Quellen der Menschheit

Ṛgveda · Maṇḍala 10

Kapitel 61: ṛgvede 10.61 · idamitthā raudraṃ gūrtavacā brahma kratvā śacyāmantarājau Rätsellied um Vater und Tochter, Wettlauf und Anrufung der Götter

Sehr dunkles, sprachlich schwieriges Lied (Nābhānediṣṭha-Komplex). Verse 5–8 spielen auf einen Mythos an, in dem der Vater seiner Tochter nachstellt und Samen vergießt, woraus Götter das Brahman und einen Gebotshüter hervorbringen; dazu Kuh-/Mädchen-Bilder (kanā), Aśvin, Agni, Indra, Nachkommenschaft. Übersetzung durchgehend unsicher; die Anspielungen sind nur vorsichtig (plausibel bis spekulativ) zu lesen.

idamitthā raudraṃ gūrtavacā brahma kratvā śacyāmantarājau / krāṇā yadasya pitarā maṃhaneṣṭhāḥ parṣatpakthe ahannā sapta hotṝn

Dieses rudrische Gebetswort (sprach) so der Lobredner mit Einsicht und Können mitten im Wettlauf [?]. Als seine beiden Eltern, (es) vollbringend, in der Gabe stehend [?], ... brachte er am Pakthe-Tag die sieben Rufer hinüber [?].

Wort für Wort
idam
dies (Akk. Sg. n.)
itthā
so/wahrlich
raudram
rudrisch, zu Rudra gehörig (Akk. Sg. n.)
gūrta-vacāḥ
dessen Rede willkommen ist, Lobredner (Nom. Sg.)
brahma
Gebetswort/heilige Formung (Akk. Sg. n.)
kratvā
mit Einsicht/Kraft (Instr. Sg.)
śacyām
mit Können/Vermögen (Instr./Lok. Sg.) [?]
antaḥ
innerhalb
ājau
im Wettlauf/Kampf (Lok. Sg.)
krāṇā
vollbringend (Nom. Du.)
yat
als/was
asya
seine (Gen. Sg.)
pitarā
die beiden Eltern (Nom. Du.)
maṃhane--sthāḥ
in der Freigebigkeit stehend (Nom. Sg.) [?]
parṣat
er brachte hinüber/erfüllte (3. Sg. Aor. Injunkt.) [?]
pakthe
bei den Pakthas/Pakthe (Lok. Sg.) [?]
ahan
am Tag (Lok. Sg.)
ā
hin/herbei
sapta
sieben
hotāṛn
Rufer (Akk. Pl.)

sa id dānāya dabhyāya vanvañcyavānaḥ sūdairamimītavedim / tūrvayāṇo gūrtavacastamaḥ kṣodo na reta itaūtisiñcat

Er, wahrlich, zum Geben, zum Zu-Bezwingenden [?], siegend, sich regend, maß mit den Köchen [?] den Altarplatz aus; eilend, der Lobredner Meiste, goss wie eine Flut den Samen/die Flüssigkeit von hier aus mit Hilfe [?].

Wort für Wort
saḥ
er (Nom. Sg.)
it
eben/wahrlich
dānāya
zum Geben (Dat. Sg.)
dabhyāya
zu Bezwingendem/Täuschbarem (Dat. Sg.) [?]
vanvan
siegend/gewinnend (Nom. Sg.)
cyavānaḥ
sich regend (Nom. Sg.)
sūdaiḥ
mit Köchen/Schöpfern (Instr. Pl.) [?]
amimīta
er maß aus (3. Sg. Impf. Med.)
vedim
Altarplatz (Akk. Sg.)
tūvaryāṇaḥ
eilend (Nom. Sg.)
gūrtavacaḥ-tamaḥ
der Lobredner-meiste (Nom. Sg.)
kṣodaḥ
Flut/Woge (Nom. Sg.)
na
wie
retaḥ
Samen/Flüssigkeit (Akk. Sg.)
itaḥ-ūti
von hier aus mit Hilfe [?] (Kompositum)
siñcat
er goss (3. Sg. Impf.)

mano na yeṣu havaneṣu tigmaṃ vipaḥ śacyā vanuthodravantā / ā yaḥ śaryabhistuvinṛmṇoasyāśrīṇītādiśaṃ gabhastau

Wie der Geist (schnell) in welchen Anrufungen [?] ihr den Scharfen, Eifrigen mit Können ... begehrt, laufend; der, der mit den Pfeilen, der Vielkräftige, seine Richtung/Weisung in die Hand mischte [?].

Wort für Wort
manaḥ
Geist (Nom. Sg.)
na
wie
yeṣu
in welchen (Lok. Pl. n.)
havaneṣu
Anrufungen (Lok. Pl.)
tigmam
scharf (Akk. Sg. m.)
vipaḥ
Eifrige/Anregende (Nom. Pl.) [?]
śacyā
mit Können (Instr. Sg.)
vanuthaḥ
ihr begehrt/gewinnt (2. Du. Präs.) [?]
dravantā
laufend (Nom. Du.)
ā
hin
yaḥ
der (Nom. Sg. m.)
śaryābhiḥ
mit Pfeilen/Rohren (Instr. Pl.)
tuvi-nṛmṇaḥ
vielkräftig (Nom. Sg.)
asya
dessen (Gen. Sg.)
aśrīṇīta
er mischte (3. Sg. Impf. Med.)
ādiśam
Anweisung/Richtung (Akk. Sg.)
gabhastau
in die Hand (Lok. Sg.)

kṛṣṇā yad goṣvaruṇīṣu sīdad divo napātāśvināhuve vām / vītaṃ me yajñamā gataṃ me annaṃ vavanvāṃsāneṣamasmṛtadhrū

Als der Dunkle [?] unter den roten Kühen saß [Anm.: Bildrede: Dunkelheit im Morgenrot?], rufe ich euch, Enkel/Söhne des Himmels, Aśvin: genießt meine Weihehandlung, kommt zu meiner Speise, wie Gewinner die Labung, ihr Unvergessenen/nicht Wankenden [?].

