Er sprach wahrlich: Eben diese Welt der verkörperten Lebewesen, die -- weil sie den Körper für das Selbst halten -- durch die vielfältigen, je nach den Erscheinungsweisen (guṇas) wie sattva unterschiedenen, aus günstigen und ungünstigen Verbindungen hervorgebrachten Reihen von Körpern und vermittels der zum Tor gewordenen Gruppe der sechs Sinne das anfanglose Erleben des aus Trennung und Vereinigung bestehenden weltlichen Daseins (durchläuft), ist -- auf jenen unwegsamen, festungsgleich schwer zu durchquerenden Pfad geraten durch die der Macht des Herrn, des Erhabenen Viṣṇu, unterworfene Täuschungskraft (māyā) -- wie eine auf Gewinn bedachte Kaufmannskarawane, welche die durch den eigenen Körper vollbrachten Taten erntet: in den überaus unheilvollen Wald des weltlichen Daseins geraten wie auf einen Leichenverbrennungsplatz, erlangt sie, deren viele Gegenanstrengungen bis heute fruchtlos bleiben, noch nicht die jenes Brennen stillende Spur der (wie) Bienen (umschwärmten) Lotosfüße Haris und des geistigen Lehrers.
Wort für Wort
saḥ
er (Nom. Sg.)
ha
wahrlich (Partikel)
uvāca
sprach (3. Sg. Perf.)
sa eṣa
eben dieser (Nom. Sg. m., doppeltes Demonstrativ)
deha-ātma-māninām
derjenigen, die den Körper für das Selbst halten (Gen. Pl.)
sattva-ādi-guṇa-viśeṣa-vikalpita
unterschieden durch die besonderen (Ausprägungen der) Erscheinungsweisen, beginnend mit sattva (Kompositumsglied)
kuśala-akuśala-samavahāra-vinirmita
hervorgebracht durch günstiges und ungünstiges Zusammenwirken (Kompositumsglied)
vividha-deha-āvalibhiḥ
durch die vielfältigen Reihen von Körpern (Instr. Pl.)
viyoga-saṁyoga-ādi-anādi-saṁsāra-anubhavasya
des anfanglosen, aus Trennung und Vereinigung usw. bestehenden Erlebens des weltlichen Daseins (Gen. Sg.)
dvāra-bhūtena
der zum Tor gewordenen (Instr. Sg.)
ṣaṭ-indriya-vargeṇa
durch die Gruppe der sechs Sinne (Instr. Sg.)
durga-adhva-vat asugame adhvani
auf jenem unwegsamen, festungsgleich schwer zu durchquerenden Pfad (Lok. Sg.)
āpatitaḥ
hineingeraten (Nom. Sg., PPP)
īśvarasya bhagavataḥ viṣṇoḥ
des Herrn, des Erhabenen Viṣṇu (Gen. Sg.)
vaśa-vartinyā māyayā
durch die (seiner) Macht unterworfene Täuschungskraft (Instr. Sg. f.)
jīva-lokaḥ ayam
diese Welt der verkörperten Lebewesen (Nom. Sg.)
yathā vaṇik-sārthaḥ
wie eine Kaufmannskarawane (Nom. Sg.)
artha-paraḥ
auf Gewinn bedacht (Nom. Sg., Adj.)
sva-deha-niṣpādita-karma-anubhavaḥ
der die durch den eigenen Körper vollbrachten Taten erntet (Nom. Sg.)
śmaśāna-vat
wie ein Leichenverbrennungsplatz
aśiva-tamāyām saṁsāra-aṭavyām
im überaus unheilvollen Wald des weltlichen Daseins (Lok. Sg.)
gataḥ
geraten (Nom. Sg., PPP)
na adya api
noch nicht einmal bis heute
viphala-bahu-pratiyoga-īhaḥ
dessen viele Gegenanstrengungen fruchtlos sind (Nom. Sg., Bahuvrīhi)
tat-tāpa-upaśamanīm
die jenes Brennen (Leid) stillende (Akk. Sg. f.)
hari-guru-caraṇa-aravinda-madhukara-anupadavīm
die Spur der (wie) Bienen (umschwärmten) Lotosfüße Haris und des geistigen Lehrers (Akk. Sg. f.)
avarundhe
erlangt, erreicht (3. Sg. Med. Präs.)
Eröffnungssatz des Kapitels; ein einziges, sehr langes Kompositum-Satzgefüge. 'sa' (Sprecher) bezieht sich auf den vorangehenden Erzähler (Śukadeva) im Kontext.
yasyām u ha vā ete ṣaḍ-indriya-nāmānaḥ karmaṇā dasyava eva te; tad yathā puruṣasya dhanaṁ yat kiñcid dharmaupayikaṁ bahu-kṛcchrādhigataṁ sākṣāt parama-puruṣārādhana-lakṣaṇo yo 'sau dharmas taṁ tu sāmparāya udāharanti; tad-dharmyaṁ dhanaṁ darśana-sparśana-śravaṇāsvādanāvaghrāṇa-saṅkalpa-vyavasāya-gṛha-grāmyopabhogena kunāthasyājitātmano yathā sārthasya vilumpanti.
In diesem (Wald) sind eben jene, die den Namen "die sechs Sinne" tragen, ihrem Wirken nach wahrhaftig nichts als Räuber. Wie nämlich der Reichtum eines Mannes -- was auch immer als Mittel zum dharma mit vieler Mühsal erworben wurde, dessen Kennzeichen unmittelbar die Verehrung des Höchsten Purusa ist, eben jener dharma -- von den Weisen als für das Leben nach dem Tod (bestimmt) erklärt wird, ebenso plündern sie jenen dem dharma gemäßen Reichtum durch Sehen, Berühren, Hören, Schmecken, Riechen, bloßes Vorhaben, Entschließen sowie häusliche, weltliche Genüsse -- wie (Räuber) den Besitz einer Karawane -- bei dem schlecht geleiteten, sich selbst nicht beherrschenden Menschen.
