Kapitel 140: ṛgvede 10.140 · agne tava śravo vayo mahi bhrājante arcayo vibhāvaso
Anruf an Agni, den strahlenden Sohn der beiden Welten
Preislied auf Agni als strahlenden, Gaben verleihenden Gott. In Vers 5 hängen die Akkusative syntaktisch in der Luft (Apposition zu einem ausgelassenen 'dich').
Agni, dein Ruhm (ist) Lebenskraft, groß; deine Strahlen leuchten, du Lichtreicher. Du mit großem Glanz, du verleihst dem Darbringer durch Kraft preisenswerten Gewinn, Seher.
Mit läuternder Glut, mit heller Glut, mit unverminderter Glut erhebst du dich mit deinem Strahl; als Sohn zwischen den beiden Müttern umherziehend, hilfst du, du erfüllst beide Welten.
Sohn der Kraft, Jātavedas, erfreue dich an den guten Lobreden, an den (dir) gelegten Gedanken [?]. In dir haben sich Erquickungen versammelt, die vielgestaltigen, mit wunderbarer Hilfe, schönen Ursprungs [?].
Als Gebieter [?], Agni, breite dich aus mit den Lebewesen; uns (gib) Reichtümer, Unsterblicher. Du bist der, der mit schönem Leib weithin herrscht; du erfüllst (uns) mit gewinnbringender Einsicht.
(Dich,) den Zurüster der adhvara-Handlung, den Klugen, den Gebieter über große Gabe [?]: du verleihst die Schenkung des Schönen, die glückbringende, große Stärkung, gewinnbringenden Reichtum.
Den wahrhaftigen, gewaltigen, von allen gesehenen Agni haben die Leute um der Gunst willen vorangestellt; den mit hörendem Ohr, den Weitesten, dich (preisen wir) mit dem Lied, den göttlichen, in den Menschengeschlechtern [?].