Kapitel 114
Der gewaltige Höhepunkt des Karṇa-Bhīma-Zweikampfs, Karṇas höhnische Verspottung des wagenlosen Bhīma, und Arjunas rettendes Eingreifen
Der Zweikampf zwischen Karṇa und Bhīma erreicht seinen Höhepunkt mit gewaltigen, gleichnisreichen Pfeilhagel-Wechseln - Karṇas Ohrring wird zu Boden geschlagen, Bhīma zerschneidet eine lange Reihe von Karṇas Bögen -, während beide Heere und selbst Götter und Himmelswesen den Kampf bestaunen (Einheiten 1-58). Nachdem Bhīma wagenlos, waffenlos und schließlich auch schild- und schwertlos geworden ist und sich verzweifelt mit Elefantenleichen und improvisierten Wurfgeschossen wehrt, verschont Karṇa ihn wiederholt - aus Rücksicht auf ein Kuntī gegebenes Versprechen -, verspottet ihn aber langanhaltend und beißend als bloßen Koch und Kampfuntauglichen; Bhīma erwidert zornig mit der Drohung, Karṇa wie einst Kīcaka zu töten (Einheiten 59-114). Auf Kṛṣṇas dringenden Ruf hin greift schließlich Arjuna ein, vertreibt Karṇa von Bhīma und wendet sich gegen Aśvatthāman, den er mit Bhīma vereint zurückdrängt und dessen Heerscharen er verwüstet (Einheiten 115-129).
tataḥ karṇo mahārāja bhīmaṃ viddhvā tribhiḥ śaraiḥ punaś caturbhis tīkṣṇāgrair avidhyat kaṅkapatribhiḥ mumoca śaravarṣāṇi citrāṇi ca bahūni ca
Da durchbohrte Karṇa, oh großer König, Bhīma mit drei Pfeilen, durchbohrte ihn wieder mit vier scharfspitzigen, reihergefiederten Pfeilen, und entließ bunte und zahlreiche Pfeilschauer.
sa karṇaṃ karṇinā karṇe pītena niśitena ca vivyādha yudhi rājendra bhīmasenaḥ patatriṇā vivyādha subhṛśaṃ saṃkhye tailadhautena māriṣa
Er, Bhīmasena, durchbohrte im Kampf, oh Herrscher der Könige, Karṇa am Ohr mit einem gelben, scharfen, gefiederten Pfeil, durchbohrte ihn überaus heftig in der Schlacht mit einem ölpolierten [Pfeil], oh Ehrwürdiger.
Wort für Wort
sa karṇaṃ karṇinā karṇe pītena niśitena ca
er durchbohrte Karṇa am Ohr mit einem gelben, scharfen gefiederten Pfeil (Nom.Sg. + Akk.Sg. + Instr.Sg. + Lok.Sg. + Instr.Sg.Adj. + Instr.Sg.Adj. + Partikel)
durchbohrte ihn im Kampf, oh Herrscher der Könige, Bhīmasena, und überaus heftig in der Schlacht mit einem ölpolierten Pfeil, oh Ehrwürdiger (Perf.3.Sg. + Lok.Sg. + Vok.Sg. + Nom.Sg. + Instr.Sg. + Perf.3.Sg. + Adv. + Lok.Sg. + Instr.Sg.Adj. + Vok.Sg.)
Wie ein brünstiger, von den Gaṅgā-Sandbänken rufender Cakravāka-Vogel [fiel er]; mit Juwelen und Rubinen besetzt, feuergleich, von scharfem Glanz, dem einzigen unsterblichen [Ozean] entronnen wie eine Lotosblüte, von einem göttlichen Werkmeister gefertigt - so fiel sein reines, vortreffliches Ohr-Gehänge aus der Mitte des Ohres herab.
Wort für Wort
gāṅgeyapulinān mattaś cakravāko nadann iva
wie ein brünstiger, von den Gaṅgā-Sandbänken rufender Cakravāka-Vogel (Abl.Pl. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Part. + Partikel)
mit Juwelen und Rubinen besetzt, feuergleich, von scharfem Glanz, dem einzigen unsterblichen Ozean entronnen wie eine Lotosblüte, von einem göttlichen Werkmeister gefertigt (Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Akk.Sg.Adj. + Nom.Sg.Part. + Abl.Sg. + Abl.Sg.Adj. + Akk.Sg. + Instr.Sg. + Nom.Sg.Part.)
so fiel sein reines, vortreffliches Ohr-Gehänge aus der Mitte des Ohres herab (Nom.Sg. + Adv. + Impf.3.Sg. + Adv.+Gen.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg.Adj.)
[Anm.: Ausgedehnte, im kritischen Apparat überlieferte Gleichnis-Kette zum Fall von Karṇas Ohrring, mit mehreren mythologischen Anspielungen (u.a. auf den Milchozean, aus dem der Ohrring stammt).]
Er, Karṇa, überaus heftig durchbohrt vom kraftvollen Pāṇḍava, sich an die Wagenbrüstung lehnend, schloss die Augen; nach einem Augenblick, das Bewusstsein wiedererlangend, der Feindebezwinger Karṇa, an allen Gliedern blutbedeckt, geriet in höchsten Zorn.
Wort für Wort
so 'tividdho bhṛśaṃ karṇaḥ pāṇḍavena tarasvinā rathakūbaram ālambya nyamīlayata locane
Karṇa, überaus heftig durchbohrt vom kraftvollen Pāṇḍava, sich an die Wagenbrüstung lehnend, schloss die Augen (Nom.Sg. + Nom.Sg.Part. + Adv. + Nom.Sg. + Instr.Sg. + Instr.Sg.Adj. + Akk.Sg. + Ger. + Impf.3.Sg.Med. + Akk.Du.)
Da entließ der Pāṇḍava furchtbare Pfeilschauer, ihn im Kampf missachtend, und dachte nicht an dessen Tapferkeit; jene [Pfeile] missachtend, der mächtigarmige Bhīma von furchtbarer Kraft.
Wort für Wort
tataḥ prāsṛjad ugrāṇi śaravarṣāṇi pāṇḍavaḥ
da entließ der Pāṇḍava furchtbare Pfeilschauer (Adv. + Impf.3.Sg. + Akk.Pl.Adj. + Akk.Pl. + Nom.Sg.)
ihn im Kampf missachtend, dachte er nicht an dessen Tapferkeit; jene missachtend, der mächtigarmige Bhīma von furchtbarer Kraft (Lok.Sg. + Akk.Sg. + Ger. + Neg.+Gen.Sg. + Akk.Sg. + Impf.3.Sg. + Akk.Pl. + Ger. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Adj.)
Da zerschnitt der mächtigarmige Bhīma mit einem Rasiermesser-Pfeil den Bogen des hochgesinnten Rādheya und durchbohrte Karṇa mit einem gefiederten Pfeil.
