Kapitel 120
Arjunas erneuter Sturm auf Jayadratha, Duryodhanas Auftrag an Karṇa und dessen Antwort, und der gewaltige Zweikampf zwischen Karṇa und Arjuna
Nach dem Tod des Bhūriśravas drängt Arjuna Kṛṣṇa zur Eile, da die Sonne bereits sinkt. Duryodhana beauftragt Karṇa, Jayadratha bis Sonnenuntergang zu schützen, damit Arjuna sein Gelübde nicht erfüllen kann und sich selbst verbrennen muss; Karṇa verspricht sein Äußerstes, überlässt den Ausgang aber dem Schicksal. Es entbrennt ein gewaltiges Ringen: Kṛpa, dann die versammelten Kaurava-Helden umringen Arjuna, ein erbitterter Zweikampf zwischen Karṇa und Arjuna entspinnt sich, Karṇas Wagen wird kampfunfähig, Aśvatthāman nimmt ihn auf seinen eigenen Wagen, und Arjuna entfesselt schließlich eine gewaltige, allumfassende Pfeilwaffe gegen die anstürmenden Kuru-Krieger.
tadavasthe hate tasmin bhūriśravasi kaurave yathā bhūyo 'bhavad yuddhaṃ tan mamācakṣva saṃjaya
„Nachdem jener Kaurava Bhūriśravas, in solchem Zustand, erschlagen war, wie sich die Schlacht danach weiter entwickelte - das erzähle mir, oh Saṃjaya.“
Wort für Wort
tadavasthe hate tasmin bhūriśravasi kaurave
nachdem jener Kaurava Bhūriśravas, in solchem Zustand, erschlagen war (Lok.Sg.Kompos. + Lok.Sg.Part. + Lok.Sg. + Lok.Sg. + Lok.Sg.)
yathā bhūyo 'bhavad yuddhaṃ tan mamācakṣva saṃjaya
wie sich die Schlacht danach weiter entwickelte - das erzähle mir, oh Saṃjaya (Adv. + Adv. + Impf.3.Sg. + Nom.Sg. + Akk.Sg. + Gen.Sg. + Imper.2.Sg. + Vok.Sg.)
„Treibe die Pferde heftig an, oh Kṛṣṇa, dorthin, wo König Jayadratha ist; du solltest auch mein Gelübde zur Erfüllung bringen, oh Makelloser. Man hört, oh Lotosäugiger, dass man in drei Rechtsgrundsätzen wandelt; die Sonne, oh Gewaltig-Armiger, geht eilends unter.
treibe die Pferde heftig an, oh Kṛṣṇa, dorthin, wo König Jayadratha ist; du solltest auch mein Gelübde zur Erfüllung bringen (Imper.2.Sg. + Adv. + Vok.Sg. + Adv. + Nom.Sg. + Nom.Sg. + Akk.Sg. + Akk.Sg. + Partikel + Inf. + Präs.2.Sg. + Gen.Sg. + Vok.Sg.)
śrūyate puṇḍarīkākṣa triṣu dharmeṣu vartate astam eti mahābāho tvaramāṇo divākaraḥ
man hört, oh Lotosäugiger, dass man in drei Rechtsgrundsätzen wandelt; die Sonne geht eilends unter, oh Gewaltig-Armiger (Präs.Pass.3.Sg. + Vok.Sg. + Lok.Pl. + Lok.Pl. + Präs.Med.3.Sg. + Akk.Sg. + Präs.3.Sg. + Vok.Sg. + Nom.Sg.Präs.Part. + Nom.Sg.)
[Anm.: Die genaue Bedeutung von triṣu dharmeṣu vartate (man wandelt in drei Dharma-Regeln) bleibt in diesem Kontext unklar; möglicherweise eine Anspielung auf eine Dreiteilung rechten Verhaltens, deren Bezug hier nicht eindeutig ist.]
Denn dies, oh Tiger unter den Männern, ist eine große Aufgabe, die ich unternommen habe, und eben er [Jayadratha] wird von den großen Wagenkämpfern des Kuru-Heeres beschützt.
denn dies, oh Tiger unter den Männern, ist eine große Aufgabe, die ich unternommen habe (Nom.Sg. + Partikel + Vok.Sg.Kompos. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Part. + Instr.Sg. + Nom.Sg.)
saṃrakṣyate caiṣa kurusenāmahārathaiḥ
und eben er wird von den großen Wagenkämpfern des Kuru-Heeres beschützt (Präs.Pass.3.Sg. + Partikel + Nom.Sg. + Instr.Pl.Kompos.)
Als Jayadrathas Tod nahe bevorstand, blickten die beiden Heerlager der Kurus und Pāṇḍavas lächelnd zueinander auf, wie eine reife und eine junge Braut.
Wort für Wort
jayadrathavadhe prāpte tāv ubhau kurupāṇḍavau
als Jayadrathas Tod nahe bevorstand, die beiden Heerlager der Kurus und Pāṇḍavas (Lok.Sg.Kompos. + Lok.Sg.Part. + Nom.Dual. + Nom.Dual. + Nom.Dual.Kompos.)
sasmitau samudekṣetāṃ prauḍhā bālā vadhūr iva
blickten lächelnd zueinander auf, wie eine reife und eine junge Braut (Nom.Dual.Kompos. + Impf.Med.3.Dual + Nom.Sg. + Nom.Sg. + Nom.Sg. + Partikel)
[Anm.: Die genauen Referenten von tāv ubhau kurupāṇḍavau (die beiden Kuru-und-Pāṇḍava) - vermutlich die beiden gegnerischen Heerlager insgesamt, weniger wahrscheinlich zwei einzelne Personen - sowie die genaue Bildlichkeit des Vergleichs mit einer reifen und einer jungen Braut bleiben in dieser knappen Apparatus-Einlage nicht restlos eindeutig.]
Ihm, dem mit unfehlbaren Pfeilen Heranziehenden, wie von auffliegenden Vögeln begleitet, eilten, oh Großkönig, die Heerführer entgegen.