Wort für Wort
yasyām
in welcher (f. Lok.)
u ha vā
wahrlich, nun (Partikeln)
ete ṣaḍ-indriya-nāmānaḥ
diese, die den Namen "sechs Sinne" tragen (Nom. Pl.)
karmaṇā
durch ihr Wirken (Instr.)
dasyavaḥ eva te
sie sind eben Räuber (Nom. Pl.)
puruṣasya dhanam
der Reichtum eines Mannes (Gen./Nom.)
yat kiñcit dharma-aupayikam
was auch immer dem dharma dienlich ist (Nom./Akk. n.)
bahu-kṛcchra-adhigatam
mit vieler Mühsal erlangt (Nom./Akk. n.)
parama-puruṣa-ārādhana-lakṣaṇaḥ
dessen Merkmal die Verehrung des Höchsten Purusa ist (Nom. m.)
yaḥ asau dharmaḥ
welcher dharma (Nom.)
sāmparāye udāharanti
sie erklären für das Jenseits/Leben nach dem Tod (Lok. / 3.Pl.Präs.)
Und ferner: Dort, wo die Familienangehörigen -- Gattin, Kinder und dergleichen -- dem Namen nach (Familie), ihrem Tun nach aber wahrhaftig Wölfe und Schakale sind, entreißen sie dem geizigen Familienoberhaupt, obwohl es nicht will, das wie ein Lamm behütete (Vermögen) -- sogar vor seinen Augen.
Wort für Wort
atha ca
und ferner
yatra
wo (Lok.)
kauṭumbikāḥ dāra-apatya-ādayaḥ
die Familienangehörigen, angefangen mit Gattin und Kindern (Nom. Pl.)
nāmnā
dem Namen nach (Instr.)
karmaṇā
dem Wirken nach (Instr.)
vṛka-sṛgālāḥ eva
wahrlich Wölfe und Schakale (Nom. Pl.)
anicchataḥ api
obwohl (er) nicht will (Gen. Abs.)
kadaryasya kuṭumbinaḥ
des geizigen Familienvaters (Gen.)
uraṇaka-vat saṁrakṣyamāṇam
das wie ein Lamm behütet wird (Akk. n., Ptz. Pass.)
yathā hy anuvatsaraṁ kṛṣyamāṇam apy adagdha-bījaṁ kṣetraṁ punar evāvapana-kāle gulma-tṛṇa-vīrudbhir gahvaram iva bhavaty evam eva gṛhāśramaḥ karma-kṣetraṁ yasmin na hi karmāṇy utsīdanti yad ayaṁ kāma-karaṇḍa eṣa āvasathaḥ.
Denn wie ein Feld, das Jahr für Jahr gepflügt wird, dessen (Unkraut-)Samen aber nicht mitverbrannt wurde, zur Zeit der (neuen) Aussaat wieder gleichsam zu einem von Gestrüpp, Gras und Schlingpflanzen überwucherten Dickicht wird, ebenso ist das Haushälterleben ein Feld der (fruchtbringenden) Taten, auf dem die Taten nicht von selbst verschwinden; deshalb ist diese Wohnstätte gleichsam ein Korb voller Begierden.
Wort für Wort
yathā hi
denn wie
anuvatsaram
Jahr für Jahr
kṛṣyamāṇam api
obwohl gepflügt (Akk. n. Ptz.)
adagdha-bījam kṣetram
das Feld, dessen Samen nicht verbrannt ist (Nom./Akk. n., Bahuvrīhi)
punaḥ eva āvapana-kāle
wieder zur Zeit der Aussaat (Lok.)
gulma-tṛṇa-vīrudbhiḥ
durch Gestrüpp, Gras und Schlingpflanzen (Instr.)
gahvaram iva bhavati
wird gleichsam zu einem Dickicht (3. Sg.)
evam eva gṛha-āśramaḥ
ebenso (ist) der Haushälter-Lebensstand (Nom.)
karma-kṣetram
das Feld der Taten (Nom.)
yasmin na hi karmāṇi utsīdanti
in welchem die Taten nicht verschwinden (Lok. / 3. Pl.)
yat
deshalb
ayam kāma-karaṇḍaḥ eṣaḥ āvasathaḥ
diese Wohnstätte (ist) dieser Korb der Begierden (Nom.)
Dorthin gegangen, sein äußeres Lebensgut (seine Lebensgrundlage) bedrängt von Menschen, die niedrigen Bremsen und Mücken gleichen, sowie von Heuschrecken, Raubvögeln, Dieben, Ratten und dergleichen, auf diesem Pfad bald hierhin, bald dorthin umherziehend, betrachtet er -- dessen Geist von Unwissenheit, Begierde und Taten getrübt ist -- mit trügerischem Blick die Menschenwelt, in der kein Ziel je erreicht wird, als sei sie eine wirklich bestehende Gandharva-Stadt (Luftschloss).
Wort für Wort
tatra gataḥ
dorthin gegangen (Nom.)
daṁśa-maśaka-sama-apasadaiḥ manujaiḥ
von Menschen, die niederen Bremsen und Mücken gleichen (Instr. Pl.)
