Kapitel 33: ṛgvede 10.33 · pra mā yuyujre prayujo janānāṃ vahāmi sma puṣaṇamantareṇa
Klage eines Sängers und Lob des Freigebigen Kuruśravaṇa
Der Sänger klagt über Not und Sorge und bittet Indra um Gnade; ab Vers 4 preist er den König Kuruśravaṇa (Trāsadasyava) und dessen Sohn Upamaśravas als Gönner. Vers 1-3 enthalten schwierige Bilder (Mäuse, prayujaḥ).
pra mā yuyujre prayujo janānāṃ vahāmi sma puṣaṇamantareṇa / viśve devāso adha māmarakṣan duḥśāsurāgāditi ghoṣa āsīt
Mich haben die Antreiber der Leute angespannt; ich fahre [?] dazwischen, ohne Pūṣan [?]. Alle Götter haben mich dann behütet: „Ein Bösgebieter ist gekommen“, so gab es ein Geschrei. [Anm.: prayujaḥ und pūṣaṇam antareṇa unsicher.]
mūṣo na śiśnā vyadanti mādhya stotāraṃ te śatakrato / sakṛt su no maghavannindra mṛḷayādhā piteva no bhava
Wie Mäuse [?] zernagen mich die Sorgen, deinen Sänger, Hundertkräftiger. Einmal, freigebiger Indra, sei uns gnädig, und dann sei uns wie ein Vater. [Anm.: śiśnā im Bild der Mäuse unklar (Glied/Schwanz?).]
Dessen sehr süße Worte, des Vaters von höchstem Ruhm [?], wie ein liebliches Feld dem, der (ihn) besungen hat. [Anm.: syntaktisch unsicher; zu ergänzen etwa: Ich lobe ihn, dessen Worte ...]
na devānāmati vrataṃ śatātmā cana jīvati / tathāyujā vi vāvṛte
Nicht lebt einer, auch nicht mit hundert Leben, über das Gebot der Götter hinaus. So hat sich bei dem Gespann [?] (das Schicksal) gewendet. [Anm.: letzter Pāda unsicher.]