Die Feinde mit breitköpfigen Pfeilen erschlagend, türmte er einen Leichenberg auf — mit Bannern als seinen Bäumen, mit Waffen als seinen Hörnern, mit erschlagenen Elefanten als seinen gewaltigen Felsblöcken, mit Pferden und Kiṃpuruṣas übersät, mit Bögen als seinen Schlingpflanzen umrankt, widerhallend von speertragenden Fleischfressern, von Scharen von Gespenstern und Yakṣas erfüllt.
Wort für Wort
dhvajadrumam śastraśṛṅgam
mit Bannern als Bäumen, mit Waffen als Hörnern (Akk. Sg. m., Bahuvrīhi-Kompositum)
hatanāgamahāśilam
mit erschlagenen Elefanten als gewaltigen Felsblöcken (Akk. Sg. m.)
aśvakiṃpuruṣākīrṇam
mit Pferden und Kiṃpuruṣas übersät (Akk. Sg. m.)
śarāsanalatāvṛtam
mit Bögen als Schlingpflanzen umrankt (Akk. Sg. m.)
śūlakravyādasaṃghuṣṭam
von speertragenden Fleischfressern widerhallend (Akk. Sg. m.)
bhūtayakṣagaṇākulam
von Scharen von Gespenstern und Yakṣas erfüllt (Akk. Sg. m.)
nihatya śātravān bhallaiḥ
die Feinde mit breitköpfigen Pfeilen erschlagend (Absolutiv / Akk. Pl. m. / Instr. Pl. m.)
saḥ acinot dehaparvatam
er türmte einen Leichenberg auf (Nom. Sg. m. / 3. Sg. Impf. Akt. von ci / Akk. Sg. m.)
„Da der Sohn der Kuntī, Yudhiṣṭhira, im Gewand des Dharma, dem kämpfenden Lehrer zurief: ‚Lass die Waffe fallen‘, werde ich vor seinen eigenen Augen sein Heer in die Flucht schlagen; nachdem ich es vertrieben habe, werde ich wahrhaftig töten — den bösen Sohn des Pāñcāla-Königs werde ich erschlagen. Alle diese werde ich töten, wenn sie im Kampf gegen mich streiten. Wahrhaftig gelobe ich dir dies: Wende das Heer!“
Wort für Wort
yasmāt yudhyantam ācāryam
da dem kämpfenden Lehrer (Konj. / Akk. Sg. m. Part. Präs. / Akk. Sg. m.)
dharmakañcukam āsthitaḥ
im Gewand des Dharma stehend (Akk. Sg. m. / Nom. Sg. m. Part. Perf.)
muñca śastram iti prāha
'lass die Waffe fallen', so sprach (2. Sg. Imp. Akt. von muc / Akk. Sg. n. / Zitatpartikel / 3. Sg. Perf. Akt. von ah)
kuntīputraḥ yudhiṣṭhiraḥ
der Sohn der Kuntī, Yudhiṣṭhira (Nom. Sg. m.)
tasmāt saṃpaśyatas tasya
deshalb, vor seinen eigenen Augen (Adv. / Gen. Sg. m. Part. Präs.)
drāvayiṣyāmi vāhinīm
ich werde [das Heer] in die Flucht schlagen (1. Sg. Fut. Akt. Kaus. von dru / Akk. Sg. f.)
vidrāvya satyam hantāsmi
nachdem ich vertrieben habe, wahrhaftig werde ich töten (Absolutiv / Adv. / 1. Sg. periphr. Fut. von han)
pāpam pāñcālyam eva tu
den bösen Pāñcālya [Dhṛṣṭadyumna] fürwahr (Akk. Sg. m.)
sarvān etān haniṣyāmi
alle diese werde ich töten (Akk. Pl. m. / 1. Sg. Fut. Akt. von han)
yadi yotsyanti mām raṇe
wenn sie gegen mich im Kampf streiten werden (Konj. / 3. Pl. Fut. Akt. von yudh / Akk. Sg. m. / Lok. Sg. m.)
satyam te pratijānāmi
wahrhaftig gelobe ich dir (Adv. / Dat. Sg. m. / 1. Sg. Präs. Akt. von prati-jñā)
parāvartaya vāhinīm
wende das Heer (2. Sg. Imp. Akt. Kaus. von parā-vṛt / Akk. Sg. f.)
bherīś cāvādayan hṛṣṭāḥ paṭahān dundubhīṃś ca ha āḍambarān mṛdaṅgāṃś ca jharjharīś cānakān api maḍḍukān paṇavān vīṇā ḍiṇḍimāṃś ca sahasraśaḥ sarve caiva maheṣvāsā dadhmuḥ śaṅkhān mahāsvanān tato nanāda vasudhā khuranemisamāhatā sa śabdas tumulaḥ khaṃ ca pṛthivīṃ ca vyanādayat kurūṇām atha taṃ śabdaṃ śrutvā ghoraṃ samutthitam pāṇḍavāḥ somakaiḥ sārdhaṃ samapadyanta vismitāḥ te tu dṛṣṭvā kurūn rājan nadato bhairavān ravān abhyavartanta vegena mṛtyuṃ kṛtvā nivartanam
Und man schlug freudig Bherī-Trommeln, Paṭaha- und Dundubhi-Trommeln, Āḍambara-Trommeln, Mṛdaṅgas und Jharjharas und auch Ānaka-Trommeln, Maḍḍuka- und Paṇava-Trommeln, Vīṇās und Ḍiṇḍima-Trommeln zu Tausenden; und alle großen Bogenschützen bliesen ihre Muschelhörner mit gewaltigem Klang. Da erdröhnte die Erde, von Hufen und Radkränzen getroffen; jener tosende Schall ließ Himmel und Erde widerhallen. Die Kurus, als sie diesen furchtbaren, aufsteigenden Schall hörten, und die Pāṇḍavas mitsamt den Somakas gerieten in Staunen. Sie aber, die Kurus, o König, ihre entsetzlichen Rufe brüllend erblickend, rückten mit Wucht vor, indem sie den Tod selbst zu ihrem Umkehrpunkt gemacht hatten.
Wort für Wort
bherīḥ ca avādayan hṛṣṭāḥ
und freudig schlug man Bherī-Trommeln (Akk. Pl. f. / 3. Pl. Impf. Akt. Kaus. von vad / Nom. Pl. m.)
paṭahān dundubhīn ca ha
Paṭaha- und Dundubhi-Trommeln (Akk. Pl. m.)
āḍambarān mṛdaṅgān ca
Āḍambara-Trommeln und Mṛdaṅgas (Akk. Pl. m.)
jharjharīḥ ca ānakān api
Jharjharas und auch Ānaka-Trommeln (Akk. Pl. f. / Akk. Pl. m.)
maḍḍukān paṇavān vīṇāḥ
Maḍḍuka- und Paṇava-Trommeln, Vīṇās (Akk. Pl. m. / Akk. Pl. f.)
ḍiṇḍimān ca sahasraśaḥ
und Ḍiṇḍima-Trommeln zu Tausenden (Akk. Pl. m. / Adv.)
sarve ca eva maheṣvāsāḥ
und alle großen Bogenschützen (Nom. Pl. m.)
dadhmuḥ śaṅkhān mahāsvanān
bliesen die Muschelhörner mit gewaltigem Klang (3. Pl. Perf. Akt. von dhmā / Akk. Pl. m.)
tataḥ nanāda vasudhā
da erdröhnte die Erde (Adv. / 3. Sg. Perf. Akt. von nad / Nom. Sg. f.)
khuranemisamāhatā
von Hufen und Radkränzen getroffen (Nom. Sg. f.)
sa śabdaḥ tumulaḥ
jener tosende Schall (Nom. Sg. m.)
kham ca pṛthivīm ca vyanādayat
ließ Himmel und Erde widerhallen (Akk. Sg. n. / Akk. Sg. f. / 3. Sg. Impf. Akt. Kaus. von vi-nad)
kurūṇām atha tam śabdam
die Kurus aber jenen Schall (Gen. Pl. m. / Akk. Sg. m.)
śrutvā ghoram samutthitam
gehört habend, den furchtbaren, aufsteigenden (Absolutiv / Akk. Sg. m. / Akk. Sg. m. Part. Perf.)
pāṇḍavāḥ somakaiḥ sārdham
die Pāṇḍavas mitsamt den Somakas (Nom. Pl. m. / Instr. Pl. m. / Adv.)
samapadyanta vismitāḥ
gerieten in Staunen (3. Pl. Impf. Med. von sam-pad / Nom. Pl. m.)
te tu dṛṣṭvā kurūn rājan
sie aber, die Kurus erblickend, o König (Nom. Pl. m. / Absolutiv / Akk. Pl. m. / Vok. Sg. m.)
nadataḥ bhairavān ravān
die brüllenden, entsetzlichen Rufe (Akk. Pl. m. Part. Präs. / Akk. Pl. m.)
abhyavartanta vegena
rückten vor mit Wucht (3. Pl. Impf. Med. von abhi-vṛt / Instr. Sg. m.)
mṛtyum kṛtvā nivartanam
den Tod zum Umkehrpunkt gemacht habend (Akk. Sg. m. / Absolutiv / Akk. Sg. n.)
saṃrabdhā hi sthirībhūtā droṇaputreṇa kauravāḥ udagrāḥ pāṇḍupāñcālā droṇasya nidhanena ca teṣāṃ paramahṛṣṭānāṃ jayam ātmani paśyatām saṃrabdhānāṃ mahāvegaḥ prādurāsīd raṇājire
Die Kauravas, erzürnt, durch Droṇas Sohn gefestigt, und die Pāṇḍu-Pāñcālas, hochgemut durch Droṇas Tod — von diesen, höchst frohlockend, den Sieg in sich selbst erblickend, erzürnt, erhob sich ein gewaltiger Ansturm auf dem Schlachtfeld.