Wort für Wort
kṛṣṇā
der Dunkle/Schwarze (Nom. Sg. m.)
yat
als
goṣu
unter den Kühen (Lok. Pl.)
aruṇīṣu
roten (Lok. Pl. f.)
sīdat
er saß (3. Sg. Impf.)
divaḥ
des Himmels (Gen. Sg.)
napātā
Enkel/Söhne (Vok. Du.)
aśvinā
Aśvin (Vok. Du.)
huve
ich rufe (1. Sg. Präs. Med.)
vām
euch beide (Akk. Du.)
vītam
genießt (2. Du. Imper.)
me
meine/mir (Gen./Dat. Sg.)
yajñam
Weihehandlung (Akk. Sg.)
ā
herbei
gatam
kommt (2. Du. Imper.)
me
meine/mir
annam
Speise (Akk. Sg.)
vavanvāṃsā
gewinnend (Nom. Du. Part.)
na
wie
iṣam
Labung/Kraft (Akk. Sg.)
asmṛtadhrūity asmṛta-dhrū
nicht Vergessende/nicht Wankende (Nom. Du.) [?]

prathiṣṭa yasya vīrakarmamiṣṇadanuṣṭhitaṃ nu naryoapauhat / punastadā vṛhati yat kanāyā duhiturāanubhṛtamanarvā

Ausgebreitet hat sich das Manneswerk dessen, der (es) antreibt; das Angehängte hat der Männerfreund nun beiseite geräumt; wieder reißt der Unwiderstehliche hervor, was der Tochter, dem Mädchen, nachgetragen ist [?].

Wort für Wort
prathiṣṭa
es breitete sich aus (3. Sg. Aor. Med.)
yasya
dessen (Gen. Sg.)
vīra-karmam
Manneswerk/Heldentat (Akk. Sg. n.)
iṣṇat
antreibend/eifernd (Nom. Sg. Part.) [?]
anu-sthitam
angehängt/Angeschlossenes (Akk. Sg. n.)
nu
nun
naryaḥ
Männerfreund/männlich (Nom. Sg.) [?]
apa
weg
auhat
er räumte (3. Sg. Impf.)
punariti
wieder
tat
das (Akk. Sg. n.)
ā
hervor
vṛhati
er reißt/zieht (3. Sg. Präs.)
yat
was
kanāyāḥ
des Mädchens (Gen. Sg.)
duhituḥ
der Tochter (Gen. Sg.)
āḥ
(zu) heran [Token verderbt; wohl ā] [?]
anu-bhṛtam
nachgetragen (Akk. Sg. n.)
anarvā
Unwiderstehlicher (Nom. Sg.)

madhyā yat kartvamabhavadabhīke kāmaṃ kṛṇvāṇepitari yuvatyām / manānag reto jahaturviyantā sānauniṣiktaṃ sukṛtasya yonau

Als das Zu-Tuende in der Mitte geschah, in der Nähe, als der Vater an der jungen (Frau) sein Begehren machte, verloren beide, auseinandergehend, ein wenig Samen, ausgegossen auf dem Rücken, im Schoß des Wohlgetanen [?].

Wort für Wort
madhyā
in der Mitte (Lok. Sg.)
yat
als
kartvam
das Zu-Tuende/Werk (Nom. Sg. n.)
abhavat
es geschah (3. Sg. Impf.)
abhīke
in der Nähe (Lok. Sg.)
kāmam
Begehren (Akk. Sg.)
kṛṇvāne
machend (Lok. Sg. m. Part. Med.)
pitari
Vater (Lok. Sg.)
yuvatyām
an der jungen (Frau) (Lok. Sg. f.)
manānak
ein wenig (Adv.)
retaḥ
Samen (Akk. Sg. n.)
jahatuḥ
sie beide ließen/verloren (3. Du. Perf.)
vi-yantā
auseinandergehend (Nom. Du.)
sānau
auf dem Rücken/Gipfel (Lok. Sg.)
ni-siktam
ausgegossen (Akk. Sg. n.)
su-kṛtasya
des Wohlgetanen/Gut-Gemachten (Gen. Sg.)
yonau
im Schoß (Lok. Sg.)

pitā yat svāṃ duhitaramadhiṣkan kṣmayā retaḥsaṃjagmāno ni ṣiñcat / svādhyo 'janayan brahma devāvāstoṣ patiṃ vratapāṃ niratakṣan

Als der Vater seine eigene Tochter bestieg [?], goss er, sich (mit ihr) vereinigend, auf der Erde den Samen aus; die gutgesinnten Götter erzeugten das Brahman (heilige Wort), sie zimmerten den Herrn des Bauplatzes heraus, den Hüter des Gebotes [Anm.: Mythos, vgl. Vāstoṣpati; Deutung plausibel, aber nicht sicher].

