Agni gekostet hat, kommt hierher, setzt euch, jeder auf seinen Sitz, gute Führer. / Esst die bereiteten Gaben auf der Streu, dann verleiht Reichtum mit allen Männern.
Du, Agni, angerufen, Jātavedas, hast die wohlriechenden Gaben gefahren, sie zubereitet; / du gabst sie den Vätern mit Svadhā; sie haben sie gegessen. Iss du, Gott, die bereitgestellten Gaben.
ye ceha pitaro ye ca neha yāṃśca vidma yānu ca napravidma / tvaṃ vettha yati te jātavedaḥ svadhābhiryajñaṃ sukṛtaṃ juṣasva
Die Väter, die hier sind und die nicht hier sind, die wir kennen und die wir nicht (genau) kennen: / du weißt, wie viele sie sind, Jātavedas; nimm mit den Svadhā-Speisen die wohlgemachte Weihehandlung an.
ye agnidagdhā ye anagnidagdhā madhye divaḥ svadhayāmādayante / tebhiḥ svarāḷ asunītimetāṃ yathāvaśantanvaṃ kalpayasva
Die vom Feuer Verbrannten und die nicht vom Feuer Verbrannten, die inmitten des Himmels mit Svadhā sich berauschen: / mit diesen bringe, Selbstherrscher, diese Lebensleitung (Lebensatem) und den Leib nach Wunsch in Ordnung. [Anm.: asunīti 'Führung des Lebensatems' – Sinn nach Kontext (Totenwelt) plausibel.]