Wort für Wort
saṃrabdhāḥ hi sthirībhūtāḥ
erzürnt fürwahr, gefestigt (Nom. Pl. m.)
droṇaputreṇa kauravāḥ
durch Droṇas Sohn, die Kauravas (Instr. Sg. m. / Nom. Pl. m.)
udagrāḥ pāṇḍupāñcālāḥ
hochgemut, die Pāṇḍu-Pāñcālas (Nom. Pl. m.)
droṇasya nidhanena ca
durch Droṇas Tod (Gen. Sg. m. / Instr. Sg. n.)
teṣām paramahṛṣṭānām
von diesen, höchst frohlockenden (Gen. Pl. m.)
jayam ātmani paśyatām
den Sieg in sich selbst erblickenden (Akk. Sg. m. / Lok. Sg. m. / Gen. Pl. m. Part. Präs.)
saṃrabdhānām mahāvegaḥ
der erzürnten, ein gewaltiger Ansturm (Gen. Pl. m. / Nom. Sg. m.)
prādurāsīt raṇājire
erhob sich auf dem Schlachtfeld (3. Sg. Perf. Akt. von prādur-as / Lok. Sg. n.)
tataḥ śaṅkhasahasrāṇi bherīṇām ayutāni ca avādayanta saṃhṛṣṭāḥ kurupāṇḍavasainikāḥ cukṣubhe pṛthivī sarvā diśaś ca pratisasvanuḥ saṃbhrāntāni ca bhūtāni jalajāny api māriṣa te ca sarve tathā yaudhāḥ saṃprahṛṣṭā yuyutsavaḥ vartamāne tathā śabde raudre tasmin bhayānake saṃpatatsu rathaugheṣu tava teṣāṃ ca bhārata
Da schlugen die Krieger der Kurus und Pāṇḍavas frohlockend Tausende von Muschelhörnern und Myriaden von Bherī-Trommeln; die ganze Erde erbebte, und die Himmelsrichtungen hallten wider; selbst die Wesen des Wassers gerieten in Bestürzung, o Verehrter; und all jene Krieger ebenso, frohlockend, kampfbegierig, während jener furchtbare, schreckliche Schall andauerte, als die Wagenmassen, die deinen und die ihren, zusammenstießen, o Bhārata —
Wort für Wort
tataḥ śaṅkhasahasrāṇi
da Tausende von Muschelhörnern (Adv. / Akk. Pl. n.)
bherīṇām ayutāni ca
und Myriaden von Bherī-Trommeln (Gen. Pl. f. / Akk. Pl. n.)
avādayanta saṃhṛṣṭāḥ
schlugen frohlockend (3. Pl. Impf. Med. Kaus. von vad / Nom. Pl. m.)
kurupāṇḍavasainikāḥ
die Krieger der Kurus und Pāṇḍavas (Nom. Pl. m.)
cukṣubhe pṛthivī sarvā
die ganze Erde erbebte (3. Sg. Perf. Med. von kṣubh / Nom. Sg. f.)
diśaḥ ca pratisasvanuḥ
und die Himmelsrichtungen hallten wider (Nom. Pl. f. / 3. Pl. Perf. Akt. von prati-svan)
saṃbhrāntāni ca bhūtāni
und die Wesen gerieten in Bestürzung (Nom. Pl. n. / Nom. Pl. n.)
jalajāni api māriṣa
selbst die des Wassers, o Verehrter (Nom. Pl. n. / Vok. Sg. m.)
te ca sarve tathā yaudhāḥ
und all jene Krieger ebenso (Nom. Pl. m.)
saṃprahṛṣṭā yuyutsavaḥ
frohlockend, kampfbegierig (Nom. Pl. m.)
vartamāne tathā śabde
während jener Schall andauerte (Lok. Sg. m. Part. Präs. / Adv. / Lok. Sg. m.)
raudre tasmin bhayānake
jenem furchtbaren, schrecklichen (Lok. Sg. m.)
saṃpatatsu rathaugheṣu
als die Wagenmassen zusammenstießen (Lok. Pl. m. Part. Präs. / Lok. Pl. m.)
tava teṣām ca bhārata
die deinen und die ihren, o Bhārata (Gen. Sg. / Gen. Pl. m. / Vok. Sg. m.)
te diśaḥ khaṃ ca sainyaṃ ca samāvṛṇvan mahāhave tato 'ntarikṣaṃ khagamair nānāliṅgaiḥ subhairavaiḥ muhūrtād bhāskarasyeva rājaṃl lokaṃ gabhastayaḥ tathāpare dyotamānā jyotīṃṣīvāmbare 'male prādurāsan mahīpāla kārṣṇāyasamayā guḍāḥ
Sie bedeckten die Himmelsrichtungen, den Himmel und das Heer im großen Kampf; dann [erfüllte sich] der Luftraum mit vielgestaltigen, überaus schrecklichen Flugkörpern — binnen eines Augenblicks, o König, wie die Strahlen der Sonne die Welt [bedecken]. Ebenso erschienen andere, leuchtend wie Sterne im makellosen Himmel, o Herrscher der Erde — Kugeln aus schwarzem Eisen.
Wort für Wort
te diśaḥ kham ca sainyam ca
sie bedeckten die Richtungen, den Himmel und das Heer (Nom. Pl. m. / Akk. Pl. f. / Akk. Sg. n. / Akk. Sg. n.)
samāvṛṇvan mahāhave
im großen Kampf (3. Pl. Impf. Akt. von sam-ā-vṛ / Lok. Sg. m.)
tataḥ antarikṣam khagamaiḥ
dann der Luftraum, mit Flugkörpern (Adv. / Nom. Sg. n. / Instr. Pl. m.)
nānāliṅgaiḥ subhairavaiḥ
vielgestaltigen, überaus schrecklichen (Instr. Pl. m.)
muhūrtād bhāskarasya iva
binnen eines Augenblicks, wie der Sonne (Abl. Sg. m. / Gen. Sg. m.)
rājan lokam gabhastayaḥ
o König, die Welt, die Strahlen (Vok. Sg. m. / Akk. Sg. m. / Nom. Pl. f.)
tathā apare dyotamānāḥ
ebenso andere, leuchtend (Adv. / Nom. Pl. m. / Nom. Pl. m. Part. Präs.)
jyotīṃṣi iva ambare 'male
wie Sterne im makellosen Himmel (Nom. Pl. n. / Lok. Sg. n.)
prādurāsan mahīpāla
erschienen, o Herrscher der Erde (3. Pl. Perf. Akt. / Vok. Sg. m.)
kārṣṇāyasamayā guḍāḥ
aus schwarzem Eisen bestehende Kugeln (Nom. Pl. f.)
caturdiśaṃ vicitrāś ca śataghnyo 'tha hutāśadāḥ cakrāṇi ca kṣurāntāni maṇḍalānīva bhāsvataḥ
Nach allen vier Richtungen vielgestaltige Śataghnīs und feuerspeiende [Waffen], und Diskusse mit rasiermesserscharfem Rand, wie die Scheiben der Sonne selbst.
Wort für Wort
caturdiśam vicitrāḥ ca
nach allen vier Richtungen, vielgestaltige (Adv. / Nom. Pl. f.)
śataghnyaḥ atha hutāśadāḥ
Śataghnīs und feuerspeiende [Waffen] (Nom. Pl. f. / Nom. Pl. f.)
cakrāṇi ca kṣurāntāni
und Diskusse mit rasiermesserscharfem Rand (Nom. Pl. n.)
maṇḍalāni iva bhāsvataḥ
wie die Scheiben der Sonne (Nom. Pl. n. / Gen. Sg. m.)
Und Schlingen von vielerlei Gestalt, ebenso eiserne Pfeile und Gabelpfeile wurden zu Hunderten, dann zu Tausenden herabfallend gesehen; wie die Welt bei der schrecklichen Zerstörung eines Weltalters von Schrecken überwältigt würde, so wurde damals, o König, der Bereich des Himmels zu einer Masse aus Feuer.
Wort für Wort
pāśāḥ ca vividhākārāḥ
und Schlingen von vielerlei Gestalt (Nom. Pl. m.)
nārācāñjalikāḥ tathā
ebenso eiserne Pfeile und Gabelpfeile (Nom. Pl. m.)
saṃpatantaḥ sma dṛśyante
herabfallend wurden gesehen (Nom. Pl. m. Part. Präs. / Partikel / 3. Pl. Präs. Pass. von dṛś)
śataśaḥ atha sahasraśaḥ
zu Hunderten, dann zu Tausenden (Adv.)
yathā yugakṣaye ghore
wie bei der schrecklichen Zerstörung des Weltalters (Adv. / Lok. Sg. m. / Lok. Sg. m.)
paribhūtam jagat bhavet
die Welt überwältigt würde (Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n. / 3. Sg. Opt. Akt. von bhū)
tadvad āsīt tadā rājan
ebenso war es dann, o König (Adv. / 3. Sg. Impf. Akt. von as / Adv. / Vok. Sg. m.)
jyotirbhūtam nabhaḥsthalam
eine Feuer-Masse geworden, der Himmelsraum (Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n.)
Als sie den Luftraum sahen, überaus übersät mit Waffengestalten, o Stier der Bharatas, waren die Pāṇḍus, Pāñcālas und Sṛñjayas von Schrecken ergriffen.
