Quellen der Menschheit

Ṛgveda · Maṇḍala 1

Kapitel 140: ṛgvede 1.140 · vediṣade priyadhāmāya sudyute dhāsim iva pra bharā yonim agnaye | Anruf an Agni (Rätsel- und Bildrede: Geburt, Wachstum, Flammen)

Langes, sprachlich schwieriges Agni-Lied mit dichter Bildrede (Zwei Geburten, Mütter, Rösser, Stier); Strophen 2–9 sind dunkel und nur in Umrissen (Agni als Feuer) gedeutet. Der Schluss ist eine Bitte um Schiff, Schutz und Gut.

vediṣade priyadhāmāya sudyute dhāsim iva pra bharā yonim agnaye | / vastreṇeva vāsayā manmanā śuciṃ jyotīrathaṃ śukravarṇaṃ tamohanam ||

Dem auf der Vedi Sitzenden, dem, dessen Wohnstätte lieb ist, dem gut Leuchtenden, bring dem Agni den Sitz dar wie eine Grundlage [?]. / Kleide ihn mit dem Gedanken wie mit einem Gewand, den Reinen, dessen Wagen Licht ist, den hellfarbigen, den Finsternis-Schläger.

Wort für Wort
vedi-sade
dem auf der Vedi Sitzenden (Dat. Sg.)
priya-dhāmāya
dem mit lieber Wohnstätte (Dat. Sg.)
su-dyute
dem gut Leuchtenden (Dat. Sg.)
dhāsim-iva
wie eine Grundlage, Unterhalt [?] (Akk. Sg. + wie)
pra
vor, dar (Präv.)
bhara
bring (2. Sg. Imp.)
yonim
Sitz, Schoß (Akk. Sg.)
agnaye
dem Agni (Dat. Sg.)
vastreṇa-iva
wie mit einem Gewand (Instr. Sg. + wie)
vāsaya
kleide (2. Sg. Imp. Kaus.)
manmanā
mit dem Gedanken (Instr. Sg.)
śucim
den Reinen (Akk. Sg. m.)
jyotiḥ-ratham
den mit Licht als Wagen (Akk. Sg. m.)
śukra-varṇam
den hellfarbigen (Akk. Sg. m.)
tamaḥ-hanam
den Finsternis Schlagenden (Akk. Sg. m.)

abhi dvijanmā trivṛdannam ṛjyate saṃvatsare vāvṛdhe jagdhamī punaḥ / anyasyāsā jihvaya jenyo vṛṣā nyanyena vaninomṛṣṭa varaṇaḥ

Der Zweimalgeborene wird zur dreifachen Speise hin gelenkt [?]; im Jahr wuchs er, das Verzehrte wieder (hervorbringend). / Mit dem Mund des einen, mit der Zunge (des anderen) ist er der Siegreiche, der Stier; mit dem anderen werden die Bäume [?] abgewischt, der Abwehrer [?]. [Anm.: Rätselvers; Deutung auf Agni (zwei Geburten = Reibhölzer/Herd, Speise = Brennholz) plausibel, Einzelheiten spekulativ.]

Wort für Wort
abhi
hin, zu (Präv.)
dvi-janmā
zweimalgeboren (Nom. Sg. m.)
tri-vṛt
dreifach (Nom./Adj. Sg.) [?]
annam
Speise (Akk. Sg.)
ṛjyate
wird gelenkt, gestreckt (3. Sg. Pass.)
saṃvatsare
im Jahr (Lok. Sg.)
vavṛdhe
wuchs (3. Sg. Perf. Med.)
jagdham
das Verzehrte (Akk. Sg. n.)
īm iti
ja, ihn (īm)
punariti
wieder
/ anyasya
des anderen (Gen. Sg.)
āsā
mit dem Mund (Instr. Sg.)
jihvayā
mit der Zunge (Instr. Sg.)
jenyaḥ
siegreich, edel (Nom. Sg. m.)
vṛṣā
Stier (Nom. Sg.)
ni
hin, nieder (Präv.)
anyena
mit dem anderen (Instr. Sg.)
vaninaḥ
der Bäume, Holzbesitzer [?] (Akk./Gen. Pl.)
mṛṣṭa
ist abgewischt / geglättet (Part.) [?]
vāraṇaḥ
Abwehrer [?] (Nom. Sg.)

kṛṣṇaprutau vevije asya sakṣitā ubhā tarete abhi matarā śiśum / prācajihvaṃ dhvasayantaṃ tṛṣucyutamā sācyaṃ kupayaṃ vardhanaṃ pituḥ

Die beiden schwarz Triefenden, die Zusammenwohnenden, schrecken vor ihm zurück; beide Mütter überwinden das Kind, / den mit vorgestreckter Zunge, den Zerstörenden, den vom Durst Strömenden [?], den Zusammenzuhaltenden, den Erregten [?], den Stärker des Vaters [?]. [Anm.: Rätselvers, Bild der beiden Reibhölzer als „Mütter“ des Agni plausibel; Einzelheiten unsicher.]

