Kapitel 2: Karṇapratijñā
Karṇas Kampfgelübde und Aufbruch zur Schlacht
Karṇa, sobald er von Bhīṣmas Fall erfährt, eilt herbei wie einer, der ein sinkendes Schiff retten will. Vor dem gefallenen Bhīṣma hält er eine kurze Trauerrede, in der er dessen unvergleichliche Tugenden preist und die Vergänglichkeit alles Irdischen bedenkt. Als die Schlacht von neuem entbrennt, hält er den erschütterten Kaurava-Kriegern eine lange, feurige Rede: Er erkennt die eigene Pflicht, nun anstelle Bhīṣmas das Heer der Kurus zu beschützen, rühmt zugleich die Furchtbarkeit der Pāṇḍava-Helden, gelobt, entweder zu siegen oder, Bhīṣma nachfolgend, im Kampf zu fallen, und befiehlt seinem Wagenlenker, Rüstung, Waffen, Pferde und Wagen für den Aufbruch bereitzustellen. Prächtig gerüstet und von den Kurus verehrt, fährt Karṇa schließlich, der Sonne oder dem Götterkönig in seinem Himmelswagen gleich, zum Schlachtfeld, dorthin, wo Bhīṣmas Ruhestatt ist.
Saṃjaya sprach: Als der Sohn des Adhiratha [Karṇa] erfuhr, dass Bhīṣma erschlagen war — wie ein Schiff, das im unergründlichen Meer der Kurus zerbrochen ist —, eilte der Sūta-Sohn, wie zu einem leiblichen Bruder, aus dem Unheil, entschlossen, deines Sohnes Heer hinüberzuretten.
Wort für Wort
saṃjaya uvāca
Saṃjaya sprach (Nom. + 3.Sg.Perf. vac-)
hataṃ bhīṣmam ādhirathir viditvā
als der Sohn des Adhiratha erfuhr, dass Bhīṣma erschlagen war (Akk.Past.Part. + Akk. + Nom. + Ger. vid-)
bhinnāṃ nāvam ivātyagādhe kurūṇām
wie ein Schiff, das im unergründlichen Meer der Kurus zerbrochen ist (Akk.Past.Part. + Akk. + Partikel + Lok.Bah. + Gen.Pl.)
eilte der Sūta-Sohn wie zu einem leiblichen Bruder aus dem Unheil, entschlossen, deines Sohnes Heer hinüberzuretten (Adv. + Abl. + Nom. + Nom.Präs.Part.Fut.Des. + Gen. + Gen. + Akk.)
[Anm.: V.1 bildet eine Einheit; Beginn des Kapitels (reine Erzählung Saṃjayas, keine Anführungszeichen-Markierung). Satz wird in V.2-3 in variierender, teils wiederholender Form fortgeführt.]
Als aber Karṇa gehört hatte, dass der unfehlbare Herr der Männer, der große Wagenkämpfer, der Sohn des Śāṃtanu, niedergestreckt worden war, da näherte sich eilends der Feindebezwinger, der Vortrefflichste der Bogenträger, der Stier.
Wort für Wort
śrutvā tu karṇaḥ puruṣendram acyutaṃ
als aber Karṇa gehört hatte, dass der unfehlbare Herr der Männer (Ger. śru- + Konj. + Nom. + Akk. + Akk.)
nipātitaṃ śāṃtanavaṃ mahāratham
der große Wagenkämpfer, der Sohn des Śāṃtanu, niedergestreckt worden war (Akk.Past.Part.Pass.Kaus. + Akk. + Akk.)
da näherte sich eilends der Feindebezwinger, der Vortrefflichste der Bogenträger, der Stier (Adv.+3.Sg.Impf. i- + Adv. + Nom. + Gen.Pl. + Nom. + Adv. + Nom.)
hate tu bhīṣme rathasattame parair nimajjatīṃ nāvam ivārṇave kurūn piteva putrāṃs tvarito 'bhyayāt tataḥ saṃtārayiṣyaṃs tava putrasya senām
Als aber Bhīṣma, der Beste der Wagenkämpfer, von den Feinden erschlagen war, und die Kurus wie ein im Ozean versinkendes Schiff waren, eilte er herbei wie ein Vater zu seinen Söhnen, entschlossen, deines Sohnes Heer hinüberzuretten.
Wort für Wort
hate tu bhīṣme rathasattame parair
als aber Bhīṣma, der Beste der Wagenkämpfer, von den Feinden erschlagen war (Lok.Abs.Past.Part. + Konj. + Lok. + Lok. + Instr.Pl.)
nimajjatīṃ nāvam ivārṇave kurūn
und die Kurus wie ein im Ozean versinkendes Schiff waren (Akk.Präs.Part. + Akk. + Partikel + Lok. + Akk.Pl.)
eilte er herbei wie ein Vater zu seinen Söhnen, entschlossen, deines Sohnes Heer hinüberzuretten (Nom.+Partikel + Akk.Pl. + Nom.Bah. + 3.Sg.Impf. i- + Adv. + Nom.Präs.Part.Fut.Des. + Gen. + Gen. + Akk.)