śalabha-śakunta-taskara-mūṣaka-ādibhiḥ
durch Heuschrecken, Raubvögel, Diebe, Ratten u.a. (Instr. Pl.)
uparudhyamāna-bahiḥ-prāṇaḥ
dessen äußerer Lebensatem (Besitz) bedrängt wird (Nom., Bahuvrīhi)
kvacit parivartamānaḥ
bisweilen umherziehend (Nom. Ptz.)
asmin adhvani
auf diesem Pfad (Lok.)
avidyā-kāma-karmabhiḥ uparakta-manasā
dessen Geist durch Unwissenheit, Begierde und Taten getrübt ist (Instr., Bahuvrīhi)
anupapanna-artham nara-lokam
die Menschenwelt, deren Ziel nicht erreicht wird (Akk., Bahuvrīhi)
gandharva-nagaram upapannam
als eine wirklich bestehende Gandharva-Stadt (Akk. Ptz.)
iti mithyā-dṛṣṭiḥ
so mit trügerischer Sicht (denkend) (Nom., Bahuvrīhi)
tatra ca kvacid ātapodaka-nibhān viṣayān upadhāvati pāna-bhojana-vyavāyādi-vyasana-lolupaḥ
Und dort läuft er bisweilen den Sinnesobjekten nach, die einer Luftspiegelung (Wasser in der Hitze) gleichen, gierig nach den Lastern des Trinkens, Essens, Geschlechtsverkehrs und dergleichen.
Wort für Wort
tatra ca kvacit
und dort bisweilen
ātapa-udaka-nibhān viṣayān
den Sinnesobjekten, die einer Luftspiegelung gleichen (Akk. Pl.)
upadhāvati
läuft nach, eilt hinterher (3. Sg.)
pāna-bhojana-vyavāya-ādi-vyasana-lolupaḥ
gierig nach dem Laster von Trinken, Essen, Beischlaf usw. (Nom., Bahuvrīhi)
Und bisweilen begehrt er, dessen Verstand durch dessen (glänzende) Farbe und Beschaffenheit geprägt ist, eine bestimmte Art Kot -- den Sitz sämtlicher Fehler -- als sei es Gold zu erlangen, gleich einem nach Feuer Verlangenden, der, geängstigt, das Irrlicht (für wirkliches Feuer hält).
Wort für Wort
kvacit ca
und bisweilen
aśeṣa-doṣa-niṣadanam purīṣa-viśeṣam
eine besondere Art Kot, den Sitz sämtlicher Fehler (Akk.)
tat-varṇa-guṇa-nirmita-matiḥ
dessen Verstand durch dessen Farbe und Beschaffenheit geprägt ist (Nom., Bahuvrīhi)
suvarṇam upāditsati
er wünscht, Gold zu erlangen (Akk. / 3. Sg. Desid.)
Und dann läuft er bisweilen, ganz vertieft in die Sorge um Behausung, Trinkwasser, Reichtum und die vielen anderen zum Broterwerb nötig scheinenden Dinge, in diesem Wald des weltlichen Daseins hierhin und dorthin.
kvacic ca vātyaupamyayā pramadayāroham āropitas tat-kāla-rajasā rajanī-bhūta ivāsādhu-maryādo rajas-valākṣo 'pi dig-devatā atirajas-vala-matir na vijānāti.
Und bisweilen, von einer schönen Frau, die einem Wirbelsturm gleicht, auf ihren Schoß gehoben, wie zur Nacht geworden durch den Staub (die Leidenschaft) jenes Augenblicks, ohne rechtes Maß, obwohl seine Augen von Leidenschaft überwältigt sind, erkennt er, dessen Verstand von übergroßer Leidenschaft überwältigt ist, die (als Zeugen anwesenden) Gottheiten der Himmelsrichtungen nicht.
Wort für Wort
kvacit ca
und bisweilen
vātyā-aupamyayā pramadayā
von einer Frau, die einem Wirbelsturm vergleichbar ist (Instr.)
āroham āropitaḥ
auf den Schoß gehoben (Nom.)
tat-kāla-rajasā
durch den Staub/die Leidenschaft jenes Augenblicks (Instr.)
rajanī-bhūtaḥ iva
gleichsam zur Nacht geworden (Nom.)
asādhu-maryādaḥ
ohne rechtes Maß, ohne Sittlichkeit (Nom., Bahuvrīhi)
rajaḥ-vala-akṣaḥ api
obwohl seine Augen von Leidenschaft überwältigt sind (Nom.)
dik-devatāḥ
die Gottheiten der Himmelsrichtungen (Akk. Pl.)
atirajaḥ-vala-matiḥ
dessen Verstand von übergroßer Leidenschaft überwältigt ist (Nom.)
Bisweilen, obwohl er einmal die Nichtigkeit der Sinnesobjekte erkannt hat, läuft er -- dessen Erinnerung eben durch jenes Nachsinnen über das Fremde (den Körper) wieder zunichtegemacht wurde -- von selbst doch wieder eben jenen Dingen nach, die in Wahrheit bloßem Wasser einer Luftspiegelung gleichen.
Wort für Wort
kvacit sakṛt
bisweilen einmal
avagata-viṣaya-vaitathyaḥ
der die Nichtigkeit der Sinnesobjekte erkannt hat (Nom., Bahuvrīhi)
svayam
von selbst
para-abhidhyānena
durch das Nachdenken über das Fremde (Instr.)
vibhraṁśita-smṛtiḥ
dessen Erinnerung zunichtegemacht wurde (Nom., Bahuvrīhi)
tayā eva
durch eben dieses (Instr.)
marīci-toya-prāyān tān eva
eben jene, die dem Wasser einer Luftspiegelung gleichen (Akk. Pl.)
Bisweilen, sein Ohrengrund und Herz überaus gequält durch das unmittelbare oder mittelbare Schmähen von Feinden und Amtsleuten, das gleich dem Ruf der Eule und der Grille überaus rau, heftig und aufbrausend ist...