Wort für Wort
pitā
Vater (Nom. Sg.)
yat
als
svām
eigene (Akk. Sg. f.)
duhitaram
Tochter (Akk. Sg.)
adhi-skan
er bestieg/sprang auf (3. Sg. Aor.) [?]
kṣmayā
auf der Erde/durch die Erde (Instr. Sg.)
retaḥ
Samen (Akk. Sg. n.)
sam-jagmānaḥ
sich vereinigend (Nom. Sg. Part.)
ni
hinein/aus
s iñcat
er goss (3. Sg. Impf.; Token ‚s iñcat‘ verklebt)
su-ādhyaḥ
gutgesinnt/wohlbedacht (Nom. Pl.)
ajanayan
sie erzeugten (3. Pl. Impf.)
brahma
Brahman/heiliges Wort (Akk. Sg. n.)
devāḥ
Götter (Nom. Pl.)
vāstoḥ
des Bauplatzes (Gen. Sg.)
patim
Herrn (Akk. Sg.)
vrata-pām
Gebotshüter (Akk. Sg.)
ni ḥ
heraus (Token ‚ni ḥ‘ verklebt)
atakṣan
sie zimmerten (3. Pl. Impf.)

sa īṃ vṛṣā na phenamasyadājau smadā paraidapadabhracetāḥ / sarat padā na dakṣiṇā parāvṛṃ na tā nume pṛśanyo jagṛbhre

Er, wie ein Stier den Schaum, (den er) im Wettlauf schleuderte, ging lächelnd davon, wenig verständig [?]; er lief mit dem Fuß wie die rechte [?], nicht (wie) die Abgewandte; diese nun, die Gesprenkelten, haben mich nicht ergriffen [?].

Wort für Wort
saḥ
er (Nom. Sg.)
īm
ihn/ja (Partikel)
vṛṣā
Stier (Nom. Sg.)
na
wie
phenam
Schaum (Akk. Sg.)
asyat
er schleuderte (3. Sg. Impf.) [?]
ājau
im Wettlauf (Lok. Sg.)
smat
lächelnd (Nom. Sg. Part.) [?]
ā
hin/heran
parā
fort
ait
er ging (3. Sg. Impf.)
apa
weg
dabhra-cetāḥ
wenig verständig (Nom. Sg.)
sarat
er lief (3. Sg. Aor.)
padā
mit dem Fuß (Instr. Sg.)
na
wie
dakṣiṇā
die rechte/Opferlohn-Kuh (Nom. Sg. f.) [?]
parāvṛk
die sich Abwendende (Nom. Sg. f.) [?]
na
nicht
tāḥ
diese (Nom. Pl. f.)
nu
nun
me
mich (Akk./Gen. Sg.)
pṛśanyaḥ
die Gesprenkelten (Nom. Pl. f.)
jagṛbhre
sie haben ergriffen (3. Pl. Perf. Med.)

makṣū na vahniḥ prajāyā upabdiragniṃ na nagna upasīdadūdhaḥ / sanitedhmaṃ sanitota vājaṃ sa dhartājajñe sahasā yavīyut

Schnell wie ein Zugtier, ein Lärmer für die Nachkommenschaft [?], wie ein Nackter das Feuer, setzte er sich an das Euter [?]; ein Gewinner von Brennholz und auch von Kampfpreis, wurde er als Träger geboren, durch Kraft, ständig kämpfend/Jugend-Kämpfer [?].

Wort für Wort
makṣu
schnell
na
wie
vahniḥ
Zugtier/Träger (Nom. Sg.)
pra-jāyāḥ
für die Nachkommenschaft (Dat. Sg.)
upabdiḥ
Lärm/Geräusch (Nom. Sg.) [?]
agnim
Feuer (Akk. Sg.)
na
wie
nagnaḥ
Nackter (Nom. Sg.)
upa
hin/an
sīdat
er setzte sich (3. Sg. Impf.)
ūdhaḥ
Euter (Akk. Sg.)
sanitā
Gewinner (Nom. Sg.)
idhmam
Brennholz (Akk. Sg.)
sanitā
Gewinner (Nom. Sg.)
uta
und
vājam
Kampfpreis/Kraft (Akk. Sg.)
saḥ
er (Nom. Sg.)
dhartā
Träger/Halter (Nom. Sg.)
jajñe
er wurde geboren (3. Sg. Perf. Med.)
sahasā
durch Kraft (Instr. Sg.)
yav i-yut
ständig kämpfend/Jugend-Kämpfer (Nom. Sg.) [?]

makṣū kanāyāḥ sakhyaṃ navagvā ṛtaṃ vadanta ṛtayuktimagman / dvibarhaso ya upa gopamāguradakṣiṇāso acyutādudukṣan

Schnell (kamen) zur Freundschaft des Mädchens die Neungänger, Wahrheit sprechend, zur Ṛta-Verbindung; die Zweifach-Sitzenden, die zum Hirten kamen, die ohne Opferlohn, begehrten das Unerschütterliche zu melken [?].