Wort für Wort
taṃ prayāntam amogheṣum utpatadbhir ivāśugaiḥ
ihm, dem mit unfehlbaren Pfeilen Heranziehenden, wie von auffliegenden Vögeln begleitet (Akk.Sg. + Akk.Sg.Präs.Part. + Akk.Sg.Kompos. + Instr.Pl.Präs.Part. + Partikel + Instr.Pl.)
blickte er ihn mit vor Zorn glühenden Augen an, ihn gleichsam verbrennend (Instr.Dual. + Instr.Dual.Kompos. + Impf.3.Sg. + Nom.Sg.Präs.Part. + Partikel)
tato duryodhano rājā rādheyaṃ tvarito 'bravīt amānuṣāṇi karmāṇi kurvantau puruṣarṣabhau satyakaṃ bhīmasenaṃ ca yattau tau darśayann iva arjunaṃ vīkṣya saṃyāntaṃ jayadratharathaṃ prati uvāca rājan putras te karṇaṃ rājā suyodhanaḥ
Da sprach König Duryodhana hastig zu Rādheya [Karṇa], als er Arjuna, gleichsam Satyaka [Sātyaki] und Bhīmasena in ihren übermenschlichen, eifrigen Taten nacheifernd, auf Jayadrathas Wagen zueilen sah - dein Sohn, König Suyodhana, sprach, oh König, zu Karṇa:
Wort für Wort
tato duryodhano rājā rādheyaṃ tvarito 'bravīt amānuṣāṇi karmāṇi kurvantau puruṣarṣabhau
da sprach König Duryodhana hastig zu Rādheya, übermenschliche Taten vollbringend, die beiden Stiere unter den Männern (Adv. + Nom.Sg. + Nom.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg.Part. + Impf.3.Sg. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Nom.Dual.Präs.Part. + Nom.Dual.Kompos.)
satyakaṃ bhīmasenaṃ ca yattau tau darśayann iva arjunaṃ vīkṣya saṃyāntaṃ jayadratharathaṃ prati uvāca rājan putras te karṇaṃ rājā suyodhanaḥ
gleichsam Satyaka und Bhīmasena, den beiden eifrigen, nacheifernd, als er Arjuna auf Jayadrathas Wagen zueilen sah - dein Sohn, König Suyodhana, sprach, oh König, zu Karṇa (Akk.Sg. + Akk.Sg. + Partikel + Akk.Dual.Part. + Akk.Dual. + Nom.Sg.Präs.Part. + Partikel + Akk.Sg. + Ger. + Akk.Sg.Präs.Part. + Akk.Sg.Kompos. + Adv. + Impf.3.Sg. + Vok.Sg. + Nom.Sg. + Gen.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg. + Nom.Sg.)
ayaṃ sa vaikartana yuddhakālo vidarśayasvātmabalaṃ mahātman yathā na vadhyeta raṇe 'rjunena jayadrathaḥ karṇa tathā kuruṣva
„Dies ist die Stunde des Kampfes, oh Vaikartana, zeige deine eigene Kraft, oh Hochgesinnter; so handle, oh Karṇa, dass Jayadratha im Kampf nicht von Arjuna erschlagen werde.
Wort für Wort
ayaṃ sa vaikartana yuddhakālo vidarśayasvātmabalaṃ mahātman
dies ist die Stunde des Kampfes, oh Vaikartana, zeige deine eigene Kraft, oh Hochgesinnter (Nom.Sg. + Nom.Sg. + Vok.Sg. + Nom.Sg.Kompos. + Imper.Med.2.Sg. + Akk.Sg.Kompos. + Vok.Sg.)
yathā na vadhyeta raṇe 'rjunena jayadrathaḥ karṇa tathā kuruṣva
so handle, oh Karṇa, dass Jayadratha im Kampf nicht von Arjuna erschlagen werde (Adv. + Neg. + Opt.Pass.3.Sg. + Lok.Sg. + Instr.Sg. + Nom.Sg. + Vok.Sg. + Adv. + Imper.Med.2.Sg.)
Wenig vom Tag ist noch übrig, oh Heldenmann; vernichte heute den Feind mit Pfeilschwärmen; wenn der Tag zu Ende geht, oh bester der Männer, wird uns, oh Karṇa, gewiss der Sieg gehören.
wenig vom Tag ist noch übrig, oh Heldenmann; vernichte heute den Feind mit Pfeilschwärmen (Nom.Sg.Kompos. + Akk.Sg. + Vok.Sg.Kompos. + Imper.Med.2.Sg. + Adv. + Akk.Sg. + Instr.Pl.Kompos.)
dinakṣayaṃ prāpya narapravīra dhruvaṃ hi naḥ karṇa jayo bhaviṣyati
wenn der Tag zu Ende geht, oh bester der Männer, wird uns, oh Karṇa, gewiss der Sieg gehören (Akk.Sg.Kompos. + Ger. + Vok.Sg.Kompos. + Adv. + Partikel + Gen.Pl. + Vok.Sg. + Nom.Sg. + Fut.3.Sg.)
anarjunāyāṃ ca bhuvi muhūrtam api mānada jīvituṃ notsaheran vai bhrātaro 'sya sahānugāḥ
Und auf einer Arjuna-losen Erde könnten, oh Ehrenwerter, seine Brüder samt ihrem Gefolge nicht einmal einen Augenblick lang zu leben ertragen.
Wort für Wort
anarjunāyāṃ ca bhuvi muhūrtam api mānada
und auf einer Arjuna-losen Erde, oh Ehrenwerter, nicht einmal einen Augenblick lang (Lok.Sg.Kompos. + Partikel + Lok.Sg. + Akk.Sg. + Partikel + Vok.Sg.)
jīvituṃ notsaheran vai bhrātaro 'sya sahānugāḥ
könnten seine Brüder samt ihrem Gefolge zu leben nicht ertragen (Inf. + Neg.Opt.3.Pl. + Partikel + Nom.Pl. + Gen.Sg. + Nom.Pl.Kompos.)
daivenopahataḥ pārtho viparītaś ca mānada kāryākāryam ajānan vai pratijñāṃ kṛtavān raṇe
Vom Schicksal getroffen und in die Irre geführt, oh Ehrenwerter, hat der Pārtha, ohne zu wissen, was zu tun und was zu lassen ist, dieses Gelübde im Kampf abgelegt.