[Anm.: V.3 bildet eine Einheit; Fortführung/Variation des in V.1 begonnenen Bildes. Im kritischen Apparat findet sich nach V.3c eine vierzeilige Zusatzpassage (*0020_01-04: saṃmṛjya divyaṃ dhanur ātatajyaṃ sa rāmadattaṃ ripusaṃghahantā bāṇāṃś ca kālānalatulyakalpān ullāḷayan vākyam idaṃ babhāṣe, 'nachdem er den von Rāma geschenkten göttlichen, gespannten Bogen gereinigt hatte, er, der Vernichter der Feindesscharen, und die dem Weltenfeuer gleichenden Pfeile schwingend, sprach er dieses Wort'), eine inhaltlich vorwegnehmende, redundante Überleitung zu Karṇas folgender Rede, die nicht in den Haupttext übernommen wird.]
karṇa uvāca yasmin dhṛtir buddhiparākramaujo damaḥ satyaṃ vīraguṇāś ca sarve astrāṇi divyāny atha saṃnatir hrīḥ priyā ca vāg anapāyīni bhīṣme
„In wem Standhaftigkeit, Einsicht, Tapferkeit, Kraft, Selbstbeherrschung, Wahrhaftigkeit und alle Heldentugenden, die göttlichen Waffen, sowie auch Demut, Scham und liebliche Rede in Bhīṣma unwandelbar waren,
Wort für Wort
karṇa uvāca
Karṇa sprach (Nom. + 3.Sg.Perf. vac-)
yasmin dhṛtir buddhiparākramaujo damaḥ satyaṃ vīraguṇāś ca sarve
in wem Standhaftigkeit, Einsicht, Tapferkeit, Kraft, Selbstbeherrschung, Wahrhaftigkeit und alle Heldentugenden (Lok.Relativ + Nom. + Nom.Bah. + Nom. + Nom. + Nom.Pl. + Konj. + Nom.Pl.)
astrāṇi divyāny atha saṃnatir hrīḥ priyā ca vāg anapāyīni bhīṣme
die göttlichen Waffen, sowie auch Demut, Scham und liebliche Rede in Bhīṣma unwandelbar waren (Nom.Pl. + Nom.Pl.Bah. + Adv. + Nom. + Nom. + Nom. + Konj. + Nom. + Nom.Pl.Bah. + Lok.)
[Anm.: V.4 bildet eine Einheit; Beginn von Karṇas erster, kurzer Rede zum Lob Bhīṣmas (CQ_OPEN, fortgesetzt bis V.7).]
brahmadviṣaghne satataṃ kṛtajñe sanātanaṃ candramasīva lakṣma sa cet praśāntaḥ paravīrahantā manye hatān eva hi sarvayodhān
in ihm, dem steten Vernichter der Brahmanenfeinde, dem Dankbaren, diese Tugenden beständig wie das Mal auf dem Mond — wenn er, der Bezwinger feindlicher Helden, zur Ruhe gekommen ist, so halte ich fürwahr alle Krieger bereits für erschlagen.
in ihm, dem steten Vernichter der Brahmanenfeinde, dem Dankbaren, diese Tugenden beständig wie das Mal auf dem Mond (Lok.Bah. + Adv. + Lok.Bah. + Akk. + Lok.+Partikel + Akk.)
sa cet praśāntaḥ paravīrahantā manye hatān eva hi sarvayodhān
wenn er, der Bezwinger feindlicher Helden, zur Ruhe gekommen ist, so halte ich fürwahr alle Krieger bereits für erschlagen (Nom. + Konj. + Nom.Past.Part. + Nom.Bah. + 1.Sg.Präs.Med. man- + Akk.Pl.Past.Part. + Partikel + Partikel + Akk.Pl.)
neha dhruvaṃ kiṃ cana jātu vidyate asmiṃl loke karmaṇo 'nityayogāt sūryodaye ko hi vimuktasaṃśayo bhāvaṃ kurvītādya mahāvrate hate
Hier ist nichts jemals gewiss in dieser Welt, wegen der unbeständigen Verknüpfung von Tat und Frucht; wer nämlich könnte, frei von Zweifel, heute noch feste Zuversicht über den Sonnenaufgang hegen, da der Mann des großen Gelübdes gefallen ist?
Wort für Wort
neha dhruvaṃ kiṃ cana jātu vidyate asmiṃl loke
hier ist nichts jemals gewiss in dieser Welt (Neg.+Adv. + Nom. + Interrog. + Partikel + Adv. + 3.Sg.Präs.Pass. vid- + Lok. + Lok.)
karmaṇo 'nityayogāt sūryodaye ko hi vimuktasaṃśayo bhāvaṃ kurvītādya mahāvrate hate
wegen der unbeständigen Verknüpfung von Tat und Frucht; wer nämlich könnte, frei von Zweifel, heute noch feste Zuversicht über den Sonnenaufgang hegen, da der Mann des großen Gelübdes gefallen ist (Gen. + Abl.Bah. + Lok. + Nom. + Partikel + Nom.Bah. + Akk. + 3.Sg.Opt.Med. kṛ- + Adv. + Lok.Abs. + Lok.Abs.Past.Part.)
vasuprabhāve vasuvīryasaṃbhave gate vasūn eva vasuṃdharādhipe vasūni putrāṃś ca vasuṃdharāṃ tathā kurūṃś ca śocadhvam imāṃ ca vāhinīm
Da der Herr der Erde, von der Herrlichkeit der Vasus, aus der Kraft der Vasus geboren, eben zu den Vasus selbst eingegangen ist — betrauert nun euer Hab und Gut, eure Söhne, ebenso die Erde, die Kurus und dieses Heer.“
Wort für Wort
vasuprabhāve vasuvīryasaṃbhave gate vasūn eva vasuṃdharādhipe
da der Herr der Erde, von der Herrlichkeit der Vasus, aus der Kraft der Vasus geboren, eben zu den Vasus eingegangen ist (Lok.Bah. + Lok.Bah. + Lok.Abs.Past.Part. + Akk.Pl. + Partikel + Lok.Abs.)
vasūni putrāṃś ca vasuṃdharāṃ tathā kurūṃś ca śocadhvam imāṃ ca vāhinīm
betrauert nun euer Hab und Gut, eure Söhne, ebenso die Erde, die Kurus und dieses Heer (Akk.Pl. + Akk.Pl. + Konj. + Akk. + Adv. + Akk.Pl. + Konj. + 2.Pl.Imp.Med. śuc- + Akk. + Konj. + Akk.)