Wort für Wort
kṛṣṇa-prutau
die beiden schwarz Triefenden (Nom. Du.)
vevije iti
sie beide zucken zurück (3. Du. Perf. Med.)
asya
vor ihm (Gen. Sg.)
sa-kṣitau
die beiden Zusammenwohnenden (Nom. Du.)
ubhā
beide (Nom. Du.)
tarete iti
sie beide überwinden (3. Du.)
abhi
zu, über (Präv.)
mātarā
Mütter (Nom. Du.)
śiśum
Kind (Akk. Sg.)
prācājihvam
mit vorgestreckter Zunge (Akk. Sg. m.)
dhvasayantam
zerstörend (Akk. Sg. m. Part.)
tṛṣu-cyutam
vom Durst herabströmend [?] (Akk. Sg. m.)
ā
her (Präv.)
sācyam
zusammenzuhalten [?] (Akk. Sg. m.)
kupayam
erregt, aufbrausend [?] (Akk. Sg. m.)
vardhanam
Förderer, Mehrer (Akk. Sg. m.)
pituḥ
des Vaters (Gen. Sg.)

mumukṣvo manave manavasyate raghudruvaḥ kṛṣṇasītāsa ū juvaḥ / asamanā ajirāso raghuṣyado vātajūtā upa yujyanta āśavaḥ

Für Manu, der wie Manu (handelt) [?], sind sie, die Loslösewilligen, mit den leichten Läufen, den schwarzen Furchen, die Eiligen, / die Unvergleichlichen, Flinken, leicht Fließenden, vom Wind Getriebenen, als Schnelle angeschirrt.

Wort für Wort
mumukṣvaḥ
die sich lösen wollen (Nom. Pl. m.)
manave
für Manu (Dat. Sg.)
mānavasyate
für den, der wie Manu handelt [?] (Dat. Sg.)
raghu-druvaḥ
leicht laufend (Nom. Pl. m.)
kṛṣṇa-sītāsaḥ
mit schwarzen Furchen (Nom. Pl. m.)
oṃ iti
ja (u)
juvaḥ
eilig (Nom. Pl. m.)
asamanāḥ
unvergleichlich [?] (Nom. Pl. m.)
ajirāsaḥ
flink (Nom. Pl. m.)
raghu-syadaḥ
leicht fließend (Nom. Pl. m.)
vāta-jūtāḥ
vom Wind getrieben (Nom. Pl. m.)
upa
hin (Präv.)
yujyante
werden angeschirrt (3. Pl. Pass.)
āśavaḥ
schnell (Nom. Pl. m.)

ādasya te dhvasayanto vṛtherate kṛṣṇamabhvaṃ mahi varpaḥkarikrataḥ / yat sīṃ mahīmavaniṃ prābhi marmṛśadabhiśvasan stanayanneti nānadat

Dann erheben sich diese seine Zerstörenden nach Belieben, das große, schwarze, gewaltige Aussehen erzeugend; / wenn er die große Erde ringsum berührt hat, geht er schnaubend, donnernd, brüllend dahin.

Wort für Wort
āt
dann
asya
seiner (Gen. Sg.)
te
diese (Nom. Pl.)
dhvasayantaḥ
zerstörend, zerstäubend (Nom. Pl. m.)
vṛthā
nach Belieben, mühelos (Adv.)
īrate
sie erheben sich (3. Pl. Med.)
kṛṣṇam
schwarz (Akk. Sg. n.)
abhvam
gewaltig (Akk. Sg. n.)
mahi
groß (Akk. Sg. n.)
varpaḥ
Aussehen, Gestalt (Akk. Sg. n.)
karikrataḥ
erzeugend, machend (Nom. Pl. m. Intens.)
yat
wenn
sīm
ihn (īm)
mahīm
die große (Akk. Sg. f.)
avanim
Erde (Akk. Sg.)
pra
hin (Präv.)
abhi
zu (Präv.)
marmṛśat
berührt hat (3. Sg. Intens. Aor.)
abhi-śvasan
schnaubend (Nom. Sg. m.)
stanayan
donnernd (Nom. Sg. m.)
eti
geht (3. Sg.)
nānadat
brüllend (Nom. Sg. m.)

