Kapitel 59: ṛgvede 1.59 · vayā idagne agnayaste anye tve viśve amṛtā mādayante
Vaiśvānara Agni, Nabel und König der Welt
Preislied auf Agni Vaiśvānara als kosmisches Feuer: Nabel der Völker, Haupt des Himmels, Licht für den Ārya, Bezwinger Śambaras. V. 4 ist syntaktisch schwierig.
Nur Zweige sind, Agni, die anderen Feuer dir; in dir berauschen sich alle Unsterblichen; / Vaiśvānara, Nabel bist du der Siedlungen; wie eine Säule hältst du die Menschen als Stütze.
Haupt des Himmels, Nabel der Erde ist Agni; sodann wurde er Lenker beider Welten; / dich, den Gott, erzeugten die Götter, Vaiśvānara, als Licht nur für den Ārya.
Wie die festen Strahlen in der Sonne sind in Vaiśvānara, im Feuer, die Güter niedergelegt; / die, die in den Bergen, in den Pflanzen, in den Wassern, die unter den Menschen sind: deren König bist du.
Wie die beiden großen [Welten] dem Sohn [Anm.: Bild unsicher] (sind) die Lieder [?]; ein Rufer, geschickt wie ein Mensch, / für den Himmelslicht-Besitzenden, wahrhaft Kraftvollen, für Vaiśvānara, den Männlichsten, (sind) die vielen, mächtigen [Lieder] [?].
divaścit te bṛhato jātavedo vaiśvānara pra ririce mahitvam / rājā kṛṣṭīnāmasi mānuṣīṇāṃ yudhā devebhyo varivaścakartha
Sogar über den hohen Himmel hinaus, Jātavedas, Vaiśvānara, ragt deine Größe hervor; / du bist König der menschlichen Völker; durch Kampf schufst du den Göttern Weite.
pra nū mahitvaṃ vṛṣabhasya vocaṃ yaṃ pūravo vṛtrahaṇaṃ sacante / vaiśvānaro dasyumagnirjaghanvānadhūnot kāṣṭhā ava śambaraṃ bhet
Nun will ich des Bullen Größe verkünden, den die Pūrus, den Vṛtra-Töter, begleiten; / Vaiśvānara, Agni, erschlug den Dasyu, erschütterte die Bahnen, spaltete den Śambara herab.
Vaiśvānara, durch Größe allen Völkern zugehörig, ist bei den Bharadvājas der Verehrenswerte, Strahlende; / bei Śātavaneya mit Hunderten, Agni, bei Purunītha wird er gepriesen, der Wahrheitsreiche [Anm.: sūnṛta 'wahre, freundliche Rede'; Namen wohl Patrone].