Kapitel 177: ṛgvede 1.177 · ā carṣaṇiprā vṛṣabho janānāṃ rājā kṛṣṭīnāṃ puruhūta indraḥ
Einladung an Indra, den Stier, zum Somatrank
Einladung an Indra, mit seinen Falben zum Somatrank und zu den Gebeten zu kommen; der Wagen mit den stierstarken Rossen ist zentrales Bild. Der Schlussvers endet mit dem Refrain.
Der die Menschen erfüllende Stier der Völker, der König der Siedlungen, der Vielgerufene, Indra, gepriesen, Ruhm begehrend – komm mit Hilfe zu mir her, nachdem du die beiden stierstarken Falben angeschirrt hast, hierher gewandt.
ye te vṛṣaṇo vṛṣabhāsa indra brahmayujo vṛṣarathāso atyāḥ / tānā tiṣṭha tebhirā yāhyarvāṃ havāmahe tvā suta indra some
Deine männlichen, stierstarken, durch Gebet angeschirrten, Stierwagen ziehenden Rosse, Indra – diese besteige, mit ihnen komm hierher, hierher gewandt; wir rufen dich beim gepressten Soma, Indra.
Besteige den stiergleichen Wagen; dem Stier ist der Soma gepresst, die Süßtränke sind umgossen. Nach dem Anschirren mit den beiden Stieren, Stier der Völker, komm mit den beiden Falben auf abschüssiger Bahn zu mir her.
ayaṃ yajño devayā ayaṃ miyedha imā brahmaṇyayamindra somaḥ / stīrṇaṃ barhirā tu śakra pra yāhi pibā niṣadyavi mucā harī iha
Dies ist die götterzugewandte Verehrungs-Weihehandlung, dies die Opferfeier, dies die Gebete, dies, Indra, der Soma. Ausgestreut ist die Streu; komm doch her, Mächtiger; trink, setz dich nieder, schirre hier die beiden Falben ab. [Anm.: miyedha ‚Somaopfer/Opferfeier‘ (Wort unsicher).]
Ei, gut gepriesen, Indra, komm hierher zu den Gebeten des zu ehrenden Sängers; möchten wir mit Hilfe, preisend, beim Tagesanbruch [?] ... möchten wir Labung, Wegbahnung und Lebensgabe finden. [Anm.: vastoḥ ‚am Morgen/Tag‘ (?), Konstruktion der Zeile unsicher.]