Kapitel 178: ṛgvede 1.178 · yad dha syā ta indra śruṣṭirasti yayā babhūtha jaritṛbhya ūtī
Bitte an Indra um Gunst, Freundschaft und Sieg
Bitte an Indra um Erhörung und Schutz; v.3-4 preisen ihn als Sieger und Freund der Gabenden. Vers 1cd (aśyām pari āpaḥ āyoḥ) und 2b sind syntaktisch schwierig.
yad dha syā ta indra śruṣṭirasti yayā babhūtha jaritṛbhya ūtī / mā naḥ kāmaṃ mahayantamā dhag viśvā te aśyāmparyāpa āyoḥ
Wenn diese deine Erhörung da ist, Indra, mit der du den Sängern zur Hilfe wurdest: Verbrenne nicht unser Verlangen, das [dich] groß macht [?] / all deine [Gunsterweise] möchte ich erlangen; [der Lebende/Mensch hat sie erreicht] [?] [Anm.: pari āpaḥ āyoḥ unsicher].
na ghā rājendra ā dabhan no yā nu svasārā kṛṇavanta yonau / āpaścidasmai sutukā aveṣan gaman na indraḥ sakhyā vayaśca
Nicht möge uns der König Indra schädigen, die beiden, die [als] Schwestern im Schoß [gemeinsam] wirken [?]; auch die Wasser, gut strömend, sind ihm zugeeilt. / Indra möge zu uns kommen mit Freundschaften und mit Lebenskraft.
Sieger mit den Männern ist Indra, in den Kämpfen ein Held, Hörer des Rufes des Bittenden, des Sängers; / Herbeibringer des Wagens beim Gabenden in der Nähe; Lieder wird er [auf]nehmen [?], und wenn er von selbst dazu kam.
So ist Indra mit den Männern [der] Rühmliches Schaffende, der Zermalmer, hat sich den Bundesgenossen gegenüber als Sättigender erwiesen [?]; / im Kampf preist [man] [ihn] um Labungen, im Wettstreit [ist er] der beständig Wirkende, der Lobpreis des Verehrenden [?].
Mit dir, Maghavan Indra, möchten wir die Feinde überwinden, die sich groß dünken. / Du bist Retter, du bist [es] auch zu unserer Förderung. Mögen wir Labung, Umfriedung [und] rasch strömende Spende erlangen [?].
Wort für Wort
tvayā
mit dir (Instr. Sg.)
vayam
wir (Nom. Pl.)
magha-van
Gabenreicher (Vok. Sg.)
indra
Indra (Vok.)
śatrūn
Feinde (Akk. Pl.)
abhi
über, hin (Präverb)
syāma
möchten wir sein (1. Pl. Opt.) [abhi syāma: überwinden]