Kapitel 11: ṛgvede 1.11 · indraṃ viśvā avīvṛdhan samudravyacasaṃ giraḥ
Lied an Indra: Preis des Sieger-Helden, Gaben und Taten
Preislied auf Indra als Sieger, Burgenspalter und Geber; mythische Anspielungen auf Vala (5) und Śuṣṇa (7). Vers 6 ist syntaktisch schwierig (āyam, āvadan) und nur vorläufig wiedergegeben.
Indra haben alle Lieder wachsen lassen, / den meeresweit Umfassenden, / den besten Wagenkämpfer unter den Wagenkämpfern, den wahren Herrn der Siegespreise, den Gebieter.
In Freundschaft mit dir, Indra, wir Siegpreisreichen: / mögen wir uns nicht fürchten, Herr der Stärke; / dich preisen wir laut, den Sieger, den Unbesiegten.
Der Burgenspalter, jung, ein Seher, von unermesslicher Kraft, wurde geboren: / Indra, der Träger jedes Werkes, / der Keulenträger, der vielgepriesene. [Anm.: Padapāṭha kamarṇaḥ ist Verderbnis für karmaṇaḥ]
Du hast die Öffnung des rinderreichen Vala aufgedeckt, Steinbewehrter; / dich haben die Götter, unerschrocken, gedrängt, / beigestanden [?]. [Anm.: „rinderreich“ wörtlich; āviṣuḥ „erschienen/beigestanden“ unsicher]
Durch deine Gaben, Held, bin ich [?] (dir) entgegengekommen, sie sprachen [?] zum Strom hin; / es traten heran, Liedgeliebter, / die Dichter, sie kennen dich, (dass) dessen … [?]. [Anm.: Pāda a-b syntaktisch unklar; āyam als 1. Sg. Impf. „ich kam“ und āvadan als 3. Pl. „sie sprachen/ließen ertönen“ sind unsichere Lesungen; viduḥ te tasya kāravaḥ vgl. 1.11.7: „die Dichter wissen davon“]
Mit Zauberkräften, Indra, hast du den zauberkundigen Śuṣṇa niedergezwungen; / davon wissen die Weisen bei dir; / ihre (der Weisen) Ruhmestaten hebe empor.