Wort für Wort
śastrākṛtibhiḥ ākīrṇam
mit Waffengestalten übersät (Instr. Pl. f. / Akk. Sg. n.)
atīva bharatarṣabha
überaus, o Stier der Bharatas (Adv. / Vok. Sg. m.)
dṛṣṭvā antarikṣam āvignāḥ
den Luftraum gesehen habend, erschrocken (Absolutiv / Akk. Sg. n. / Nom. Pl. m.)
vadhyamānās tathāstreṇa tena nārāyaṇena vai prapetuḥ kuñjarās tatra śastrasaṃghair nipātitāḥ vyadīryamāṇā girayo vajranunnā yathā purā hastihastaiś ca saṃchinnair gātraiś caiva viśāṃ pate aparaiś ca tathā bāṇaiḥ kuntaiś ca kanakojjvalaiḥ saṃkīrṇā pṛthivī jajñe māṃsaśoṇitakardamā gajebhyaś cyavamānānāṃ yantṝṇāṃ tatra bhārata vibhujānāṃ viśīrṇānāṃ nyastakārmukavarmaṇām pūrṇam āyodhanaṃ jajñe pretarājapuropamam aṅkuśair apaviddhaiś ca tomaraiś ca mahādhanaiḥ alaṃkāraiś ca nāgānāṃ graiveyaiś ca sakaṅkaṭaiḥ kakṣyābhir agnikuṇḍaiś ca yantraiś caiva patākibhiḥ śaktibhiś ca mahārāja bāṇaiś ca nataparvabhiḥ rathināṃ ca rathair bhagnaiś chinnair vā yugadaṇḍakaiḥ cakrair vimathitair bhagnair yugair akṣaiś ca bhūṣitā tūṇīrair apaviddhaiś ca cāpaiś ca sumahādhanaiḥ anukarṣaiḥ patākābhir yoktraiś caiva viśāṃ pate raśmibhiś ca pratodaiś ca kiṅkiṇībhiś ca māriṣa kavacaiś ca tathā dīptaiś cāmaravyajanair api chattraiś ca candrasaṃkāśair vṛṣṭyātapanivāribhiḥ aṅgulitraiḥ sakeyūrair dīptair niṣkaiś ca kāñcanaiḥ karṇasūtraiḥ kirīṭaiś ca mukuṭaiś ca mahādhanaiḥ citrair vastrair alaṃkāraiḥ kuṇḍalaiś cāpi bhārata apaviddhais tathā śīrṣair bāhubhiś ca mahātmanām saṃchannā pṛthivī reje tatra tatra yathātatham uraśchadais tathā citrair ghaṇṭājālaiś ca bhāsvaraiḥ nihatais turagaiś caiva nirjihvaiḥ śoṇitokṣitaiḥ hayārohaparaiś caiva nirdagdhair astratejasā nānāṅgāvayavair hīnā yaudhāḥ sasrur bhayārditāḥ cukruśus tāta tāteti hā hā putreti cāsakṛt yaudhā nūnaṃ te nidhanaṃ prāptāḥ pāṇḍaveyā mahārathāḥ vāsudevaś ca vārṣṇeyas tathā somakasṛñjayāḥ jīvatsu samare teṣu na hi vīreṣu sainikāḥ imām avasthāṃ sahasā gaccheyur vai kathaṃ cana ity abruvaṃs tathā yaudhā hanyamānās tadā raṇe kruddhena droṇaputreṇa kāleneva yugakṣaye hanyamānās tathāstreṇa tena nārāyaṇena te dahyamānānaleneva sarvato 'bhyarditā raṇe
Getroffen von dieser Nārāyaṇa-Waffe fielen dort Elefanten, von Waffenmassen niedergestreckt, wie Berge, die einst vom Blitz gespalten wurden, mit abgeschnittenen Elefantenrüsseln und mit Gliedmaßen, o Herrscher der Völker; auch von anderen Pfeilen und goldglänzenden Speeren [getroffen]; die Erde wurde übersät, zu einem Schlamm aus Fleisch und Blut; von den Lenkern, die dort von den Elefanten herabstürzten, o Bhārata, von den Armlosen, den Zerfetzten, denen, die Bogen und Rüstung von sich geworfen hatten, wurde das Schlachtfeld erfüllt, der Stadt des Totenkönigs [Yama] gleich; mit weggeworfenen Elefantenhaken und kostbaren Lanzen, mit Elefantenschmuck und Halsketten samt ihren Platten, mit Sattelgurten, Feuerbecken und mit fahnentragenden Belagerungsgeräten, mit Speeren, o großer König, und Pfeilen mit gebogenen Knoten, mit den zerschmetterten Wagen der Wagenkämpfer oder mit abgetrennten Jochstangen, mit zermalmten, zerbrochenen Rädern, geschmückt mit Jochen und Achsen, mit weggeworfenen Köchern und kostbarsten Bögen, mit Untergestellen, Fahnen und Zuggeschirr, o Herrscher der Völker, mit Zügeln und Treibstöcken und Glöckchen, o Verehrter, mit Rüstungen ebenso, glänzenden, und mit Yak-Wedeln, mit mondgleichen Schirmen, die vor Regen und Sonne schützten, mit Fingerschützern, Armreifen, glänzenden goldenen Halsketten, mit Ohrschnüren, Diademen und kostbarsten Kronen, mit bunten Gewändern, Schmuckstücken und auch Ohrringen, o Bhārata, mit weggeworfenen Häuptern ebenso und mit den Armen hochbeseelter Männer bedeckt, erstrahlte die Erde hier und dort, so wie es sich fügte; mit bunten Brustpanzern ebenso und mit glänzenden Glöckchennetzen, mit erschlagenen Pferden, zungenlos, blutgetränkt, und mit ihren Reitern, gänzlich verbrannt durch die Glut der Waffe, ihrer vielfältigen Glieder beraubt, flohen die Krieger, von Furcht gequält; sie riefen immer wieder ‚Vater, Vater!‘ und ‚Ach, ach, mein Sohn!‘; ‚gewiss haben jene Krieger, die großen Wagenkämpfer der Pāṇḍavas, den Tod gefunden; solange Vāsudeva, der Vṛṣṇi-Held, und die Somakas und Sṛñjayas unter jenen Helden noch im Kampf leben, dürften die Soldaten fürwahr keinesfalls plötzlich in solch einen Zustand geraten!‘ — so sprachen die Krieger, während sie damals im Kampf erschlagen wurden von dem zornentbrannten Sohn Droṇas, wie von der Zeit selbst bei der Zerstörung eines Weltalters; erschlagen so von jener Waffe, von jener Nārāyaṇa-Waffe, wurden sie, gleichsam von Feuer verbrannt, von allen Seiten im Kampf gequält.
Wort für Wort
vadhyamānāḥ tathāstreṇa
getroffen von dieser Waffe (Nom. Pl. m. Part. Präs. Pass. / Instr. Sg. n.)
tena nārāyaṇena vai
von jener Nārāyaṇa[-Waffe] fürwahr (Instr. Sg. n.)
prapetuḥ kuñjarās tatra
fielen dort Elefanten (3. Pl. Perf. Akt. von pat / Nom. Pl. m. / Adv.)
śastrasaṃghair nipātitāḥ
von Waffenmassen niedergestreckt (Instr. Pl. m. / Nom. Pl. m.)
vyadīryamāṇā girayaḥ
sich spaltende Berge (Nom. Pl. m. Part. Präs. Pass. / Nom. Pl. m.)
vajranunnā yathā purā
vom Blitz getroffen, wie einst (Nom. Pl. m. / Adv. / Adv.)
hastihastaiḥ ca saṃchinnaiḥ
mit abgeschnittenen Elefantenrüsseln (Instr. Pl. m. / Instr. Pl. m.)
gātraiḥ caiva viśāṃ pate
und mit Gliedmaßen, o Herrscher der Völker (Instr. Pl. n. / Vok. Sg. m.)
aparaiḥ ca tathā bāṇaiḥ
und ebenso mit anderen Pfeilen (Instr. Pl. m.)
kuntaiś ca kanakojjvalaiḥ
und mit goldglänzenden Speeren (Instr. Pl. m.)
saṃkīrṇā pṛthivī jajñe
übersät wurde die Erde (Nom. Sg. f. / Nom. Sg. f. / 3. Sg. Perf. Med. von jan)
māṃsaśoṇitakardamā
ein Schlamm aus Fleisch und Blut (Nom. Sg. f.)
gajebhyaś cyavamānānām
der von den Elefanten Herabstürzenden (Abl. Pl. m. / Gen. Pl. m. Part. Präs.)
yantṝṇāṃ tatra bhārata
der Lenker, dort, o Bhārata (Gen. Pl. m. / Adv. / Vok. Sg. m.)
vibhujānām viśīrṇānām
der Armlosen, der Zerfetzten (Gen. Pl. m. / Gen. Pl. m.)
nyastakārmukavarmaṇām
die Bogen und Rüstung abgelegt hatten (Gen. Pl. m.)
pūrṇam āyodhanaṃ jajñe
voll wurde das Schlachtfeld (Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n. / 3. Sg. Perf. Med. von jan)
pretarājapuropamam
der Stadt des Totenkönigs gleich (Nom. Sg. n.)
aṅkuśair apaviddhaiś ca
mit weggeworfenen Elefantenhaken (Instr. Pl. m.)
tomaraiś ca mahādhanaiḥ
und kostbaren Lanzen (Instr. Pl. m.)
alaṃkāraiś ca nāgānām
und mit Schmuck der Elefanten (Instr. Pl. m. / Gen. Pl. m.)
graiveyaiś ca sakaṅkaṭaiḥ
und Halsketten samt Platten (Instr. Pl. n.)
kakṣyābhir agnikuṇḍaiś ca
mit Sattelgurten und Feuerbecken (Instr. Pl. f. / Instr. Pl. n.)
yantraiś caiva patākibhiḥ
und mit fahnentragenden Geräten (Instr. Pl. n. / Instr. Pl. m.)