Wort für Wort
kvacit
bisweilen
ulūka-jhillī-svana-vat
dem Ruf von Eule und Grille gleich (Adv./Adj.)
ati-paruṣa-rabhasa-āṭopam
überaus rau, heftig, aufbrausend (Akk., Adj.)
pratyakṣam parokṣam vā
unmittelbar oder mittelbar
ripu-rāja-kula-nirbhartsitena
durch das Schmähen von Feinden und Königsleuten (Instr.)
ati-vyathita-karṇa-mūla-hṛdayaḥ
dessen Ohrwurzel und Herz überaus schmerzhaft getroffen sind (Nom., Bahuvrīhi)
[Anm.: Der Satz besitzt in dieser Verseinheit kein finites Verb; er ist syntaktisch ein Partizipial-/Bahuvrihi-Fragment, das den Zustand des Betroffenen beschreibt und im Kontext weitergeführt wird.]
sa yadā dugdha-pūrva-sukṛtas tadā kāraskara-kākatuṇḍādy-apuṇya-druma-latā-viṣoda-pānavad ubhayārtha-śūnya-draviṇān jīvan-mṛtān svayaṁ jīvan-mriyamāṇa upadhāvati
Wenn seine früher angesammelten frommen Verdienste aufgebraucht sind, dann sucht er -- selbst lebend sterbend -- die für beide Welten nutzlosen Reichtümer auf, verkörpert in Menschen, die, obwohl lebend, in Wahrheit tot sind -- gleich dem Trinken von Giftwasser unter unheilvollen Bäumen und Schlingpflanzen wie kāraskara und kākatuṇḍa.
Wort für Wort
saḥ yadā
wenn er (Nom.)
dugdha-pūrva-sukṛtaḥ
dessen frühere fromme Verdienste aufgebraucht sind (Nom., Bahuvrīhi)
Einst, durch den Umgang mit Unaufrichtigen im Denken verdorben, wendet er sich dem auf beiden Seiten leidbringenden Irrweg (der Häresie) zu -- gleich dem Straucheln in ein wasserloses Flussbett.
Wort für Wort
ekadā
einst
asat-prasaṅgāt
durch den Umgang mit den Unaufrichtigen (Abl.)
nikṛta-matiḥ
dessen Verstand verdorben ist (Nom., Bahuvrīhi)
vyudaka-srotaḥ-skhalana-vat
wie ein Straucheln in ein wasserloses Flussbett (Adv.)
yadā tu para-bādhayāndha ātmane nopanamati tadā hi pitṛ-putra-barhiṣmataḥ pitṛ-putrān vā sa khalu bhakṣayati.
Wenn ihm aber, blind (geworden), trotz der Bedrängung anderer nichts für ihn selbst zufällt, dann verzehrt (schädigt) er wahrlich sogar Vater und Söhne, die ihm so geringfügig (wertvoll) sind wie Opfergras.
Wort für Wort
yadā tu
wenn aber
para-bādhayā
durch das Bedrängen anderer (Instr.)
andhaḥ
blind (Nom.)
ātmane na upanamati
kommt ihm selbst nicht zugute (3. Sg.)
tadā hi
dann wahrlich
pitṛ-putra-barhiṣmataḥ pitṛ-putrān vā
Vater und Söhne, die (ihm) so wertlos sind wie Opfergras (Akk. Pl., Bahuvrīhi)
Bisweilen, nachdem er das Haus(-leben), das -- wie ein Waldbrand -- nun ohne das geliebte Ziel und nur noch von schmerzvollen Folgen ist, erreicht hat, vom Feuer der Trauer verbrannt, gelangt er zu tiefer Verzweiflung.
Wort für Wort
kvacit āsādya
bisweilen, erreicht habend (Absolutiv)
gṛham dāva-vat
das Haus(leben), wie ein Waldbrand (Akk.)
priya-artha-vidhuram
beraubt des geliebten Zieles (Akk., Bahuvrīhi)
asukha-udarkam
dessen Folge nur Unglück ist (Akk., Bahuvrīhi)
śoka-agninā dahyamānaḥ
vom Feuer der Trauer verbrannt werdend (Instr./Nom. Ptz.)
Bisweilen bleibt er, dessen liebster Reichtum -- sein eigentlicher Lebensatem -- von den durch die Zeit heimtückisch gewordenen, dämonengleichen Königsleuten geraubt wurde, wie ein Toter zurück, aller Lebenszeichen beraubt.
Wort für Wort
kvacit
bisweilen
kāla-viṣa-mita-rāja-kula-rakṣasā
durch die von der Zeit heimtückisch gewordenen, dämonengleichen Königsleute (Instr.)
apahṛta-priya-tama-dhana-asuḥ
dessen liebster Reichtum, der (wie) sein Lebensatem ist, geraubt wurde (Nom., Bahuvrīhi)
pramṛtakaḥ iva
wie ein Toter
vigata-jīva-lakṣaṇaḥ
dem die Lebenszeichen abhandengekommen sind (Nom., Bahuvrīhi)
kadācin manorathopagata-pitṛ-pitāmahādy asat sad iti svapna-nirvṛti-lakṣaṇam anubhavati
Bisweilen erfährt er ein Glück von der Art eines Traumes, indem er verstorbene (nicht mehr seiende) Väter, Großväter und dergleichen, die durch bloßes Wunschdenken wieder herangekommen scheinen, für seiend hält.
Bisweilen, den durch die Vorschriften der Haushälter-Pflichten (gebildeten) überaus schweren Berg zu erklimmen wünschend, sein Sinn von weltlichen Lastern hingezogen, sinkt er dahin, als beträte er ein mit Dornen und Kies bedecktes Feld.
Wort für Wort
kvacit
bisweilen
gṛha-āśrama-karma-codana-ati-bhara-girim
den überaus schweren Berg der Vorschriften der Haushälter-Pflichten (Akk.)