[Anm.: V.7 bildet eine Einheit; Abschluss von Karṇas erster Rede (CQ_CLOSE). Wortspiel mit 'vasu' ('Reichtum'/die Vasu-Götter), Anspielung auf Bhīṣmas Identität als der wiedergeborene achte Vasu.]
Saṃjaya sprach: Als der von großer Macht, gnadenspendende, der Beste der Welt, gewaltige Sohn des Śāṃtanu niedergestreckt war, und die Bharatas besiegt waren, seufzte Karṇa, niedergeschlagenen Sinnes, schwer, Tränen vergießend.
als der von großer Macht, gnadenspendende, der Beste der Welt, gewaltige Sohn des Śāṃtanu niedergestreckt war (Lok.Bah. + Lok.Bah. + Lok.Abs.Past.Part. + Lok. + Lok. + Lok.Bah.)
idaṃ tu rādheyavaco niśamya te sutāś ca rājaṃs tava sainikāś ca ha parasparaṃ cukruśur ārtijaṃ bhṛśaṃ tadāśru netrair mumucur hi śabdavat
Als sie aber dieses Wort des Sohnes der Rādhā vernommen hatten, o König, riefen deine Söhne und deine Krieger einander laut, von Schmerz geboren, zu, und vergossen da hörbar Tränen aus ihren Augen.
Wort für Wort
idaṃ tu rādheyavaco niśamya te sutāś ca rājaṃs tava sainikāś ca ha
als sie aber dieses Wort des Sohnes der Rādhā vernommen hatten, o König, deine Söhne und deine Krieger (Akk. + Konj. + Akk. + Ger. śam- + Nom.Pl. + Nom.Pl. + Konj. + Vok. + Gen. + Nom.Pl. + Konj. + Partikel)
parasparaṃ cukruśur ārtijaṃ bhṛśaṃ tadāśru netrair mumucur hi śabdavat
riefen einander laut, von Schmerz geboren, zu, und vergossen da hörbar Tränen aus ihren Augen (Akk. + 3.Pl.Perf. kruś- + Akk. + Adv. + Adv.+Akk. + Instr.Pl. + 3.Pl.Perf. muc- + Partikel + Adv.)
Als aber die große Schlacht von neuem begann und die Heere von den Fürsten in den Kampf gestürzt wurden, da sprach der Vortrefflichste aller großen Wagenkämpfer ein mutmachendes Wort zu den stierartigen Wagenkämpfern.
Wort für Wort
pravartamāne tu punar mahāhave vigāhyamānāsu camūṣu pārthivaiḥ
als aber die große Schlacht von neuem begann und die Heere von den Fürsten in den Kampf gestürzt wurden (Lok.Abs.Präs.Part. + Konj. + Adv. + Lok. + Lok.Pl.Präs.Part.Pass. + Lok.Pl. + Instr.Pl.)
da sprach der Vortrefflichste aller großen Wagenkämpfer ein mutmachendes Wort zu den stierartigen Wagenkämpfern (Adv.+3.Sg.Impf. brū- + Akk. + Akk. + Adv. + Akk.Pl. + Nom.)
[Anm.: V.10 bildet eine Einheit; Überleitung zu Karṇas zweiter, langer Rede (CQ_OPEN ab V.11).]
„In dieser stets dahineilenden, unbeständigen Welt erkenne ich, nachdenkend, heute alles als unbeständig: Wie konnte, während ihr hier standet, der bergesgleich strahlende Stier der Kurus im Kampf zu Fall gebracht werden?
in dieser stets dahineilenden, unbeständigen Welt erkenne ich, nachdenkend, heute alles als unbeständig (Lok. + Lok.Bah. + Adv. + Lok.Präs.Part. + Nom.Präs.Part. + Akk. + Adv. + 1.Sg.Präs.Med. lakṣ-)
wie konnte, während ihr hier standet, der bergesgleich strahlende Stier der Kurus im Kampf zu Fall gebracht werden (Lok.Pl.Präs.Part. + Lok.Pl.Präs.Part. + Adv. + Nom.Past.Part.Pass. + Lok. + Nom.Bah. + Nom. + Interrog.)
[Anm.: V.11 bildet eine Einheit; Beginn von Karṇas zweiter, langer Rede (CQ_OPEN, fortgesetzt bis V.33).]
Da der große Wagenkämpfer, der Sohn des Śāṃtanu, gefallen ist, als wäre die Sonne selbst zur Erde herabgestiegen, vermögen die Fürsten Dhanaṃjaya nicht zu widerstehen, wie Bäume nicht dem Berge entwurzelnden Sturmwind.
da der große Wagenkämpfer, der Sohn des Śāṃtanu, gefallen ist, als wäre die Sonne selbst zur Erde herabgestiegen (Lok.Abs.Past.Part. + Lok. + Lok. + Nom. + Akk. + Lok.Abs.Past.Part. + Adv.)
na pārthivāḥ soḍhum alaṃ dhanaṃjayaṃ giripravoḍhāram ivānilaṃ drumāḥ
vermögen die Fürsten Dhanaṃjaya nicht zu widerstehen, wie Bäume nicht dem Berge entwurzelnden Sturmwind (Neg. + Nom.Pl. + Inf. sah- + Adv. + Akk. + Akk. + Partikel + Akk. + Nom.Pl.)
hatapradhānaṃ tv idam ārtarūpaṃ parair hatotsāham anātham adya vai mayā kurūṇāṃ paripālyam āhave balaṃ yathā tena mahātmanā tathā
Doch dieses seines Anführers beraubte, leidvoll anzusehende, von den Feinden seines Mutes beraubte, heute schutzlose Heer der Kurus muss von mir im Kampf beschützt werden, so wie es von jenem Hochgesinnten beschützt wurde.