Wort für Wort
tato bhīmo mahābāhū rādheyasya mahātmanaḥ
da der mächtigarmige Bhīma des hochgesinnten Rādheya (Adv. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Gen.Sg. + Gen.Sg.Adj.)
kṣurapreṇa dhanuś chittvā karṇaṃ vivyādha patriṇā
zerschnitt mit einem Rasiermesser-Pfeil den Bogen und durchbohrte Karṇa mit einem gefiederten Pfeil (Instr.Sg. + Akk.Sg. + Ger. + Akk.Sg. + Perf.3.Sg. + Instr.Sg.)
tadapy atha nimeṣārdhāc cicchedāsya vṛkodaraḥ tṛtīyaṃ ca caturthaṃ ca pañcamaṃ ṣaṣṭham eva ca saptamaṃ cāṣṭamaṃ caiva navamaṃ daśamaṃ tathā ekādaśaṃ dvādaśaṃ ca trayodaśam athāpi vā caturdaśaṃ pañcadaśaṃ ṣoḍaśaṃ ca vṛkodaraḥ tathā saptadaśaṃ caivam aṣṭādaśam athāpi vā bahūni bhīmaś ciccheda karṇasyaivaṃ dhanūṃṣi ca
Auch diesen zerschnitt Vṛkodara binnen eines halben Augenblicks; den dritten, und den vierten, und den fünften, ebenso den sechsten, den siebten und ebenso den achten, den neunten, ebenso den zehnten, den elften, den zwölften, und ebenso auch den dreizehnten, den vierzehnten, fünfzehnten, den sechzehnten - Vṛkodara -, ebenso den siebzehnten, und auch den achtzehnten - so zerschnitt Bhīma viele von Karṇas Bögen.
Wort für Wort
tadapy atha nimeṣārdhāc cicchedāsya vṛkodaraḥ
auch diesen zerschnitt Vṛkodara binnen eines halben Augenblicks (Akk.Sg.+Partikel + Adv. + Abl.Sg. + Perf.3.Sg.+Gen.Sg. + Nom.Sg.)
tṛtīyaṃ ca caturthaṃ ca pañcamaṃ ṣaṣṭham eva ca saptamaṃ cāṣṭamaṃ caiva navamaṃ daśamaṃ tathā ekādaśaṃ dvādaśaṃ ca trayodaśam athāpi vā caturdaśaṃ pañcadaśaṃ ṣoḍaśaṃ ca vṛkodaraḥ tathā saptadaśaṃ caivam aṣṭādaśam athāpi vā
den dritten, vierten, fünften, sechsten, siebten, achten, neunten, zehnten, elften, zwölften, dreizehnten, vierzehnten, fünfzehnten, sechzehnten, siebzehnten und achtzehnten [Bogen] (Akk.Sg.Num. x 16, jeweils mit Partikeln verbunden)
bahūni bhīmaś ciccheda karṇasyaivaṃ dhanūṃṣi ca
so zerschnitt Bhīma viele von Karṇas Bögen (Akk.Pl.Adj. + Nom.Sg. + Perf.3.Sg. + Gen.Sg.+Adv. + Akk.Pl.)
[Anm.: Im kritischen Apparat überlieferte, ausgedehnte Aufzählung, in der Bhīma binnen kürzester Zeit eine ganze Reihe von Karṇas Ersatzbögen zerschneidet - ein typisches Stilmittel epischer Kampfsteigerung.]
dṛṣṭvā ca kurusauvīrasaindhavānāṃ balakṣayam savarmadhvajaśastraiś ca patitaiḥ saṃvṛtāṃ mahīm
Und als er die Vernichtung der Streitmacht der Kurus, Sauvīras und Saindhavas sah, die Erde bedeckt mit gefallenen [Kriegern], samt Rüstungen, Feldzeichen und Waffen -
Wort für Wort
dṛṣṭvā ca kurusauvīrasaindhavānāṃ balakṣayam
und als er die Vernichtung der Streitmacht der Kurus, Sauvīras und Saindhavas sah (Ger. + Partikel + Gen.Pl. + Akk.Sg.)
savarmadhvajaśastraiś ca patitaiḥ saṃvṛtāṃ mahīm
die Erde bedeckt mit gefallenen, samt Rüstungen, Feldzeichen und Waffen (Instr.Pl.Adj. + Partikel + Instr.Pl.Part. + Akk.Sg.Part. + Akk.Sg.)
mit zertrümmerten, zerbrochenen Wagen, und anderen dahingaloppierenden Pferden, mit ihres Glanzes beraubten besten Männern, deren Haupthaar staubbedeckt war -
hastyaśvanaradehāṃś ca gatāsūn prekṣya sarvataḥ sūtaputrasya saṃrambhād dīptaṃ vapur ajāyata
- als er die leblosen Leiber von Elefanten, Pferden und Männern überall erblickte, entstand vor Erregung des Sūta-Sohnes ein loderndes Aussehen [an ihm].
Wort für Wort
hastyaśvanaradehāṃś ca gatāsūn prekṣya sarvataḥ
als er die leblosen Leiber von Elefanten, Pferden und Männern überall erblickte (Akk.Pl. + Partikel + Akk.Pl.Adj. + Ger. + Adv.)
sūtaputrasya saṃrambhād dīptaṃ vapur ajāyata
entstand vor Erregung des Sūta-Sohnes ein loderndes Aussehen (Gen.Sg. + Abl.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Impf.3.Sg.Med.)
Wie die strahlenumgebene Gestalt der Sonne, oh König, so war die furchtbare Gestalt des Sohnes des Adhiratha, dessen Pfeile wie hundert Strahlen leuchteten.
Wort für Wort
marīcivikacasyeva rājan bhānumato vapuḥ
wie die strahlenumgebene Gestalt der Sonne, oh König (Gen.Sg.Adj.+Partikel + Vok.Sg. + Gen.Sg. + Nom.Sg.)
āsīd ādhirather ghoraṃ vapuḥ śaraśatārciṣaḥ
so war die furchtbare Gestalt des Sohnes des Adhiratha, dessen Pfeile wie hundert Strahlen leuchteten (Impf.3.Sg. + Gen.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Gen.Sg.Adj.)
Die vom Bogen des Sohnes des Adhiratha losgelassenen, herabfliegenden Geschosse erschienen wie ein einziger langer, hoch aufragender, entspringender Pfeil.
Wort für Wort
cāpād ādhirather muktāḥ prapatantaḥ sma sāyakāḥ
die vom Bogen des Sohnes des Adhiratha losgelassenen, herabfliegenden Geschosse (Abl.Sg. + Gen.Sg. + Nom.Pl.Part. + Nom.Pl.Part. + Partikel + Nom.Pl.)
eko dīrgha iva prāṃśuḥ prabhavan dṛśyate śaraḥ
erschienen wie ein einziger langer, hoch aufragender, entspringender Pfeil (Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg.Adj. + Partikel + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg.Part. + Präs.3.Sg.Pass. + Nom.Sg.)
Bhīmas großer, goldrückiger Bogen, oh Herr der Völker, wurde beim Spannen kreisrund, wie ein zweiter Regenbogen Indras; aus ihm strömten Pfeile hervor, als füllten sie den Himmel.
wurde beim Spannen kreisrund, wie ein zweiter Regenbogen Indras; aus ihm strömten Pfeile hervor, als füllten sie den Himmel (Abl.Sg.Part. + Nom.Sg.Part. + Akk.Sg. + Partikel+Akk.Sg.Adj. + Abl.Sg. + Nom.Pl. + Impf.3.Pl. + Nom.Pl.Part. + Partikel+Akk.Sg.)
Von den Pfeilnetz-Fluten beider, Karṇas und Bhīmasenas, mit dem Berühren von Feuerfunken, geraden Bahnen, in der Schlacht - durch all diese Schwärme von goldbefiederten [Pfeilen] wurde der Himmel bedeckt.