ārurukṣamāṇaḥ
zu erklimmen wünschend (Nom., Desiderativ-Ptz.)
loka-vyasana-karṣita-manāḥ
dessen Sinn von weltlichen Lastern angezogen ist (Nom., Bahuvrīhi)
sa eva punar nidrājagara-gṛhīto 'ndhe tamasi magnaḥ śūnyāraṇya iva śete nānyat-kiñcana veda śava ivāpaviddhaḥ
Eben er wird wiederum von der (Riesen-)Schlange des Schlafes ergriffen; in blinder Finsternis versunken, liegt er wie in einem öden Wald, weiß von nichts anderem mehr, fortgeworfen wie ein Leichnam.
Wort für Wort
saḥ eva punaḥ
eben er wieder
nidrā-ajagara-gṛhītaḥ
von der Riesenschlange des Schlafs ergriffen (Nom., Bahuvrīhi)
Bisweilen, die Zähne seines Stolzes gebrochen, keinen Augenblick Schlaf findend wegen der bösen Menschen, die giftigen Insekten gleichen, sein Erkenntnisvermögen durch das gepeinigte Herz allmählich schwindend, fällt er wie ein Blinder in einen verdeckten Brunnen.
Wort für Wort
kadācit
bisweilen
bhagna-māna-daṁṣṭraḥ
dessen Stolzeszähne gebrochen sind (Nom., Bahuvrīhi)
durjana-danda-śūkaiḥ
durch böse Menschen, die stacheligen Insekten gleichen (Instr.)
alabdha-nidrā-kṣaṇaḥ
der keinen Augenblick Schlaf erlangt (Nom., Bahuvrīhi)
vyathita-hṛdayena
durch das gequälte Herz (Instr.)
anukṣīyamāṇa-vijñānaḥ
dessen Erkenntnis allmählich schwindet (Nom., Bahuvrīhi)
andha-kūpe andha-vat
wie ein Blinder in einen verdeckten Brunnen (Lok./Adv.)
Manchmal, während er auf der Suche nach den kleinen Honigtropfen der Sinnenlust die Gattin oder den Besitz eines anderen an sich reißt, wird er, von einem König oder von den rechtmäßigen Eignern erschlagen, in die grenzenlose Hölle gestürzt.
Wort für Wort
karhi sma cit
manchmal
kāma-madhu-lavān vicinvan
die kleinen Honigtropfen der Begierde suchend (Akk. Pl./Nom. Ptz.)
yadā
während
para-dāra-para-dravyāṇi avarundhānaḥ
die Gattin oder den Besitz eines anderen an sich reißend (Akk./Nom. Ptz.)
rājñā svāmibhiḥ vā nihataḥ
vom König oder von den Eignern erschlagen (Instr./Nom.)
atha ca tasmād ubhayathāpi hi karmāsminn ātmanaḥ saṁsārāvapanam udāharanti.
Und ferner: Deshalb erklären die Weisen, dass das (fruchtbringende) Handeln auf diesem (Pfad) für den Verkörperten in beiderlei Hinsicht das Saatfeld des weltlichen Kreislaufs ist.
muktas tato yadi bandhād devadatta upācchinatti tasmād api viṣṇumitra ity anavasthitiḥ
Wird er von jener Fessel befreit, so nimmt ihm ein gewisser Devadatta (das Geld) weg, und diesem wiederum ein Viṣṇumitra -- so besteht keine Beständigkeit.
Wort für Wort
muktaḥ tataḥ yadi bandhāt
wenn er von jener Fessel befreit ist (Nom./Abl.)
devadattaḥ upācchinatti
(ein Mann namens) Devadatta reißt (es) weg (Nom./3. Sg.)
tasmāt api viṣṇumitraḥ
von diesem wiederum (ein Mann namens) Viṣṇumitra (Abl./Nom.)
kvacic ca śīta-vātādy-anekādhidaivika-bhautikātmīyānāṁ daśānāṁ pratinivāraṇe 'kalpo duranta-cintayā viṣaṇṇa āste
Und bisweilen bleibt er, unfähig zur Abwehr der vielen, durch Kälte, Wind und dergleichen verursachten, göttlichen, von anderen Wesen herrührenden und in ihm selbst entstehenden Notlagen, von endloser Sorge niedergedrückt zurück.
Bisweilen, mit anderen Handel treibend um irgendeinen Reichtum, oder auch nur eine kleine Münze von anderen wegnehmend, gerät er wegen der Unredlichkeit im Geldgeschäft in Feindschaft.
adhvany amuṣminn ima upasargās tathā sukha-duḥkha-rāga-dveṣa-bhayābhimāna-pramādonmāda-śoka-moha-lobha-mātsaryerṣyāva-māna-kṣut-pipāsādhi-vyādhi-janma-jarā-maraṇādayaḥ
Auf jenem Pfad gibt es diese Heimsuchungen: nämlich Glück und Leid, Anhaftung und Abneigung, Furcht, falscher Stolz, Unachtsamkeit, Wahnsinn, Trauer, Verblendung, Habgier, Neid, Eifersucht, Kränkung, Hunger, Durst, seelische Qual, Krankheit, Geburt, Alter, Tod und dergleichen.
Irgendwo, durch die Täuschungskraft der Götter von einer Frau mit (zarten, den) Schlingpflanzen (gleichenden) Armen umschlungen, seine Unterscheidungskraft und Erkenntnis verloren, sein Herz beunruhigt durch den Bau eines Hauses für deren Vergnügen, sein Herz geraubt durch die Reden, Blicke und Gebärden der an jenem Heim hängenden Söhne, Töchter und der Gattin, stürzt er, dessen Selbst unbezwungen ist, sich selbst in die grenzenlose, blinde Finsternis.