Wort für Wort
hatapradhānaṃ tv idam ārtarūpaṃ parair hatotsāham anātham adya vai
doch dieses seines Anführers beraubte, leidvoll anzusehende, von den Feinden seines Mutes beraubte, heute schutzlose Heer (Akk.Bah. + Konj. + Akk. + Akk.Bah. + Instr.Pl. + Akk.Bah. + Akk.Bah. + Adv. + Partikel)
mayā kurūṇāṃ paripālyam āhave balaṃ yathā tena mahātmanā tathā
der Kurus muss von mir im Kampf beschützt werden, so wie es von jenem Hochgesinnten beschützt wurde (Instr. + Gen.Pl. + Nom.Ger.Verb. + Lok. + Akk. + Adv. + Instr. + Instr. + Adv.)
samāhitaṃ cātmani bhāram īdṛśaṃ jagat tathānityam idaṃ ca lakṣaye nipātitaṃ cāhavaśauṇḍam āhave kathaṃ nu kuryām aham āhave bhayam
Und eine solche Last nehme ich auf mich, und ich erkenne auch diese Welt als ebenso unbeständig; und da der im Kampf Trunkene im Kampf niedergestreckt wurde, wie sollte ich da im Kampf Furcht empfinden?
Wort für Wort
samāhitaṃ cātmani bhāram īdṛśaṃ jagat tathānityam idaṃ ca lakṣaye
und eine solche Last nehme ich auf mich, und ich erkenne auch diese Welt als ebenso unbeständig (Akk.Past.Part. + Konj.+Lok. + Akk. + Akk. + Nom. + Adv.+Akk.Bah. + Akk. + Konj. + 1.Sg.Präs.Med. lakṣ-)
nipātitaṃ cāhavaśauṇḍam āhave kathaṃ nu kuryām aham āhave bhayam
und da der im Kampf Trunkene im Kampf niedergestreckt wurde, wie sollte ich da im Kampf Furcht empfinden (Akk.Past.Part.Pass.Kaus. + Konj. + Akk.Bah. + Lok. + Interrog. + Partikel + 1.Sg.Opt. kṛ- + Nom. + Lok. + Akk.)
ahaṃ tu tān kuruvṛṣabhān ajihmagaiḥ praverayan yamasadanaṃ raṇe caran yaśaḥ paraṃ jagati vibhāvya vartitā parair hato yudhi śayitātha vā punaḥ
Ich aber, jene Stiere der Kuru mit geraden Pfeilen in die Wohnstatt Yamas sendend, durch die Schlacht schreitend, werde, nachdem ich höchsten Ruhm in der Welt errungen habe, fortbestehen — oder aber, von den Feinden erschlagen, im Kampf daliegen.
Wort für Wort
ahaṃ tu tān kuruvṛṣabhān ajihmagaiḥ praverayan yamasadanaṃ raṇe caran
ich aber, jene Stiere der Kuru mit geraden Pfeilen in die Wohnstatt Yamas sendend, durch die Schlacht schreitend (Nom. + Konj. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Instr.Pl.Bah. + Nom.Präs.Part.Kaus. + Akk. + Lok. + Nom.Präs.Part.)
werde ich, nachdem ich höchsten Ruhm in der Welt errungen habe, fortbestehen — oder von den Feinden erschlagen im Kampf daliegen (Akk. + Akk. + Lok. + Ger. bhū-Kaus. + Nom.Fut.Verb. + Instr.Pl. + Nom.Past.Part. + Lok. + Nom.Past.Part.+Adv. + Konj. + Adv.)
yudhiṣṭhiro dhṛtimatidharmatattvavān vṛkodaro gajaśatatulyavikramaḥ tathārjunas tridaśavarātmajo yato na tad balaṃ sujayam athāmarair api
Yudhiṣṭhira, von Standhaftigkeit und Kenntnis des Wesens des Dharma, Vṛkodara, von hundert Elefanten gleicher Kraft, sowie Arjuna, dessen Vater der Beste der dreißig Götter ist — deswegen ist jenes Heer selbst von den Unsterblichen nicht leicht zu besiegen.
Yudhiṣṭhira, von Standhaftigkeit und Kenntnis des Wesens des Dharma, Vṛkodara, von hundert Elefanten gleicher Kraft (Nom. + Nom.Bah. + Nom. + Nom.Bah.)
tathārjunas tridaśavarātmajo yato na tad balaṃ sujayam athāmarair api
sowie Arjuna, dessen Vater der Beste der dreißig Götter ist — deswegen ist jenes Heer selbst von den Unsterblichen nicht leicht zu besiegen (Adv.+Nom. + Nom.Bah. + Adv. + Neg. + Nom. + Nom. + Nom.Bah. + Adv.+Instr.Pl. + Partikel)
yamau raṇe yatra yamopamau bale sasātyakir yatra ca devakīsutaḥ na tad balaṃ kāpuruṣo 'bhyupeyivān nivartate mṛtyumukhād ivāsakṛt
Wo die Zwillinge, dem Yama an Kraft gleich, im Kampf sind, und wo der Sohn der Devakī samt Sātyaki sind — jenes Heer, hat ein Feigling es einmal erreicht, kehrt er nicht zurück, so wenig wie man wiederholt aus dem Rachen des Todes zurückkehrt.
