Kapitel 164: ṛgvede 10.164 · apehi manasas pate 'pa krāma paraścara
Sühnespruch gegen böse Gedanken und Träume
Abwehr des Unglücksgeistes (Nirṛti) und Bitte um Tilgung von im Wachen wie im Schlaf begangenem Unrecht; Rückwurf des bösen Vorsatzes auf den Hasser. 1a (manasas pate) und 3a-b (āśasā, niḥśasā, upārima) sind schwierig; 5b (jāgratsvapna) ist mehrdeutig.
Gutes wählen sie fürwahr als Wunschgabe, Gutes schirren sie an, das rechte [Zugtier]; / gut ist das Auge beim Sohn des Vivasvat [Yama]; vielfach [gerichtet] ist eines Lebenden Sinn.
Was wir durch Wunsch, Verwünschung, Beschuldigung [?] angerichtet haben, wachend oder schlafend: / alles Missgetane, Unliebsame soll Agni weit von uns wegsetzen.
Wenn wir, Indra, Herr des Brahman, Trug gegeneinander [?] begehen, / soll der Vorausschauende, der Āṅgirasa, uns vor der Bedrängnis der Hassenden schützen.
ajaiṣmādyāsanāma cābhūmānāgaso vayam / jāgratsvapnaḥsaṃkalpaḥ pāpo yaṃ dviṣmastaṃ sa ṛchatu yo no dveṣṭitam ṛchatu
Wir haben heute gesiegt, haben gewonnen und sind schuldlos geworden. / Der böse Vorsatz, [in] Wach- und Schlaf-[Traum] [?], soll den treffen, den wir hassen; und wer uns hasst, den soll er treffen.