Kapitel 145: ṛgvede 1.145 · taṃ pṛchatā sa jagāmā sa veda sa cikitvānīyate sā nvīyate
Rätsellied auf Agni: Der, nach dem man fragt
Fragelied: Agni ist der Kundige, an den man Fragen richtet; danach zwei bildreiche, dunkle Verse (3–4) und ein Schluss auf sein Wissen. Vieles in 2–4 unsicher.
taṃ pṛchatā sa jagāmā sa veda sa cikitvānīyate sā nvīyate / tasmin santi praśiṣastasminniṣṭayaḥ sa vājasya śavasaḥ śuṣmiṇas patiḥ
Fragt nach ihm: er ist (dorthin) gegangen, er weiß; er, der Kundige, wird angegangen, ja, er wird angegangen. / In ihm sind die Weisungen, in ihm die Wünsche; er ist der Herr der Stärke, der Kraft, des Ungestüms.
tamit pṛchanti na simo vi pṛchati sveneva dhīro manasā yadagrabhīt / na mṛṣyate prathamaṃ nāparaṃ vaco 'sya kratvasacate apradṛpitaḥ
Ihn (allein) fragen sie; nicht fragt ihn irgendeiner (auseinander): wie mit eigenem Geist, der Besonnene, wenn er (es) gefasst hat. / Er lässt weder das erste noch das spätere Wort unbeachtet [?]; durch Einsicht bleibt er zugewandt, unüberheblich. [Anm.: 2b ist syntaktisch schwierig; Übersetzung unsicher.]
Zu ihm gehen die Züngelnden (Flammen/Löffel), zu ihm die Stuten; der Eine hört alle meine Reden. / Vielsendend, überwindend, die Weihehandlung vollendend, mit unversehrter Hilfe, hat das Kind (sie) ergriffen, zusammen gepackt [?]. [Anm.: „Zungen/Löffel“ bildlich wohl die Flammen bzw. Opferlöffel; unsicher.]
Er geht als Aufwartender umher, wenn sie zusammenkamen; sofort geboren lief er mit den (Zug-)Gespannen. / Den Erschöpften [?] berührt er ... zur ... Freude [?], wenn die Begehrenden zu ihm gehen, zu dem Danebengestellten. [Anm.: Vers sehr dunkel; Bezug auf Agni als Diener/Gast plausibel, Einzelheiten spekulativ.]
sa īṃ mṛgo apyo vanargurupa tvacyupamasyāṃ ni dhāyi / vyabravīd vayunā martyebhyo 'gnirvidvān ṛtacid dhi satyaḥ
Er ist das Wild, im Wasser (Befindliche), im Wald Wandelnde, an der Haut, im Nächsten [?] niedergelegt worden. / Er hat den Sterblichen die Wege [?] eröffnet, Agni, der Wissende, denn er ist im ṛta kundig, wahrhaftig.