Kapitel 41: ṛgvede 10.41 · samānamu tyaṃ puruhūtamukthyaṃ rathaṃ tricakraṃ savanāganigmatam
Anruf an die Aśvins bei Tagesanbruch
Kurzer Ruf an die Aśvins, den dreirädrigen Wagen zu besteigen und zu den Somapressungen der Sänger und Priester zu kommen. Das Wort ganigmatam (Vers 1) ist unsicher.
Jenen gemeinsamen, vielgerufenen, lobenswerten Wagen, den dreirädrigen, [der] immer wieder zu den Pressungen geht [?], den rings umlaufenden, der zur Versammlung gehört, rufen wir mit guten Preisreden beim Aufleuchten der Morgenröte.
Wort für Wort
samānam
gemeinsam (Akk. Sg.)
oṃ iti
ja
tyam
jenen (Akk. Sg.)
puru-hūtam
vielgerufen (Akk. Sg.)
ukthyam
lobenswert (Akk. Sg.)
ratham
Wagen (Akk. Sg.)
tri-cakram
dreirädrig (Akk. Sg.)
savanā
zu den Pressungen (Akk. Pl.)
ganigmatam
immer wieder gehend (Intensiv-Part., Akk. Sg.) [?]
Den am Morgen angeschirrten besteigt ihr, Nāsatyas, den morgens fahrenden, honigführenden Wagen, mit dem ihr, ihr Männer, zu den verehrenden Stämmen geht und zur Weihehandlung des Sängers, die einen Anrufer hat, ihr Aśvins.
Ob zum Adhvaryu mit honigfeuchter Hand, dem Geschickthändigen, oder zum Agnidh, der fest im Geschick ist, dem Hausfreundlichen, oder wenn ihr zu den Pressungen des Sehers geht – von dort kommt her zum Honigtrunk, ihr Aśvins.