Wort für Wort
daivenopahataḥ pārtho viparītaś ca mānada
vom Schicksal getroffen und in die Irre geführt, oh Ehrenwerter, der Pārtha (Instr.Sg.Part. + Nom.Sg. + Nom.Sg. + Partikel + Vok.Sg.)
kāryākāryam ajānan vai pratijñāṃ kṛtavān raṇe
hat, ohne zu wissen, was zu tun und was zu lassen ist, dieses Gelübde im Kampf abgelegt (Akk.Sg.Kompos. + Nom.Sg.Präs.Part. + Partikel + Akk.Sg. + Nom.Sg.Part. + Lok.Sg.)
sa tvaṃ karṇa mayā sārdhaṃ śūraiś cānyair mahārathaiḥ drauṇinā tvaṃ hi sahito madreśena kṛpeṇa ca yudhyasva yatnam āsthāya paraṃ pārthena saṃyuge
Du also, oh Karṇa, mit mir zusammen und mit anderen tapferen Wagenkämpfern, mit Drauṇi vereint, mit dem Madra-Herrscher und mit Kṛpa - kämpfe mit höchster Anstrengung gegen den Pārtha im Kampf!“
Wort für Wort
sa tvaṃ karṇa mayā sārdhaṃ śūraiś cānyair mahārathaiḥ
du also, oh Karṇa, mit mir zusammen und mit anderen tapferen Wagenkämpfern (Nom.Sg. + Nom.Sg. + Vok.Sg. + Instr.Sg. + Adv. + Instr.Pl. + Partikel + Instr.Pl. + Instr.Pl.)
drauṇinā tvaṃ hi sahito madreśena kṛpeṇa ca yudhyasva yatnam āsthāya paraṃ pārthena saṃyuge
mit Drauṇi vereint, mit dem Madra-Herrscher und mit Kṛpa - kämpfe mit höchster Anstrengung gegen den Pārtha im Kampf (Instr.Sg. + Nom.Sg. + Partikel + Nom.Sg.Part. + Instr.Sg.Kompos. + Instr.Sg. + Partikel + Imper.Med.2.Sg. + Akk.Sg. + Ger. + Akk.Sg. + Instr.Sg. + Lok.Sg.)
[doch] mit dem Gedanken ‚ich muss standhalten‘ bleibe ich nun im Kampf, oh Ehrenwerter; kein Glied an mir regt sich, so gepeinigt bin ich von den Pfeilen im Kampf,
Wort für Wort
sthātavyam iti tiṣṭhāmi raṇe saṃprati mānada
mit dem Gedanken ich muss standhalten bleibe ich nun im Kampf, oh Ehrenwerter (Nom.Sg.Ger. + Partikel + Präs.1.Sg. + Lok.Sg. + Adv. + Vok.Sg.)
naivāṅgam iṅgati kiṃ cin me saṃtaptasya raṇeṣubhiḥ
kein Glied an mir regt sich, so gepeinigt bin ich von den Pfeilen im Kampf (Neg.Nom.Sg. + Präs.3.Sg. + Partikel + Partikel + Gen.Sg. + Gen.Sg.Part. + Instr.Pl.Kompos.)
yotsyāmi tu tathā rājañ śaktyāhaṃ parayā raṇe tad yathā prayatiṣye 'haṃ paraṃ śaktyā suyodhana yathā pāṇḍavamukhyo 'sau na haniṣyati saindhavam
doch werde ich so kämpfen, oh König, mit meiner höchsten Kraft im Kampf; ich werde mich mit äußerster Kraft bemühen, oh Suyodhana, dass jener Erste der Pāṇḍavas Saindhava nicht erschlägt.
Wort für Wort
yotsyāmi tu tathā rājañ śaktyāhaṃ parayā raṇe
doch werde ich so kämpfen, oh König, mit meiner höchsten Kraft im Kampf (Fut.1.Sg. + Partikel + Adv. + Vok.Sg. + Instr.Sg.Kompos. + Instr.Sg. + Lok.Sg.)
tad yathā prayatiṣye 'haṃ paraṃ śaktyā suyodhana yathā pāṇḍavamukhyo 'sau na haniṣyati saindhavam
ich werde mich mit äußerster Kraft bemühen, oh Suyodhana, dass jener Erste der Pāṇḍavas Saindhava nicht erschlägt (Adv. + Fut.Med.1.Sg. + Nom.Sg. + Akk.Sg. + Instr.Sg. + Vok.Sg. + Adv. + Nom.Sg.Kompos. + Nom.Sg. + Neg. + Fut.3.Sg. + Akk.Sg.)
na hi me yudhyamānasya sāyakāṃś cāsyataḥ śitān saindhavaṃ prāpsyate vīraḥ savyasācī dhanaṃjayaḥ
Denn solange ich kämpfe und scharfe Pfeile abschieße, wird der Held Savyasācin, Dhanaṃjaya, Saindhava nicht erreichen.
Wort für Wort
na hi me yudhyamānasya sāyakāṃś cāsyataḥ śitān
denn solange ich kämpfe und scharfe Pfeile abschieße (Neg. + Partikel + Gen.Sg. + Gen.Sg.Präs.Part. + Akk.Pl. + Partikel + Nom.Sg.Präs.Part. + Akk.Pl.)
saindhavaṃ prāpsyate vīraḥ savyasācī dhanaṃjayaḥ
wird der Held Savyasācin, Dhanaṃjaya, Saindhava nicht erreichen (Akk.Sg. + Fut.Med.3.Sg. + Nom.Sg. + Nom.Sg. + Nom.Sg.)
Was aber von einem Fähigen, stets zum Wohle Handelnden zu tun ist, das werde ich tun, oh Kauravya; der Sieg jedoch beruht auf dem Schicksal. Um Saindhavas willen werde ich heute im Kampf höchste Mühe aufwenden; um deinetwillen, oh Großkönig - doch der Sieg beruht auf dem Schicksal.