bhūṣan na yo 'dhi babhrūṣu namnate vṛṣeva patnīrabhyeti roruvat / ojāyamānastanvaśca śumbhate bhīmo na śṛngādavidhava durgṛbhiḥ

Der wie schmückend sich zu den Braunen neigt, geht er wie ein Stier brüllend zu den Gattinnen; / Kraft entfaltend schmückt er auch (seine) Leiber; wie ein Furchtbarer hat er die schwer zu fassenden Hörner geschüttelt. [Anm.: „Braune“ und „Gattinnen“ vermutlich Pflanzen/Hölzer als Bild; unsicher.]

Wort für Wort
bhūṣan
schmückend (Nom. Sg. m.)
na
wie
yaḥ
der (Nom. Sg. m.)
adhi
zu, bei (adhi)
babhrūṣu
bei den Braunen (Lok. Pl.)
namnate
neigt sich (3. Sg. Med.)
vṛṣāiva
wie ein Stier (Nom. Sg. + wie)
patnīḥ
zu den Gattinnen (Akk. Pl.)
abhi
hin (Präv.)
eti
geht (3. Sg.)
roruvat
brüllend (Nom. Sg. m.)
ojāyamānaḥ
Kraft entfaltend (Nom. Sg. m.)
tanvaḥ
Leiber (Akk. Pl.)
ca
und
śumbhate
schmückt (3. Sg. Med.)
bhīmaḥ
furchtbar (Nom. Sg. m.)
na
wie
śṛṅgā
Hörner (Akk. Pl.)
davidhāva
hat geschüttelt (3. Sg. Perf.)
duḥ-gṝbh iḥ
schwer zu fassen (Akk. Pl. n.)

sa saṃstiro viṣṭiraḥ saṃ gṛbhayati jananneva jānatīrnitya ā śaye / punarvardhante api yanti devyamanyad varpaḥ pitroḥ kṛṇvate sacā

Er, streuend, verstreuend, ergreift zusammen; wie ein Wissender (unter) Wissenden liegt er als steter (Sohn) da. / Sie wachsen wieder auch, gehen zum Göttlichen hin; ein anderes Aussehen schaffen sie, die Eltern gemeinsam. [Anm.: Deutung unsicher.]

Wort für Wort
saḥ
er (Nom. Sg. m.)
sam-stiraḥ
zusammenstreuend (Nom. Sg. m.)
vi-ṣṭiraḥ
auseinanderstreuend (Nom. Sg. m.)
sam
zusammen (Präv.)
gṛbhāyati
ergreift (3. Sg. Denom.)
jānan
wissend (Nom. Sg. m.)
eva
ebenso, wie (eva)
jānatīḥ
den Wissenden (Akk. Pl. f.)
nityaḥ
stet, beständig (Nom. Sg. m.)
ā
an, bei (Präv.)
śaye
liegt (1. Sg./3. Sg. Med.) [?]
punaḥ
wieder
vardhante
sie wachsen (3. Pl. Med.)
api
auch
yanti
sie gehen (3. Pl.)
devyam
Göttliches (Akk. Sg. n.)
anyat
anderes (Akk. Sg. n.)
varpaḥ
Aussehen (Akk. Sg. n.)
pitroḥ
der beiden Eltern (Gen. Du.)
kṛṇvate
sie machen (3. Pl. Med.)
sacā
gemeinsam (Adv.)

tamagruvaḥ keśinīḥ saṃ hi rebhira ūrdhvāstasthurmamruṣīḥ prāyave punaḥ / tāsāṃ jarāṃ pramuñcanneti nānadadasuṃ paraṃ janayañ jīvamastṛtam

Ihn haben die Haarigen (Frauen?) [?] umjubelt; aufrecht standen sie, die Gestorbenen, wieder für den Menschen. / Deren Alter abstreifend geht er brüllend dahin, ein anderes Leben erzeugend, ein unbesiegtes Lebendiges.