Wort für Wort
karṇasya śarajālaughair bhīmasenasya cobhayoḥ
von den Pfeilnetz-Fluten beider, Karṇas und Bhīmasenas (Gen.Sg. + Instr.Pl. + Gen.Sg. + Partikel+Gen.Du.)
agnisphuliṅgasaṃsparśair añjogatibhir āhave tais taiḥ kanakapuṅkhānāṃ dyaur āsīt saṃvṛtā vrajaiḥ
mit dem Berühren von Feuerfunken, geraden Bahnen, in der Schlacht - durch all diese Schwärme von goldbefiederten wurde der Himmel bedeckt (Instr.Pl. + Instr.Pl.Adj. + Lok.Sg. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Gen.Pl.Adj. + Nom.Sg. + Impf.3.Sg. + Nom.Sg.Part. + Instr.Pl.)
Wieder entließ der Pāṇḍava furchtbare Pfeilschauer, der Ungeduldige, Mächtige, Erzürnte, wie ein Feuer, das zu verbrennen begehrt.
Wort für Wort
punaś cāsṛjad ugrāṇi śaravarṣāṇi pāṇḍavaḥ
wieder entließ der Pāṇḍava furchtbare Pfeilschauer (Adv. + Partikel+Impf.3.Sg. + Akk.Pl.Adj. + Akk.Pl. + Nom.Sg.)
amarṣī balavān kruddho didhakṣann iva pāvakaḥ
der Ungeduldige, Mächtige, Erzürnte, wie ein Feuer, das zu verbrennen begehrt (Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg.Part. + Partikel + Nom.Sg.)
tataś caṭacaṭāśabdo godhāghātād abhūt tayoḥ talaśabdaś ca sumahān siṃhanādaś ca bhairavaḥ rathanemininādaś ca jyāśabdaś caiva dāruṇaḥ
Da entstand von ihnen ein knatterndes Geräusch vom Anschlag der Lederschützer, und ein überaus gewaltiges Klatschen, und ein furchtbares Löwengebrüll, und das Dröhnen der Wagenfelgen, und der harte Klang der Bogensehnen.
Wort für Wort
tataś caṭacaṭāśabdo godhāghātād abhūt tayoḥ
da entstand von ihnen ein knatterndes Geräusch vom Anschlag der Lederschützer (Adv. + Nom.Sg. + Abl.Sg. + Impf.3.Sg. + Gen.Du.)
talaśabdaś ca sumahān siṃhanādaś ca bhairavaḥ rathanemininādaś ca jyāśabdaś caiva dāruṇaḥ
und ein gewaltiges Klatschen, ein furchtbares Löwengebrüll, das Dröhnen der Wagenfelgen, und der harte Klang der Bogensehnen (Nom.Sg. + Partikel + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Partikel + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Partikel + Nom.Sg. + Partikel+Partikel + Nom.Sg.Adj.)
Die Krieger hielten inne vom Kampf, begierig, die Tapferkeit Karṇas und des Pāṇḍava mitanzusehen, oh König, die beide gegenseitig nach dem Tod des anderen strebten.
Wort für Wort
yodhā vyupāraman yuddhād didṛkṣantaḥ parākramam
die Krieger hielten inne vom Kampf, begierig, die Tapferkeit mitanzusehen (Nom.Pl. + Impf.3.Pl. + Abl.Sg. + Nom.Pl.Part. + Akk.Sg.)
karṇapāṇḍavayo rājan parasparavadhaiṣiṇoḥ
Karṇas und des Pāṇḍava, oh König, die gegenseitig nach dem Tod des anderen strebten (Gen.Du. + Vok.Sg. + Gen.Du.Adj.)
Da wehrte der mächtigarmige, erregte, von festem Heldenmut erfüllte Bhīma mit eigenen Astras die Astras ab und durchbohrte den Sūta-Geborenen mit Pfeilen.
Wort für Wort
tato bhīmo mahābāhuḥ saṃrambhī dṛḍhavikramaḥ
da der mächtigarmige, erregte, von festem Heldenmut erfüllte Bhīma (Adv. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg.Adj.)
astrair astrāṇi saṃvārya śarair vivyādha sūtajam
wehrte mit eigenen Astras die Astras ab und durchbohrte den Sūta-Geborenen mit Pfeilen (Instr.Pl. + Akk.Pl. + Ger. + Instr.Pl. + Perf.3.Sg. + Akk.Sg.)
mit ebenso vielen gefiederten Pfeilen zerschnitt Bhīma jene Nārācas des Sūta-Sohnes in der Luft (Instr.Pl. + Adv. + Akk.Pl. + Nom.Sg. + Lok.Sg. + Perf.3.Sg. + Instr.Pl.)
tato bhīmo mahābāhuḥ śaraṃ kruddhāntakopamam mumocādhirather vīro yamadaṇḍam ivāparam
Da entsandte der mächtigarmige, tapfere Bhīma einen Pfeil, dem erzürnten Antaka [Tod] gleich, gegen den Sohn des Adhiratha, wie einen zweiten Stab Yamas.
Wort für Wort
tato bhīmo mahābāhuḥ śaraṃ kruddhāntakopamam
da entsandte der mächtigarmige Bhīma einen Pfeil, dem erzürnten Antaka gleich (Adv. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Akk.Sg. + Akk.Sg.Adj.)
mumocādhirather vīro yamadaṇḍam ivāparam
der Tapfere, gegen den Sohn des Adhiratha, wie einen zweiten Stab Yamas (Perf.3.Sg.+Gen.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Akk.Sg. + Partikel+Akk.Sg.Adj.)
Ihn, den herankommenden [Pfeil], zerschnitt der mächtige Rādheya, wie lächelnd, mit drei Pfeilen, oh König, den Pfeil des Pāṇḍava - und wieder entließ der Pāṇḍava furchtbare Pfeilschauer.
Dann, nachdem er dessen Pferde wieder getötet hatte, durchbohrte er mit drei [Pfeilen] den Wagenlenker; dieser sprang rasch herab und der Wagenlenker ging zu Yuyudhānas Wagen.
Wort für Wort
athāsyāśvān punar hatvā tribhir vivyādha sārathim
dann, nachdem er dessen Pferde wieder getötet hatte, durchbohrte er mit drei den Wagenlenker (Adv.+Gen.Sg.+Akk.Pl. + Adv. + Ger. + Instr.Pl.Num. + Perf.3.Sg. + Akk.Sg.)
so 'vaplutya drutaṃ sūto yuyudhānarathaṃ yayau
dieser sprang rasch herab und der Wagenlenker ging zu Yuyudhānas Wagen (Nom.Sg. + Ger. + Adv. + Nom.Sg. + Akk.Sg. + Perf.3.Sg.)
sa carmādatta kaunteyo jātarūpapariṣkṛtam khaḍgaṃ cānyataraprepsur mṛtyor agre jayasya vā tad asya sahasā karṇo vyadhamat prahasann iva śarair bahubhir atyugraiḥ prahasann iva bhārata
Er, der Kaunteya, ergriff Schild und ein goldgeschmücktes Schwert, in der Absicht, entweder Tod oder Sieg zu erlangen; das zerschmetterte Karṇa plötzlich, wie lächelnd, mit vielen überaus furchtbaren Pfeilen, wie lächelnd, oh Bhārata.