Wort für Wort
kva api
irgendwo
deva-māyayā
durch die Täuschungskraft der Götter (Instr.)
striyā bhuja-latā-upagūḍhaḥ
von einer Frau mit rankenähnlichen Armen umschlungen (Instr./Nom.)
praskanna-viveka-vijñānaḥ
dessen Unterscheidungskraft und Erkenntnis verloren ist (Nom., Bahuvrīhi)
yat-vihāra-gṛha-ārambha-ākula-hṛdayaḥ
dessen Herz beunruhigt ist durch den Bau eines Hauses für deren Vergnügen (Nom., Bahuvrīhi)
Bisweilen, sein Herz erschreckt durch die Scheibe des Herrn, des Erhabenen Viṣṇu -- die, gekennzeichnet durch die Zeitspanne vom Atom an bis zum Ende der doppelten Lebenszeit Brahmās, in stets wechselndem Weltalter mit rasender Geschwindigkeit alle Wesen, von Brahmā bis herab zu den Grashalmen, ohne mit der Wimper zu zucken, vor den Augen aller hinwegrafft --, missachtet er eben diesen Herrn selbst, dessen eigene Waffe das Rad der Zeit ist, den unmittelbaren Erhabenen, den Herrn der Opfer, und verehrt stattdessen, aus bloßer Übereinkunft, ketzerische Gottheiten -- Wesen gleich Falken, Geiern, Reihern und Krähen, die von der Ordnung der Rechtschaffenen verworfen sind.
Wort für Wort
kadācit
bisweilen
īśvarasya bhagavataḥ viṣṇoḥ cakrāt
vor der Scheibe des Herrn, des Erhabenen Viṣṇu (Abl.)
yadā pākhaṇḍibhir ātma-vañcitais tair uru vañcito brahma-kulaṁ samāvasaṁs teṣāṁ śīlam upanayanādi-śrauta-smārta-karmānuṣṭhānena bhagavato yajña-puruṣasyārādhanam eva tad arocayan śūdra-kulaṁ bhajate nigamācāre 'śuddhito yasya mithunī-bhāvaḥ kuṭumba-bharaṇaṁ yathā vānara-jāteḥ
Wenn er, von jenen sich selbst betrügenden Ketzern gründlich betrogen, obwohl er in einer Brahmanenfamilie wohnt -- deren Sitte, nämlich durch die auf Śruti und Smṛti gegründeten Handlungen, angefangen mit der heiligen Fadenweihe, eben die Verehrung des Erhabenen, des Herrn der Opfer, zu vollziehen --, ihm nicht mehr gefällt, sich stattdessen einer Śūdra-Familie zuwendet, da er, was die vedischen Bräuche betrifft, ungereinigt ist, dessen Paarung und Unterhalt der Familie so ist wie bei der Art der Affen.
Wort für Wort
yadā
wenn
pākhaṇḍibhiḥ ātma-vañcitaiḥ taiḥ
von jenen sich selbst betrügenden Ketzern (Instr. Pl.)
uru vañcitaḥ
gründlich betrogen (Nom.)
brahma-kulam samāvasan
in einer Brahmanenfamilie wohnend (Akk./Nom. Ptz.)
teṣām śīlam
deren Sitte (Gen./Akk.)
upanayana-ādi-śrauta-smārta-karma-anuṣṭhānena
durch die Ausübung der auf Śruti und Smṛti gegründeten Handlungen, beginnend mit der Fadenweihe (Instr.)
bhagavataḥ yajña-puruṣasya ārādhanam eva
eben die Verehrung des Erhabenen, des Herrn der Opfer (Akk.)
tat arocayan
das nicht (mehr) gefallend (Nom. Ptz.)
śūdra-kulam bhajate
wendet sich einer Śūdra-Familie zu (Akk./3. Sg.)
nigama-ācāre aśuddhitaḥ
in Bezug auf die vedischen Bräuche ungereinigt (Nom.)
Auch dort, ohne jede Zügelung, nach eigenem Belieben sich vergnügend, sein Verstand überaus armselig, vergisst er, einzig durch niedere Betätigungen wie das gegenseitige Anschauen der Gesichter, die Grenze seiner Lebenszeit.
Wort für Wort
tatra api
auch dort
niravarodhaḥ
ohne Zügelung (Nom.)
svaireṇa viharan
nach eigenem Belieben sich vergnügend (Instr./Nom. Ptz.)
ati-kṛpaṇa-buddhiḥ
dessen Verstand überaus armselig ist (Nom., Bahuvrīhi)
anyonya-mukha-nirīkṣaṇa-ādinā
durch gegenseitiges Anschauen der Gesichter u.a. (Instr.)
grāmya-karmaṇā eva
einzig durch niedere (dörfliche/sinnliche) Betätigung (Instr.)
vismṛta-kāla-avadhiḥ
der die Grenze seiner Zeit vergisst (Nom., Bahuvrīhi)
Bisweilen, sich wie ein Baum an den nur diesseitigen Zwecken dienenden Häusern (Körpern) erfreuend, wie ein Affe seinen Kindern und seiner Gattin zärtlich zugetan, dessen Muße dem Geschlechtsverkehr gilt...
Wort für Wort
kvacit
bisweilen
druma-vat
wie ein Baum
aihika-artheṣu gṛheṣu
an den diesseitigen Zwecken dienenden Häusern/Körpern (Lok.)
raṁsyan
sich erfreuend (Nom. Ptz. Fut./Desid.)
yathā vānaraḥ
wie ein Affe
suta-dāra-vatsalaḥ
seinen Kindern und seiner Gattin zärtlich zugetan (Nom., Bahuvrīhi)
vyavāya-kṣaṇaḥ
dessen Muße dem Beischlaf gilt (Nom., Bahuvrīhi)
[Anm.: Der Satz setzt sich grammatisch in Vers 33 fort (gemeinsames Prädikat 'avarundhānaḥ ... sīdati/patati' fehlt hier); beide Verse bilden ein durchgehendes Satzgefüge.]
