Kapitel 40: ṛgvede 1.40 · ut tiṣṭha brahmaṇas pate devayantastvemahe
Anruf des Herrn des Brahman, Lob des heiligen Spruchs
Aufforderung an Brahmaṇaspati, sich zu erheben und die Götter samt Maruts und Indra heranzuführen; Preis des Spendenden und des heilsamen Spruchs. Die Verse 7 und 8 sind syntaktisch dunkel; dort sind die Lesarten unsicher.
ut tiṣṭha brahmaṇas pate devayantastvemahe / upa pra yantu marutaḥ sudānava indra prāśūrbhavā sacā
Steh auf, Herr des Brahman; nach den Göttern verlangend rufen wir dich an. Die Maruts, die gut Gebenden, sollen heranrücken; Indra, sei mit [ihnen] ein Antreiber [?].
tvāmid dhi sahasas putra martya upabrūte dhane hite / suvīryaṃ maruta ā svaśvyaṃ dadhīta yo va ācake
Denn dich, Sohn der Kraft, ruft der Sterbliche an, wenn Beute ausgesetzt ist; Heldenkraft und Rossreichtum soll erlangen, wer euch, Maruts, [huldigend] zugewandt ist [?].
Wort für Wort
tvām
dich (Akk. Sg.)
it
nur/gerade
hi
denn
sahasaḥ
der Kraft (Gen. Sg.)
putra
Sohn (Vok. Sg.)
martyaḥ
Sterblicher (Nom. Sg.)
upa-brūte
er ruft an (3. Sg. Med.)
dhane
in der Beute (Lok. Sg.)
hite
ausgesetzt (Lok. Sg.)
su-vīryam
Heldenkraft (Akk. Sg.)
marutaḥ
Maruts (Vok. Pl.)
ā
her, zu
su-aśvyam
Rossreichtum (Akk. Sg.)
dadhīta
er erlange/nehme (3. Sg. Opt. Med.)
yaḥ
wer (Nom. Sg.)
vaḥ
euch (Akk. Pl.)
ācakre
er hat [beachtet/gepriesen] [?] (3. Sg. Perf. Med.)
Vorwärts gehe der Herr des Brahman, vorwärts gehe die göttliche Sūnṛtā; zum mannhaften Helden, dessen Gabe fünffach [in Reihen] ist [?], sollen die Götter unsere Verehrungs-Weihehandlung führen.
yo vāghate dadāti sūnaraṃ vasu sa dhatte akṣiti śravaḥ / tasmā iḷāṃ suvīrāmā yajāmahe supratūrtimanehasam
Wer dem Sänger/Priester reichlich Gut gibt, der erlangt unvergänglichen Ruhm. Für ihn verehren wir hierher die Iḷā, die heldenreiche, gut vorwärtsdringende, makellose.
tamid vocemā vidatheṣu śambhuvaṃ mantraṃ devā anehasam / imāṃ ca vācaṃ pratiharyathā naro viśved vāmā vo aśnavat
Diesen wollen wir in den Versammlungen sprechen, den heilbringenden Spruch, ihr Götter, den makellosen; und diese Rede sollt ihr, Männer, gern annehmen; dann möge alles Wünschenswerte euch zuteilwerden [?].
ko devayantamaśnavajjanaṃ ko vṛktabarhiṣam / pra-pra dāśvān pastyābhirasthitāntarvāvat kṣayaṃ dadhe
Wer erreicht den nach den Göttern verlangenden Mann, wer den mit gebreitetem Barhis? Der Gabenspender ist vorwärts und vorwärts gekommen mit [seinen] Niederlassungen; er hat sich eine schützende [?] Wohnstatt eingerichtet. [Anm.: pastyābhiḥ und antarvāvat unsicher]
upa kṣstraṃ pṛñcīta hanti rājabhirbhaye cit sukṣitiṃ dadhe / nāsya vartā na tarutā mahādhane nārbhe asti vajriṇaḥ
Er verbinde sich mit Herrschaft, er erschlägt mit den Fürsten; selbst in der Gefahr richtet er sich eine gute Wohnstatt ein. Nicht gibt es für den Keulenträger einen Abwehrer noch einen Überwältiger, weder im großen Beutekampf noch im kleinen. [Anm.: zweite Hälfte klar, erste Hälfte syntaktisch unsicher]