Wort für Wort
sa carmādatta kaunteyo jātarūpapariṣkṛtam khaḍgaṃ cānyataraprepsur mṛtyor agre jayasya vā
er, der Kaunteya, ergriff Schild und ein goldgeschmücktes Schwert, in der Absicht, Tod oder Sieg zu erlangen (Nom.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg. + Akk.Sg.Adj. + Akk.Sg. + Partikel+Nom.Sg.Adj. + Gen.Sg. + Lok.Sg. + Gen.Sg. + Partikel)
tad asya sahasā karṇo vyadhamat prahasann iva śarair bahubhir atyugraiḥ prahasann iva bhārata
das zerschmetterte Karṇa plötzlich, wie lächelnd, mit vielen überaus furchtbaren Pfeilen, oh Bhārata (Akk.Sg. + Gen.Sg. + Adv. + Nom.Sg. + Impf.3.Sg. + Nom.Sg.Part. + Partikel + Instr.Pl. + Instr.Pl.Adj. + Instr.Pl.Adj. + Nom.Sg.Part. + Partikel + Vok.Sg.)
sa dhanuḥ sūtaputrasya chittvā jyāṃ ca susaṃśitaḥ apatad bhuvi nistriṃśaś cyutaḥ sarpa ivāmbarāt
Es, überaus scharf, nachdem es den Bogen und die Sehne des Sūta-Sohnes zerschnitten hatte, fiel, das Schwert, zu Boden, wie eine vom Himmel gefallene Schlange.
Wort für Wort
sa dhanuḥ sūtaputrasya chittvā jyāṃ ca susaṃśitaḥ
es, überaus scharf, nachdem es den Bogen und die Sehne des Sūta-Sohnes zerschnitten hatte (Nom.Sg. + Akk.Sg. + Gen.Sg. + Ger. + Akk.Sg. + Partikel + Nom.Sg.Adj.)
apatad bhuvi nistriṃśaś cyutaḥ sarpa ivāmbarāt
fiel zu Boden, das Schwert, wie eine vom Himmel gefallene Schlange (Impf.3.Sg. + Lok.Sg. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Part. + Nom.Sg. + Partikel+Abl.Sg.)
Da ergriff, lachend, der Sohn des Adhiratha einen anderen Bogen, feindezerstörend, in der Schlacht, erzürnt, festbesehnt, überaus wuchtvoll; Karṇa legte tausendfach goldbefiederte, gutgespitzte Pfeile an, aus Verlangen, Kuntīs Sohn zu töten, oh großer König.
sa bhīmasenaḥ kupito balavān satyavikramaḥ sa vadhyamāno balavān karṇacāpacyutaiḥ śaraiḥ vihāyasaṃ prākramad vai karṇasya vyathayan manaḥ
Er, Bhīmasena, erzürnt, mächtig, von wahrer Tapferkeit, obwohl von den aus Karṇas Bogen entfahrenen Pfeilen niedergemetzelt, sprang in die Luft empor und beunruhigte Karṇas Geist.
Wort für Wort
sa bhīmasenaḥ kupito balavān satyavikramaḥ sa vadhyamāno balavān karṇacāpacyutaiḥ śaraiḥ
er, Bhīmasena, erzürnt, mächtig, von wahrer Tapferkeit, obwohl von den aus Karṇas Bogen entfahrenen Pfeilen niedergemetzelt (Nom.Sg. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Part. + Nom.Sg.Adj. + Instr.Pl.Adj. + Instr.Pl.)
vihāyasaṃ prākramad vai karṇasya vyathayan manaḥ
sprang in die Luft empor und beunruhigte Karṇas Geist (Akk.Sg. + Impf.3.Sg. + Partikel + Gen.Sg. + Nom.Sg.Part. + Akk.Sg.)
tad asya kuravaḥ sarve cāraṇāś cābhyapūjayan yad iyeṣa rathāt karṇaṃ hantuṃ tārkṣya ivoragam
Dieses [Wagnis] seinerseits priesen alle Kurus und Cāraṇas, dass er begehrte, Karṇa von seinem Wagen zu reißen und zu töten, wie Tārkṣya [Garuḍa] eine Schlange.
Wort für Wort
tad asya kuravaḥ sarve cāraṇāś cābhyapūjayan
dieses seinerseits priesen alle Kurus und Cāraṇas (Akk.Sg. + Gen.Sg. + Nom.Pl. + Nom.Pl.Adj. + Nom.Pl. + Partikel+Impf.3.Pl.)
yad iyeṣa rathāt karṇaṃ hantuṃ tārkṣya ivoragam
dass er begehrte, Karṇa von seinem Wagen zu reißen und zu töten, wie Tārkṣya eine Schlange (Akk.Sg. + Perf.3.Sg. + Abl.Sg. + Akk.Sg. + Inf. + Nom.Sg. + Partikel+Akk.Sg.)
tau sametau mahāraṅge spardhamānau mahābalau jīmūtāv iva gharmānte garjamānau nabhastale
Die beiden Mächtigen, zusammengekommen auf dem großen Kampfplatz, miteinander rivalisierend, wie zwei am Ende der Sommerhitze am Himmel donnernde Wolken.
Wort für Wort
tau sametau mahāraṅge spardhamānau mahābalau
die beiden Mächtigen, zusammengekommen auf dem großen Kampfplatz, miteinander rivalisierend (Nom.Du. + Nom.Du.Part. + Lok.Sg. + Nom.Du.Part. + Nom.Du.Adj.)
jīmūtāv iva gharmānte garjamānau nabhastale
wie zwei am Ende der Sommerhitze am Himmel donnernde Wolken (Nom.Du. + Partikel + Lok.Sg. + Nom.Du.Part. + Lok.Sg.)
Der Kaunteya aber, seiner Waffen beraubt, von Karṇa hart bedrängt - Karṇa, Bhīma mit Pfeilen überwältigend, bedrängte ihn heftig -, bogenlos, wagenlos, schildlos, schwertlos, es zwar überaus schwer ertragend, doch gefasst, von Karṇas Waffen gequält,
tam asya viśikhaiḥ karṇo vyadhamat kuñjaraṃ punaḥ rathāyutāni cikṣepa hayānām ayutāni ca narāyutāni ca tathā karṇāyāmitatejase śaktyṛṣṭiprāsaparighakampanākuṭamudgarān cikṣepa karṇāya balī gṛhītvā medinītalāt
Jenen Elefanten zerstörte Karṇa wieder mit seinen Pfeilen; da schleuderte er [Bhīma] zehntausend Wagen[-teile], zehntausend Pferde, und ebenso zehntausend Männer gegen den maßlos glanzvollen Karṇa, und, sie vom Erdboden aufgreifend, schleuderte der Starke Speere, Ṛṣṭi-Spieße, Prāsas, Eisenstangen, Kampana- und Aṅkuṭa-Keulen und Mudgara-Hämmer gegen Karṇa.
Wort für Wort
tam asya viśikhaiḥ karṇo vyadhamat kuñjaraṃ punaḥ
jenen Elefanten zerstörte Karṇa wieder mit seinen Pfeilen (Akk.Sg. + Gen.Sg. + Instr.Pl. + Nom.Sg. + Impf.3.Sg. + Akk.Sg. + Adv.)
rathāyutāni cikṣepa hayānām ayutāni ca narāyutāni ca tathā karṇāyāmitatejase śaktyṛṣṭiprāsaparighakampanākuṭamudgarān cikṣepa karṇāya balī gṛhītvā medinītalāt
da schleuderte er zehntausend Wagen, Pferde und Männer, und ebenso Speere, Spieße, Eisenstangen und Keulen gegen den glanzvollen Karṇa, vom Erdboden aufgegriffen (Akk.Pl. + Perf.3.Sg. + Gen.Pl. + Akk.Pl. + Partikel + Akk.Pl. + Partikel + Adv. + Dat.Sg.Adj. + Akk.Pl. + Perf.3.Sg. + Dat.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Ger. + Abl.Sg.)