Wort für Wort
yat tu śaktimatā kāryaṃ satataṃ hitakāriṇā tat kariṣyāmi kauravya
was aber von einem Fähigen, stets zum Wohle Handelnden zu tun ist, das werde ich tun, oh Kauravya (Akk.Sg. + Partikel + Instr.Sg. + Nom.Sg. + Adv. + Instr.Sg. + Akk.Sg. + Fut.1.Sg. + Vok.Sg.)
der Sieg beruht auf dem Schicksal; um Saindhavas willen werde ich heute im Kampf höchste Mühe aufwenden; um deinetwillen, oh Großkönig - doch der Sieg beruht auf dem Schicksal (Nom.Sg. + Lok.Sg. + Nom.Sg.Part. + Lok.Sg.Kompos. + Akk.Sg. + Akk.Sg. + Fut.1.Sg. + Adv. + Lok.Sg. + Akk.Sg.Kompos. + Vok.Sg. + Nom.Sg. + Lok.Sg. + Nom.Sg.Part.)
Heute werde ich, auf meine eigene Manneskraft gestützt, gegen Arjuna kämpfen, um deinetwillen, oh Tiger unter den Männern - doch der Sieg beruht auf dem Schicksal.
heute werde ich, auf meine eigene Manneskraft gestützt, gegen Arjuna kämpfen (Adv. + Fut.Med.1.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg. + Akk.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg.Part.)
tvadarthaṃ puruṣavyāghra jayo daive pratiṣṭhitaḥ
um deinetwillen, oh Tiger unter den Männern - doch der Sieg beruht auf dem Schicksal (Akk.Sg.Kompos. + Vok.Sg.Kompos. + Nom.Sg. + Lok.Sg. + Nom.Sg.Part.)
adya yuddhaṃ kuruśreṣṭha mama pārthasya cobhayoḥ paśyantu sarvabhūtāni dāruṇaṃ lomaharṣaṇam
Heute mögen, oh Bester der Kurus, alle Wesen den fürchterlichen, haarsträubenden Kampf zwischen mir und dem Pārtha, uns beiden, mit ansehen!“
Wort für Wort
adya yuddhaṃ kuruśreṣṭha mama pārthasya cobhayoḥ
heute, oh Bester der Kurus, den Kampf zwischen mir und dem Pārtha, uns beiden (Adv. + Akk.Sg. + Vok.Sg.Kompos. + Gen.Sg. + Gen.Sg. + Partikel + Gen.Dual.)
paśyantu sarvabhūtāni dāruṇaṃ lomaharṣaṇam
mögen alle Wesen den fürchterlichen, haarsträubenden [Kampf] mit ansehen (Imper.3.Pl. + Nom.Pl. + Akk.Sg. + Akk.Sg.Kompos.)
hatabhūyiṣṭhayodhaṃ tat kṛtvā tava balaṃ balī āsasāda durādharṣaḥ saindhavaṃ satyavikramaḥ
Nachdem der Starke, der Unbezwingbare, von wahrhafter Tapferkeit, dein Heer zum größten Teil der Kämpfer beraubt hatte, näherte er sich Saindhava.
Wort für Wort
hatabhūyiṣṭhayodhaṃ tat kṛtvā tava balaṃ balī
nachdem der Starke dein Heer zum größten Teil der Kämpfer beraubt hatte (Akk.Sg.Kompos. + Akk.Sg. + Ger. + Gen.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg.)
āsasāda durādharṣaḥ saindhavaṃ satyavikramaḥ
näherte sich der Unbezwingbare, von wahrhafter Tapferkeit, Saindhava (Perf.3.Sg. + Nom.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg.Kompos.)
[Anm.: Dieser Vers (hatabhūyiṣṭhayodhaṃ...) wird im Sanskrit-Apparatus bei Vers 057 nahezu wortgleich wiederholt, was vermutlich eine erneute, zweite Annäherung an Saindhava nach zwischenzeitlichem Kampfgeschehen markiert.]
duryodhanaś ca karṇaś ca vṛṣaseno 'tha madrarāṭ aśvatthāmā kṛpaś caiva svayam eva ca saindhavaḥ
Duryodhana, Karṇa, Vṛṣasena, dazu der Madra-König, Aśvatthāman, Kṛpa und Saindhava selbst -
Wort für Wort
duryodhanaś ca karṇaś ca vṛṣaseno 'tha madrarāṭ
Duryodhana, Karṇa, Vṛṣasena, dazu der Madra-König (Nom.Sg. + Partikel + Nom.Sg. + Partikel + Nom.Sg. + Adv. + Nom.Sg.Kompos.)
aśvatthāmā kṛpaś caiva svayam eva ca saindhavaḥ
Aśvatthāman, Kṛpa und Saindhava selbst (Nom.Sg. + Nom.Sg. + Partikel + Adv. + Partikel + Partikel + Nom.Sg.)
[Anm.: Diese Kriegerliste wiederholt wortgleich jene aus Vers 008 (Einheit 9) und markiert im Apparatus offenbar einen erneuten, gemeinsamen Ansturm derselben Krieger auf Arjuna.]
erregt, umringten sie um Saindhavas willen den Kirīṭin, der auf den Wagenpfaden gleichsam tanzte, begleitet vom Klang der Bogensehne auf der Handfläche.
Wort für Wort
saṃrabdhāḥ saindhavasyārthe samāvṛṇvan kirīṭinam
erregt umringten sie um Saindhavas willen den Kirīṭin (Nom.Pl.Part. + Gen.Sg.Kompos. + Impf.3.Pl. + Akk.Sg.)
nṛtyantaṃ rathamārgeṣu dhanurjyātalanisvanaiḥ
der auf den Wagenpfaden tanzte, begleitet vom Klang der Bogensehne auf der Handfläche (Akk.Sg.Präs.Part. + Lok.Pl.Kompos. + Instr.Pl.Kompos.)
Der im Kampf Unbezwingbare, der Kirīṭin, zerteilte diese abgeschossenen, herangeflogenen Pfeile jeden einzeln in zwei, drei oder acht Teile und durchbohrte im Kampf jene [Krieger].