Bisweilen bleibt er, unfähig zur Abwehr der vielen, durch Kälte, Wind und dergleichen verursachten göttlichen, fremdweltlichen und eigenen Leiden, durch endlose Sinnesobjekte niedergedrückt zurück.
Bisweilen, seines Reichtums beraubt, des Genusses von Lager, Sitz, Speise und dergleichen bar, solange er, entschlossen, das bisher von seinem Wunsch nicht Erreichte durch unrechtmäßige Mittel zu ergreifen, erntet er von den Leuten von hier und dort Beschimpfung und dergleichen.
Wort für Wort
kvacit kṣīṇa-dhanaḥ
bisweilen, seines Reichtums beraubt (Nom.)
śayyā-āsana-aśana-ādi-upabhoga-vihīnaḥ
des Genusses von Lager, Sitz, Speise u.a. bar (Nom., Bahuvrīhi)
yāvat
solange
apratilabdha-manoratha-upagata-ādāne
beim Ergreifen des durch (seinen) Wunsch bisher nicht Erreichten (Lok.)
So verbindet er sich, obwohl durch geldliche Verflechtung wachsende Feindschaftsbande bestehen, aufgrund früherer karmischer Prägungen dennoch untereinander in Heirat, und löst die Verbindung wieder auf.
Wort für Wort
evam
so
vitta-vyatiṣaṅga-vivṛddha-vaira-anubandhaḥ api
obwohl durch geldliche Verflechtung wachsende Feindschaftsbande bestehen (Nom., Bahuvrīhi)
pūrva-vāsanayā
aufgrund früherer (karmischer) Prägung (Instr.)
mithaḥ udvahati
verbindet sich untereinander (durch Heirat) (3. Sg.)
etasmin saṁsārādhvani nānā-kleśopasarga-bādhita āpanna-vipanno yatra yas tam u ha vāvetaras tatra visṛjya jātaṁ jātam upādāya śocan muhyan bibhyad-vivadan krandan saṁhṛṣyan gāyan nahyamānaḥ sādhu-varjito naivāvartate 'dyāpi yata ārabdha eṣa nara-loka-sārtho yam adhvanaḥ pāram upadiśanti.
Auf diesem Pfad des weltlichen Daseins, geplagt von mancherlei Leiden und Heimsuchungen, bald erlangend, bald verlierend -- wo immer einer (etwas erlangt), dort verliert es wahrlich ein anderer --, dort das eine fahren lassend, ein je neu Geborenes ergreifend, klagend, sich täuschend, sich fürchtend, streitend, weinend, sich freuend, singend, immer wieder gebunden, der Gesellschaft der Heiligen beraubt, kehrt er bis heute noch nicht um, seit jener Zeit an, da diese auf den eigenen Nutzen bedachte Karawane der Menschenwelt in Gang gesetzt wurde -- die Karawane, deren jenseitiges Ufer (allein die Weisen) zu weisen vermögen.
Wort für Wort
etasmin saṁsāra-adhvani
auf diesem Pfad des weltlichen Daseins (Lok.)
nānā-kleśa-upasarga-bādhitaḥ
geplagt von mancherlei Leiden und Heimsuchungen (Nom., Bahuvrīhi)
āpanna-vipannaḥ
bald erlangend, bald verlierend (Nom.)
yatra yaḥ tam u ha vā itaraḥ
wo (einer erlangt), dort (verliert es) wahrlich ein anderer
yad idaṁ yogānuśāsanaṁ na vā etad avarundhate yan nyasta-daṇḍā munaya upaśama-śīlā uparatātmānaḥ samavagacchanti
Diese Unterweisung, die als Anleitung zum yoga gilt, erlangen sie freilich nicht; das, was allein die Weisen, die den Stab (der Gewalt) abgelegt haben, von friedvoller Wesensart, deren Selbst zur Ruhe gekommen ist, wirklich begreifen.
Wort für Wort
yat idam yoga-anuśāsanam
diese Unterweisung, die Anleitung zum yoga (Nom./Akk.)
na vā etat avarundhate
das erlangen sie (die gewöhnlichen Menschen) freilich nicht (3. Pl.)
yat
das, was
nyasta-daṇḍāḥ munayaḥ
die Weisen, die den Stab abgelegt haben (Nom. Pl., Bahuvrīhi)
upaśama-śīlāḥ
von friedvoller Wesensart (Nom. Pl., Bahuvrīhi)
uparata-ātmānaḥ
deren Selbst zur Ruhe gekommen ist (Nom. Pl., Bahuvrīhi)
yad api dig-ibha-jayino yajvino ye vai rājarṣayaḥ kiṁ tu paraṁ mṛdhe śayīrann asyām eva mameyam iti kṛta-vairānubandhāyāṁ visṛjya svayam upasaṁhṛtāḥ
Obgleich es (unter ihnen) königliche Seher gab, welche die Elefanten der Himmelsrichtungen besiegten und große Opfer vollzogen, so sanken sie doch letztlich, nachdem sie ihr eigenes Leben hingegeben hatten, im Kampf um eben diese Erde, in Feindschaft verstrickt mit dem Gedanken 'mein, dies ist mein', dahin, von Feinden niedergestreckt.
Wort für Wort
yat api
obgleich
dik-ibha-jayinaḥ
die die Elefanten der Himmelsrichtungen besiegten (Nom. Pl.)
yajvinaḥ
die Opfer vollzogen (Nom. Pl.)
ye vai rāja-ṛṣayaḥ
welche königlichen Seher (Nom. Pl.)
kim tu param
aber letztlich
mṛdhe śayīran
im Kampf fielen sie (Lok./3. Pl. Opt.)
asyām eva mama iyam iti
mit dem Gedanken 'eben diese ist mein' (Lok./iti)
kṛta-vaira-anubandhāyām
in der (Erde), mit der Feindschaftsbande geknüpft wurden (Lok., Bahuvrīhi)
Sich an die Schlingpflanze des Handelns klammernd, dadurch aus jener Notlage, der Hölle, irgendwie befreit, betritt er, auf dem Pfad des weltlichen Daseins wieder ebenso verweilend, wiederum die auf eigenen Nutzen bedachte Karawane der Menschenwelt -- ebenso, selbst wenn er zuvor in höhere Welten emporgestiegen war.