Wort für Wort
yamau raṇe yatra yamopamau bale sasātyakir yatra ca devakīsutaḥ
wo die Zwillinge, dem Yama an Kraft gleich, im Kampf sind, und wo der Sohn der Devakī samt Sātyaki sind (Nom.Dual + Lok. + Adv.Relativ + Nom.Dual.Bah. + Lok. + Nom.Bah. + Adv.Relativ + Konj. + Nom.)
na tad balaṃ kāpuruṣo 'bhyupeyivān nivartate mṛtyumukhād ivāsakṛt
jenes Heer, hat ein Feigling es einmal erreicht, kehrt er nicht zurück, so wenig wie man wiederholt aus dem Rachen des Todes zurückkehrt (Neg. + Akk. + Nom. + Nom.Perf.Part. + 3.Sg.Präs.Med. vṛt- + Abl. + Partikel + Adv.)
tapo 'bhyudīrṇaṃ tapasaiva gamyate balaṃ balenāpi tathā manasvibhiḥ manaś ca me śatrunivāraṇe dhruvaṃ svarakṣaṇe cācalavad vyavasthitam
Übermäßige Askese wird allein durch größere Askese überwunden, ebenso Kraft durch Kraft, wie die Weisen lehren. Und mein Sinn steht fest, unerschütterlich wie ein Berg, entschlossen sowohl zur Abwehr der Feinde als auch zum Schutz der Meinen.
Wort für Wort
tapo 'bhyudīrṇaṃ tapasaiva gamyate balaṃ balenāpi tathā manasvibhiḥ
übermäßige Askese wird allein durch größere Askese überwunden, ebenso Kraft durch Kraft, wie die Weisen lehren (Nom. + Nom.Past.Part. + Instr.+Partikel + 3.Sg.Präs.Pass. gam- + Nom. + Instr.+Partikel + Adv. + Instr.Pl.Bah.)
manaś ca me śatrunivāraṇe dhruvaṃ svarakṣaṇe cācalavad vyavasthitam
und mein Sinn steht fest, unerschütterlich wie ein Berg, entschlossen sowohl zur Abwehr der Feinde als auch zum Schutz der Meinen (Nom. + Konj. + Gen. + Lok. + Nom. + Lok. + Konj.+Adv. + Nom.Past.Part.)
[Anm.: V.18 bildet eine Einheit. Im kritischen Apparat findet sich nach V.18c die Zusatzzeile *0021_01-02 (athābravīt sūtaputraḥ svasūtaṃ hantāsmy ahaṃ pāṇḍavasomakāṃś ca, 'da sprach der Sūta-Sohn zu seinem Wagenlenker: Ich werde die Pāṇḍavas und Somakas erschlagen'), eine redundante, den bereits laufenden Redefluss unterbrechende Zusatzzeile, die nicht in den Haupttext übernommen wird.]
evaṃ caiṣāṃ budhyamānaḥ prabhāvaṃ gatvaivāhaṃ tāñ jayāmy adya sūta mitradroho marṣaṇīyo na me 'yaṃ bhagne sainye yaḥ sahāyaḥ sa mitram
Und so, mir ihrer Macht wohl bewusst, werde ich, selbst hingehend, sie heute besiegen, o Wagenlenker. Verrat an einem Freund ist von mir nicht zu dulden; wer Helfer ist, wenn das Heer gebrochen ist, der ist ein Freund.
und so, mir ihrer Macht wohl bewusst, werde ich, selbst hingehend, sie heute besiegen, o Wagenlenker (Adv. + Konj.+Gen.Pl. + Nom.Präs.Part.Med. + Akk. + Ger.+Partikel+Nom. + Akk. + 1.Sg.Präs. ji- + Adv. + Vok.)
mitradroho marṣaṇīyo na me 'yaṃ bhagne sainye yaḥ sahāyaḥ sa mitram
Verrat an einem Freund ist von mir nicht zu dulden; wer Helfer ist, wenn das Heer gebrochen ist, der ist ein Freund (Nom. + Nom.Ger.Verb. + Neg. + Gen. + Nom. + Lok.Abs.Past.Part. + Lok.Abs. + Nom.Relativ + Nom. + Nom. + Nom.)
Ich werde diese Tat eines edlen, rechtschaffenen Mannes vollbringen; nachdem ich mein Leben hingegeben habe, werde ich Bhīṣma nachfolgen. Ich werde alle Scharen der Feinde im Kampf erschlagen, oder, von ihnen erschlagen, werde ich in die Welt der Helden eingehen.
ich werde diese Tat eines edlen, rechtschaffenen Mannes vollbringen; nachdem ich mein Leben hingegeben habe, werde ich Bhīṣma nachfolgen (Nom.Fut.Verb.+1.Sg.Präs. as- + Akk. + Akk.Bah. + Ger. tyaj- + Akk.Pl. + 1.Sg.Fut. i- + Akk.)
sarvān saṃkhye śatrusaṃghān haniṣye hatas tair vā vīralokaṃ gamiṣye
ich werde alle Scharen der Feinde im Kampf erschlagen, oder, von ihnen erschlagen, werde ich in die Welt der Helden eingehen (Akk.Pl. + Lok. + Akk.Pl. + 1.Sg.Fut.Med. han- + Nom.Past.Part. + Instr.Pl. + Konj. + Akk. + 1.Sg.Fut. gam-)
Da unsere Frauen und Kinder weinend aufgeschrien haben, und die Manneskraft der Söhne Dhṛtarāṣṭras überwunden ist, weiß ich, dass mir diese Tat obliegt, o Wagenlenker; darum werde ich die Feinde des Sohnes Dhṛtarāṣṭras besiegen.
