Kapitel 149: ṛgvede 10.149 · savitā yantraiḥ pṛthivīmaramṇādaskambhane savitā dyāmadṛṃhat
Savitṛ, Halter von Erde, Himmel und Meer
Lied auf Savitṛ als Befestiger von Erde und Himmel, Kenner des Ursprungs der Wasser und Welten, und als Gott, der zu den Menschen zurückkehren soll. Vers 1 und 3 enthalten dunkle Bilder.
Savitṛ hat mit Stützen die Erde zur Ruhe gebracht; im Halt-Losen hat Savitṛ den Himmel befestigt. Wie ein Ross hat er den brausenden Luftraum gemolken [?]; das Meer hat Savitṛ am Unzerreißbaren gebunden [?].
yatrā samudra skabhito vyaunadapāṃ napāt savitā tasyaveda / ato bhūrata ā utthitaṃ rajo 'to dyāvāpṛthivīaprathetām
Wo das gestützte Meer hervorquoll, das weiß Savitṛ, der Sohn (Enkel) der Wasser; von da aus (entstand) die Erde, von da (das Wasser [?]), der Raum stieg auf; von da haben sich Himmel und Erde ausgebreitet.
paścedamanyadabhavad yajatramamartyasya bhuvanasya bhūnā / suparṇo aṅga saviturgarutmān pūrvo jātaḥ sa u asyānudharma
Hinterher wurde dies andere, das Verehrungswürdige, durch die Fülle des unsterblichen Wesens (der Welt) [?]. Der schönbeschwingte Garutmant, ja, des Savitṛ, ist früher geboren; und er (folgt) dessen Ordnung [?].
Wie Kühe zum Dorf, wie ein Kämpfer zu den Rossen, wie die brüllende (Kuh) zum Kalb, wohlgesinnt (Milch) gebend, wie der Gatte zur Gattin soll zu uns her einkehren der Halter des Himmels, Savitṛ, dem alles Wünschenswerte gehört.
Goldschopfiger Savitṛ, so wie ich, der Aṅgirasa, dich in diesem Wettkampf angerufen habe, so wache ich, dich preisend, huldigend, zur Hilfe [auf], wie beim Soma-Halm.