Kapitel 6: ṛgvede 1.6 · yuñjanti bradhnamaruṣaṃ carantaṃ pari tasthuṣaḥ
Indras Wagen, Maruts und Ruf zur Ankunft
Bildreiches Lied: Anschirren von Indras Rossen, Werden der Maruts (implizit), Finden der Kühe, Einladung von nah und fern. Vers 1 und 4 sind Rätselstellen (Wagen-/Himmelsbild bzw. Maruts-Bezug) – Bezug nur plausibel.
yuñjanti bradhnamaruṣaṃ carantaṃ pari tasthuṣaḥ / rocanterocanā divi
Sie schirren den Rötlichen an, den Hellen, den sich Bewegenden, / die Stehenden umher; es leuchten die Lichter am Himmel. [Anm.: Sonnen-/Indra-Bild plausibel; wörtlich unklar, wer angeschirrt wird.]
Alsdann, wahrlich, gemäß ihrer Eigenart (svadhā) haben sie wieder den Zustand des Keimes erreicht, / einen verehrungswürdigen Namen annehmend. [Anm.: Bezug auf die Maruts plausibel, aber aus dem Vers allein nicht zu sichern.]
Wort für Wort
āt
dann
aha
fürwahr
svadhām
Eigenart, Eigengesetz (Akk. Sg.)
anu
gemäß
punaḥ
wieder
garbha-tvam āīrire
Keim-Zustand (Akk. Sg.); PP verschmolzen: garbhatvam + āīrire = haben erreicht (3. Pl. Perf. Med.)
vīḷu cidārujatnubhirguhā cidindra vahnibhiḥ / avinda usriyā anu
Auch das Feste, auch das Verborgene hast du, Indra, mit den Brechern, mit den Fahrern / die Kühe des Morgens entdeckt. [Anm.: usriyā = Kühe/Lichtkühe; Bildrede, mythologisch (Vala-Höhle) plausibel.]
Mit untadeligen, himmelstrebenden [Scharen] lobt der Mächtige (makha) kraftvoll, / mit den lieben Scharen Indras. [Anm.: makha = Kraft/Lebhaftigkeit, hier als Beiname eines Sängers oder Gottes; [?].]