Wort für Wort
makṣu
schnell
kanāyāḥ
des Mädchens (Gen. Sg.)
sakhyam
Freundschaft (Akk. Sg. n.)
nava-gvāḥ
Neungänger (Nom. Pl.)
ṛtam
Wahrheit/Ṛta (Akk. Sg. n.)
vadantaḥ
sprechend (Nom. Pl. Part.)
ṛta-yuktim
Ṛta-Verbindung (Akk. Sg.)
agman
sie kamen (3. Pl. Aor.)
dvi-barhasaḥ
zweifach auf Streu sitzend (Nom. Pl.) [?]
ye
die (Nom. Pl. m.)
upa
zu
gopam
Hirten (Akk. Sg.)
ā
herbei
aguḥ
sie kamen (3. Pl. Aor.)
adakṣiṇāsaḥ
ohne Opferlohn (Nom. Pl.)
acyutā
Unerschütterliches (Akk. Pl. n.)
dudukṣan
sie wollten melken (3. Pl. Desid. Aor.)

makṣū kanāyāḥ sakhyaṃ navīyo rādho na reta ṛtamitturaṇyan / śuci yat te rekṇa āyajanta sabardughāyāḥ payausriyāyāḥ

Schnell (zur) Freundschaft des Mädchens, der neueren, gleichsam Gabe/Erfolg wie Samen, eilend nur zum Ṛta; das Lautere, was sie dir als Erbgut weihten von der Milch der milchspendenden, rötlichen Kuh [?].

Wort für Wort
makṣu
schnell
kanāyāḥ
des Mädchens (Gen. Sg.)
sakhyam
Freundschaft (Akk. Sg. n.)
navīyaḥ
neuere (Akk. Sg. n.)
rādhaḥ
Gabe/Erfolg (Akk. Sg. n.)
na
wie
retaḥ
Samen (Nom. Sg.)
ṛtam
Ṛta/Wahrheit (Akk. Sg. n.)
it
nur
turaṇyan
eilend (Nom. Sg. Part.)
śuci
lauter/rein (Akk. Sg. n.)
yat
was
te
dir (Dat. Sg.)
rekṇaḥ
Erbe/Erbgut (Akk. Pl. n.) [?]
ā
herbei
ayajanta
sie weihten (3. Pl. Impf. Med.)
sabaḥ-dughāyāḥ
der Milch spendenden (Gen. Sg. f.)
payaḥ
Milch (Akk. Sg. n.)
usriyāyāḥ
der rötlichen Kuh (Gen. Sg. f.)

paśvā yat paścā viyutā budhanteti bravīti vaktarīrarāṇaḥ / vasorvasutvā kāravo 'nehā viśvaṃ viveṣṭidraviṇamupa kṣu

Mit dem Vieh, wenn die hinten Getrennten [?] erwachen/bedrängen, spricht er so zum Sprecher, (dem) Gebenden; durch das Gutsein des Guten erreichen die Sänger unbeschadet alle Habe hier [?].

Wort für Wort
paśvā
mit dem Vieh (Instr. Sg.) [?]
yat
wenn/was
paścā
hinten/nachher (Adv.)
vi-yutā
getrennt/gelöst (Nom. Pl. n.)
bdhanta
sie erwachen/bedrängen (3. Pl. Präs. Med.; Token verderbt) [?]
iti
so (Zitatmarke)
bravīti
er spricht (3. Sg. Präs.)
vaktari
zum Sprecher (Lok. Sg.)
rarāṇaḥ
gebend (Nom. Sg. Part.)
vasoḥ
des Guten/des Gutes (Gen. Sg.)
vasu-tvā
durch das Gutsein (Instr. Sg.)
kāravaḥ
Sänger (Nom. Pl.)
anehā
unbeschadet (Adv.)
viśvam
alle (Akk. Sg. n.)
viveṣṭi
er erlangt (3. Sg. Präs.)
draviṇam
Habe (Akk. Sg. n.)
upa
hierher/hin
kṣu
hier (Lok./Adv.) [?]

tadin nvasya pariṣadvāno agman purū sadanto nārṣadambibhitsan / vi śuṣṇasya saṃgrathitamanarvā vidatpuruprajātasya guhā yat

Eben dorthin sind seine Umsitzer gegangen, vielfach sitzend, den Nārṣada (?) [?] zu spalten wünschend; der Unwiderstehliche fand das Verknüpfte des Śuṣṇa, das im Verborgenen des Vielgeborenen war.

Wort für Wort
tat
eben das (Akk. Sg. n.)
it
wahrlich
nu
nun
asya
dessen (Gen. Sg.)
pari-sadvānaḥ
Umsitzer (Nom. Pl.)
agman
sie gingen (3. Pl. Aor.)
puru
viel (Adv.)
sadantaḥ
sitzend (Nom. Pl. Part.)
nārsadam
Nārṣada (Bedeutung unklar) [?]
bibh itsan
spalten wollend (Nom. Pl. Part. Desid.; Token ‚bibh itsan‘ verklebt)
vi
auseinander
śuṣṇasya
des Śuṣṇa (Gen. Sg.)
sam-grathitam
Verknüpftes/Verknotetes (Akk. Sg. n.)
anarvā
Unwiderstehlicher (Nom. Sg.)
vidat
er fand (3. Sg. Aor.)
puru-prajātasya
des Vielgeborenen (Gen. Sg.)
guhā
im Verborgenen (Lok./Instr. Sg.)
yat
was (Nom./Akk. Sg. n.)

bhargo ha nāmota yasya devāḥ svarṇa ye triṣadhastheniṣeduḥ / agnirha nāmota jātavedāḥ śrudhī no hotar{ṛ}tasya hotādhruk

Bhargas (Glut) ist wahrlich (sein) Name, und dessen, dessen Götter im dreifachen Sitz sich niedergelassen haben wie im Licht; Agni ist wahrlich (sein) Name und Jātavedas: höre uns, Rufer, des Ṛta Rufer, ohne Trug.