[Anm.: Im kritischen Apparat überlieferte, ausgedehnte Schilderung, wie der waffenlose Bhīma in seiner Verzweiflung alles Greifbare vom Schlachtfeld - Wagen-, Pferde- und Männertrümmer sowie herumliegende Waffen - gegen Karṇa schleudert.]
Jene geschleuderten [Geschosse], mit der Wucht des Windes bewegt, zerschnitt der auf dem Kampfplatz stehende Vṛṣa [Karṇa] sogleich; wie von einem großen Dämon ergriffen, unverzagt, stürmte Vṛkodara auf den Rādheya los, selbst wie der leibhaftige Windgott.
wie von einem großen Dämon ergriffen, unverzagt, stürmte Vṛkodara auf den Rādheya los, selbst wie der leibhaftige Windgott (Nom.Sg. + Partikel+Nom.Sg.Part. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Impf.3.Sg.Med. + Akk.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Adv.)
hastyaṅgāny atha karṇāya prāhiṇot pāṇḍavo nadan cakrāṇy aśvāṃs tathā vāhān yad yat paśyati bhūtale tat tad ādāya cikṣepa kruddhaḥ karṇāya pāṇḍavaḥ
Dann schleuderte der Pāṇḍava, brüllend, Elefantenglieder gegen Karṇa; Räder, Pferde und ebenso Zugtiere - was auch immer er auf dem Erdboden erblickte, das ergriff und schleuderte der erzürnte Pāṇḍava gegen Karṇa.
Wort für Wort
hastyaṅgāny atha karṇāya prāhiṇot pāṇḍavo nadan
dann schleuderte der Pāṇḍava, brüllend, Elefantenglieder gegen Karṇa (Akk.Pl. + Adv. + Dat.Sg. + Impf.3.Sg. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Part.)
cakrāṇy aśvāṃs tathā vāhān yad yat paśyati bhūtale tat tad ādāya cikṣepa kruddhaḥ karṇāya pāṇḍavaḥ
Räder, Pferde, Zugtiere - was er auch auf dem Erdboden erblickte, das ergriff und schleuderte der erzürnte Pāṇḍava gegen Karṇa (Akk.Pl. + Akk.Pl. + Adv. + Akk.Pl. + Pron. + Pron. + Präs.3.Sg. + Lok.Sg. + Akk.Sg. + Akk.Sg. + Ger. + Perf.3.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Dat.Sg. + Nom.Sg.)
Alles davon, was ihm entgegengeschleudert wurde, zerschnitt er mit scharfen Pfeilen; Bhīma auch, seine donnerkeilharte, überaus furchtbare Faust erhebend, begehrte den Sūta-Sohn zu töten, doch, sich für einen Augenblick Arjunas erinnernd, tötete der fähige, mächtige Sohn des Pāṇḍu, obwohl er es vermochte, Karṇa nicht, jenes Gelübde bewahrend, das der Ambidextre [Arjuna] abgelegt hatte.
Wort für Wort
tad asya sarvaṃ ciccheda kṣiptaṃ kṣiptaṃ śitaiḥ śaraiḥ bhīmo 'pi muṣṭim udyamya vajragarbhaṃ sudāruṇam
alles, was ihm entgegengeschleudert wurde, zerschnitt er mit scharfen Pfeilen; Bhīma auch erhob seine donnerkeilharte, furchtbare Faust (Akk.Sg. + Gen.Sg. + Akk.Sg. + Akk.Sg.Part. + Akk.Sg.Part. + Instr.Pl.Adj. + Instr.Pl. + Nom.Sg. + Partikel + Akk.Sg. + Ger. + Akk.Sg.Adj. + Akk.Sg.Adj.)
Den so verwirrten Bhīma machte der Sūta-Sohn, wieder und wieder mit scharfen Pfeilen, an allen Gliedern von Ohnmacht umfangen; doch tötete Karṇa ihn, den Waffenlosen, nicht, sich an Kuntīs Wort erinnernd.
den so verwirrten Bhīma machte der Sūta-Sohn, wieder und wieder mit scharfen Pfeilen, an allen Gliedern von Ohnmacht umfangen (Akk.Sg. + Adv. + Akk.Sg.Adj. + Akk.Sg. + Adv. + Adv. + Instr.Pl.Adj. + Instr.Pl. + Akk.Sg.Adj. + Impf.3.Sg. + Nom.Sg.)
Karṇa aber, heranstürmend, berührte ihn mit der Spitze seines Bogens; er [Bhīma], vom Berühren des Bogens allein erzürnt, wie eine zischende Schlange, entriss ihm seinen Bogen und schlug Karṇa auf den Kopf; von Bhīmasena geschlagen, wurde er, vor Zorn rotäugig,
Karṇa aber, heranstürmend, berührte ihn mit der Spitze seines Bogens; er, vom Berühren des Bogens allein erzürnt, wie eine zischende Schlange (Gen.Sg. + Instr.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg. + Partikel + Ger. + Impf.3.Sg. + Instr.Sg. + Instr.Sg.Adj. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Partikel + Nom.Sg.Part.)
entriss ihm seinen Bogen und schlug Karṇa auf den Kopf; von Bhīmasena geschlagen, wurde er vor Zorn rotäugig (Ger. + Nom.Sg. + Gen.Sg. + Akk.Sg. + Lok.Sg. + Impf.3.Sg. + Nom.Sg.Part. + Instr.Sg. + Abl.Sg. + Nom.Sg.Adj.)
utsmayann iva rādheyo bhīmasenam uvāca ha punaḥ punas tūbaraka mūḍha audariketi ca akṛtāstraka mā yotsīr bāla saṃgrāmakātara
- und, wie lächelnd, sprach der Rādheya zu Bhīmasena: „Immer wieder, oh Tūbaraka, du Narr, du Vielfraß! Waffenungeübter, kämpfe nicht, Kind, du im Kampf Feiger!
Wort für Wort
utsmayann iva rādheyo bhīmasenam uvāca ha
und, wie lächelnd, sprach der Rādheya zu Bhīmasena (Nom.Sg.Part. + Partikel + Nom.Sg. + Akk.Sg. + Perf.3.Sg. + Partikel)
munir bhūtvātha vā bhīma phalān yad dhi sudurmate vanāya vraja kaunteya na tvaṃ yuddhaviśāradaḥ phalamūlāśane yuktas tvaṃ tathātithibhojane na tvāṃ śastrasamudyoge yogyaṃ manye vṛkodara sūdaṃ tvām aham ājāne mātsyapreṣyakakārakam
Oder, oh Bhīma, werde ein Weiser von Früchten, du überaus Übelgesinnter - geh in den Wald, oh Kaunteya, du bist nicht kampferfahren! Du bist geeignet für das Essen von Früchten und Wurzeln, und ebenso für die Gastbewirtung; für den Waffenkampf halte ich dich nicht für geeignet, oh Vṛkodara. Als Koch kenne ich dich, als Diener-Küchengehilfen des Matsya-Königs!