Wort für Wort
karma-vallīm avalambya
sich an die Schlingpflanze des Handelns klammernd (Akk./Absolutiv)
tataḥ āpadaḥ
aus jener Notlage (Abl.)
kathañcit narakāt vimuktaḥ
irgendwie aus der Hölle befreit (Abl./Nom.)
punaḥ api evam saṁsāra-adhvani vartamānaḥ
wieder ebenso auf dem Pfad des weltlichen Daseins verweilend (Nom. Ptz.)
nara-loka-sārtham upayāti
betritt die Karawane der Menschenwelt (Akk./3. Sg.)
evam upari gataḥ api
ebenso, selbst wenn er nach oben gelangt war (Nom.)
Selbst mit dem Geiste vermag hier kein (gewöhnlicher) König dem Pfad des großherzigen königlichen Sehers, des Sohnes Ṛṣabhas, zu folgen -- wie eine Fliege nicht dem Flug Garuḍas (folgen kann).
yo dustyajān dāra-sutān suhṛd rājyaṁ hṛdi-spṛśaḥ jahau yuvaiva malavad uttamaśloka-lālasaḥ
Er, der die nur schwer aufzugebende Gattin, die Söhne, die Freunde und das bis ins Herz rührende Königreich schon als junger Mann wie Kot von sich warf, ganz begierig nach dem in erhabenen Versen Gepriesenen.
Wort für Wort
yaḥ
er, der (Nom.)
dustyajān dāra-sutān suhṛt rājyam
die schwer aufzugebende Gattin, Söhne, Freunde, das Königreich (Akk./Nom.)
hṛdi-spṛśaḥ
das bis ins Herz rührende (Akk., Bahuvrīhi)
jahau
gab auf, warf von sich (3. Sg. Perf.)
yuvā eva
schon als junger Mann (Nom.)
mala-vat
wie Kot
uttamaśloka-lālasaḥ
begierig nach dem in erhabenen Versen Gepriesenen (Nom., Bahuvrīhi)
Er, der König, der die schwer aufzugebende Erde, Söhne, Verwandte, Güter und Gattin ebenso wenig begehrte wie die von den besten Göttern erflehte, gnädig blickende Glücksgöttin -- dies ziemt sich recht für die Großen, deren Sinn an den liebevollen Dienst am Feind des Madhu gebunden ist, denen selbst die Stellung der Befreiung nur geringfügig erscheint.
Wort für Wort
yaḥ nṛpaḥ
er, der König (Nom.)
dustyajān kṣiti-suta-svajana-artha-dārān
die schwer aufzugebende Erde, Söhne, Verwandte, Güter, Gattin (Akk. Pl.)
prārthyām śriyam
die begehrenswerte Glücksgöttin (Akk.)
sura-varaiḥ
von den besten Göttern (Instr.)
sa-daya-avalokām
deren Blick gnädig ist (Akk., Bahuvrīhi)
na aicchat
begehrte nicht (3. Sg. Impf.)
tat-ucitam mahatām
dies ziemt sich für die Großen (Nom./Gen. Pl.)
madhu-dviṭ-sevā-anurakta-manasām
deren Sinn an den Dienst am Feind des Madhu gebunden ist (Gen. Pl., Bahuvrīhi)
abhavaḥ api phalguḥ
selbst die Befreiung erscheint (ihnen) geringfügig (Nom.)
yajñāya dharma-pataye vidhi-naipuṇāya yogāya sāṅkhya-śirase prakṛtīśvarāya nārāyaṇāya haraye nama ity udāraṁ hāsyan mṛgatvam api yaḥ samudājahāra
"Verehrung dem Herrn der Opfer, dem Herrn des dharma, dem Meister der rechten Ordnung, dem Herrn des yoga, dem Haupt der Sāṅkhya-Lehre, dem Herrscher der Materie, Nārāyaṇa, Hari!" -- so rief er, der selbst im Zustand des Rehes noch weilend, diesen erhabenen (Spruch) laut aus, lächelnd.
ya idaṁ bhāgavata-sabhājitāvadāta-guṇa-karmaṇo rājarṣer bharatasyānucaritaṁ svasty-ayanam āyuṣyaṁ dhanyaṁ yaśasyaṁ svargyāpavargyaṁ vānuśṛṇoty ākhyāsyaty abhinandati ca sarvā evāśiṣa ātmana āśāste na kāñcana parata iti
Wer diese von den Gottgeweihten hochgepriesene, lautere Erzählung von den Tugenden und Taten des königlichen Sehers Bharata -- die Heil verleiht, das Leben verlängert, Glück und Ruhm schenkt, zum Himmel oder zur Erlösung führt -- hört oder erzählt und sie dabei freudig begrüßt, der erlangt wahrlich für sich selbst alle Segnungen, so dass er nichts mehr von einem anderen zu erbitten braucht.
Wort für Wort
yaḥ
wer (Nom.)
idam bhāgavata-sabhājita-avadāta-guṇa-karmaṇaḥ
diese von den Gottgeweihten hochgepriesene, von lauteren Tugenden und Taten (handelnde) (Akk./Gen.)
rāja-ṛṣeḥ bharatasya anucaritam
die Erzählung vom königlichen Seher Bharata (Gen./Akk.)