Wort für Wort
bhargaḥ
Bhargas/Glut (Nom. Sg.)
ha
wahrlich
nāma
Name (Nom. Sg.)
uta
und
yasya
dessen (Gen. Sg.)
devāḥ
Götter (Nom. Pl.)
svaḥ
Licht (Nom. Sg. n.)
na
wie
ye
die (Nom. Pl. m.)
tri-sadhasthe
im dreifachen Sitz (Lok. Sg.)
ni-seduḥ
sie ließen sich nieder (3. Pl. Perf.)
agniḥ
Agni (Nom. Sg.)
ha
wahrlich
nāma
Name (Nom. Sg.)
uta
und
jāta-vedāḥ
Jātavedas, Kenner der Geborenen (Nom. Sg.)
śrudhi
höre (2. Sg. Imper.)
naḥ
uns (Dat. Pl.)
hotaḥ
Rufer (Vok. Sg.)
ṛtasya
des Ṛta, der Wahrheit (Gen. Sg.)
hotā
Rufer (Nom. Sg.)
adhruk
ohne Trug (Nom. Sg.)

uta tyā me raudrāvarcimantā nāsatyāvindra gūrtayeyajadhyai / manuṣvad vṛktabarhiṣe rarāṇā mandūhitaprayasā vikṣu yajyū

Und jene beiden, für mich, die Rudra-Söhne, mit Strahlen versehenen, die Nāsatyas, (und) Indra, zur Lobrede zu verehren, wie bei Manu gebend dem, der die Streu ausbreitete, erfreuliche, deren Labung bereitgestellt ist, unter den Stämmen verehrungswürdig [?].

Wort für Wort
uta
auch/und
tyā
jene (Nom. Du. m.)
me
mir (Dat. Sg.)
raudrau
rudrisch, Rudra-Söhne (Nom. Du.)
arci-mantā
glanzvoll/mit Strahlen (Nom. Du.)
nāsatyau
Nāsatyas (Nom. Du.)
indra
Indra (Vok. Sg.)
gṛtaye
zur Lobrede (Dat. Sg.; Token ‚gṛtaye‘ verderbt) [?]
yajadhyai
zu verehren (Inf.)
manuṣvat
wie bei Manu
vṛkta-barhiṣe
dem mit ausgebreiteter Streu (Dat. Sg.)
rarāṇā
gebend/schenkend (Nom. Du.)
mandū iti
erfreulich (Nom. Du.)
hita-prayasā
mit bereitgestellter Labung (Nom. Du.)
vikṣu
unter den Stämmen (Lok. Pl.)
yajyūiti
verehrungswürdig (Nom. Du.)

ayaṃ stuto rājā vandi vedhā apaś va viprastaratisvasetuḥ / sa kakṣīvantaṃ rejayat so agniṃ nemiṃ nacakramarvato raghudru

Dieser gepriesene König ward besungen, der Ordner; und der Redegewandte überquert die Wasser, sich selbst als Brücke; er ließ Kakṣīvant erbeben [?], er Agni, wie den Radkranz das Rad des Rosses, der Schnelllaufende [?].

Wort für Wort
ayam
dieser (Nom. Sg. m.)
stutaḥ
gepriesen (Nom. Sg.)
rājā
König (Nom. Sg.)
vandi
er wurde besungen (3. Sg. Aor. Pass.)
vedhāḥ
Ordner/Verteiler (Nom. Sg.)
apaḥ
Wasser (Akk. Pl.)
ca
und
vipraḥ
Redegewandter/Seher (Nom. Sg.)
tarati
er überquert (3. Sg. Präs.)
sva-setuḥ
sich selbst zur Brücke habend (Nom. Sg.)
saḥ
er (Nom. Sg.)
kakṣīvantam
Kakṣīvant (Akk. Sg.)
rejayat
er ließ beben (3. Sg. Impf.)
saḥ
er (Nom. Sg.)
agnim
Agni (Akk. Sg.)
nemim
Radkranz (Akk. Sg.)
na
wie
cakram
Rad (Akk. Sg.)
arvataḥ
des Rosses (Gen. Sg.)
raghu-dru
schnell laufend (Nom. Sg.)

sa dvibandhurvaitaraṇo yaṣṭā sabardhuṃ dhenumasvanduhadhyai / saṃ yan mitrāvaruṇā vṛñja ukthairjyeṣṭhebhiraryamaṇaṃ varūthaiḥ

Er, der Zweifach-Verwandte, der Vaitaraṇa, der Verehrer, um die milchspendende Kuh, das Ross(?), zu melken [?]; als er Mitra-Varuṇa mit Liedern, den Aryaman mit den besten Schutzwehren zusammenfasste [?].

