Kapitel 158: ṛgvede 1.158 · vasū rudrā purumantū vṛdhantā daśasyataṃ no vṛṣaṇāvabhiṣṭau
Anruf an die Aśvin aus der Not; Dīrghatamas' Bedrängnis
Bitte des Dīrghatamas (Aucathya Māmateya) an die Aśvin um Rettung aus Bedrängnis (Fesselung, Wasser); Anspielungen auf ein Geschehen (Ströme, Dāsa, Traitana), das aus dem Text allein nicht sicher zu erschließen ist. Vers 4 und 5 sind besonders schwierig; Vers 6 nennt den Dichter im zehnten Lebensabschnitt.
vasū rudrā purumantū vṛdhantā daśasyataṃ no vṛṣaṇāvabhiṣṭau / dasrā ha yad rekṇa aucathyo vāṃ pra yat sasrātheakavābhirūtī
Ihr guten, rudrahaften, vielsinnigen, wachsenden Stiere, gewährt uns [Gaben] im Wunsch; ihr Wundertäter, wenn des Aucathya Habe euch beide [erreicht], wenn ihr mit ungeizigen [?] Hilfen hervorzieht.
ko vāṃ dāśat sumataye cidasyai vasū yad dhethe namasā pade goḥ / jigṛtamasme revatīḥ purandhīḥ kāmapreṇeva manasā carantā
Wer wird euch, ihr Guten, dienen zu dieser Gunst, wenn ihr mit Verehrung die Stätte der Kuh [?] hegt? Weckt uns reiche Fülle, ihr beiden, die ihr wie mit wunscherfüllendem Sinn umherzieht.
yukto ha yad vāṃ taugryāya perurvi madhye arṇaso dhāyi pajraḥ / upa vāmavaḥ śaraṇaṃ gameyaṃ śūro nājma patayadbhirevaiḥ
Als euer Peru [?] für den Taugrya angeschirrt war, wurde mitten in der Flut der Kräftige abgesetzt [?]; zu eurer Hilfe als Zuflucht möchte ich gelangen wie ein Held zum Kampfplatz mit fliegenden Rossen. [Anm.: Anspielung auf die Rettung des Taugrya (Bhujyu?) aus dem Wasser; Text unsicher.]
upastutiraucathyamuruṣyen mā māmime patatriṇī vi dugdhām / mā māmedho daśatayaścito dhāk pra yad vāṃ baddhastmani khādati kṣām
Der Lobgesang möge den Aucathya schützen; diese beiden Geflügelten sollen mich nicht [zer]melken [?]; nicht soll mich das zehnfach geschichtete Brennholz verbrennen; als der Gebundene [...] die Erde selbst frisst [?]. [Anm.: Vers wörtlich schwer verständlich.]
Nicht haben mich die Ströme, die mütterlichsten, verschlungen, als die Dāsas mich gut gebunden hinabwarfen; als Traitana ihm den Kopf abtrennte, hat der Dāsa selbst Brust und Schultern [...] [?]. [Anm.: Anspielung auf ein Geschehen; wörtlich, nicht als Tatsachenbericht.]
Dīrghatamas Māmateya, altgeworden im zehnten Lebensabschnitt: der Brahman [Priester/Dichter] wird der Wagenlenker der zum Ziel strebenden Wasser. [Anm.: yuga hier ,Zeitabschnitt‘; ,zehnter‘ als Altersangabe.]