śaktibhiś ca mahārāja
und mit Speeren, o großer König (Instr. Pl. f. / Vok. Sg. m.)
bāṇaiś ca nataparvabhiḥ
und Pfeilen mit gebogenen Knoten (Instr. Pl. m.)
rathinām ca rathair bhagnaiḥ
und mit den zerschmetterten Wagen der Wagenkämpfer (Gen. Pl. m. / Instr. Pl. m.)
chinnair vā yugadaṇḍakaiḥ
oder mit abgetrennten Jochstangen (Instr. Pl. m.)
cakrair vimathitair bhagnaiḥ
mit zermalmten, zerbrochenen Rädern (Instr. Pl. n.)
yugair akṣaiś ca bhūṣitā
mit Jochen und Achsen geschmückt (Instr. Pl. n. / Nom. Sg. f.)
tūṇīrair apaviddhaiś ca
mit weggeworfenen Köchern (Instr. Pl. m.)
cāpaiś ca sumahādhanaiḥ
und kostbarsten Bögen (Instr. Pl. m.)
anukarṣaiḥ patākābhiḥ
mit Untergestellen, Fahnen (Instr. Pl. m. / Instr. Pl. f.)
yoktraiś caiva viśāṃ pate
und Zuggeschirr, o Herrscher der Völker (Instr. Pl. n. / Vok. Sg. m.)
raśmibhiś ca pratodaiś ca
mit Zügeln und Treibstöcken (Instr. Pl. m.)
kiṅkiṇībhiś ca māriṣa
und Glöckchen, o Verehrter (Instr. Pl. f. / Vok. Sg. m.)
kavacaiś ca tathā dīptaiḥ
mit Rüstungen ebenso, glänzenden (Instr. Pl. n.)
cāmaravyajanair api
und auch mit Yak-Wedeln (Instr. Pl. n.)
chattraiś ca candrasaṃkāśaiḥ
und mit mondgleichen Schirmen (Instr. Pl. n.)
vṛṣṭyātapanivāribhiḥ
die vor Regen und Sonne schützten (Instr. Pl. n.)
aṅgulitraiḥ sakeyūraiḥ
mit Fingerschützern, Armreifen (Instr. Pl. n.)
dīptair niṣkaiś ca kāñcanaiḥ
glänzenden goldenen Halsketten (Instr. Pl. n.)
karṇasūtraiḥ kirīṭaiś ca
mit Ohrschnüren, Diademen (Instr. Pl. n.)
mukuṭaiś ca mahādhanaiḥ
und kostbarsten Kronen (Instr. Pl. n.)
citrair vastrair alaṃkāraiḥ
mit bunten Gewändern, Schmuckstücken (Instr. Pl. n.)
kuṇḍalaiś cāpi bhārata
und auch Ohrringen, o Bhārata (Instr. Pl. n. / Vok. Sg. m.)
apaviddhais tathā śīrṣaiḥ
mit weggeworfenen Häuptern ebenso (Instr. Pl. n.)
bāhubhiś ca mahātmanām
und mit den Armen hochbeseelter Männer (Instr. Pl. m. / Gen. Pl. m.)
saṃchannā pṛthivī reje
bedeckt erstrahlte die Erde (Nom. Sg. f. / Nom. Sg. f. / 3. Sg. Impf. Akt. von rāj)
tatra tatra yathātatham
hier und dort, so wie es sich fügte (Adv.)
uraśchadais tathā citraiḥ
mit Brustpanzern ebenso, bunten (Instr. Pl. m.)
ghaṇṭājālaiś ca bhāsvaraiḥ
und mit glänzenden Glöckchennetzen (Instr. Pl. n.)
nihatais turagaiś caiva
und mit erschlagenen Pferden (Instr. Pl. m.)
nirjihvaiḥ śoṇitokṣitaiḥ
zungenlos, blutgetränkt (Instr. Pl. m.)
hayārohaparaiś caiva
und mit ihren Reitern (Instr. Pl. m.)
nirdagdhair astratejasā
gänzlich verbrannt durch die Glut der Waffe (Instr. Pl. m. / Instr. Sg. n.)
nānāṅgāvayavair hīnā
ihrer vielfältigen Glieder beraubt (Instr. Pl. n. / Nom. Pl. m.)
yaudhāḥ sasrur bhayārditāḥ
die Krieger flohen, von Furcht gequält (Nom. Pl. m. / 3. Pl. Perf. Akt. von sṛ / Nom. Pl. m.)
cukruśus tāta tāteti
sie riefen: 'Vater, Vater!' (3. Pl. Perf. Akt. von kruś / Vok. Sg. m. wiederholt / Zitatpartikel)
hā hā puteti cāsakṛt
'ach, ach, mein Sohn!', wieder und wieder (Interjektion / Vok. Sg. m. / Zitatpartikel / Adv.)
yaudhā nūnam te nidhanam
gewiss haben jene Krieger den Tod (Nom. Pl. m. / Adv. / Nom. Pl. m. / Akk. Sg. n.)
prāptāḥ pāṇḍaveyā mahārathāḥ
gefunden, die großen Wagenkämpfer der Pāṇḍavas (Nom. Pl. m. / Nom. Pl. m. / Nom. Pl. m.)
vāsudevaś ca vārṣṇeyaḥ
und Vāsudeva, der Vṛṣṇi-Held (Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
tathā somakasṛñjayāḥ
ebenso die Somakas und Sṛñjayas (Nom. Pl. m.)
jīvatsu samare teṣu
solange diese im Kampf leben (Lok. Pl. m. Part. Präs. / Lok. Sg. m. / Lok. Pl. m.)
na hi vīreṣu sainikāḥ
dürften fürwahr nicht unter den Helden die Soldaten (Adv. / Lok. Pl. m. / Nom. Pl. m.)
imām avasthām sahasā
in diesen Zustand plötzlich (Akk. Sg. f. / Akk. Sg. f. / Adv.)
gaccheyur vai kathaṃ cana
geraten fürwahr, auf keinerlei Weise (3. Pl. Opt. Akt. von gam / Adv. / Adv.)
ity abruvaṃs tathā yaudhāḥ
so sprachen die Krieger (Zitatpartikel / 3. Pl. Impf. Akt. von brū / Adv. / Nom. Pl. m.)
hanyamānās tadā raṇe
während sie damals im Kampf erschlagen wurden (Nom. Pl. m. Part. Präs. Pass. / Adv. / Lok. Sg. m.)
kruddhena droṇaputreṇa
von dem zornentbrannten Sohn Droṇas (Instr. Sg. m.)
kāleneva yugakṣaye
wie von der Zeit bei der Zerstörung des Weltalters (Instr. Sg. m. / Lok. Sg. m.)
hanyamānās tathāstreṇa
erschlagen so von jener Waffe (Nom. Pl. m. Part. Präs. Pass. / Instr. Sg. n.)
tena nārāyaṇena te
von jenem Nārāyaṇa[-Geschoss], sie (Instr. Sg. n. / Nom. Pl. m.)
dahyamānānaleneva
wie von brennendem Feuer verbrannt (Nom. Pl. m. Part. Präs. Pass. / Instr. Sg. m.)
sarvato 'bhyarditā raṇe
von allen Seiten gequält im Kampf (Adv. / Nom. Pl. m. / Lok. Sg. m.)
[Anm.: Die vierunddreißig mit @021_0001 bis @021_0036 gekennzeichneten Verseinschübe werden hier, da sie einen einzigen fortlaufenden Satz bilden, mit dem Hauptvers zu einer Einheit zusammengefasst.]
dhṛṣṭadyumna palāyasva saha pāñcālasenayā sātyake tvaṃ ca gacchasva vṛṣṇyandhakavṛto gṛhān vāsudevo 'pi dharmātmā kariṣyaty ātmanaḥ kṣamam upadeṣṭuṃ samartho 'yaṃ lokasya kim utātmanaḥ
„Dhṛṣṭadyumna, fliehe, mitsamt dem Heer der Pāñcālas! Und du, Sātyaki, geh nach Hause, umgeben von den Vṛṣṇis und Andhakas! Vāsudeva, der Rechtschaffene, wird auch tun, was ihm selbst geziemt — er, der fähig ist, die Welt zu belehren, wie viel mehr sich selbst?
Wort für Wort
dhṛṣṭadyumna palāyasva
Dhṛṣṭadyumna, fliehe (Vok. Sg. m. / 2. Sg. Imp. Med. von palāy)
saha pāñcālasenayā
mitsamt dem Heer der Pāñcālas (Instr. Sg. f.)
sātyake tvam ca gacchasva
Sātyaki, geh du (Vok. Sg. m. / Nom. Sg. / 2. Sg. Imp. Med. von gam)
vṛṣṇyandhakavṛto gṛhān
umgeben von Vṛṣṇis und Andhakas, nach Hause (Nom. Sg. m. / Akk. Pl. m.)
vāsudevo 'pi dharmātmā
auch Vāsudeva, der Rechtschaffene (Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
kariṣyaty ātmanaḥ kṣamam
wird tun, was ihm selbst geziemt (3. Sg. Fut. Akt. von kṛ / Gen. Sg. / Akk. Sg. n.)
upadeṣṭuṃ samartho 'yam
dieser, fähig zu belehren (Inf. / Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
lokasya kim utātmanaḥ
die Welt, wie viel mehr sich selbst (Gen. Sg. m. / Adv. / Gen. Sg.)
saṃgrāmas tu na kartavyaḥ sarvasainyān bravīmi vaḥ ahaṃ hi saha sodaryaiḥ pravekṣye havyavāhanam bhīṣmadroṇārṇavaṃ tīrtvā saṃgrāmaṃ bhīrudustaram avasatsyāmy asalile sagaṇo drauṇigoṣpade
Kampf aber darf nicht mehr geführt werden — dies sage ich allen Truppen. Ich selbst werde, mitsamt meinen Brüdern, in das Feuer eingehen; nachdem ich den Ozean, der Bhīṣma und Droṇa war, durchquert habe, diesen für Furchtsame unüberwindlichen Kampf, werde ich nun, ohne Wasser, in der bloßen Kuhhuf-Pfütze des Sohnes Droṇas untergehen.
Wort für Wort
saṃgrāmas tu na kartavyaḥ
Kampf aber darf nicht geführt werden (Nom. Sg. m. / Adv. / Nom. Sg. m. Ger.)
sarvasainyān bravīmi vaḥ
dies sage ich allen Truppen (Akk. Pl. n. / 1. Sg. Präs. Akt. von brū / Dat. Pl.)
aham hi saha sodaryaiḥ
ich fürwahr, mitsamt den Brüdern (Nom. Sg. / Instr. Pl. m.)
pravekṣye havyavāhanam
werde eingehen in das Feuer (1. Sg. Fut. Med. von pra-viś / Akk. Sg. m.)
bhīṣmadroṇārṇavaṃ tīrtvā
den Ozean Bhīṣma-Droṇa durchquert habend (Akk. Sg. m. / Absolutiv)
saṃgrāmaṃ bhīrudustaram
den für Furchtsame unüberwindlichen Kampf (Akk. Sg. m. / Akk. Sg. m.)
avasatsyāmy asalile
werde ich untergehen, ohne Wasser (1. Sg. Fut. Med. von ava-sad / Lok. Sg. n.)
sagaṇo drauṇigoṣpade
mitsamt meiner Schar, in der Kuhhuf-Pfütze des Droṇa-Sohnes (Nom. Sg. m. / Lok. Sg. n.)