Wort für Wort
saḥ
er (Nom. Sg.)
dvi-bandhuḥ
zweifach verwandt (Nom. Sg.)
vaitaraṇaḥ
Vaitaraṇa, Sohn des Hinüberführers (Nom. Sg.)
yaṣṭā
Verehrer (Nom. Sg.)
sabaḥ-dhum
milchgebend (Akk. Sg. f.)
dhenum
Kuh (Akk. Sg.)
asvam
ohne/nicht ...-Ross [?] (Akk. Sg.)
duhadhyai
um zu melken (Inf. Med.)
sam
zusammen
yat
als/wenn
mitrāvaruṇā
Mitra und Varuṇa (Akk. Du.)
vṛñje
ich fasse/nehme (1. Sg. Präs. Med.) [?]
ukthaiḥ
mit Liedern (Instr. Pl.)
jyeṣṭhebhiḥ
mit den ältesten/besten (Instr. Pl.)
aryamaṇam
Aryaman (Akk. Sg.)
varūthaiḥ
mit Schutzwehren (Instr. Pl.)

tadbandhuḥ sūrirdivi te dhiyandhā nābhānediṣṭho rapatipra venan / sā no nābhiḥ paramāsya vā ghāhaṃ tatpaścā katithaścidāsa

Dessen Verwandter, der Herr, im Himmel, die Gedanken Stiftende; Nābhānediṣṭha, vorwärtsdrängend, redet: ‚Das ist unser Nabel, das Höchste, oder sein (Nabel); ich war danach wohl der Wievielte?‘ [?]

Wort für Wort
tat-bandhuḥ
dessen Verwandter (Nom. Sg.)
sūriḥ
Herr/Gönner (Nom. Sg.)
divi
im Himmel (Lok. Sg.)
te
dir/deine [?]
dhiyam-dhāḥ
die Gedanken/Dhī setzend (Nom. Sg.)
nābhānediṣṭhaḥ
Nābhānediṣṭha, dem Nabel Nächster (Nom. Sg.)
rapati
er redet/klagt (3. Sg. Präs.)
pra
vorwärts
venan
drängend/sich sehnend (Nom. Sg. Part.)
sā
dieser (Nom. Sg. f.)
naḥ
unser (Gen. Pl.)
nābhiḥ
Nabel/Verwandtschaft (Nom. Sg.)
paramā
höchste (Nom. Sg. f.)
asya
seine/dessen (Gen. Sg.)
vā
oder
gha
fürwahr
aham
ich (Nom. Sg.)
tat
danach/das (Akk. Sg. n.)
paścā
hinterher
katithaḥ
der Wievielte (Nom. Sg. m.)
cit
wohl
āsa
ich war (1. Sg. Perf.)

iyaṃ me nābhiriha me sadhasthamime me devā ayamasmisarvaḥ / dvijā aha prathamajā ṛtasyedaṃ dhenuraduhajjāyamānā

Dies ist mein Nabel, hier ist mein Sitz; dies sind meine Götter; ich bin dieser Ganze. Zweifach geboren bin ich fürwahr, Erstgeborener des Ṛta: dies hat die Kuh gemolken, als sie geboren wurde [?].

Wort für Wort
iyam
dies (Nom. Sg. f.)
me
mein (Gen. Sg.)
nābhiḥ
Nabel/Verwandtschaft (Nom. Sg.)
iha
hier
me
mein
sadha-stham
Sitzstätte (Nom. Sg. n.)
ime
diese (Nom. Pl. m.)
me
meine
devāḥ
Götter (Nom. Pl.)
ayam
dieser (Nom. Sg. m.)
asmi
ich bin (1. Sg.)
sarvaḥ
ganz/unversehrt (Nom. Sg.)
dvi-jāḥ
zweifach geboren (Nom. Sg.)
aha
fürwahr
prathama-jāḥ
erstgeboren (Nom. Sg.)
ṛtasya
des Ṛta (Gen. Sg.)
idam
dies (Akk. Sg. n.)
dhenuḥ
Milchkuh (Nom. Sg.)
aduhat
sie molk (3. Sg. Impf.)
jāyamānā
geboren werdend (Nom. Sg. f. Part.)

adhāsu mandro aratirvibhāvāva syati dvivartanirvaneṣāṭ / ūrdhvā yacchreṇirna śiśurdan makṣū sthiraṃśevṛdhaṃ sūta mātā

Dann unter diesen (Frauen/Kühen) löst der erfreuliche, strahlende Unbeständige [?], auf zwei Wegen gehend, waldbesiegend [?]; als (er) aufrecht wie eine Reihe, wie ein Kind, schnell im Haus [?], gebar die Mutter den festen Glücksvermehrer.