da unsere Frauen und Kinder weinend aufgeschrien haben, und die Manneskraft der Söhne Dhṛtarāṣṭras überwunden ist (Lok.Abs.Past.Part. + Lok.Abs.Bah. + Lok.Abs.Past.Part. + Lok. + Gen.)
weiß ich, dass mir diese Tat obliegt, o Wagenlenker; darum werde ich die Feinde des Sohnes Dhṛtarāṣṭras besiegen (Instr. + Nom.Ger.Verb. + Partikel + 1.Sg.Präs. jñā- + Vok. + Abl. + Akk.Pl. + Gen. + 1.Sg.Fut.Med. ji-)
Die Kurus beschützend, die Söhne des Pāṇḍu zu töten begehrend, mein Leben in dieser furchtbaren Schlacht hingebend, alle Scharen der Feinde im Kampf erschlagend, werde ich dem Sohn Dhṛtarāṣṭras das Königreich verschaffen.
die Kurus beschützend, die Söhne des Pāṇḍu zu töten begehrend, mein Leben in dieser furchtbaren Schlacht hingebend (Akk.Pl. + Nom.Präs.Part. + Akk.Pl. + Nom.Präs.Part.Desid. + Ger. tyaj- + Akk.Pl. + Lok.Bah. + Lok. + Lok.)
alle Scharen der Feinde im Kampf erschlagend, werde ich dem Sohn Dhṛtarāṣṭras das Königreich verschaffen (Akk.Pl. + Lok. + Akk.Pl. + Ger. han- + 1.Sg.Fut. dā- + Nom. + Dat. + Akk.)
Man binde mir meinen wundervollen Panzer an, golden, strahlend, von Edelsteinen und Juwelen leuchtend, und den Helm, von sonnengleichem Glanz, und den Bogen, sowie auch die giftschlangengleichen Pfeile.
Wort für Wort
nibadhyatāṃ me kavacaṃ vicitraṃ haimaṃ śubhraṃ maṇiratnāvabhāsi
man binde mir meinen wundervollen Panzer an, golden, strahlend, von Edelsteinen und Juwelen leuchtend (3.Sg.Imp.Pass. bandh- + Gen. + Nom. + Nom. + Nom. + Nom. + Nom.Bah.)
und den Helm, von sonnengleichem Glanz, und den Bogen, sowie auch die giftschlangengleichen Pfeile (Akk. + Konj.+Akk.Bah. + Akk. + Akk.Pl. + Konj.+Partikel + Akk.Pl.Bah.)
[Anm.: V.23 bildet eine Einheit; Beginn von Karṇas Befehlen zur Rüstung, fortgesetzt bis V.29.]
upāsaṅgān ṣoḍaśa yojayantu dhanūṃṣi divyāni tathāharantu asīṃś ca śaktīś ca gadāś ca gurvīḥ śaṅkhaṃ ca jāmbūnadacitrabhāsam
Man rüste sechzehn Köcher aus, und ebenso bringe man göttliche Bögen herbei, sowie Schwerter, Speere und schwere Keulen, und die Muschel, bunt schimmernd von Flussgold.
man rüste sechzehn Köcher aus, und ebenso bringe man göttliche Bögen herbei (Akk.Pl. + Akk. + 3.Pl.Imp.Kaus. yuj- + Akk.Pl. + Akk.Pl.Bah. + Adv.+3.Pl.Imp. hṛ-)
asīṃś ca śaktīś ca gadāś ca gurvīḥ śaṅkhaṃ ca jāmbūnadacitrabhāsam
sowie Schwerter, Speere und schwere Keulen, und die Muschel, bunt schimmernd von Flussgold (Akk.Pl. + Konj. + Akk.Pl. + Konj. + Akk.Pl. + Konj. + Akk.Pl.Bah. + Akk. + Konj. + Akk.Bah.)
etāṃ raukmīṃ nāgakakṣyāṃ ca jaitrīṃ jaitraṃ ca me dhvajam indīvarābham ślakṣṇair vastrair vipramṛjyānayasva citrāṃ mālāṃ cātra baddhvā sajālām
Diesen goldenen, siegreichen Elefantengurt, und mein siegreiches, dem blauen Lotus gleichfarbenes Banner bringe, nachdem du es mit weichen Tüchern abgewischt hast, und binde hier eine bunte, mit einem Netz verzierte Girlande daran.
Wort für Wort
etāṃ raukmīṃ nāgakakṣyāṃ ca jaitrīṃ jaitraṃ ca me dhvajam indīvarābham
diesen goldenen, siegreichen Elefantengurt, und mein siegreiches, dem blauen Lotus gleichfarbenes Banner (Akk. + Akk. + Akk. + Konj. + Akk. + Akk. + Konj. + Gen. + Akk. + Akk.Bah.)
bringe, nachdem du es mit weichen Tüchern abgewischt hast, und binde hier eine bunte, mit einem Netz verzierte Girlande daran (Instr.Pl. + Instr.Pl. + Ger.+2.Sg.Imp.Med. nī- + Akk. + Akk. + Konj.+Adv. + Ger. bandh- + Akk.Bah.)
Die vortrefflichsten Pferde, weißen Wolken gleich strahlend, wohlgenährt, mit durch Mantras gereinigtem Wasser gebadet, mit geschmiedeten goldenen Zierden versehen, die schnellen, bringe schnell herbei, o Sūta-Sohn.