[Anm.: Ein bitteres Bild der Anklimax — nachdem Yudhiṣṭhira den gewaltigen „Ozean“ aus Bhīṣma und Droṇa überstanden hat, beklagt er, nun ausgerechnet an der vergleichsweise geringfügigen „Pfütze“ des Droṇa-Sohnes zugrunde zu gehen.]
kāmaḥ saṃpadyatām asya bībhatsor āśu māṃ prati kalyāṇavṛtta ācāryo mayā yudhi nipātitaḥ
Sein [Aśvatthāmans] Wunsch bezüglich Bībhatsu [Arjuna] möge sich rasch an mir erfüllen — der Lehrer von untadeligem Wandel wurde ja von mir im Kampf zu Fall gebracht.
Wort für Wort
kāmaḥ saṃpadyatām asya
sein Wunsch möge sich erfüllen (Nom. Sg. m. / 3. Sg. Imp. Med. von sam-pad / Gen. Sg. m.)
bībhatsor āśu māṃ prati
bezüglich Bībhatsu, rasch, an mir (Gen. Sg. m. / Adv. / Akk. Sg. / Postposition)
kalyāṇavṛtta ācāryo
der Lehrer von untadeligem Wandel (Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
mayā yudhi nipātitaḥ
wurde von mir im Kampf zu Fall gebracht (Instr. Sg. / Lok. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
[Anm.: Yudhiṣṭhira übernimmt hier die persönliche Schuld am Tod Droṇas, den er durch seine zweideutige Aussage „Erschlagen ist der Elefant“ (siehe Kap.167) mit herbeigeführt hatte.]
yena bālaḥ sa saubhadro yuddhānām aviśāradaḥ samarthair bahubhiḥ krūrair ghātito nābhipālitaḥ yenāvibruvatā praśnaṃ tathā kṛṣṇā sabhāṃ gatā upekṣitā saputreṇa dāsabhāvaṃ niyacchatī rakṣaṇe ca mahān yatnaḥ saindhavasya kṛto yudhi arjunasya vighātārthaṃ pratijñā yena rakṣitā vyūhadvāri vayaṃ caiva dhṛtā yena jigīṣavaḥ vāritaṃ ca mahat sainyaṃ prāviśat tad yathābalam jighāṃsur dhārtarāṣṭraś ca śrānteṣv aśveṣu phalgunam kavacena tathā yukto rakṣārthaṃ saindhavasya ca yena brahmāstraviduṣā pāñcālāḥ satyajinmukhāḥ kurvāṇā majjaye yatnaṃ samūlā vinipātitāḥ grahaṇe ca paro yatnaḥ kṛtas tena yathā mama viditaṃ sarvam evaitad bhavatāṃ sarvayodhinām yena pravrājyamānāś ca rājyād vayam adharmataḥ nivāryamāṇenāsmābhir anugantuṃ tad eṣitāḥ vanavāsān nivṛttānāṃ samaye ca tathā kṛte snehaś ca darśito nityaṃ pratyakṣaṃ vo mahārathāḥ yo 'sāv atyantam asmāsu kurvāṇaḥ sauhṛdaṃ param hatas tadarthe maraṇaṃ gamiṣyāmi sabāndhavaḥ
Durch wen jener Knabe, der Sohn der Subhadrā [Abhimanyu], unerfahren in den Kriegskünsten, von vielen mächtigen, grausamen [Kriegern] erschlagen wurde, ungeschützt; durch wen, als sie auf die Frage schwieg, Kṛṣṇā [Draupadī] so in die Versammlungshalle gebracht, von ihm, der doch selbst Söhne hatte, übergangen wurde, während sie in den Stand einer Sklavin gedrängt wurde; und durch wessen [Wirken] große Mühe auf den Schutz des Saindhava [Jayadratha] im Kampf verwandt wurde, wodurch Arjunas Gelübde zu vereiteln gesucht wurde; durch wen wir, siegbegierig, am Tor der Kampfformation zurückgehalten wurden, und [dennoch] das gewaltige, aufgehaltene Heer eindrang, so gut es vermochte; als der Sohn Dhṛtarāṣṭras [Duryodhana], mordlüstern, bei erschöpften Pferden den Phalguna [Arjuna töten wollte], mit Rüstung ausgestattet zum Schutz des Saindhava; durch wen, den Kenner der Brahma-Waffe, die Pāñcālas unter Satyajit, die sich mühten, [ihn] zu versenken, mit Stumpf und Stiel niedergestreckt wurden; und durch dessen höchste Anstrengung meine eigene Gefangennahme versucht wurde — all dies ist euch allen, ihr Krieger, wohlbekannt; durch wen wir, als wir unrecht aus dem Reich verbannt wurden, obgleich wir [es] abzuwehren [suchten], dennoch begehrt wurden zu begleiten; und dem, der, als das Waldleben beendet und die vereinbarte Frist erfüllt war, uns beständig und offen seine Zuneigung erwies, ihr großen Wagenkämpfer — er, eben er, der uns die höchste, innigste Freundschaft erwiesen hat, ist erschlagen; um seinetwillen werde ich, samt meinen Verwandten, in den Tod gehen.“
Wort für Wort
yena bālaḥ sa saubhadraḥ
durch wen jener Knabe, der Sohn der Subhadrā (Instr. Sg. m. / Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
yuddhānām aviśāradaḥ
unerfahren in den Kriegskünsten (Gen. Pl. n. / Nom. Sg. m.)
samarthair bahubhiḥ krūraiḥ
von vielen mächtigen, grausamen [Kriegern] (Instr. Pl. m.)
ghātito nābhipālitaḥ
erschlagen, ungeschützt (Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
yenāvibruvatā praśnam
durch wen, als er nicht auf die Frage antwortete (Instr. Sg. m. Part. Präs. / Akk. Sg. m.)
tathā kṛṣṇā sabhāṃ gatā
so wurde Kṛṣṇā zur Versammlung gebracht (Adv. / Nom. Sg. f. / Akk. Sg. f. / Nom. Sg. f.)
upekṣitā saputreṇa
übergangen von ihm, der Söhne hatte (Nom. Sg. f. / Instr. Sg. m.)
dāsabhāvaṃ niyacchatī
in den Sklavenstand gedrängt (Akk. Sg. m. / Nom. Sg. f. Part. Präs.)
rakṣaṇe ca mahān yatnaḥ
und beim Schutz eine große Mühe (Lok. Sg. n. / Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
saindhavasya kṛto yudhi
des Saindhava, gemacht, im Kampf (Gen. Sg. m. / Nom. Sg. m. / Lok. Sg. m.)
arjunasya vighātārthaṃ
zum Zweck der Vereitelung Arjunas (Gen. Sg. m. / Akk. Sg. m.)
pratijñā yena rakṣitā
das Gelübde, durch wen geschützt [thwarted] (Nom. Sg. f. / Instr. Sg. m. / Nom. Sg. f.)
vyūhadvāri vayaṃ caiva
am Tor der Kampfformation, wir (Lok. Sg. n. / Nom. Pl.)
dhṛtā yena jigīṣavaḥ
zurückgehalten, durch wen, siegbegierig (Nom. Pl. m. / Instr. Sg. m. / Nom. Pl. m.)
vāritaṃ ca mahat sainyaṃ
und das aufgehaltene, gewaltige Heer (Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n.)
prāviśat tad yathābalam
drang ein, so gut es vermochte (3. Sg. Impf. Akt. von pra-viś / Adv.)
jighāṃsur dhārtarāṣṭraś ca
und der mordlüsterne Sohn Dhṛtarāṣṭras (Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
śrānteṣv aśveṣu phalgunam
bei erschöpften Pferden, den Phalguna (Lok. Pl. m. / Akk. Sg. m.)
kavacena tathā yukto
ebenso mit Rüstung ausgestattet (Instr. Sg. n. / Adv. / Nom. Sg. m.)
rakṣārthaṃ saindhavasya ca
zum Schutz des Saindhava (Akk. Sg. m. / Gen. Sg. m.)
yena brahmāstraviduṣā
durch wen, den Kenner der Brahma-Waffe (Instr. Sg. m. / Instr. Sg. m.)
pāñcālāḥ satyajinmukhāḥ
die Pāñcālas unter Satyajit (Nom. Pl. m. / Nom. Pl. m.)
kurvāṇā majjaye yatnaṃ
die sich um das Versenken mühten (Nom. Pl. m. Part. Präs. / Lok. Sg. m. / Akk. Sg. m.)
samūlā vinipātitāḥ
mit der Wurzel niedergestreckt (Nom. Pl. m. / Nom. Pl. m.)
grahaṇe ca paro yatnaḥ
und bei der Gefangennahme höchste Mühe (Lok. Sg. n. / Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
kṛtas tena yathā mama
von ihm gemacht, betreffend mich (Nom. Sg. m. / Instr. Sg. m. / Adv. / Gen. Sg.)
viditaṃ sarvam evaitad
all dies ist bekannt (Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n. / Adv. / Nom. Sg. n.)
bhavatāṃ sarvayodhinām
euch allen Kriegern (Gen. Pl. / Gen. Pl. m.)
yena pravrājyamānāś ca
durch wen wir, verbannt werdend (Instr. Sg. m. / Nom. Pl. m. Part. Präs. Pass.)
rājyād vayam adharmataḥ
vom Reich, wir, unrechtmäßig (Abl. Sg. n. / Nom. Pl. / Adv.)
nivāryamāṇenāsmābhir
obwohl von uns abgewehrt (Instr. Sg. m. Part. Präs. Pass. / Instr. Pl.)
anugantuṃ tad eṣitāḥ
begehrt, dies zu begleiten (Inf. / Nom. Sg. n. / Nom. Pl. m.)
vanavāsān nivṛttānāṃ
der vom Waldleben Zurückgekehrten (Abl. Sg. m. / Gen. Pl. m.)
samaye ca tathā kṛte
und als die Frist so erfüllt war (Lok. Sg. m. / Adv. / Lok. Sg. m.)
snehaś ca darśito nityaṃ
und Zuneigung wurde beständig gezeigt (Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m. / Adv.)
pratyakṣaṃ vo mahārathāḥ
offen, euch, ihr großen Wagenkämpfer (Adv. / Dat. Pl. / Vok. Pl. m.)
yo 'sāv atyantam asmāsu
er, eben er, der äußerst uns gegenüber (Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m. / Adv. / Lok. Pl.)
kurvāṇaḥ sauhṛdaṃ param
erweisend höchste Freundschaft (Nom. Sg. m. Part. Präs. / Akk. Sg. n. / Akk. Sg. n.)
hatas tadarthe maraṇaṃ
erschlagen, seinetwegen den Tod (Nom. Sg. m. / Adv. / Akk. Sg. n.)
gamiṣyāmi sabāndhavaḥ
werde ich gehen, samt meinen Verwandten (1. Sg. Fut. Akt. von gam / Nom. Sg. m.)