Wort für Wort
adha
dann
āsu
unter diesen (Lok. Pl. f.)
mandraḥ
erfreulich/berauschend (Nom. Sg.)
aratiḥ
Unbeständiger/Diener (Nom. Sg.) [?]
vibhāvā
strahlend (Nom. Sg.)
ava
herab/ab
syati
er löst/bindet los (3. Sg. Präs.)
dvi-vartaniḥ
auf zwei Wegen gehend (Nom. Sg.)
vaneṣāṭ
Wälder überwältigend (Nom. Sg.) [?]
ūrdhvā
aufrecht (Nom. Sg. f.)
yat
als
śreṇiḥ
Reihe/Zug (Nom. Sg.)
na
wie
śiśuḥ
Kind (Nom. Sg.)
dan
im Haus [?] (Lok. Sg.)
makṣu
schnell
sthiram
fest (Akk. Sg. m.)
śe--vṛdham
Glück mehrend (Akk. Sg.)
sūta
sie gebar (3. Sg. Aor. Med.)
mātā
Mutter (Nom. Sg.)

adhā gāva upamātiṃ kanāyā anu śvāntasya kasya citpareyuḥ / śrudhi tvaṃ sudraviṇo nastvaṃ yāḷ āśvaghnasyava"vṛdhe sūnṛtābhiḥ

Dann sind die Kühe zur Nähe/Angleichung des Mädchens hin, hinter einem beliebigen Erschöpften her, fortgegangen [?]; höre du, Reichtumsreicher, uns; du, der Verehrer [?], (erstarkte) mit Lieblichkeiten [?] des Āśvaghna.

Wort für Wort
adha
dann
gāvaḥ
Kühe (Nom. Pl.)
upa-mātim
Nähe/Angleichung (Akk. Sg.) [?]
kanāyāḥ
des Mädchens (Gen. Sg.)
anu
hinterher
śvāntasya
des Erschöpften (Gen. Sg.)
kasya
welchem (Gen. Sg.)
cit
irgendein (cit)
parā
fort
īyuḥ
sie gingen (3. Pl. Impf.)
śrudhi
höre (2. Sg. Imper.)
tvam
du (Nom. Sg.)
su-draviṇaḥ
reich an Gut (Vok. Sg.)
naḥ
uns (Dat. Pl.)
tvam
du (Nom. Sg.)
yāṭ
Verehrer/Opferer (Nom. Sg.) [?]
āśva-ghnasya
des Āśvaghna (Gen. Sg.) [?]
vavṛdhe
er erstarkte (3. Sg. Perf. Med.)
sūnṛtābhiḥ
mit Lieblichkeiten/Wahrheiten (Instr. Pl.)

adha tvamindra viddhyasmān maho rāye nṛpate vajrabāhuḥ / rakṣā ca no maghonah pāhi sūrīnanehasaste harivoabhiṣṭau

Nun erkenne du uns, Indra, zu großem Reichtum, Männerherr, Keulenarm; schütze uns und behüte die freigebigen Herren, die unversehrten, Falbenherr, in deiner Hilfe [?].

Wort für Wort
adha
nun
tvam
du (Nom. Sg.)
indra
Indra (Vok. Sg.)
viddhi
erkenne/wisse (2. Sg. Imper.)
asmān
uns (Akk. Pl.)
mahaḥ
zu großem (Dat. Sg.)
rāye
Reichtum (Dat. Sg.)
nṛ-pate
Männerherr (Vok. Sg.)
vajra-bāhuḥ
Keulenarm (Nom. Sg.)
rakṣa
schütze (2. Sg. Imper.)
ca
und
naḥ
uns
maghonaḥ
freigebig (Akk. Pl. m.)
pāhi
behüte (2. Sg. Imper.)
sūrīn
Herren/Gönner (Akk. Pl.)
anehasaḥ
unversehrt (Akk. Pl.)
te
dein (Gen. Sg.)
hari-vaḥ
Falbenherr (Vok. Sg.)
abhiṣṭau
in der Hilfe/Nähe (Lok. Sg.)

adha yad rājānā gaviṣṭau sarat saraṇyuḥ kāravejaraṇyuḥ / vipraḥ preṣṭhaḥ sa hyeṣāṃ babhūva parā cavakṣaduta parṣadenān

Da, als die beiden Könige bei der Rindersuche liefen, der Eilende, für den Sänger der Lobsingende [?]; der Redegewandte, Liebste wurde er von ihnen; und er trug (sie) fort und brachte sie hinüber [?].

Wort für Wort
adha
dann
yat
als
rājānā
Könige (Nom. Du.)
go--iṣṭau
bei der Rindersuche (Lok. Sg.)
sarat
er lief (3. Sg. Aor.)
saraṇyuḥ
eilend (Nom. Sg.)
kārave
dem Sänger (Dat. Sg.)
jaraṇyuḥ
lobsingend/altersfähig (Nom. Sg.) [?]
vipraḥ
redegewandt (Nom. Sg.)
preṣṭhaḥ
liebster (Nom. Sg.)
saḥ
er (Nom. Sg.)
hi
denn
eṣām
von ihnen (Gen. Pl.)
babhūva
er wurde (3. Sg. Perf.)
parā
fort
ca
und
vakṣat
er trug (3. Sg. Aor. Injunkt.)
uta
und
parṣat
er brachte hinüber (3. Sg. Aor.)
enān
diese (Akk. Pl.)

adhā nvasya jenyasya puṣṭau vṛthā rebhanta īmahe tadūnu / saraṇyurasya sūnuraśvo vipraścāsi śravasaścasātau

Nun, im Gedeihen dieses Edlen, lobend wir mühelos, bitten wir darum; Saraṇyu, dessen Sohn, das Ross, und du bist Redegewandter und im Gewinn von Ruhm [?].