Und den vortrefflichsten Wagen, mit goldenem Netzwerk umspannt, bunt mit mond- und sonnengleich strahlenden Juwelen, mit kampftauglichem Gerät ausgestattet, mit Zugtieren bespannt, fahre eilends vor.
citrāṇi cāpāni ca vegavanti jyāś cottamāḥ saṃhananopapannāḥ tūṇāṃś ca pūrṇān mahataḥ śarāṇām āsajya gātrāvaraṇāni caiva
Und die bunten, kraftvollen Bögen, und die besten, für hohe Spannung geeigneten Sehnen, und mit großen Pfeilen gefüllte Köcher, und, angelegt, auch Rüstungen für die Glieder.
Wort für Wort
citrāṇi cāpāni ca vegavanti jyāś cottamāḥ saṃhananopapannāḥ
und die bunten, kraftvollen Bögen, und die besten, für hohe Spannung geeigneten Sehnen (Akk.Pl. + Akk.Pl. + Konj. + Akk.Pl.Bah. + Nom.Pl. + Konj.+Nom.Pl. + Nom.Pl.Bah.)
tūṇāṃś ca pūrṇān mahataḥ śarāṇām āsajya gātrāvaraṇāni caiva
und mit großen Pfeilen gefüllte Köcher, und, angelegt, auch Rüstungen für die Glieder (Akk.Pl. + Konj. + Akk.Pl.Past.Part. + Gen.Pl. + Gen.Pl. + Ger. sañj- + Akk.Pl. + Konj.)
Und bringt schnell alle Reiseausrüstung für den Aufbruch herbei, Jungfrauen, ein volles goldenes Heldengefäß; und, nachdem ihr eine Girlande herbeigebracht und an meinem Leib befestigt habt, lasst schnell die Kriegstrommeln zum Sieg ertönen.
Wort für Wort
prāyātrikaṃ cānayatāśu sarvaṃ kanyāḥ pūrṇaṃ vīrakāṃsyaṃ ca haimam
und bringt schnell alle Reiseausrüstung für den Aufbruch herbei, Jungfrauen, ein volles goldenes Heldengefäß (Akk. + Konj.+2.Pl.Imp. nī- + Adv. + Akk. + Akk.Pl. + Akk. + Akk. + Konj. + Akk.)
Fahre schnell, o Wagenlenker, dorthin, wo der Diademgeschmückte, Vṛkodara, der Sohn des Dharma und die Zwillinge sind. Sie werde ich, im Kampf ihnen begegnend, entweder erschlagen, oder ich werde, von den Feinden erschlagen, zu Bhīṣma eingehen.
Wort für Wort
prayāhi sūtāśu yataḥ kirīṭī vṛkodaro dharmasuto yamau ca
fahre schnell, o Wagenlenker, dorthin, wo der Diademgeschmückte, Vṛkodara, der Sohn des Dharma und die Zwillinge sind (2.Sg.Imp. yā- + Vok.+Adv. + Adv.Relativ + Nom. + Nom. + Nom. + Nom.Dual + Konj.)
sie werde ich, im Kampf ihnen begegnend, entweder erschlagen, oder ich werde, von den Feinden erschlagen, zu Bhīṣma eingehen (Akk.Pl. + Konj. + 1.Sg.Fut. han- + Ger. i- + Lok. + Dat. + 1.Sg.Fut. viś- + Nom.Past.Part. + Instr.Pl.)
yasmin rājā satyadhṛtir yudhiṣṭhiraḥ samāsthito bhīmasenārjunau ca vāsudevaḥ sātyakiḥ sṛñjayāś ca manye balaṃ tad ajayyaṃ mahīpaiḥ
Jenes Heer, in dem König Yudhiṣṭhira, standhaft in der Wahrheit, sich aufgestellt hat, sowie Bhīmasena und Arjuna, Vāsudeva, Sātyaki und die Sṛñjayas — jenes Heer halte ich für unbesiegbar durch andere Fürsten.
Wort für Wort
yasmin rājā satyadhṛtir yudhiṣṭhiraḥ samāsthito bhīmasenārjunau ca
jenes Heer, in dem König Yudhiṣṭhira, standhaft in der Wahrheit, sich aufgestellt hat, sowie Bhīmasena und Arjuna (Lok.Relativ + Nom. + Nom.Bah. + Nom. + Nom.Past.Part. + Nom.Dual + Konj.)
vāsudevaḥ sātyakiḥ sṛñjayāś ca manye balaṃ tad ajayyaṃ mahīpaiḥ
Vāsudeva, Sātyaki und die Sṛñjayas — jenes Heer halte ich für unbesiegbar durch andere Fürsten (Nom. + Nom. + Nom.Pl. + Konj. + 1.Sg.Präs.Med. man- + Akk. + Akk. + Akk.Ger.Verb. + Instr.Pl.)
Selbst wenn der Tod, der Allesraffende, stets Wachsame, den Diademgeschmückten im Kampf beschützen sollte, so werde ich ihn dennoch, im Kampf ihm begegnend, erschlagen, oder ich werde auf Bhīṣmas Pfad zu Yama gehen.
selbst wenn der Tod, der Allesraffende, stets Wachsame, den Diademgeschmückten im Kampf beschützen sollte (Akk. + Konj. + Nom. + Nom.Bah. + 3.Sg.Opt. rakṣ- + Nom.Bah. + Lok. + Akk.)
so werde ich ihn dennoch, im Kampf ihm begegnend, erschlagen, oder ich werde auf Bhīṣmas Pfad zu Yama gehen (Adv. + Nom.Fut.Verb.+1.Sg.Präs. as- + Ger. i- + Lok. + 1.Sg.Fut. yā- + Konj. + Instr. + Dat.)