Wort für Wort
tān astān asyamānāṃś ca kirīṭī yuddhadurmadaḥ
der im Kampf Unbezwingbare, der Kirīṭin, diese abgeschossenen, herangeflogenen Pfeile (Akk.Pl. + Akk.Pl.Part. + Akk.Pl.Präs.Part. + Partikel + Nom.Sg. + Nom.Sg.Kompos.)
sa viddhvā daśabhiḥ pārthaṃ vāsudevaṃ ca saptabhiḥ atiṣṭhad rathamārgeṣu saindhavaṃ paripālayan
Nachdem er den Pārtha mit zehn und Vāsudeva mit sieben Pfeilen durchbohrt hatte, hielt er auf den Wagenpfaden stand, Saindhava beschützend.
Wort für Wort
sa viddhvā daśabhiḥ pārthaṃ vāsudevaṃ ca saptabhiḥ
nachdem er den Pārtha mit zehn und Vāsudeva mit sieben Pfeilen durchbohrt hatte (Nom.Sg. + Ger. + Instr.Pl. + Akk.Sg. + Akk.Sg. + Partikel + Instr.Pl.)
atiṣṭhad rathamārgeṣu saindhavaṃ paripālayan
hielt er auf den Wagenpfaden stand, Saindhava beschützend (Impf.3.Sg. + Lok.Pl.Kompos. + Akk.Sg. + Nom.Sg.Präs.Part.)
ta enam abhinardanto vidhunvānā dhanūṃṣi ca siṣicur mārgaṇair ghorair giriṃ meghā ivāmbubhiḥ
Ihn anbrüllend und ihre Bögen schwingend, übergossen sie ihn mit furchtbaren Pfeilen, wie Wolken einen Berg mit Wasser.
Wort für Wort
ta enam abhinardanto vidhunvānā dhanūṃṣi ca
ihn anbrüllend und ihre Bögen schwingend (Nom.Pl. + Akk.Sg. + Nom.Pl.Präs.Part. + Nom.Pl.Präs.Part. + Akk.Pl. + Partikel)
siṣicur mārgaṇair ghorair giriṃ meghā ivāmbubhiḥ
übergossen sie ihn mit furchtbaren Pfeilen, wie Wolken einen Berg mit Wasser (Perf.3.Pl. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Akk.Sg. + Nom.Pl. + Partikel + Instr.Pl.)
te mahāstrāṇi divyāni tatra rājan vyadarśayan dhanaṃjayasya gātreṣu śūrāḥ parighabāhavaḥ nivārya tāñ śaravrātair divyāny astrāṇi darśayan
Dort, oh König, zeigten die Helden mit keulengleichen Armen große göttliche Astras gegen Dhanaṃjayas Glieder; er aber wehrte sie mit Pfeilschwärmen ab und zeigte [seinerseits] göttliche Astras.
Wort für Wort
te mahāstrāṇi divyāni tatra rājan vyadarśayan dhanaṃjayasya gātreṣu śūrāḥ parighabāhavaḥ
dort, oh König, zeigten die Helden mit keulengleichen Armen große göttliche Astras gegen Dhanaṃjayas Glieder (Nom.Pl. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Adv. + Vok.Sg. + Impf.3.Pl. + Gen.Sg. + Lok.Pl. + Nom.Pl. + Nom.Pl.Kompos.)
nivārya tāñ śaravrātair divyāny astrāṇi darśayan
er aber wehrte sie mit Pfeilschwärmen ab und zeigte göttliche Astras (Ger. + Akk.Pl. + Instr.Pl.Kompos. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Nom.Sg.Präs.Part.)
hatabhūyiṣṭhayodhaṃ tat kṛtvā tava balaṃ balī āsasāda durādharṣaḥ saindhavaṃ satyavikramaḥ
Nachdem der Starke, der Unbezwingbare, von wahrhafter Tapferkeit, dein Heer zum größten Teil der Kämpfer beraubt hatte, näherte er sich abermals Saindhava.
Wort für Wort
hatabhūyiṣṭhayodhaṃ tat kṛtvā tava balaṃ balī
nachdem der Starke dein Heer zum größten Teil der Kämpfer beraubt hatte (Akk.Sg.Kompos. + Akk.Sg. + Ger. + Gen.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg.)
āsasāda durādharṣaḥ saindhavaṃ satyavikramaḥ
näherte sich abermals der Unbezwingbare, von wahrhafter Tapferkeit, Saindhava (Perf.3.Sg. + Nom.Sg. + Akk.Sg. + Nom.Sg.Kompos.)
[Anm.: Dieser Vers wiederholt fast wortgleich Einheit 38 (Vers 037) und markiert im Apparatus offenbar eine erneute Annäherung Arjunas an Saindhava nach dem zwischenzeitlichen Astra-Wechsel.]
Ihn, den Sūta-Sohn, durchbohrte der gewaltig-armige Pārtha mit zehn Pfeilen auf dem Kampfplatz, vor den Augen des ganzen Heeres.
Wort für Wort
taṃ pārtho daśabhir bāṇaiḥ pratyavidhyad raṇājire
ihn durchbohrte der Pārtha mit zehn Pfeilen auf dem Kampfplatz (Akk.Sg. + Nom.Sg. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Impf.3.Sg. + Lok.Sg.)
sūtaputraṃ mahābāhuḥ sarvasainyasya paśyataḥ
den gewaltig-armige [Pārtha durchbohrte] den Sūta-Sohn, vor den Augen des ganzen Heeres (Akk.Sg.Kompos. + Nom.Sg.Kompos. + Gen.Sg.Kompos. + Gen.Sg.Präs.Part.)
tān karṇaḥ prativivyādha ṣaṣṭyā ṣaṣṭyā mahārathaḥ tad yuddham abhavad rājan karṇasya bahubhiḥ saha
Sie durchbohrte Karṇa, der große Wagenkämpfer, mit je sechzig Pfeilen zurück; das war der Kampf Karṇas gegen viele zugleich, oh König.