[Anm.: Yudhiṣṭhira reiht hier gegensätzliche Erinnerungen aneinander — Droṇas Rolle als feindlicher Heerführer (Abhimanyus Tod im Cakra-Vyūha, sein Schweigen bei Draupadīs Demütigung, der Schutz Jayadrathas, das Blockieren des Heeres) neben Zeugnissen seiner persönlichen Zuneigung; die Zeile über das „Begehren zu begleiten“ bleibt in ihrem genauen Bezug unklar [?].]
śīghraṃ nyasyata śastrāṇi vāhebhyaś cāvarohata eṣa yogo 'tra vihitaḥ pratighāto mahātmanā dvipāśvasyandanebhyaś ca kṣitiṃ sarve 'varohata evam etan na vo hanyād astraṃ bhūmau nirāyudhān
„Schnell legt die Waffen nieder und steigt von euren Reittieren! Dies ist das hier vorgeschriebene Mittel, das Gegenmittel des Hochbeseelten. Steigt alle zu Boden, von Elefanten, Pferden und Wagen! So wird euch diese Waffe nicht töten, wenn ihr waffenlos [am Boden seid];
Wort für Wort
śīghraṃ nyasyata śastrāṇi
schnell legt nieder die Waffen (Adv. / 2. Pl. Imp. Akt. von ni-as / Akk. Pl. n.)
vāhebhyaś cāvarohata
und steigt ab von den Reittieren (Abl. Pl. m. / 2. Pl. Imp. Akt. von ava-ruh)
eṣa yogo 'tra vihitaḥ
dies ist das hier vorgeschriebene Mittel (Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m. / Adv. / Nom. Sg. m.)
pratighāto mahātmanā
das Gegenmittel, vom Hochbeseelten (Nom. Sg. m. / Instr. Sg. m.)
dvipāśvasyandanebhyaś ca
und von Elefanten, Pferden und Wagen (Abl. Pl. m.)
kṣitiṃ sarve 'varohata
steigt alle zur Erde herab (Akk. Sg. f. / Nom. Pl. m. / 2. Pl. Imp. Akt. von ava-ruh)
evam etan na vo hanyād
so wird dies euch nicht töten (Adv. / Nom. Sg. n. / Adv. / Akk. Pl. / 3. Sg. Opt. Akt. von han)
astraṃ bhūmau nirāyudhān
die Waffe, am Boden, die Waffenlosen (Nom. Sg. n. / Lok. Sg. f. / Akk. Pl. m.)
sāyudhān yudhyamānān vo hanyād etān api dhruvam yathā yathā hi yudhyante yodhā hy astrabalaṃ prati tathā tathā bhavanty ete kauravā balavattarāḥ
sie wird euch, die bewaffnet weiterkämpfen, gewiss auch töten. Denn je mehr die Krieger gegen die Kraft der Waffe kämpfen, desto stärker werden diese Kauravas.
Wort für Wort
sāyudhān yudhyamānān vo
euch, die bewaffnet Kämpfenden (Akk. Pl. m. / Akk. Pl. m. Part. Präs. / Akk. Pl.)
hanyād etān api dhruvam
wird diese töten, gewiss auch (3. Sg. Opt. Akt. von han / Akk. Pl. m. / Adv. / Adv.)
yathā yathā hi yudhyante
denn je mehr sie kämpfen (Adv. / Adv. / 3. Pl. Präs. Med. von yudh)
yodhā hy astrabalaṃ prati
die Krieger, fürwahr, gegen die Kraft der Waffe (Nom. Pl. m. / Akk. Sg. n. / Postposition)
tathā tathā bhavanty ete
desto mehr werden diese (Adv. / Adv. / 3. Pl. Präs. Akt. von bhū / Nom. Pl. m.)
kauravā balavattarāḥ
Kauravas stärker (Nom. Pl. m. / Nom. Pl. m. Komp.)
[Anm.: Ein scheinbares Paradox — der Widerstand selbst nährt die Kraft der Waffe; offenbar gilt die Lehre, dass ihr mit Gewalt nicht beizukommen ist, sondern nur durch Unterwerfung.]
Von Rāma [Paraśurāma] wurde einst die ganze Erde von der Kṣatriya-Schar geleert; durch eben diese furchtbare Waffe wurde einst das Kṣatra-Geschlecht vernichtet. Jener Nārāyaṇa-Glanz, der den Glanz [aller] Waffen zermalmt — diese Waffe wurde einst von Viṣṇu, dem Gewaltigen, geschaffen, als der Daitya Hiraṇyākṣa, der große Asura, zu Fall gebracht wurde. Damals, o bester der Könige, wurde die einst von Viṣṇu geschaffene Nārāyaṇa-Waffe, nachdem sie jenen großen Daitya am Ende des Dvāpara[-Weltalters] zu Fall gebracht hatte, von Rāma [Paraśurāma], dem Hochbeseelten, durch Askese einst erlangt, indem er Viṣṇu, den Gott der Götter, den Herrn der drei Welten, geziemend verehrte. Von ihm gelangte sie an Droṇa — als Abwehrerin aller Waffen. So wird diese große Waffe fürwahr von niemandem abgewehrt; dies, ihr Könige, ist das [einzige] Mittel, die Nārāyaṇa-Waffe abzuwehren.
Wort für Wort
rāmeṇa pṛthivī sarvā
von Rāma die ganze Erde (Instr. Sg. m. / Nom. Sg. f. / Nom. Sg. f.)
niḥkṣatriyagaṇā kṛtā
leer von der Kṣatriya-Schar gemacht (Nom. Sg. f. / Nom. Sg. f.)
anenāstreṇa bhīmena
durch diese furchtbare Waffe (Instr. Sg. n. / Instr. Sg. n.)
kṣatram utsāditaṃ purā
das Kṣatra-Geschlecht vernichtet, einst (Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n. / Adv.)
yat tan nārāyaṇaṃ tejaḥ
jener Nārāyaṇa-Glanz (Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n.)
astratejaḥpramardanam
der den Glanz der Waffen zermalmt (Nom. Sg. n.)
tad astraṃ nirmitaṃ pūrvaṃ
diese Waffe, geschaffen, einst (Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n. / Adv.)
viṣṇunā prabhaviṣṇunā
von Viṣṇu, dem Gewaltigen (Instr. Sg. m. / Instr. Sg. m.)
yadā nipātito daityo
als der Daitya zu Fall gebracht wurde (Adv. / Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
hiraṇyākṣo mahāsuraḥ
Hiraṇyākṣa, der große Asura (Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
tadā nārāyaṇāstraṃ hi
damals die Nārāyaṇa-Waffe fürwahr (Adv. / Nom. Sg. n. / Adv.)
pūrvasṛṣṭaṃ hi viṣṇunā
einst geschaffen von Viṣṇu (Nom. Sg. n. / Adv. / Instr. Sg. m.)
taṃ nipātya mahādaityaṃ
jenen großen Daitya zu Fall gebracht habend (Akk. Sg. m. / Absolutiv / Akk. Sg. m.)
dvāparānte nṛpottama
am Ende des Dvāpara, o bester der Könige (Lok. Sg. m. / Vok. Sg. m.)
rāmeṇa tapa āsthāya
von Rāma, Askese unternommen habend (Instr. Sg. m. / Akk. Sg. n. / Absolutiv)
labdhaṃ pūrvaṃ mahātmanā
erlangt, einst, vom Hochbeseelten (Nom. Sg. n. / Adv. / Instr. Sg. m.)
devadevaṃ samārādhya
den Gott der Götter geziemend verehrt habend (Akk. Sg. m. / Absolutiv)
viṣṇuṃ tribhuvaneśvaram
Viṣṇu, den Herrn der drei Welten (Akk. Sg. m. / Akk. Sg. m.)
tasmād droṇam anuprāptaṃ
von ihm an Droṇa gelangt (Abl. Sg. m. / Akk. Sg. m. / Nom. Sg. n.)
sarvāstraprativāraṇam
als Abwehrerin aller Waffen (Nom. Sg. n.)
tathaitad dhi mahāśastraṃ
so wird diese große Waffe fürwahr (Adv. / Nom. Sg. n. / Adv. / Nom. Sg. n.)
kena cin na nivāryate
von niemandem abgewehrt (Instr. Sg. m. / Adv. / 3. Sg. Präs. Pass. von ni-vṛ)
nārāyaṇāstrasya nṛpā
der Nārāyaṇa-Waffe, ihr Könige (Gen. Sg. n. / Vok. Pl. m.)
eṣa yogo nivāraṇe
dies ist das Mittel bei der Abwehr (Nom. Sg. m. / Nom. Sg. m. / Lok. Sg. n.)
