Kapitel 122: ṛgvede 1.122 · pra vaḥ pāntaṃ raghumanyavo 'ndho yajñaṃ rudrāya mīḷhuṣe bharadvam
Preis der Götter und Lob freigebiger Gönner
Lied an Rudra, Marut, Mitra-Varuṇa, Pūṣan und andere Götter, das in ein Loblied auf Gönner (Nahuṣ-Leute, Pajras, Maśarśāra, Āyavasa) und ihre Gaben übergeht. Viele Wörter (vasarhā, śvetanā, niravasya, arṇaḥ) und Bezüge sind unsicher.
Bringt euren trinkbaren Saft dar, ihr Schnellzornigen [oder: Eiferer], bringt Rudra, dem Spender, die Verehrung dar. Ich habe (die Männer) des Asura des Himmels durch seine Helden gepriesen, wie Bogenschützen die Marut [?] der beiden Welten.
Wie eine Gattin, um die frühere Anrufung zu stärken, (kommen) Morgenröte und Nacht, vielfach kundig, das gewebte Gewand tragend, wie eine unfruchtbare Kuh [?], schön anzusehen im Glanz der Sonne, mit goldenen (Schmuckstücken) [Anm.: Vers im Einzelnen unsicher].
Es erfreue uns der Rundum-Erdläufer, der Morgentöter [?]; es erfreue uns der stierhafte Wind der Wasser. Schärft (uns), ihr beiden, Indra und Parvata; dies (Vorhaben) sollen uns alle Götter fördernd gewähren [?].
uta tyā me yaśasā śvetanāyai vyantā pāntauśijo huvadhyai / pra vo napātamapā%ṃ kṛṇudhvaṃ pra mātarā rāspinasyāyoḥ
Und jene beiden, Ruhmreichen [?], mir, für die weiße (Morgenröte) [?], die Genießenden, Trinkenden – der Auśija (will sie) anrufen. Macht den Enkel der Wasser (zu eurem Genossen) [?]; (macht) die Mütter des Rāspina, des Āyu, vorwärts [?] [Anm.: Vers sehr unsicher].
ā vo ruvaṇyumauśijo huvadhyai ghoṣeva śaṃsamarjunasya naṃśe / pra vaḥ pūṣṇe dāvana ānachā voceya vasutātimagneḥ
Der Auśija (will) euch den Dröhnenden anrufen, wie den Ruf, um den Preis des Arjuna zu erlangen [?]. Zu euch, zu Pūṣan, dem Geber, will ich hin die Güterverteilung des Agni verkünden.
Hört, Mitra und Varuṇa, diese meine Rufe, und hört im Sitz von allen Seiten. Es höre uns der Hörer-Spender [?], der gute Hörer; der Sindhu mit seinen Wassern, mit guten Fluren.
Ich preise diese eure Gabe, Varuṇa und Mitra: hundert Rinder bei den Nahrungsfahrten der Pajras. Bei Śrutaratha und Priyaratha eingesetzt, (kamen sie), sofort das Gedeihen festhaltend [?].
Die Gabe dieses Großgabenden preise ich; gemeinsam möchten wir Nahuṣ-Leute (sie) gewinnen, reich an Söhnen. Der Mann, der den Pajras die Siegespreis-Stute gibt [?], der mit Rossen und Wagen, (ist) mir ein Gönner.
jano yo mitrāvaruṇāvabhidhrugapo na vāṃ sunotyakṣṇayādhruk / svayaṃ sa yakṣmaṃ hṛdaye ni dhatta āpa yadīṃ hotrābhirṛtāvā
Der Mann, der Mitra und Varuṇa feindlich ist, der euch nicht (Soma) keltert [?], (und) quer(hin) feindselig ist: der setzt sich selbst die Krankheit ins Herz, wenn der Ṛta-Hüter ihn mit Anrufungen erreicht.
Er, der Mächtige, der Nahuṣ, von Wunderkraft angetrieben, der an Kraft die Männer übertrifft, dessen Ruhm willkommen ist, zieht mit ausgeschüttetem Geschenk voran, mit Wucht einherstürmend, in allen Kämpfen stets ein Held.
Dann sollt ihr Nahuṣ-Leute zum Ruf des Gönners kommen; hört, ihr Könige, ihr erfreuenden, ihr himmelsschnellen (Herren) des Unsterblichen [?], wenn die Gabe des Nirava [?] zum Ruhm für den mächtigen Wagenbesitzer (bestimmt ist).
„Diese Schar ist die Stätte dessen, des Gönners“ – so sagten sie, um (die Gabe) des Zehnfachen zu erlangen. (Es sind) die Herrlichkeiten, bei denen die Güterverteilung sich freut; alle sollen bei den Darreichungen Siegespreis gewinnen.
Wir erfreuen uns an der Speise des Zehnfachen [?]; wenn zweimal fünf (Männer) tragend die Speisen gehen. Was haben diese: ersehnte Rosse, ersehnte Zügel? Die Herren, die Überwinder, streben zu den Männern [?] [Anm.: Vers unsicher].
Den goldohrigen, juwelenhalsigen Strom [?], den sollen uns alle Götter fördernd gewähren. Des Herrn Lieder, sofort zu ihm gekommen, (und) die Morgenrinder sollen an uns beiderseits Gefallen haben [?] [Anm.: „arṇaḥ“ und die Bezüge unsicher].
Vier Söhne des Maśarśāra, drei (Söhne) des Königs Āyavasa, des Siegreichen, (gaben) mir (…) [Anm.: das Objekt fehlt im Text]. Euer Wagen, Mitra und Varuṇa, mit langer Gestalt, mit Riemen in der Hand [?], leuchtete wie die Sonne.