Wort für Wort
tān karṇaḥ prativivyādha ṣaṣṭyā ṣaṣṭyā mahārathaḥ
sie durchbohrte Karṇa, der große Wagenkämpfer, mit je sechzig [Pfeilen] zurück (Akk.Pl. + Nom.Sg. + Perf.3.Sg. + Instr.Sg. + Instr.Sg. + Nom.Sg.Kompos.)
tad yuddham abhavad rājan karṇasya bahubhiḥ saha
das war der Kampf Karṇas gegen viele zugleich, oh König (Nom.Sg. + Nom.Sg. + Impf.3.Sg. + Vok.Sg. + Gen.Sg. + Instr.Pl. + Adv.)
An allen Gliedern blutbefleckt, durchbohrte der glanzvolle Sūta-Sohn, der Held, seinerseits Phalguna mit fünfzig Pfeilen; als Arjuna diese Behändigkeit sah, ertrug er es im Kampf nicht.
Da ergriff der glanzvolle Sūta-Sohn einen anderen Bogen und überdeckte den Pāṇḍava mit vieltausend Pfeilen; diesen unvergleichlichen, von Karṇas Bogen ausgehenden Waffenregen zerstreute der Pārtha mit seinen Pfeilen, wie der Wind Heuschrecken. Da überdeckte auch Arjuna im Kampf, vor den Augen aller Krieger seine Geschicklichkeit der Hand erweisend, seinerseits [Karṇa] mit Pfeilen.
da ergriff der glanzvolle Sūta-Sohn einen anderen Bogen und überdeckte den Pāṇḍava mit vieltausend Pfeilen (Adv. + Akk.Sg. + Ger. + Nom.Sg. + Nom.Sg. + Instr.Pl. + Instr.Pl.Kompos. + Perf.3.Sg. + Akk.Sg.)
diesen unvergleichlichen, von Karṇas Bogen ausgehenden Waffenregen zerstreute der Pārtha mit seinen Pfeilen, wie der Wind Heuschrecken; da überdeckte auch Arjuna im Kampf, vor den Augen aller Krieger seine Geschicklichkeit der Hand erweisend, seinerseits mit Pfeilen (Akk.Sg. + Akk.Sg.Kompos. + Akk.Sg. + Akk.Sg.Kompos. + Impf.3.Sg. + Instr.Pl. + Nom.Sg. + Akk.Pl. + Partikel + Nom.Sg. + Perf.3.Sg. + Partikel + Adv. + Instr.Pl. + Nom.Sg. + Lok.Sg. + Gen.Pl. + Gen.Pl. + Nom.Sg.Präs.Part. + Akk.Sg.Kompos.)
[Anm.: Der Apparatus enthält an dieser Stelle eine zusätzliche, fragmentarische, mit **** **** als unleserlich/verloren markierte Zeilenvariante (etwa: der Löwe unter den Männern, der große Wagenkämpfer, ließ scharfe Pfeile niederregnen), deren genauer Bezug unklar bleibt und die hier ausgelassen wird.]
tau vṛṣāv iva nardantau narasiṃhau mahārathau sāyakaughapraticchannaṃ cakratuḥ kham ajihmagaiḥ adṛśyau ca śaraughais tau nighnatām itaretaram
Die beiden, wie brüllende Stiere, die beiden Löwen unter den Männern, die großen Wagenkämpfer, machten mit ihren geraden Pfeilen den Himmel von Pfeilschwärmen verdeckt; unsichtbar wurden die beiden durch die Pfeilschwärme, während sie einander bekämpften.
Wort für Wort
tau vṛṣāv iva nardantau narasiṃhau mahārathau sāyakaughapraticchannaṃ cakratuḥ kham ajihmagaiḥ
die beiden, wie brüllende Stiere, die beiden Löwen unter den Männern, die großen Wagenkämpfer, machten mit ihren geraden Pfeilen den Himmel von Pfeilschwärmen verdeckt (Nom.Dual. + Nom.Dual. + Partikel + Nom.Dual.Präs.Part. + Nom.Dual.Kompos. + Nom.Dual.Kompos. + Akk.Sg.Kompos. + Perf.3.Dual. + Akk.Sg. + Instr.Pl.)
adṛśyau ca śaraughais tau nighnatām itaretaram
unsichtbar wurden die beiden durch die Pfeilschwärme, während sie einander bekämpften (Nom.Dual. + Partikel + Instr.Pl.Kompos. + Nom.Dual. + Gen.Pl.Präs.Part. + Akk.Sg.)
‚Ich bin Pārtha, halte stand!‘ - ‚Ich bin Karṇa, halte stand, Phalguna!‘ - so einander verhöhnend, stachen die beiden sich mit wortscharfen Pfeilspitzen.
ich bin Pārtha, halte stand! - Ich bin Karṇa, halte stand, Phalguna! (Nom.Sg. + Nom.Sg. + Präs.1.Sg. + Imper.2.Sg. + Nom.Sg. + Nom.Sg. + Nom.Sg. + Imper.2.Sg. + Vok.Sg.)
ity evaṃ tarjayantau tau vākśalyais tudatāṃ tathā
so einander verhöhnend, stachen die beiden sich mit wortscharfen Pfeilspitzen (Partikel + Adv. + Nom.Dual.Präs.Part. + Nom.Dual. + Instr.Pl.Kompos. + Präs.3.Dual. + Adv.)
yudhyetāṃ samare vīrau citraṃ laghu ca suṣṭhu ca prekṣaṇīyau cābhavatāṃ sarvayodhasamāgame
Die beiden Helden kämpften im Kampf wunderbar, geschickt und trefflich, und wurden zu einem Schauspiel bei der ganzen Versammlung der Krieger.
Wort für Wort
yudhyetāṃ samare vīrau citraṃ laghu ca suṣṭhu ca
die beiden Helden kämpften im Kampf wunderbar, geschickt und trefflich (Präs.Opt.3.Dual. + Lok.Sg. + Nom.Dual. + Adv. + Adv. + Partikel + Adv. + Partikel)
prekṣaṇīyau cābhavatāṃ sarvayodhasamāgame
und wurden zu einem Schauspiel bei der ganzen Versammlung der Krieger (Nom.Dual. + Partikel + Impf.3.Dual. + Lok.Sg.Kompos.)