[Anm.: Die zwölf mit *1401_01 bis *1401_12 gekennzeichneten Verseinschübe, ein eingelagerter Kurz-Mythos zur Herkunft der Nārāyaṇa-Waffe, werden hier mit dem Hauptvers zu einer Einheit zusammengefasst.]
nikṣepsyanti ca śastrāṇi vāhanebhyo 'varuhya ye ye 'ñjaliṃ kurvate vīrā namanti ca vivāhanāḥ tān naitad astraṃ saṃgrāme nihaniṣyati mānavān
Diejenigen, die, von ihren Reittieren abgestiegen, ihre Waffen niederlegen werden — jene Helden, die den Gruß mit gefalteten Händen darbringen und sich verneigen, ohne Reittier — diese Menschen wird diese Waffe im Kampf nicht töten.
Wort für Wort
nikṣepsyanti ca śastrāṇi
und sie werden niederlegen die Waffen (3. Pl. Fut. Akt. von ni-kṣip / Akk. Pl. n.)
vāhanebhyo 'varuhya ye
die, von den Reittieren abgestiegen (Abl. Pl. n. / Absolutiv / Nom. Pl. m.)
ye 'ñjaliṃ kurvate vīrā
jene Helden, die den Handgruß darbringen (Nom. Pl. m. / Akk. Sg. m. / 3. Pl. Präs. Med. von kṛ / Nom. Pl. m.)
namanti ca vivāhanāḥ
und sich verneigen, ohne Reittier (3. Pl. Präs. Akt. von nam / Nom. Pl. m.)
tān naitad astraṃ saṃgrāme
diese wird diese Waffe im Kampf nicht (Akk. Pl. m. / Adv. / Nom. Sg. n. / Lok. Sg. m.)
nihaniṣyati mānavān
töten, die Menschen (3. Sg. Fut. Akt. von ni-han / Akk. Pl. m.)
ye tv etat pratiyotsyanti manasāpīha ke cana nihaniṣyati tān sarvān rasātalagatān api
Wer aber immer dieser [Waffe] entgegenkämpfen wird, sei es auch nur in Gedanken — sie wird sie alle töten, selbst wenn sie in die Unterwelt gegangen sind.“
Wort für Wort
ye tv etat pratiyotsyanti
wer aber diesem entgegenkämpfen wird (Nom. Pl. m. / Adv. / Akk. Sg. n. / 3. Pl. Fut. Akt. von prati-yudh)
manasāpīha ke cana
und sei es auch nur im Geiste, hier, irgendwelche (Instr. Sg. n. / Adv. / Nom. Pl. m. / Adv.)
nihaniṣyati tān sarvān
wird töten sie alle (3. Sg. Fut. Akt. von ni-han / Akk. Pl. m. / Akk. Pl. m.)
rasātalagatān api
selbst die in die Unterwelt Gegangenen (Akk. Pl. m. / Adv.)
na kathaṃ cana śastrāṇi moktavyānīha kena cit aham āvārayiṣyāmi droṇaputrāstram āśugaiḥ atha vāpy anayā gurvyā hemavigrahayā raṇe kālavad vicariṣyāmi drauṇer astraṃ viśātayan na hi me vikrame tulyaḥ kaś cid asti pumān iha yathaiva savitus tulyaṃ jyotir anyan na vidyate
„Keinesfalls sollen hier von irgendjemandem die Waffen fallen gelassen werden! Ich selbst werde die Waffe des Sohnes Droṇas mit schnellen Pfeilen abwehren; oder aber, mit dieser schweren, goldgestaltigen [Keule], werde ich im Kampf wie die Zeit selbst umherschweifen und Drauṇis Waffe zerstreuen. Denn es gibt hier keinen Mann, der mir an Tapferkeit gleichkäme, so wie es kein anderes Licht gibt, das dem der Sonne gleichkäme.
Wort für Wort
na kathaṃ cana śastrāṇi
keinesfalls die Waffen (Adv. / Adv. / Nom. Pl. n.)
moktavyānīha kena cit
sollen hier fallen gelassen werden von irgendjemandem (Nom. Pl. n. Ger. / Adv. / Instr. Sg. m. / Adv.)
aham āvārayiṣyāmi
ich werde abwehren (Nom. Sg. / 1. Sg. Fut. Akt. von ā-vṛ)
droṇaputrāstram āśugaiḥ
die Waffe des Sohnes Droṇas mit schnellen [Pfeilen] (Akk. Sg. n. / Instr. Pl. m.)
atha vāpy anayā gurvyā
oder aber mit dieser schweren (Adv. / Instr. Sg. f. / Instr. Sg. f.)
hemavigrahayā raṇe
goldgestaltigen [Keule], im Kampf (Instr. Sg. f. / Lok. Sg. m.)
kālavad vicariṣyāmi
werde ich wie die Zeit umherschweifen (Adv. / 1. Sg. Fut. Akt. von vi-car)
drauṇer astraṃ viśātayan
Drauṇis Waffe zerstreuend (Gen. Sg. m. / Akk. Sg. n. / Nom. Sg. m. Part. Präs.)
na hi me vikrame tulyaḥ
denn es gibt mir an Tapferkeit keinen Gleichen (Adv. / Adv. / Gen. Sg. / Lok. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
kaś cid asti pumān iha
irgendeinen Mann hier (Nom. Sg. m. / Adv. / 3. Sg. Präs. Akt. von as / Nom. Sg. m. / Adv.)
yathaiva savitus tulyaṃ
so wie dem der Sonne gleiches (Adv. / Gen. Sg. m. / Nom. Sg. n.)
jyotir anyan na vidyate
kein anderes Licht existiert (Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n. / Adv. / 3. Sg. Präs. Pass. von vid)
paśyadhvaṃ me dṛḍhau bāhū nāgarājakaropamā samarthau parvatasyāpi śaiśirasya nipātane nāgāyutasamaprāṇo hy aham eko nareṣv iha śakro yathā pratidvaṃdvo divi deveṣu viśrutaḥ adya paśyata me vīryaṃ bāhvoḥ pīnāṃsayor yudhi jvalamānasya dīptasya drauṇer astrasya vāraṇe
Seht meine beiden festen Arme, dem Rüssel des Elefantenkönigs gleich, fähig sogar, den Schneegebirgsberg zu fällen! Ich allein habe unter den Menschen hier die Lebenskraft von zehntausend Elefanten, wie Śakra [Indra] als Rivale unter den Göttern im Himmel gepriesen wird. Heute seht die Kraft meiner Arme, an starken Schultern, im Kampf, bei der Abwehr der lodernden, glühenden Waffe Drauṇis!
Wort für Wort
paśyadhvaṃ me dṛḍhau bāhū
seht meine beiden festen Arme (2. Pl. Imp. Med. von paś / Gen. Sg. / Akk. Dual m. / Akk. Dual m.)
nāgarājakaropamā
dem Rüssel des Elefantenkönigs gleich (Akk. Dual m.)
samarthau parvatasyāpi
fähig, auch des Berges (Akk. Dual m. / Gen. Sg. m.)
śaiśirasya nipātane
des Schneegebirges, beim Fällen (Gen. Sg. m. / Lok. Sg. n.)
nāgāyutasamaprāṇo hy
denn mit der Lebenskraft von zehntausend Elefanten (Nom. Sg. m. / Adv.)
aham eko nareṣv iha
ich allein unter den Menschen hier (Nom. Sg. / Nom. Sg. m. / Lok. Pl. m. / Adv.)
śakro yathā pratidvaṃdvo
wie Śakra als Rivale (Nom. Sg. m. / Adv. / Nom. Sg. m.)
divi deveṣu viśrutaḥ
im Himmel unter den Göttern gepriesen (Lok. Sg. m. / Lok. Pl. m. / Nom. Sg. m.)
adya paśyata me vīryaṃ
heute seht meine Kraft (Adv. / 2. Pl. Imp. Akt. von paś / Gen. Sg. / Akk. Sg. n.)
bāhvoḥ pīnāṃsayor yudhi
der Arme, an starken Schultern, im Kampf (Gen. Dual m. / Gen. Dual m. / Lok. Sg. m.)
jvalamānasya dīptasya
der lodernden, glühenden (Gen. Sg. n. Part. Präs. / Gen. Sg. n.)
drauṇer astrasya vāraṇe
der Waffe Drauṇis, bei der Abwehr (Gen. Sg. m. / Gen. Sg. n. / Lok. Sg. n.)
yadi nārāyaṇāstrasya pratiyoddhā na vidyate adyainaṃ pratiyotsyāmi paśyatsu kurupāṇḍuṣu arjunārjuna bībhatso na nyasyaṃ gāṇḍivaṃ tvayā
Wenn es keinen Gegner für die Nārāyaṇa-Waffe gibt, so werde ich ihr heute selbst entgegentreten, im Angesicht der Kurus und Pāṇḍus! Arjuna, Arjuna, Bībhatsu — das Gāṇḍīva soll von dir nicht niedergelegt werden!“
Wort für Wort
yadi nārāyaṇāstrasya
wenn der Nārāyaṇa-Waffe (Konj. / Gen. Sg. n.)
pratiyoddhā na vidyate
kein Gegner existiert (Nom. Sg. m. / Adv. / 3. Sg. Präs. Pass. von vid)
adyainaṃ pratiyotsyāmi
heute werde ich ihr entgegentreten (Adv. / Akk. Sg. n. / 1. Sg. Fut. Akt. von prati-yudh)
paśyatsu kurupāṇḍuṣu
im Angesicht der Kurus und Pāṇḍus (Lok. Pl. m. Part. Präs. / Lok. Pl. m.)
arjunārjuna bībhatso
Arjuna, Arjuna, Bībhatsu (Vok. Sg. m. wiederholt / Vok. Sg. m.)
na nyasyaṃ gāṇḍivaṃ tvayā
soll nicht niedergelegt werden das Gāṇḍīva von dir (Adv. / Nom. Sg. n. Ger. / Nom. Sg. n. / Instr. Sg.)
