Kapitel 74: ṛgvede 10.74 · vasūnāṃ vā carkṛṣa iyakṣan dhiyā vā yajñairvārodasyoḥ
Anruf an Indra und die Helfer um Beistand
Bitte an Indra und an die Schar seiner Helfer (Vers 1-3) und Preis Indras als Vṛtra-Töter (5-6). Die Syntax von Vers 1 (Aufzählung mit vā) und die Wörter carkṛṣe, kṛpaṇanta, dudhukṣan sind unsicher.
Die zu den Gütern [der Vasus] oder zum Preis [?] der Rufer verehren wollen, sei es mit Gedanken, sei es mit Weihehandlungen, sei es an den beiden Welten, / oder die Rosse, die reich sind im Beutegewinn, oder die den Guthörenden [?] gut Hörende ins Haus setzen [Anm.: Satzbau unsicher].
Ihr Ruf erreichte, als Herr [Asura], den Himmel; mit ruhmbegierigem Sinn schufen sie die Erde [?]; / wo die Götter, die Spendenden, für das Wohl / wie der Himmel mit eigenen Auslesen [?] wirken.
iyameṣāmamṛtānāṃ gīḥ sarvatātā ye kṛpaṇanta ratnam / dhiyaṃ ca yajñaṃ ca sādhantaste no dhāntu vasavyamasāmi
Dies ist das Lied dieser Unsterblichen, die die Schätze vergeben [?] / für die ganze Schar [Anm.: sarvatāti = Gesamtheit]; die Gedanken und die Weihehandlung fördern, / die sollen uns Reichtum bringen, dauerhaft, der [Tag um Tag] reicht.
ā tat ta indrāyavaḥ panantabhi ya ūrvaṃ gomantantitṛtsān / sakṛtsvaṃ ye puruputrāṃ mahīṃ sahasradhārāmbṛhatīṃ dudukṣan
Dies dir, Indra, haben die Menschenkinder [Anm.: Āyus] bedacht; / die die kuhreiche Weite zu erreichen wünschen, / die einmal die vielsöhnige Große, die tausendströmige, Hohe zu melken begehrten.
Ihr, macht euch zum Beistand Indra, den Kraftvollen; / den Unbeugsamen, den Bezwinger der Kampflustigen, / den Ṛbhukṣan, den Gabenreichen, den gut Preisenden, / der die Männer-Keule trägt und der weithin herrscht [?].
yad vāvāna purutamaṃ purāṣāḷ ā vṛtrahendro nāmānyaprāḥ / aceti prāsahas patistuviṣmān yadīmuśmasikartave karat tat
Als er den [Gebetskreis] zu viele hat erfreut, der Ruinenbrecher, der Vṛtra-Töter Indra, hat er die Namen erfüllt; / er wurde erkannt als Überwinder, Herr, der Gewaltige; / was wir wünschen, das möge er zu tun.