Kapitel 156: ṛgvede 1.156 · bhavā mitro na śevyo ghṛtāsutirvibhūtadyumna evayā u saprathāḥ
Viṣṇu: Lobpreis, Gunst und Gefährte des Indra
Preis Viṣṇus als jüngsten und ältesten Ordner, Freund und Gefährten Indras, der die Herde/Pferch öffnet. Einzelne Formen (sumajjānaye, vivāya) sind lexikalisch unsicher.
bhavā mitro na śevyo ghṛtāsutirvibhūtadyumna evayā u saprathāḥ / adhā te viṣṇo viduṣā cidardhya stomo yajñaścarādhyo haviṣmatā
Sei wie ein Freund freundlich, von Schmalz-Guss [begleitet], mit entfaltetem Glanz, wegkundig [?], weitreichend; so, Viṣṇu, sei dir von einem Kundigen der Lobgesang gelungen und die Weihehandlung vollbracht mit dem Besitzer der Opfergabe.
Wer dem alten Ordner, dem neuesten, dem gut Vermählten [?] Viṣṇu dient, wer die Geburt dieses Großen groß verkündet: der wird fürwahr durch Ruhmestaten dem Gefährten überlegen sein [?].
Ihn, ihr Sänger, wie ihr wisst, den alten Keim des Ṛta, erfüllt von Geburt an; kennt ihr wenigstens seinen Namen, so sprecht ihn aus. Großer Gunst von dir, Viṣṇu, wollen wir teilhaftig werden.
Seinen Verstand, den König Varuṇa, den die beiden Aśvin, den der Marut-Ordner begleiten; er hält die höchste, tagfindende Kraft; und Viṣṇu, von Gefährten begleitet, deckt den Pferch auf.
Der als göttlicher [Gefährte] zur Verbindung mit Indra kam, Viṣṇu, dem Gutes Tuenden als der noch besser Tuende; der Ordner regte den Ārya an im Dreisitz; den Verehrenden ließ er am Anteil des Ṛta teilhaben. [Anm.: vivāya unsicher.]