Wort für Wort
tam
ihn (Akk. Sg.)
agnuvaḥ
die Nahenden [?] (Nom. Pl. f.)
keśinīḥ
die Haarigen (Nom. Pl. f.)
sam
zusammen (Präv.)
hi
ja
rebhire
haben gejubelt, gepriesen (3. Pl. Perf. Med.)
ūrdhvāḥ
aufrecht (Nom. Pl. f.)
tasthuḥ
standen (3. Pl. Perf.)
mamruṣīḥ
Gestorbene (Nom. Pl. f.)
pra
hin (Präv.)
āyave
für den Menschen (Dat. Sg.)
punariti
wieder
tāsām
ihr (Gen. Pl. f.)
jarām
Alter (Akk. Sg.)
pra-muñcan
abstreifend (Nom. Sg. m.)
eti
geht (3. Sg.)
nānadat
brüllend (Nom. Sg. m.)
asum
Lebenshauch (Akk. Sg.)
param
anderen, höheren (Akk. Sg.)
janayan
erzeugend (Nom. Sg. m.)
jīvam
Lebendiges (Akk. Sg.)
astṛtam
unbesiegt (Akk. Sg. m.)

adhīvasaṃ pari matu rihannaha tuvigrebhiḥ satvabhiryāti vi jrayaḥ / vayo dadhat padvate rerihat sadānu śyenī sacatevartanīraha

Die Umhüllung rings der Mutter leckend, ja, zieht er mit den Vielverschlingenden, den Kräftigen, auseinanderstrebend dahin. / Dem Fußbegabten gibt er Lebenskraft, beleckt (ihn) stets; wie ein Falke folgt er der Spur, ja. [Anm.: Bildrede des Feuers, das die Erde (Mutter) leckt; Einzelheiten unsicher.]

Wort für Wort
adhīvāsam
Umhüllung, Decke (Akk. Sg.)
pari
ringsum (Präv.)
mātuḥ
der Mutter (Gen. Sg.)
rihan
leckend (Nom. Sg. m.)
aha
ja
tuvi-grebhiḥ
mit den Vielverschlingenden (Instr. Pl.)
satva-bhiḥ
mit den Kräftigen (Instr. Pl.)
yāti
zieht (3. Sg.)
vi
auseinander (Präv.)
jrayaḥ
strebend [?] (Nom. Sg. m.)
vayaḥ
Lebenskraft, Nahrung (Akk. Sg. n.)
dadhat
gebend (Nom. Sg. m.)
pat-vate
dem Fußbegabten (Dat. Sg.)
rerihat
beleckt (3. Sg. Intens.)
sadā
stets
anu
nach (Präv.)
śyenī
Falke (Nom. Sg. f./m.)
sacate
folgt (3. Sg. Med.)
vartaniḥ
Spur, Bahn (Nom. Sg.)
aha
ja

asmākamagne maghavatsu dīdihyadha śvasīvān vṛṣabho damūnāḥ / avāsyā śiśumatīradīdervarmeva yutsu parijarbhurāṇaḥ

Unter unseren Freigebigen leuchte, Agni; dann bist du der Schnaubende, der Stier, der Hausfreund. / Die Kinderreichen hast du hinabgestrahlt [?], wie ein Panzer in den Kämpfen ringsum züngelnd [?].

Wort für Wort
asmākam
unser (Gen. Pl.)
agne
Agni (Vok. Sg.)
maghavat-su
unter den Freigebigen (Lok. Pl.)
dīdihi
leuchte (2. Sg. Intens. Imp.)
adha
dann
śvasīvān
schnaubend (Nom. Sg. m.)
vṛṣabhaḥ
Stier (Nom. Sg.)
damūnāḥ
Hausfreund (Nom. Sg.)
ava-asya
(herab)werfend [?] (Präv. + Part.)
śiśu-matīḥ
die mit Kindern Versehenen (Akk. Pl. f.)
adīdeḥ
hast geleuchtet (2. Sg. Aor.)
varma-iva
wie ein Panzer (Nom. Sg. + wie)
yut-su
in den Kämpfen (Lok. Pl.)
pari-jarbhurāṇaḥ
ringsum züngelnd [?] (Nom. Sg. m.)

idamagne sudhitaṃ durdhitādadhi priyādu cin manmanaḥ preyo astu te / yat te śukraṃ tanvo rocate śuci tenāsmabhyaṃvanase ratnamā tvam

Dies, Agni, ist besser gefügt als das schlecht Gefügte; noch lieber als das Liebe sei es deinem Sinn. / Was auf deinem Leib hell, rein leuchtet, damit gewinne uns Schatz her, du.

