Kapitel 172: ṛgvede 1.172 · citro vo 'stu yāmaścitra ūtī sudānavaḥ
Kurzlied an die Maruts um Schutz und Leben
Dreistrophiges Kurzlied an die Maruts. Vers 2 (Pfeil und Stein als Geschosse fern von uns) ist knapp; in Vers 3 ist das Wort katar im Padapāṭha vermutlich als karta ‚macht‘ zu lesen.
citro vo 'stu yāmaścitra ūtī sudānavaḥ / maruto ahibhānavaḥ
Prächtig sei eure Fahrt, prächtig die Hilfe, ihr Wohlgebenden, ihr Maruts mit Schlangenglanz. [Anm.: ahibhānavaḥ evtl. ‚Schlangenglanz besitzend‘ oder ‚Glanz wie ein Drache (ahi)‘.]
Fern sei jener euer Pfeil, der (ihr) Maruts Wohlgebenden, der glitzernde Speer, fern der Stein, den ihr schleudert. [Anm.: ṛñjatī ‚glänzend/sich streckend‘; der Vers wünscht das Geschoss der Maruts fern von den Bittenden.]
tṛṇaskandasya nu viśaḥ pari vṛṅkta sudānavaḥ / ūrdhvān naḥ karta jīvase
Umgeht nun die Sippe des Grashalm-Springers [?]; ihr Wohlgebenden, macht uns aufrecht zum Leben. [Anm.: tṛṇaskanda ‚der über Gras springt/Gras umknickt‘; vielleicht der Feind oder ein Tier – unsicher.]
Wort für Wort
tṛṇa-skandasya
des Grashalm-Springers, Grashalm-Umknickers [?] (Gen. Sg.)