Wort für Wort
munir bhūtvātha vā bhīma phalān yad dhi sudurmate vanāya vraja kaunteya na tvaṃ yuddhaviśāradaḥ
oder, oh Bhīma, werde ein Weiser von Früchten, du Übelgesinnter - geh in den Wald, du bist nicht kampferfahren (Nom.Sg. + Ger.+Adv. + Partikel + Vok.Sg. + Akk.Pl. + Partikel + Partikel + Vok.Sg.Adj. + Dat.Sg. + Imp.2.Sg. + Vok.Sg. + Neg. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Adj.)
du bist geeignet für Früchte und Wurzeln und Gastbewirtung; für Waffenkampf halte ich dich nicht geeignet; als Koch kenne ich dich, als Diener des Matsya-Königs!“ (Lok.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Adv.+Lok.Sg. + Neg. + Akk.Sg. + Lok.Sg. + Akk.Sg.Adj. + Präs.1.Sg. + Vok.Sg. + Akk.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg. + Präs.1.Sg. + Akk.Sg.Adj.)
[Anm.: Anspielung auf Bhīmas Verkleidung als Koch Vallabha am Hof König Virāṭas von Matsya während des Pāṇḍava-Exiljahres.]
puṣpamūlaphalāhāro vrateṣu niyameṣu ca ucitas tvaṃ vane bhīma na tvaṃ yuddhaviśāradaḥ kva yuddhaṃ kva munitvaṃ ca vanaṃ gaccha vṛkodara na tvaṃ yuddhocitas tāta vanavāsaratir bhava
Von Blüten, Wurzeln und Früchten lebend, in Gelübden und Observanzen - dafür bist du geeignet, oh Bhīma, im Wald; du bist nicht kampferfahren. Wo ist Kampf, und wo Weisentum? Geh in den Wald, oh Vṛkodara; du bist nicht für den Kampf geeignet, mein Lieber - werde einer, der sich am Waldleben erfreut!
Wort für Wort
puṣpamūlaphalāhāro vrateṣu niyameṣu ca ucitas tvaṃ vane bhīma na tvaṃ yuddhaviśāradaḥ
von Blüten, Wurzeln und Früchten lebend, in Gelübden und Observanzen - dafür bist du geeignet im Wald, du bist nicht kampferfahren (Nom.Sg.Adj. + Lok.Pl. + Lok.Pl. + Partikel + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Lok.Sg. + Vok.Sg. + Neg. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Adj.)
kva yuddhaṃ kva munitvaṃ ca vanaṃ gaccha vṛkodara na tvaṃ yuddhocitas tāta vanavāsaratir bhava“
wo ist Kampf, wo Weisentum? Geh in den Wald; du bist nicht für den Kampf geeignet, mein Lieber - werde ein Waldbewohner!“ (Adv. + Nom.Sg. + Adv. + Nom.Sg. + Partikel + Akk.Sg. + Imp.2.Sg. + Vok.Sg. + Neg. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Vok.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Imp.2.Sg.)
So, ihn wagenlos sehend, sich erinnernd, sprach Karṇa dieses Wort; und was an Unliebsamem sich in [Bhīmas] Kindheit zugetragen hatte, oh Herr der Völker, jene vergangenen, harten Dinge ließ er ihn heftig hören.
und was an Unliebsamem sich in seiner Kindheit zugetragen hatte, oh Herr der Völker, jene vergangenen, harten Dinge ließ er ihn heftig hören (Lok.Sg. + Nom.Pl. + Partikel+Partikel + Impf.3.Pl. + Nom.Pl.Adj. + Gen.Pl. + Vok.Sg. + Nom.Pl.Adj. + Partikel+Partikel + Akk.Sg. + Nom.Pl.Adj. + Kaus.Impf.3.Sg. + Adv.)
rādheya śṛṇu me vākyaṃ sūryaputra balādhika loke tvatsadṛśo yodho na vidyeta kathaṃ cana yuṣmābhir yady ahaṃ mārgyas tadā kiṃ bahujalpitaiḥ atha tvayā na mārgyo 'haṃ tadā gacchāmi muñca mām
„Oh Sohn der Rādhā, höre mein Wort, oh Sohn der Sūrya, du an Kraft Überlegener: In der Welt gäbe es keinen dir gleichen Krieger, ganz und gar nicht. Wenn ich von euch verfolgt werden soll, was nützt dann viel Gerede? Wenn ich aber von dir nicht verfolgt werden soll, dann lass mich gehen, lass mich los!“
Wort für Wort
rādheya śṛṇu me vākyaṃ sūryaputra balādhika loke tvatsadṛśo yodho na vidyeta kathaṃ cana
oh Sohn der Rādhā, höre mein Wort, oh Sohn der Sūrya, du Überlegener: in der Welt gäbe es keinen dir gleichen Krieger, ganz und gar nicht (Vok.Sg. + Imp.2.Sg. + Gen.Sg. + Akk.Sg. + Vok.Sg. + Vok.Sg.Adj. + Lok.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Neg. + Opt.3.Sg. + Adv. + Partikel)
wenn ich von euch verfolgt werden soll, was nützt viel Gerede? Wenn ich aber von dir nicht verfolgt werden soll, dann lass mich gehen, lass mich los!“ (Instr.Pl. + Partikel + Nom.Sg. + Nom.Sg.Part.Ger. + Adv. + Pron. + Instr.Pl.Part. + Adv. + Instr.Sg. + Neg. + Nom.Sg.Part.Ger. + Nom.Sg. + Adv. + Präs.1.Sg. + Imp.2.Sg. + Akk.Sg.)
So, nachdem er ihn wagenlos gemacht und den Pāṇḍava laut bedroht hatte, von höchster Freude erfüllt, es Kṛṣṇa und den Pāṇḍavas zeigend, berührte er ihn dort, den Zusammengekauerten, wieder mit dem Bogen, und, wieder lachend, sprach Vṛṣa [Karṇa] da zu Bhīma ein Wort:
so, nachdem er ihn wagenlos gemacht und den Pāṇḍava laut bedroht hatte, von höchster Freude erfüllt, es Kṛṣṇa und den Pāṇḍavas zeigend (Adv. + Akk.Sg. + Ger. + Adv. + Ger. + Akk.Sg. + Instr.Sg. + Instr.Sg.Adj. + Nom.Sg.Part. + Nom.Sg.Part. + Akk.Du.)
athainaṃ tatra saṃlīnam aspṛśad dhanuṣā punaḥ prahasaṃś ca punar vākyaṃ bhīmam āha vṛṣas tadā
berührte er ihn dort, den Zusammengekauerten, wieder mit dem Bogen, und, wieder lachend, sprach Vṛṣa zu Bhīma ein Wort (Adv.+Akk.Sg. + Adv. + Akk.Sg.Part. + Impf.3.Sg. + Instr.Sg. + Adv. + Nom.Sg.Part. + Partikel + Adv. + Akk.Sg. + Akk.Sg. + Perf.3.Sg. + Nom.Sg. + Adv.)
yoddhavyam āviśānyatra na yoddhavyaṃ tu mādṛśaiḥ mādṛśair yudhyamānānām etac cānyac ca vidyate
„Geh anderswohin, um zu kämpfen - mit meinesgleichen sollst du nicht kämpfen; für die, die gegen meinesgleichen kämpfen, gibt es dies und noch Schlimmeres.
Wort für Wort
„yoddhavyam āviśānyatra na yoddhavyaṃ tu mādṛśaiḥ
„geh anderswohin, um zu kämpfen - mit meinesgleichen sollst du nicht kämpfen (Nom.Sg.Part.Ger. + Imp.2.Sg.+Adv. + Neg. + Nom.Sg.Part.Ger. + Partikel + Instr.Pl.)
mādṛśair yudhyamānānām etac cānyac ca vidyate
für die, die gegen meinesgleichen kämpfen, gibt es dies und noch Schlimmeres (Instr.Pl. + Gen.Pl.Part. + Akk.Sg. + Partikel+Akk.Sg. + Partikel + Präs.3.Sg.Pass.)
gaccha vā yatra tau kṛṣṇau tau tvā rakṣiṣyato raṇe gṛhaṃ vā gaccha kaunteya kiṃ te yuddhena bālaka
Geh, oder [geh] dorthin, wo jene beiden Kṛṣṇas [Krishna und Arjuna] sind - sie werden dich im Kampf beschützen; oder geh nach Hause, oh Kaunteya - was nützt dir der Kampf, Kind?