Wort für Wort
adha
nun
nu
jetzt
asya
dessen (Gen. Sg.)
jenyasya
des Edlen/Edelgeborenen (Gen. Sg.)
puṣṭau
im Gedeihen/in der Nährung (Lok. Sg.)
vṛthā
mühelos/umsonst (Adv.)
rebhantaḥ
lobend/jubelnd (Nom. Pl.)
īmahe
wir bitten (1. Pl. Präs. Med.)
tat
das (Akk. Sg. n.)
oṃ iti
wahrlich (Partikel)
nu
nun
saraṇyuḥ
Saraṇyu, der Eilende (Nom. Sg.)
asya
dessen (Gen. Sg.)
sūnuḥ
Sohn (Nom. Sg.)
aśvaḥ
Ross (Nom. Sg.)
vipraḥ
redegewandt (Nom. Sg.)
ca
und
asi
du bist (2. Sg.)
śravasaḥ
des Ruhms (Gen. Sg.)
ca
und
sātau
im Gewinn (Lok. Sg.)

yuvoryadi sakhyāyāsme śardhāya stomaṃ jujuṣe namasvānviśvatra yasminnā giraḥ samīcīḥ pūrvīva gatūrdāśat sūnṛtāyai

Wenn (er) für eure Freundschaft, für uns/für die Schar, das Loblied genoss, ehrfürchtig, überall, bei dem zusammentreffende Lieder wie früher ..., möge der Weg der Wahrheit/Lieblichkeit dienen [?].

Wort für Wort
yuvoḥ
euer beider (Gen. Du.)
yadi
wenn
sakhyāya
zur Freundschaft (Dat. Sg.)
asme iti
uns (Dat. Pl.)
śardhāya
zur Schar/Kraft (Dat. Sg.)
stomam
Loblied (Akk. Sg.)
jujuṣe
er genoss/nahm gern auf (3. Sg. Perf. Med.)
namasvān
ehrfurchtsvoll (Nom. Sg.)
viśvatra
überall
yasmin
bei dem (Lok. Sg.)
ā
herbei
giraḥ
Lieder (Nom. Pl.)
sam-īcīḥ
zusammenlaufend/zusammenkommend (Nom. Pl. f.)
pūrvī-iva
wie früher (Nom. Sg. f.)
gātuḥ
Weg (Nom. Sg.)
dāśat
er möge dienen/verehren (3. Sg. Aor. Konj.)
sūnṛtāyai
der Wahrheit/Lieblichkeit (Dat. Sg.)

sa gṛṇāno adbhirdevavāniti subandhurnamasā sūktaiḥ / vardhadukthairvacobhirā hi nūnaṃ vyadhvaiti payasausriyāyāḥ

Er, gepriesen mit Wassern [?], ‚gottliebend‘, so der gute Verwandte mit Verehrung, mit Wohlgesprochenem, möge mit Lobliedern und Reden wachsen; denn wahrlich jetzt öffnet sich der Weg der Milch der rötlichen Kuh [?].

Wort für Wort
saḥ
er (Nom. Sg.)
gṛṇānaḥ
gepriesen (Nom. Sg. Part.)
at-bhiḥ
mit Wassern (Instr. Pl.) [?]
deva-vān
gottliebend (Nom. Sg.)
iti
so (Zitatmarke)
su-bandhuḥ
guter Verwandter, Subandhu (Nom. Sg.)
namasā
mit Verehrung (Instr. Sg.)
su-uktaiḥ
mit Wohlgesprochenem (Instr. Pl.)
vardhat
er möge wachsen (3. Sg. Aor. Konj.)
ukthaiḥ
mit Lobliedern (Instr. Pl.)
vacaḥ-bhiḥ
mit Reden (Instr. Pl.)
ā
herbei
hi
denn
nūnam
jetzt
vi
auseinander
adhvā
Weg (Nom. Sg.)
eti
er geht (3. Sg. Präs.)
payasaḥ
der Milch (Gen. Sg.)
usriyāyāḥ
der rötlichen Kuh (Gen. Sg. f.)

ta ū ṣu ṇo maho yajatrā bhūta devāsa ūtaye sajoṣāḥ / ye vājānanayatā viyanto ye sthā nicetāro amūrāḥ

Ihr nun, für uns, ihr großen Verehrungswürdigen, seid, ihr Götter, zur Hilfe, einträchtig; die ihr, auseinanderstrebend, Siegespreise geführt habt; die ihr Wahrnehmende seid, nicht verwirrt.

Wort für Wort
te
sie/ihr (Nom. Pl. m.)
oṃ iti
nun (Partikel ‚oṃ‘)
su
gut
naḥ
uns (Dat. Pl.)
mahaḥ
große (Nom. Pl. m.)
yajatrāḥ
Verehrungswürdige (Nom. Pl.)
bhūta
seid (2. Pl. Imper.)
devāsaḥ
Götter (Nom. Pl.)
ūtaye
zur Hilfe (Dat. Sg.)
sa-joṣāḥ
einträchtig (Nom. Pl.)
ye
die (Nom. Pl. m.)
vājān
Siegespreise (Akk. Pl.)
anayata
ihr führtet (2. Pl. Impf.)
vi-yantaḥ
auseinanderstrebend (Nom. Pl. Part.) [?]
ye
die
stha
ihr seid (2. Pl.)
ni-cetāraḥ
Beobachter/Erkenner (Nom. Pl.)
amūrāḥ
nicht verwirrt (Nom. Pl.)

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