Indra, trink den Soma zur rechten Zeit; / zu dir sollen eingehen die Tropfen, / die berauschenden, die dort ihre Wohnstatt haben. [Anm.: ṛtu „festgesetzte Zeit, Jahreszeit“]
Wort für Wort
indra
Indra (Vok.)
somam
Soma (Akk. Sg.)
piba
trink (2. Sg. Imp.)
ṛtunā
zur rechten Zeit/mit der Jahreszeit (Instr. Sg.)
ā
hin (Präverb)
tvā
dich (Akk. Sg.)
viśantu
sollen eingehen (3. Pl. Imp.)
indavaḥ
Tropfen (Nom. Pl.)
matsarāsaḥ
berauschend (Nom. Pl.)
tat-okasaḥ
dort wohnend/dort ihre Wohnstatt habend (Nom. Pl.)
abhi yajñaṃ gṛṇīhi no gnāvo neṣṭaḥ piba ṛtunā / tvaṃhi ratnadhā asi
Nimm dich unserer Weihehandlung an [?], Neṣṭṛ, (mit den Gattinnen [?]), trink zur rechten Zeit; / denn du bist der Schätze-Verleiher. [Anm.: PP grāvaḥ vermutlich Verderbnis für gnāvaḥ (Gattinnen der Götter) und mit Neṣṭṛ verbunden; gṛṇīhi „rufe/sprich/preise“ [?]]
Wort für Wort
abhi
hin zu (Präverb)
yajñam
Weihehandlung (Akk. Sg.)
gṛṇīhi
nimm an/stimme zu/preise (2. Sg. Imp.) [?]
naḥ
unsere (Gen. Pl.)
grāvaḥ
grāvaḥ (PP-Verderbnis für gnāvaḥ? „mit Gattinnen“) [?]
Vom Brahmanen, dem Gabenreichen, trink, Indra, den Soma / nach den (festen) Zeiten; / denn dein ist die unbezwungene Freundschaft. [Anm.: brāhmaṇa hier vermutlich der Brahman-Priester]
Den Güter-Geber, den Gott, rufen die Güter-Besitzer, / die den Presstein in der Hand halten, bei der Handlung, / bei den Weihehandlungen an. [Anm.: draviṇodā „Güter-Geber“ hier als Gottesname/Epitheton; Verb aus Pāda c gezogen]
draviṇodāḥ pipīṣati juhota pra ca tiṣṭhata / neṣṭrād ṛtubhiriṣyata
Der Güter-Geber will trinken [?]: gießt (die Gabe) und tretet vor; / vom Neṣṭṛ aus zu den (festen) Zeiten / seid eifrig [?]. [Anm.: pipīṣati Desiderativ von √pā „trinken“; iṣyata unsicher (√iṣ „eilen/wünschen“)]