na tv evāhaṃ na gamiṣyāmi teṣāṃ madhye śūrāṇāṃ tat tathāhaṃ bravīmi mitradruho durbalabhaktayo ye pāpātmāno na mamaite sahāyāḥ
Doch gewiss werde ich nicht unterlassen, in die Mitte jener Helden zu gehen — so erkläre ich es. Wer Freunde verrät, nur den Schwachen ergeben, bösen Sinnes ist — solche sind nicht meine Gefährten.“
Wort für Wort
na tv evāhaṃ na gamiṣyāmi teṣāṃ madhye śūrāṇāṃ tat tathāhaṃ bravīmi
doch gewiss werde ich nicht unterlassen, in die Mitte jener Helden zu gehen — so erkläre ich es (Neg. + Konj.+Partikel+Nom. + Neg. + 1.Sg.Fut. gam- + Gen.Pl. + Lok. + Gen.Pl. + Akk. + Adv.+Nom. + 1.Sg.Präs. brū-)
mitradruho durbalabhaktayo ye pāpātmāno na mamaite sahāyāḥ
wer Freunde verrät, nur den Schwachen ergeben, bösen Sinnes ist — solche sind nicht meine Gefährten (Nom.Pl.Bah. + Nom.Pl.Bah. + Nom.Pl.Relativ + Nom.Pl.Bah. + Neg. + Gen.+Nom.Pl. + Nom.Pl.)
[Anm.: V.33 bildet eine Einheit; Abschluss von Karṇas langer Rede (CQ_CLOSE).]
Saṃjaya sprach: Er, nachdem er jenen vortrefflichen, festen, glückverheißenden Wagen bestiegen hatte, mit Deichsel, goldgeschmückt, prächtig, mit Banner versehen, mit den besten, windschnellen Pferden bespannt, fuhr aus zum Sieg.
Wort für Wort
saṃjaya uvāca
Saṃjaya sprach (Nom. + 3.Sg.Perf. vac-)
sa siddhimantaṃ ratham uttamaṃ dṛḍhaṃ sakūbaraṃ hemapariṣkṛtaṃ śubham
mit Banner versehen, mit den besten, windschnellen Pferden bespannt, nachdem er ihn bestiegen hatte, fuhr aus zum Sieg (Akk.Bah. + Instr.Pl.Bah. + Instr.Pl. + Akk.Past.Part. + Ger. sthā- + 3.Sg.Perf. yā- + Dat.)
[Anm.: V.34 bildet eine Einheit; Rückkehr zur reinen Erzählung Saṃjayas.]
Von den Kurus verehrt, der hochgesinnte Stier der Wagenkämpfer, von weißen Rossen gezogen, von furchtbarem Bogen, fuhr er da zum Schlachtfeld, dorthin, wo die Ruhestatt des Stieres der Bharatas war.
von den Kurus verehrt, der hochgesinnte Stier der Wagenkämpfer, von weißen Rossen gezogen (Nom.Präs.Part.Pass. + Instr.Pl. + Nom.Bah. + Nom. + Nom.Bah.)
fuhr er da zum Schlachtfeld, von furchtbarem Bogen, dorthin, wo die Ruhestatt des Stieres der Bharatas war (3.Sg.Perf. yā- + Adv.+Akk. + Nom.Bah. + Adv.Relativ+Nom. + Gen.)
Karṇa, auf seinem großen, wohlgepanzerten, mit Banner versehenen Wagen, geschmückt mit Gold, Perlen, Juwelen und Diamanten, mit edlen Rossen bespannt, wie eine Wolke dröhnend — erstrahlte wie die Sonne, von unermesslichem Glanz.
auf seinem großen, wohlgepanzerten, mit Banner versehenen Wagen, geschmückt mit Gold, Perlen, Juwelen und Diamanten (Instr.Bah. + Instr. + Instr.Bah. + Instr.Bah.)
Karṇa, mit edlen Rossen bespannt, wie eine Wolke dröhnend, wie die Sonne, von unermesslichem Glanz (Instr.Bah. + Instr. + Nom. + Instr.Bah. + Nom. + Partikel + Nom.Bah.)
[Anm.: V.36 bildet eine Einheit; Satz wird in V.37 fortgesetzt.]
hutāśanābhaḥ sa hutāśanaprabhe śubhaḥ śubhe vai svarathe dhanurdharaḥ sthito rarājādhirathir mahārathaḥ svayaṃ vimāne surarāḍ iva sthitaḥ
Er, feuerähnlich strahlend, der Bogenträger, prächtig, auf seinem eigenen prächtigen, feuerglänzenden Wagen stehend, der große Wagenkämpfer, der Sohn des Adhiratha, erstrahlte, wie der König der Götter selbst, in seinem Himmelswagen stehend.
Wort für Wort
hutāśanābhaḥ sa hutāśanaprabhe śubhaḥ śubhe vai svarathe dhanurdharaḥ
er, feuerähnlich strahlend, der Bogenträger, prächtig, auf seinem eigenen prächtigen, feuerglänzenden Wagen stehend (Nom.Bah. + Nom. + Lok.Bah. + Nom. + Lok. + Partikel + Lok. + Nom.)
stehend, erstrahlte der große Wagenkämpfer, der Sohn des Adhiratha, wie der König der Götter selbst, in seinem Himmelswagen stehend (Nom.Past.Part. + 3.Sg.Perf. rāj- + Nom. + Nom. + Adv. + Lok. + Nom. + Partikel + Nom.Past.Part.)
[Anm.: V.37 bildet eine Einheit; Abschluss des in V.36 begonnenen Satzes und Schlussvers des Kapitels.]