Quellen der Menschheit

Ṛgveda · Maṇḍala 1

Kapitel 149: ṛgvede 1.149 · mahaḥ sa rāya eṣate patirdannina inasya vasunaḥ pada ā Agni, der zweifach geborene Rufer im Sitz der Wasser

Kurzes Agni-Lied (fünf Verse aus je drei Pādas); Themen: Herr der Güter, zweifache Geburt, Sitz in den Wassern. Mehrere Stellen (Vers 2, 3) unsicher.

mahaḥ sa rāya eṣate patirdannina inasya vasunaḥ pada ā / upa dhrajantamadrayo vidhannit

Der Herr großen Reichtums kommt herbei, der Hausherr, der Gebieter, zur Stätte des mächtigen Gutes; dem Heranstürmenden dienen die Pressteine.

Wort für Wort
mahaḥ
des großen (Gen. Sg.)
saḥ
er (Nom.)
rāyaḥ
des Reichtums (Gen. Sg.)
ā
hin
īṣate
er kommt herbei, drängt (3. Sg. Med.)
patiḥ
Herr (Nom. Sg.)
dan
Haus (Lok. Sg.)
inaḥ
Gebieter, Mächtiger (Nom. Sg.)
inasya
des Mächtigen (Gen. Sg.)
vasunaḥ
des Guts (Gen. Sg.)
pade
an der Stätte (Lok. Sg.)
ā
auf
upa
heran
dhrajantam
heranstürmend (Akk. Sg. Part.)
adrayaḥ
Pressteine (Nom. Pl.)
vidhan
sie dienen, verehren (3. Pl.)
it
nur

sa yo vṛṣā narāṃ na rodasyoḥ śravobhirasti jīvapītasargaḥ / pra yaḥ sasrāṇaḥ śiśrīta yonau

Er, der Stier, ist wie [der der] Männer [?] mit Ruhm über den beiden Welten; dessen Ergüsse Lebende trinken; er, der strömend sich im Schoß niedergelassen hat.

Wort für Wort
saḥ
er (Nom.)
yaḥ
der (Rel.)
vṛṣā
Stier (Nom. Sg.)
narān
der Männer (Akk./Gen. Pl.) [?]
na
wie
rodasyoḥ
der beiden Welten (Gen. Du.)
śravaḥ-bhiḥ
mit Ruhmestaten (Instr. Pl.)
asti
ist (3. Sg.)
jīvapīta-sagarḥ
dessen Ergüsse von Lebenden getrunken werden (Nom. Sg.) [?]
pra
hin
yaḥ
der (Rel.)
sasrāṇaḥ
strömend (Nom. Sg. Part.)
śiśrīta
hat sich niedergelassen (3. Sg. Aor. Med.)
yonau
im Schoß (Lok. Sg.)

ā yaḥ puraṃ nārmiṇīmadīdedatyaḥ kavirnabhanyo nārva / sūro na rurukvāñchatātmā

Der die Burg Nārmiṇī [?] entflammte, ein Renner, ein Seher, himmelsnah [?], wie ein Ross, wie die Sonne strahlend, mit hundertfacher Lebenskraft [?].

Wort für Wort
ā
hin, an
yaḥ
der (Rel.)
puram
Burg (Akk. Sg.)
nārmiṇīm
Nārmiṇī (Akk. Sg. f.) [?]
adīdet
entflammte (3. Sg. Aor.)
atyaḥ
Renner (Nom. Sg.)
kaviḥ
Seher (Nom. Sg.)
nabhanyaḥ
himmelsnah, wolkig (Nom. Sg.) [?]
nārvā
wie ein Ross (na arvā, Nom. Sg.)
sūraḥ
Sonne (Nom. Sg.)
na
wie
rurukvān
strahlend (Nom. Sg. Part. Perf.)
śata-ātmā
hundertfältig, mit hundert Lebenshauchen (Nom. Sg.) [?]

abhi dvijanmā trī rocanāni viśva rajāṃsi śuśucano asthāt / hotā yajiṣṭho apāṃ sadhasthe

Zweifach geboren stellte er sich über die drei Lichträume und alle Räume, leuchtend, der Rufer, der beste Verehrer, am gemeinsamen Sitz der Wasser.

Wort für Wort
abhi
über, hin
dvi-janmā
zweifach geboren (Nom. Sg.)
trī
drei (Akk. Pl.)
rocanāni
Lichträume (Akk. Pl.)
viśvā
alle (Akk. Pl.)
rajāṃsi
Räume (Akk. Pl.)
śuśucānaḥ
leuchtend (Nom. Sg. Part.)
asthāt
er trat, stellte sich (3. Sg. Aor.)
hotā
Rufer (Nom. Sg.)
yajiṣṭhaḥ
bester Verehrer (Nom. Sg.)
apām
der Wasser (Gen. Pl.)
sadha-sthe
am gemeinsamen Sitz (Lok. Sg.)

ayaṃ sa hota yo dvijanmā viśvā dadhe vāryāṇi śravasyā / marto yo asmai sutuko dadāśa

Dies ist der Rufer, der Zweifachgeborene, der alles Wünschenswerte und Ruhmbringende hält — [für] den Sterblichen mit guten Nachkommen, der ihm gedient hat.

Wort für Wort
ayam
dieser (Nom. Sg.)
saḥ
er (Nom.)
hotā
Rufer (Nom. Sg.)
yaḥ
der (Rel. Nom.)
dvi-janmā
zweifach geboren (Nom. Sg.)
viśvā
alles (Akk. Pl.)
dadhe
hält, trägt (3. Sg. Med.)
vāryāṇi
Wünschenswertes (Akk. Pl.)
śravasyā
Ruhmbringendes (Akk. Pl.)
martaḥ
Sterblicher (Nom. Sg.)
yaḥ
der (Rel.)
asmai
ihm (Dat.)
su-tukaḥ
mit guten Nachkommen (Nom. Sg.)
dadāśa
hat gedient, gegeben (3. Sg. Perf.)

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