Da sprach Duryodhana, oh König, zu den Deinigen: „Beschützt Rādheya mit Sorgfalt - ‚ohne Arjuna im Kampf erschlagen zu haben, wird Rādheya nicht umkehren‘, so hat mir der Stier [Karṇa] gesagt.“
Wort für Wort
tato duryodhano rājaṃs tāvakān abhyabhāṣata
da sprach Duryodhana, oh König, zu den Deinigen (Adv. + Nom.Sg. + Vok.Sg. + Akk.Pl. + Impf.3.Sg.)
beschützt Rādheya mit Sorgfalt - ohne Arjuna im Kampf erschlagen zu haben, wird Rādheya nicht umkehren, so hat mir der Stier gesagt (Nom.Pl.Part. + Imper.2.Pl. + Akk.Sg. + Neg.Ger. + Lok.Sg. + Akk.Sg. + Fut.3.Sg. + Nom.Sg. + Partikel + Akk.Sg. + Nom.Sg.Part. + Nom.Sg.)
In diesem Augenblick, oh König, sandte er, Karṇas Tapferkeit sehend, mit bis ans Ohr gezogenen Pfeilen Karṇas vier Rosse mit vier trefflichen Pfeilen in die Welt des Todes.
Wort für Wort
etasminn antare rājan dṛṣṭvā karṇasya vikramam
in diesem Augenblick, oh König, Karṇas Tapferkeit sehend (Lok.Sg. + Lok.Sg. + Vok.Sg. + Ger. + Gen.Sg. + Akk.Sg.)
sandte er mit bis ans Ohr gezogenen Pfeilen Karṇas vier Rosse mit vier trefflichen Pfeilen in die Welt des Todes (Instr.Pl.Kompos. + Instr.Pl. + Gen.Sg. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Impf.3.Sg. + Dat.Sg.Kompos. + Instr.Pl. + Instr.Pl.Kompos.)
madrarājas tu kaunteyam avidhyat triṃśatā śaraiḥ āvavre 'rjunamārgaṃ ca śarajālena bhārata śāradvatas tu viṃśatyā vāsudevaṃ samārpayat dhanaṃjayaṃ dvādaśabhir ājaghāna śilīmukhaiḥ
Der Madra-König aber durchbohrte den Kaunteya mit dreißig Pfeilen und versperrte, oh Bhārata, mit einem Pfeilnetz Arjunas Weg; der Śāradvata [Kṛpa] aber traf Vāsudeva mit zwanzig und Dhanaṃjaya mit zwölf trefflichen Pfeilen.
Wort für Wort
madrarājas tu kaunteyam avidhyat triṃśatā śaraiḥ āvavre 'rjunamārgaṃ ca śarajālena bhārata
der Madra-König aber durchbohrte den Kaunteya mit dreißig Pfeilen und versperrte, oh Bhārata, mit einem Pfeilnetz Arjunas Weg (Nom.Sg.Kompos. + Partikel + Akk.Sg. + Impf.3.Sg. + Instr.Sg. + Instr.Pl. + Perf.3.Sg. + Akk.Sg.Kompos. + Partikel + Instr.Sg.Kompos. + Vok.Sg.)
śāradvatas tu viṃśatyā vāsudevaṃ samārpayat dhanaṃjayaṃ dvādaśabhir ājaghāna śilīmukhaiḥ
der Śāradvata aber traf Vāsudeva mit zwanzig und Dhanaṃjaya mit zwölf trefflichen Pfeilen (Nom.Sg. + Partikel + Instr.Sg. + Akk.Sg. + Impf.3.Sg. + Akk.Sg. + Instr.Pl. + Perf.3.Sg. + Instr.Pl.)
Da entfesselte Arjuna eine Waffe mit allseitigem Pfeilstrom, die Dhārtarāṣṭras in Schrecken versetzend; ihm, dem Sohn des Pāṇḍu, zogen die Kurus entgegen und ließen mit ihren kostbaren Wagen Pfeilregen niederprasseln.
ihm, dem Sohn des Pāṇḍu, zogen die Kurus entgegen und ließen mit ihren kostbaren Wagen Pfeilregen niederprasseln (Akk.Sg. + Perf.3.Pl. + Nom.Pl. + Akk.Sg.Kompos. + Instr.Pl. + Instr.Pl. + Akk.Pl.Kompos. + Impf.3.Pl.)
tatas tu tasmiṃs tumule samutthite sudāruṇe bhārata mohanīye nāmuhyata prāpya sa rājaputraḥ kirīṭamālī visṛjan pṛṣatkān
Als sich dann jener überaus furchtbare, betäubende Tumult erhoben hatte, oh Bhārata, geriet jener Königssohn, der Kirīṭamālin [Arjuna], selbst in dessen Mitte, nicht in Betäubung, und schoss Pfeile ab.
Wort für Wort
tatas tu tasmiṃs tumule samutthite sudāruṇe bhārata mohanīye
als sich dann jener überaus furchtbare, betäubende Tumult erhoben hatte, oh Bhārata (Adv. + Partikel + Lok.Sg. + Lok.Sg. + Lok.Sg.Part. + Lok.Sg. + Vok.Sg. + Lok.Sg.)
nāmuhyata prāpya sa rājaputraḥ kirīṭamālī visṛjan pṛṣatkān
geriet jener Königssohn, der Kirīṭamālin, selbst hineingelangt, nicht in Betäubung, und schoss Pfeile ab (Neg.Impf.3.Sg. + Ger. + Nom.Sg. + Nom.Sg.Kompos. + Nom.Sg.Kompos. + Nom.Sg.Präs.Part. + Akk.Pl.)
Der Savyasācin, begierig nach dem Königreich, sich der zwölf Jahre währenden Mühsale der Kurus erinnernd, der Hochgesinnte, verhüllte mit den vom Gāṇḍīva abgeschossenen, unermesslichen Pfeilen alle Himmelsrichtungen.
der Savyasācin, begierig nach dem Königreich, sich der zwölf Jahre währenden Mühsale der Kurus erinnernd (Nom.Sg.Kompos. + Nom.Sg. + Gen.Pl. + Nom.Sg.Präs.Part. + Akk.Pl. + Akk.Pl.Kompos.)
der Hochgesinnte verhüllte mit den vom Gāṇḍīva abgeschossenen, unermesslichen Pfeilen alle Himmelsrichtungen (Instr.Pl.Kompos. + Instr.Pl. + Nom.Sg. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Impf.3.Sg. + Instr.Pl.)