śaśāṅkasyeva te paṅko nairmalyaṃ pātayiṣyati bhīma nārāyaṇāstre me goṣu ca brāhmaṇeṣu ca eteṣu gāṇḍivaṃ nyasyam etad dhi vratam uttamam
„Wie ein Makel die Reinheit des Mondes zu Fall bringen würde [so wäre es mit meiner Ehre] — o Bhīma, bei der Nārāyaṇa-Waffe, wie bei Kühen und Brahmanen, in diesen Dingen muss das Gāṇḍīva niedergelegt werden; dies eben ist das höchste Gelübde.“
Wort für Wort
śaśāṅkasyeva te paṅko
wie ein Makel des Mondes (Gen. Sg. m. / Adv. / Gen. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
nairmalyaṃ pātayiṣyati
die Reinheit zu Fall bringen wird (Akk. Sg. n. / 3. Sg. Fut. Akt. Kaus. von pat)
bhīma nārāyaṇāstre me
o Bhīma, bei der Nārāyaṇa-Waffe, für mich (Vok. Sg. m. / Lok. Sg. n. / Gen. Sg.)
goṣu ca brāhmaṇeṣu ca
und bei Kühen und bei Brahmanen (Lok. Pl. f. / Lok. Pl. m.)
eteṣu gāṇḍivaṃ nyasyam
in diesen [Dingen] muss das Gāṇḍīva niedergelegt werden (Lok. Pl. n. / Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n. Ger.)
etad dhi vratam uttamam
dies eben ist das höchste Gelübde (Nom. Sg. n. / Adv. / Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n.)
[Anm.: Die Sprecherformel „arjuna uvāca“ wurde hier gemäß Konvention nicht als eigene Einheit wiedergegeben; das genaue Bild der ersten Vershälfte bleibt etwas unklar [?].]
evam uktvā tato bhīmo droṇaputram ariṃdamaḥ abhyayān meghaghoṣeṇa rathenādityavarcasā
Nachdem er so gesprochen hatte, ging Bhīma, der Feindebezwinger, gegen Droṇas Sohn vor, mit einem Wagen, der wie eine Gewitterwolke dröhnte und den Glanz der Sonne hatte.
Wort für Wort
evam uktvā tato bhīmo
so gesprochen habend, dann Bhīma (Adv. / Absolutiv / Adv. / Nom. Sg. m.)
droṇaputram ariṃdamaḥ
gegen den Sohn Droṇas, der Feindebezwinger (Akk. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
abhyayān meghaghoṣeṇa
ging vor, mit gewitterwolkengleichem Dröhnen (3. Sg. Impf. Akt. von abhi-i / Instr. Sg. m.)
rathenādityavarcasā
mit einem Wagen von Sonnenglanz (Instr. Sg. m. / Instr. Sg. n.)
kampayan medinīṃ sarvāṃ trāsayaṃś ca camūṃ tava śaṅkhaśabdaṃ mahat kṛtvā bhujaśabdaṃ ca pāṇḍavaḥ tasya śaṅkhasvanaṃ śrutvā bāhuśabdaṃ ca tāvakāḥ samantāt koṣṭhakīkṛtya śaravrātair avākiran samakampanta vitrastāḥ śakṛn mūtraṃ prasusruvuḥ
Die ganze Erde erschütternd und dein Heer in Schrecken versetzend, machte der Pāṇḍava einen gewaltigen Muschelhorn-Klang und ein Armklatschen; als sie seinen Muschelhorn-Schall und das Armklatschen hörten, umringten deine Krieger ihn von allen Seiten und überschütteten ihn mit Pfeilmassen; zitternd, entsetzt, entleerten sie Kot und Urin.
Wort für Wort
kampayan medinīṃ sarvāṃ
die ganze Erde erschütternd (Nom. Sg. m. Part. Präs. Kaus. / Akk. Sg. f. / Akk. Sg. f.)
trāsayaṃś ca camūṃ tava
und dein Heer erschreckend (Nom. Sg. m. Part. Präs. Kaus. / Akk. Sg. f. / Gen. Sg.)
śaṅkhaśabdaṃ mahat kṛtvā
einen gewaltigen Muschelhorn-Klang gemacht habend (Akk. Sg. m. / Akk. Sg. n. / Absolutiv)
bhujaśabdaṃ ca pāṇḍavaḥ
und das Armklatschen, der Pāṇḍava (Akk. Sg. m. / Nom. Sg. m.)
tasya śaṅkhasvanaṃ śrutvā
seinen Muschelhorn-Klang gehört habend (Gen. Sg. m. / Akk. Sg. m. / Absolutiv)
bāhuśabdaṃ ca tāvakāḥ
und das Armklatschen, deine [Krieger] (Akk. Sg. m. / Nom. Pl. m.)
samantāt koṣṭhakīkṛtya
von allen Seiten umringt habend (Adv. / Absolutiv)
śaravrātair avākiran
überschütteten sie mit Pfeilmassen (Instr. Pl. m. / 3. Pl. Impf. Akt. von ava-kṝ)
samakampanta vitrastāḥ
zitterten, entsetzt (3. Pl. Impf. Med. von kamp / Nom. Pl. m.)
śakṛn mūtraṃ prasusruvuḥ
entleerten Kot und Urin (Akk. Sg. n. / Akk. Sg. n. / 3. Pl. Perf. Akt. von pra-sru)
sa enam iṣujālena laghutvāc chīghravikramaḥ nimeṣamātreṇāsādya kuntīputro 'bhyavākirat
Er, rasch an Tatkraft durch seine Behändigkeit, näherte sich ihm im Bruchteil eines Augenblicks und überschüttete ihn, der Sohn der Kuntī, mit einem Netz von Pfeilen.
Wort für Wort
sa enam iṣujālena
er, ihn, mit einem Netz von Pfeilen (Nom. Sg. m. / Akk. Sg. m. / Instr. Sg. n.)
laghutvāc chīghravikramaḥ
durch Behändigkeit, rasch an Tatkraft (Abl. Sg. n. / Nom. Sg. m.)
nimeṣamātreṇāsādya
im Bruchteil eines Augenblicks sich genähert habend (Instr. Sg. n. / Absolutiv)
kuntīputro 'bhyavākirat
der Sohn der Kuntī überschüttete (Nom. Sg. m. / 3. Sg. Impf. Akt. von abhi-ava-kṝ)
teṣu nikṣiptaśastreṣu vāhanebhyaś cyuteṣu ca upariṣṭād bhraman yatra yatra yodhān prapaśyati gṛhītaśastrān ārūḍhān vāhaneṣu mahātmasu yatra yatra prayāti sma kramamāṇaṃ raṇājire tatra tatra vimuktās tāḥ sarve 'dṛśyanta saṃghaśaḥ tato 'paśyad raṇe bhīmaṃ gadāhastam ariṃdamam asaṃbhrāntaṃ samāyāntaṃ droṇaputrarathaṃ prati tad astravīryaṃ vipulaṃ bhīmamūrdhany athāpatat
Von ihnen, die die Waffen niedergelegt und ihre Reittiere verlassen hatten, [durchzog jene Kraft] die Höhe, wo immer sie Krieger erblickte, die die Waffen noch hielten, aufgesessen auf ihren gewaltigen Reittieren; wo immer sie [im Kampf] fortschreitend vorrückte, dort wurden jene überall in Scharen unversehrt gesehen; dann erblickte sie im Kampf Bhīma, den Feindebezwinger, die Keule in der Hand, unerschrocken, heranrückend gegen den Wagen des Sohnes Droṇas — da fiel jene gewaltige Kraft der Waffe auf Bhīmas Haupt herab.
Wort für Wort
teṣu nikṣiptaśastreṣu
von ihnen, die die Waffen niedergelegt hatten (Lok. Pl. m. / Lok. Pl. m.)
vāhanebhyaś cyuteṣu ca
und von ihren Reittieren herabgestiegen (Abl. Pl. n. / Lok. Pl. m.)
upariṣṭād bhraman yatra yatra
von oben umherstreifend, wo immer (Adv. / Nom. Sg. n. Part. Präs. / Adv. wiederholt)
yodhān prapaśyati
Krieger erblickte (Akk. Pl. m. / 3. Sg. Präs. Akt. von pra-paś)
gṛhītaśastrān ārūḍhān
die die Waffen ergriffen hielten, aufgesessen (Akk. Pl. m. / Akk. Pl. m.)
vāhaneṣu mahātmasu
auf ihren gewaltigen Reittieren (Lok. Pl. n. / Lok. Pl. n.)
yatra yatra prayāti sma
wo immer sie vorrückte (Adv. wiederholt / 3. Sg. Präs. Akt. von pra-yā / Partikel)
kramamāṇaṃ raṇājire
fortschreitend, auf dem Schlachtfeld (Akk. Sg. n. Part. Präs. / Lok. Sg. n.)
tatra tatra vimuktās tāḥ
dort überall wurden jene freigelassen [unversehrt] (Adv. wiederholt / Nom. Pl. m. / Nom. Pl. f.)
sarve 'dṛśyanta saṃghaśaḥ
alle wurden gesehen, in Scharen (Nom. Pl. m. / 3. Pl. Impf. Pass. von dṛś / Adv.)
tato 'paśyad raṇe bhīmaṃ
dann erblickte sie im Kampf Bhīma (Adv. / 3. Sg. Impf. Akt. von paś / Lok. Sg. m. / Akk. Sg. m.)
gadāhastam ariṃdamam
die Keule in der Hand, den Feindebezwinger (Akk. Sg. m. / Akk. Sg. m.)
asaṃbhrāntaṃ samāyāntaṃ
unerschrocken, heranrückend (Akk. Sg. m. / Akk. Sg. m. Part. Präs.)
droṇaputrarathaṃ prati
gegen den Wagen des Sohnes Droṇas (Akk. Sg. m. / Postposition)
tad astravīryaṃ vipulaṃ
jene gewaltige Kraft der Waffe (Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n. / Nom. Sg. n.)
bhīmamūrdhany athāpatat
fiel auf Bhīmas Haupt herab (Lok. Sg. n. / 3. Sg. Impf. Akt. von ā-pat)
[Anm.: Das Subjekt von „bhraman“ (umherstreifend) bleibt etwas unklar [?] — gemeint ist wohl die personifizierte Glut/Kraft der Waffe selbst, die über das Schlachtfeld hinwegzieht, die Entwaffneten verschont und gezielt Bhīma sucht.]