Wort für Wort
gaccha vā yatra tau kṛṣṇau tau tvā rakṣiṣyato raṇe
geh, oder dorthin, wo jene beiden Kṛṣṇas sind - sie werden dich im Kampf beschützen (Imp.2.Sg. + Partikel + Adv. + Nom.Du. + Nom.Du. + Nom.Du. + Akk.Sg. + Fut.Part.Nom.Du. + Lok.Sg.)
gṛhaṃ vā gaccha kaunteya kiṃ te yuddhena bālaka“
oder geh nach Hause, oh Kaunteya - was nützt dir der Kampf, Kind?“ (Akk.Sg. + Partikel + Imp.2.Sg. + Vok.Sg. + Pron. + Gen.Sg. + Instr.Sg. + Vok.Sg.)
bhīma śabdārthasadbhāvī purāṇas tvaṃ hi me mataḥ mārutir mārutasutaḥ śastreṣv astreṣu cottamaḥ yajñaśāstrārthavidyāsu dharmapravacaneṣu ca nipuṇo 'si sadā bhīma na tvaṃ yuddhaviśārada
Oh Bhīma, ein Kenner von Wortsinn und Wesensart, ein Gelehrter der alten Schriften bist du, so meine ich, oh Sohn des Windgottes, Mārutis Sohn, und trefflich in Waffen und Astras; in Opferwissenschaft, Sinnkunde und in der Darlegung des Dharma bist du stets geschickt, oh Bhīma - [aber] du bist nicht kampferfahren.“
Wort für Wort
bhīma śabdārthasadbhāvī purāṇas tvaṃ hi me mataḥ mārutir mārutasutaḥ śastreṣv astreṣu cottamaḥ
oh Bhīma, ein Kenner von Wortsinn und Wesensart, ein Gelehrter der alten Schriften bist du, so meine ich, oh Sohn des Windgottes, und trefflich in Waffen und Astras (Vok.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Partikel + Gen.Sg. + Nom.Sg.Part. + Nom.Sg. + Nom.Sg. + Lok.Pl. + Lok.Pl. + Partikel+Nom.Sg.Adj.)
yajñaśāstrārthavidyāsu dharmapravacaneṣu ca nipuṇo 'si sadā bhīma na tvaṃ yuddhaviśārada“
in Opferwissenschaft, Sinnkunde und in der Darlegung des Dharma bist du stets geschickt - du bist nicht kampferfahren“ (Lok.Pl. + Lok.Pl. + Partikel + Nom.Sg.Adj. + Präs.2.Sg. + Adv. + Vok.Sg. + Neg. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Adj.)
tam utsmayan kaṇṭhadeśe pāṇinā saṃspṛśan vṛṣaḥ chattravajrāṅkuśāṅkena mātur vākyam anusmaran
Ihn, wie lächelnd, am Hals mit der Hand berührend - Vṛṣa [Karṇa], dessen [Handfläche] mit dem Zeichen von Sonnenschirm, Donnerkeil und Elefantenhaken [gekennzeichnet war] -, sich an seiner Mutter Wort erinnernd.
Wort für Wort
tam utsmayan kaṇṭhadeśe pāṇinā saṃspṛśan vṛṣaḥ
ihn, wie lächelnd, am Hals mit der Hand berührend, Vṛṣa (Akk.Sg. + Nom.Sg.Part. + Lok.Sg. + Instr.Sg. + Nom.Sg.Part. + Nom.Sg.)
chattravajrāṅkuśāṅkena mātur vākyam anusmaran
dessen Handfläche mit dem Zeichen von Schirm, Donnerkeil und Elefantenhaken, sich an seiner Mutter Wort erinnernd (Instr.Sg.Adj. + Gen.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg.Part.)
[Anm.: Karṇas handflächenlinien-Zeichen (Schirm, Vajra, Elefantenhaken) gelten als Merkmale königlicher Bestimmung; der Begriff Mutter bezieht sich hier auf Karṇas eigene Mutter Kuntī, deren Bitte um Schonung der Pāṇḍava-Söhne er sich erinnert.]
„Wiederholt bist du besiegt worden, du Bösewicht, und prahlst dennoch, eitel! Sieg und Niederlage selbst des großen Indra wurden von den Alten in der Welt gesehen. Kämpfe im Ringkampf mit mir, du aus niederem Geschlecht Entsprossener! Wie der überaus starke, überaus wohlhabende Kīcaka getötet wurde, so werde ich dich töten, vor den Augen aller Könige!“
wiederholt bist du besiegt worden, du Bösewicht, und prahlst dennoch, eitel; Sieg und Niederlage selbst des großen Indra wurden von den Alten gesehen (Nom.Sg.Part. + Nom.Sg. + Adv. + Vok.Sg. + Präs.2.Sg.Med. + Nom.Sg. + Instr.Sg.Adj. + Nom.Du. + Gen.Sg. + Lok.Sg. + Nom.Du.Part. + Instr.Pl.)
kämpfe im Ringkampf mit mir, du aus niederem Geschlecht Entsprossener; wie der starke Kīcaka getötet wurde, so werde ich dich töten, vor den Augen aller Könige!“ (Akk.Sg. + Instr.Sg. + Adv. + Imp.2.Sg. + Vok.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Part. + Adv. + Adv. + Akk.Sg. + Fut.1.Sg. + Lok.Pl.Part. + Lok.Pl.)
Bhīma aber, der Beste der Wagenkämpfer, hatte einst von Dhanada [Kubera] einen Fluch erhalten, da er, dorthin gegangen um Lotusblüten zu rauben, keine Verneigung dargebracht hatte; aus eben diesem Grund hatte er vor Karṇa Furcht empfunden; von Karṇa aber wurde er da losgelassen, der dem Wort seiner Mutter folgte.
Bhīma aber, der Beste der Wagenkämpfer, hatte einst von Dhanada einen Fluch erhalten, da er, dorthin gegangen um Lotusblüten zu rauben, keine Verneigung dargebracht hatte (Nom.Sg. + Partikel + Gen.Pl. + Nom.Sg.Adj. + Abl.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg.Part. + Nom.Sg.Part. + Instr.Sg. + Akk.Sg. + Neg.+Impf.3.Sg. + Adv.)
aus eben diesem Grund hatte er vor Karṇa Furcht empfunden; von Karṇa aber wurde er da losgelassen, der dem Wort seiner Mutter folgte (Instr.Sg. + Instr.Sg.+Partikel + Abl.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg.Part. + Instr.Sg.+Partikel + Adv.+Nom.Sg.Part. + Gen.Sg. + Nom.Sg.Adj.)
[Anm.: Anspielung auf eine sonst nicht ausgeführte Episode, in der Bhīma wegen fehlender Ehrerbietung gegenüber Kubera einen Fluch erhielt; der genaue Zusammenhang bleibt im Text unerläutert.]
taṃ bruvāṇaṃ tu bhīmas tu kāṅkṣan bhīmaparākramaḥ na cākārṣīd drutaṃ smṛtvā hy arjunasya mahābalam tasya kārmukam ārujya babhañjāśu parākramī
Den so Sprechenden [Karṇa] aber begehrte Bhīma, von furchtbarer Kraft, [anzugreifen], doch tat er es nicht rasch, sich der großen Macht Arjunas erinnernd; [Karṇa] aber zerbrach rasch dessen [Bhīmas] Bogen, der Tapfere.