Der Luftraum wurde wie von loderndem Meteorfeuer, zahlreiche Vögel fielen auf die Leiber [der Erschlagenen], weil der Kirīṭamālin, im Zorn, mit dem gelblich bespannten Ājagava-Bogen die Feinde erschlägt.
der Luftraum wurde wie von loderndem Meteorfeuer, zahlreiche Vögel fielen auf die Leiber (Nom.Sg.Kompos. + Impf.3.Sg. + Partikel + Nom.Sg. + Lok.Pl. + Nom.Pl. + Impf.3.Pl. + Nom.Pl.)
weil der Kirīṭamālin, im Zorn, mit dem gelblich bespannten Ājagava-Bogen die Feinde erschlägt (Rel.Partikel + Instr.Sg.Kompos. + Nom.Sg.Kompos. + Nom.Sg.Part. + Akk.Pl. + Instr.Sg. + Präs.3.Sg.)
[Anm.: Ājagava ist eigentlich ein Beiname für Śivas Bogen, wird hier aber poetisch auf Arjunas Gāṇḍīva-Bogen angewandt.]
Der Kirīṭamālin, der Hochberühmte, der Bezwinger der Heerscharen, warf mit seinem großen Bogen die Pfeile [ab] und streckte mit Pfeilen die Kuru-Helden nieder, die auf den besten Pferden und Elefantenjochen saßen.
der Kirīṭamālin, der Hochberühmte, der Bezwinger der Heerscharen, warf mit seinem großen Bogen die Pfeile (Nom.Sg.Kompos. + Instr.Sg. + Nom.Sg.Kompos. + Instr.Sg.Kompos. + Akk.Pl. + Nom.Sg.Kompos.)
und streckte mit Pfeilen die Kuru-Helden nieder, die auf den besten Pferden und Elefantenjochen saßen (Akk.Pl.Kompos. + Akk.Pl.Kompos. + Instr.Pl. + Impf.3.Sg.)
gadāś ca gurvīḥ parighān ayasmayān asīṃś ca śaktīś ca raṇe narādhipāḥ mahānti śastrāṇi ca bhīmadarśanāḥ pragṛhya pārthaṃ sahasābhidudruvuḥ tato yugāntābhrasamasvanaṃ mahan mahendracāpapratimaṃ sa gāṇḍivam cakarṣa dorbhyāṃ vihasan bhṛśaṃ yayau dahaṃs tvadīyān yamarāṣṭravardhanaḥ
Schwere Keulen, eiserne Keulen, Schwerter, Speere und andere mächtige Waffen ergreifend, stürmten die von furchtbarem Anblick, die Fürsten, plötzlich auf den Pārtha los; da spannte er, laut auflachend, mit seinen beiden Armen den gewaltigen Gāṇḍīva, der wie Indras Bogen und wie der Donner am Ende eines Weltzeitalters klang, und zog dahin, die Deinigen verbrennend, das Reich Yamas mehrend.
Wort für Wort
gadāś ca gurvīḥ parighān ayasmayān asīṃś ca śaktīś ca raṇe narādhipāḥ mahānti śastrāṇi ca bhīmadarśanāḥ pragṛhya pārthaṃ sahasābhidudruvuḥ
schwere Keulen, eiserne Keulen, Schwerter, Speere und andere mächtige Waffen ergreifend, stürmten die von furchtbarem Anblick, die Fürsten, plötzlich auf den Pārtha los (Akk.Pl. + Partikel + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Akk.Pl.Kompos. + Akk.Pl. + Partikel + Akk.Pl. + Partikel + Lok.Sg. + Nom.Pl.Kompos. + Akk.Pl. + Akk.Pl. + Partikel + Nom.Pl.Kompos. + Ger. + Akk.Sg. + Adv. + Perf.3.Pl.)
tato yugāntābhrasamasvanaṃ mahan mahendracāpapratimaṃ sa gāṇḍivam cakarṣa dorbhyāṃ vihasan bhṛśaṃ yayau dahaṃs tvadīyān yamarāṣṭravardhanaḥ
da spannte er, laut auflachend, mit seinen beiden Armen den gewaltigen Gāṇḍīva, der wie Indras Bogen und wie der Donner am Ende eines Weltzeitalters klang, und zog dahin, die Deinigen verbrennend, das Reich Yamas mehrend (Adv. + Akk.Sg.Kompos. + Akk.Sg. + Akk.Sg.Kompos. + Nom.Sg. + Akk.Sg. + Perf.3.Sg. + Instr.Dual. + Nom.Sg.Präs.Part. + Adv. + Perf.3.Sg. + Nom.Sg.Präs.Part. + Akk.Pl. + Nom.Sg.Kompos.)
sa tān udīrṇān sarathāśvavāraṇān padātisaṃghāṃś ca mahādhanurdharaḥ vipannasarvāyudhajīvitān raṇe cakāra vīro yamarāṣṭravardhanān
Er, der große Bogenträger, der Held, machte jene erregten Krieger auf Wagen, Rossen und Elefanten samt den Scharen der Fußkämpfer, all ihrer Waffen und ihres Lebens im Kampf beraubt, zur Mehrung von Yamas Reich.
Wort für Wort
sa tān udīrṇān sarathāśvavāraṇān padātisaṃghāṃś ca mahādhanurdharaḥ
er, der große Bogenträger, jene erregten Krieger auf Wagen, Rossen und Elefanten samt den Scharen der Fußkämpfer (Nom.Sg. + Akk.Pl. + Akk.Pl.Part. + Akk.Pl.Kompos. + Akk.Pl.Kompos. + Partikel + Nom.Sg.Kompos.)
machte der Held im Kampf, all ihrer Waffen und ihres Lebens beraubt, zur Mehrung von Yamas Reich (Akk.Pl.Kompos. + Lok.Sg. + Perf.3.Sg. + Nom.Sg. + Akk.Pl.Kompos.)