Kapitel 53: ṛgvede 1.53 · nyū ṣu vācaṃ pra mahe bharāmahe gira indrāya sadane vivasvataḥ
Lob Indras als Gabenspender und Helfer der Seinen
Lobrede an Indra als Geber von Gütern, Bitte um Fülle, Aufzählung seiner Taten für Schützlinge (Suśravas, Kutsa, Atithigva, Āyu). V. 1, 4 und 7 enthalten unsichere Stellen.
nyū ṣu vācaṃ pra mahe bharāmahe gira indrāya sadane vivasvataḥ / nū cid dhi ratnaṃ sasatāmivāvidan na duṣṭutirdraviṇodeṣu śasyate
Nun bringen wir dem Großen die Rede kräftig dar, die Lieder dem Indra am Sitz des Vivasvat. / Denn auch jetzt fand man einen Schatz wie bei Schlafenden [?]; ein schlechtes Lob wird bei den Gutverleihern nicht gerühmt.
Du bist, Indra, die Tür [Anm.: Zugang] zum Ross, die Tür zur Kuh, die Tür zur Gerste; Herr des Gutes, Gebieter; / Männer-Fördernder von alters her, der die Wunschlosen nicht ausmergelt, ein Freund den Freunden: ihn preisen wir hier.
Kraftvoller, Indra, Vielwirker, Hellster: dein allein ist dieses Gut, ringsum wird es erkannt. / Von daher nimm es und bring es herbei, Überwältiger; verkürze nicht den Wunsch des dich begehrenden Sängers!
Mit diesen Tagen, wohlgesinnt, mit diesen Tropfen, die Armut mit Rindern und Rossgespann abhaltend [?], / mit Indra den Dasyu zersprengend, mit Tropfen, von Feindschaft gelöst, möchten wir uns mit Labung verbinden.
Mit Reichtum, Indra, mit Labung möchten wir uns verbinden, mit vielglänzenden, tagesstrahlenden Kraftpreisen; / mit göttlicher Fürsorge, heldenkräftiger, von Rindern angeführter, rossreicher möchten wir uns verbinden.
te tvā madā amadan tāni vṛṣṇyā te somāso vṛtrahatyeṣu satpate / yat kārave daśa vṛtrāṇyaprati barhiṣmate ni sahasrāṇi barhayaḥ
Jene Rauschtränke haben dich berauscht, jene Mannestaten, jene Somas bei den Vṛtra-Tötungen, Herr der Guten, / als du für den Sänger zehn Vṛtras, unwiderstehlich, für den Streu-Besitzer tausende niederwarfst.
Von Kampf zu Kampf gehst du wahrlich kühn hin, von Burg zu Burg zerschlägst du hier mit Kraft; / als du, Indra, durch gefällige [?] Freundschaft in der Ferne den Namuci, den Zauberischen, niederschlugst.
Du erschlugst Karañja und Parṇaya mit dem Schärfsten auf des Atithigva Bahn; / du spaltetest hundert Burgen des Vaṅgṛda, die Unnachgiebigen, ringsum Umgebenen [?], zusammen mit Ṛjiśvan.
tvametāñ janarājño dvirdaśābandhunā suśravasopajagmuṣaḥ / ṣaṣṭiṃ sahasrā navatiṃ nava śruto ni cakreṇa rathyā duṣpadāvṛṇak
Du hast diese zwanzig Volkskönige, die mit dem verwandtenlosen Suśravas heranzogen, sechzigtausend und neunundneunzig, du Berühmter, / mit dem Rad, dem Wagen auf schwer betretbarem Gang niedergestreckt [?].
Du halfst dem Suśravas mit deinen Hilfen, mit deinen Schutzmitteln, Indra, dem Eilenden; / du unterwarfst ihm den Kutsa, Atithigva und Āyu, dem großen jungen König.
Wir, die wir am Ausgang [?], Indra, von Göttern Behütete, deine Freunde, die freundlichsten möchten wir sein; / dich möchten wir preisen; mit dir heldenreich ein längeres Leben weiter erlangend.