Wort für Wort
taṃ bruvāṇaṃ tu bhīmas tu kāṅkṣan bhīmaparākramaḥ na cākārṣīd drutaṃ smṛtvā hy arjunasya mahābalam
den so Sprechenden aber begehrte Bhīma, von furchtbarer Kraft, [anzugreifen], doch tat er es nicht rasch, sich der großen Macht Arjunas erinnernd (Akk.Sg. + Nom.Sg.Part. + Partikel + Nom.Sg. + Partikel + Nom.Sg.Part. + Nom.Sg.Adj. + Neg. + Partikel+Perf.3.Sg. + Akk.Sg.Adv. + Ger. + Partikel + Gen.Sg. + Akk.Sg.)
tasya kārmukam ārujya babhañjāśu parākramī
zerbrach rasch dessen Bogen, der Tapfere (Gen.Sg. + Akk.Sg. + Ger. + Perf.3.Sg.+Adv. + Nom.Sg.Adj.)
So von dem hochgesinnten Keśava angesprochen, geriet der Pārtha [Arjuna], als er Bhīmasena in solchem Zustand sah, in die Gewalt des Unmuts, mit zornrot geröteten Augen, gleichsam mit seinem Blick verbrennend.
Wort für Wort
evam uktas tadā pārthaḥ keśavena mahātmanā
so von dem hochgesinnten Keśava angesprochen, da der Pārtha (Adv. + Nom.Sg.Part. + Adv. + Nom.Sg. + Instr.Sg. + Instr.Sg.Adj.)
als er Bhīmasena in solchem Zustand sah, geriet er, mit zornrot geröteten Augen, in die Gewalt des Unmuts, gleichsam mit seinem Blick verbrennend (Akk.Sg. + Akk.Sg.Adj. + Nom.Sg.Adj. + Akk.Sg. + Nom.Sg.Part. + Nom.Sg.Part. + Partikel + Instr.Sg.)
Er, sein Bogen von Bhīma zerschnitten, von Dhanaṃjayas Pfeilen getroffen, Karṇa entfernte sich rasch von Bhīma mit seinem großen Wagen; Bhīma aber, der Bulle unter den Männern, bestieg Sātyakis Gefährt und folgte im Kampf seinem Bruder, dem ambidextren Pāṇḍava [Arjuna].
Wort für Wort
sa chinnadhanvā bhīmena dhanaṃjayaśarāhataḥ karṇo bhīmād apāyāsīd rathena mahatā drutam
er, sein Bogen von Bhīma zerschnitten, von Dhanaṃjayas Pfeilen getroffen, Karṇa entfernte sich rasch von Bhīma mit seinem großen Wagen (Nom.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Instr.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Abl.Sg. + Impf.3.Sg. + Instr.Sg. + Instr.Sg.Adj. + Akk.Sg.Adv.)
Bhīma aber, der Bulle unter den Männern, bestieg Sātyakis Gefährt und folgte im Kampf seinem Bruder, dem ambidextren Pāṇḍava (Nom.Sg. + Partikel + Gen.Sg. + Akk.Sg. + Ger. + Nom.Sg. + Impf.3.Sg. + Akk.Sg. + Lok.Sg. + Akk.Sg. + Akk.Sg.)
Da sandte Dhanaṃjaya, eilend, auf Karṇa zielend, sein Auge zornrot, einen Nārāca-Pfeil, wie Antaka den Tod selbst sendet; jener Nārāca, vom Gāṇḍīva angetrieben, flog rasch auf Karṇa zu, wie Garutmān [Garuḍa] am Himmel nach der besten der Schlangen strebt.
tam antarikṣe nārācaṃ drauṇiś ciccheda patriṇā dhanaṃjayabhayāt karṇam ujjihīrṣur mahārathaḥ
Jenen Nārāca zerschnitt in der Luft der Sohn Droṇas [Aśvatthāman] mit einem gefiederten Pfeil, der große Wagenkämpfer, der Karṇa aus Furcht vor Dhanaṃjaya retten wollte.
Wort für Wort
tam antarikṣe nārācaṃ drauṇiś ciccheda patriṇā
jenen Nārāca zerschnitt in der Luft der Sohn Droṇas mit einem gefiederten Pfeil (Akk.Sg. + Lok.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg. + Perf.3.Sg. + Instr.Sg.)
dhanaṃjayabhayāt karṇam ujjihīrṣur mahārathaḥ
der Karṇa aus Furcht vor Dhanaṃjaya retten wollte, der große Wagenkämpfer (Abl.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg.)
Da durchbohrte der erzürnte Arjuna den Sohn Droṇas mit vierundsechzig [Pfeilen]; ihn zu retten begehrend, oh großer König, näherte sich Satyajit dem Pārtha; mit einem einzigen Pfeil durchbohrte der Mächtige jenen König; den von Pārtha gegen Karṇa geschleuderten Nārāca zerschnitt der Sohn Droṇas, und rief mit seinen Pfeilen: „Geh nicht! Steh!“
da durchbohrte der erzürnte Arjuna den Sohn Droṇas mit vierundsechzig Pfeilen; ihn zu retten begehrend, näherte sich Satyajit dem Pārtha; mit einem Pfeil durchbohrte der Mächtige jenen König (Adv. + Akk.Sg. + Instr.Sg.Num. + Perf.3.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg.Part. + Vok.Sg. + Nom.Sg. + Akk.Sg. + Impf.3.Sg. + Instr.Sg.Num. + Perf.3.Sg. + Akk.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg.Adj.)
Nachdem er mit Nārācas die Leiber von Männern, Elefanten und Pferden durchbohrt hatte, vernichtete Arjuna mit reiher- und pfauengefiederten [Pfeilen] das Heer.
Wort für Wort
vidārya dehān nārācair naravāraṇavājinām
nachdem er mit Nārācas die Leiber von Männern, Elefanten und Pferden durchbohrt hatte (Ger. + Akk.Pl. + Instr.Pl. + Gen.Pl.)
kaṅkabarhiṇavāsobhir balaṃ vyadhamad arjunaḥ
vernichtete Arjuna mit reiher- und pfauengefiederten Pfeilen das Heer (Instr.Pl.Adj. + Akk.Sg. + Impf.3.Sg. + Nom.Sg.)
tad balaṃ bharataśreṣṭha savājidvipamānavam pākaśāsanir āyastaḥ pārthaḥ saṃnijaghāna ha
Jenes Heer, oh Bester der Bharatas, samt seinen Pferden, Elefanten und Männern, vernichtete gänzlich der erschöpfte Pārtha, der Sohn des Pākaśāsana [Indra].
Wort für Wort
tad balaṃ bharataśreṣṭha savājidvipamānavam
jenes Heer, oh Bester der Bharatas, samt seinen Pferden, Elefanten und Männern (Akk.Sg. + Vok.Sg. + Akk.Sg.Adj.)
pākaśāsanir āyastaḥ pārthaḥ saṃnijaghāna ha
vernichtete gänzlich der erschöpfte Pārtha, der Sohn des Pākaśāsana (Nom.Sg. + Nom.Sg.Adj. + Nom.Sg. + Perf.3.Sg. + Partikel)