Wort für Wort
idam
dies (Nom. Sg. n.)
agne
Agni (Vok. Sg.)
su-dhitam
gut gefügt (Nom. Sg. n.)
duḥ-dhitāt
als das schlecht Gefügte (Abl. Sg.)
adhi
über, mehr als (adhi)
priyāt
als das Liebe (Abl. Sg.)
oṃ iti
ja, doch (u)
cit
sogar (cit)
manmanaḥ
dem Sinn, Gedanken (Dat./Gen. Sg.)
preyaḥ
lieber (Nom. Sg. n.)
astu
sei (3. Sg. Imp.)
te
dir (Dat./Gen. Sg.)
yat
was
te
deines (Gen. Sg.)
śukram
hell (Nom. Sg. n.)
tanvaḥ
des Leibes (Gen. Sg.)
rocate
leuchtet (3. Sg. Med.)
śuci
rein (Nom. Sg. n.)
tena
damit (Instr. Sg.)
asmabhyam
uns (Dat. Pl.)
vanase
du gewinnst (2. Sg.)
ratnam
Schatz (Akk. Sg.)
ā
her (Präv.)
tvam
du (Nom. Sg.)

rathāya nāvamuta no gṛhāya nityāritrāṃ padvatīṃ rāsyagne / asmākaṃ vīrānuta no maghono janāṃśca yā] pārayāccharma yā ca

Gib, Agni, für den Wagen ein Schiff und für unser Haus ein stets mit Rudern versehenes, fußbegabtes [Anm.: Bildrede]. / Unsere Männer und unsere Freigebigen und (unsere) Leute möge es hinüberbringen, und den Schutz, der (uns) hinüberträgt.

Wort für Wort
rathāya
für den Wagen (Dat. Sg.)
nāvam
Schiff (Akk. Sg.)
uta
und (uta)
naḥ
für uns (Dat. Pl.)
gṛhāya
für das Haus (Dat. Sg.)
nitya-aritrām
stets mit Rudern versehen (Akk. Sg. f.)
pat-vatīm
fußbegabt (Akk. Sg. f.)
rāsi
du gibst / gib (2. Sg.)
agne
Agni (Vok. Sg.)
asmākam
unsere (Gen. Pl.)
vīrān
Männer (Akk. Pl.)
uta
und (uta)
naḥ
unsere (Gen. Pl.)
maghonaḥ
Freigebige (Akk. Pl.)
janān
Leute (Akk. Pl.)
ca
und
yā
die (Nom. Sg. f.)
pārayāt
möge hinüberbringen (3. Sg. Opt.)
śarma
Schutz (Akk. Sg.)
yā
die (Nom. Sg. f.)
ca
und

abhī no agna ukthamijjuguryā dyāvākṣāmā sindhavaśca svagūrtāḥ / gavyaṃ yavyaṃ yanto dīrghāheṣaṃ varamaruṇyo varanta

Billige, Agni, unser Lied; Himmel und Erde und die Flüsse mit eigenem Lobruf [?]. / Rinder- und Gerstenreichtum erlangend, lange Tage, Labung, Bestes, mögen die Rötlichen erbitten [?]. [Anm.: Vers stark verkürzt; Bezug der „Rötlichen“ (Kühe/Morgenröten) unsicher.]

Wort für Wort
abhi
hin (Präv.)
naḥ
uns (Dat./Gen. Pl.)
agne
Agni (Vok. Sg.)
uktham
Lied (Akk. Sg.)
it
ja, gerade (it)
juguryāḥ
mögest billigen, preisen (2. Sg. Opt. Intens.) [?]
dyāvākṣāmā
Himmel und Erde (Nom. Du.)
sindhavaḥ
Flüsse (Nom. Pl.)
ca
und
sva-gūrtāḥ
von selbst lobend [?] (Nom. Pl. m.)
gavyam
Rinderreichtum (Akk. Sg. n.)
yavyam
Gerstenreichtum (Akk. Sg. n.)
yantaḥ
erlangend (Nom. Pl. f.)
dīrghā
lange (Akk. Pl. n.)
ahā
Tage (Akk. Pl.)
iṣam
Labung, Kraft (Akk. Sg.)
varam
Bestes, Wahl (Akk. Sg.)
aruṇyaḥ
die Rötlichen (Nom. Pl. f.)
varanta
sie mögen wählen, erbitten (3. Pl. Aor. Opt. Med.) [?]

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