Kapitel 12: parīkṣij-janma
Die Geburt Parīkṣits und die Aśvamedha-Opfer Yudhiṣṭhiras
Śaunaka bittet Sūta um den Bericht über den im Mutterleib der Uttarā durch das Brahmaśiras-Geschoss getöteten und von Kṛṣṇa wiederbelebten Knaben (V.1-6). Es folgt die berühmte Schilderung, wie der Fötus im zehnten Monat eine daumengroße, göttliche Gestalt erblickt, die mit ihrer Keule die Glut des Geschosses vertreibt, bevor sie verschwindet (V.7-11) - der Ursprung des Namens 'Viṣṇurāta' (V.16-17) und, aus dem späteren kindlichen Verhalten des Prüfens/Suchens nach dieser Gestalt, des Namens 'Parīkṣit' (V.30). Nach der Geburt und den Segensriten (V.12-15) folgt eine lange, kunstvolle Prophezeiung der Brahmanen über Parīkṣits künftiges Leben (V.18-28), die in einer bemerkenswerten Vorausschau das gesamte Rahmengeschehen des Bhāgavata-Purāṇa vorwegnimmt: seine Herrschaft, seinen Tod durch die Schlange Takṣaka infolge eines Brahmanenfluchs, und seine Befreiung durch die Belehrung Śukas an der Gaṅgā. Das Kapitel schließt mit Parīkṣits rascher Kindheit (V.31) und Yudhiṣṭhiras drei Aśvamedha-Opfern zur Sühne der Kriegsschuld, wozu die Brüder - von Kṛṣṇa ermutigt - herrenlosen Reichtum aus dem Norden herbeischaffen (V.32-35), bevor Kṛṣṇa nach einigem Verweilen nach Dvārakā zurückkehrt (V.36).
Śaunaka sprach: Der durch das von Aśvatthāman entsandte Brahmaśiras-Geschoss mit seiner gewaltigen Glut getötete Embryo der Uttarā wurde durch den Herrn wieder zum Leben erweckt.
Wort für Wort
śaunaka uvāca
Śaunaka sprach
aśvatthāmnā upasṛṣṭena brahma-śīrṣṇā uru-tejasā
durch das von Aśvatthāman entsandte Brahmaśiras-Geschoss mit gewaltiger Glut
Sūta sprach: Der Dharma-König [Yudhiṣṭhira] regierte, die Untertanen wie ein Vater erfreuend, [selbst dabei] frei von jeder Begierde nach [weltlichen] Wünschen durch den Dienst an Kṛṣṇas Füßen.
Wort für Wort
sūta uvāca
Sūta sprach
apīpalad dharma-rājaḥ
es regierte der Dharma-König
pitṛvad rañjayan prajāḥ
die Untertanen wie ein Vater erfreuend
niḥspṛhaḥ sarva-kāmebhyaḥ
frei von Begierde nach allen [weltlichen] Wünschen
sampadaḥ kratavo lokā mahiṣī bhrātaro mahī | jambudvīpādhipatyaṁ ca yaśaś ca tri-divaṁ gatam
Reichtümer, Opferriten, [Aufstieg in] himmlische Welten, eine [Haupt-]Gemahlin, Brüder, die Erde, die Oberherrschaft über Jambudvīpa und ein bis zum Himmel reichender Ruhm -
Wort für Wort
sampadaḥ kratavo lokā
Reichtümer, Opferriten, [himmlische] Welten
mahiṣī bhrātaro mahī
eine [Haupt-]Gemahlin, Brüder, die Erde
jambudvīpādhipatyaṁ ca
und die Oberherrschaft über Jambudvīpa
yaśaś ca tri-divaṁ gatam
und ein bis zum Himmel reichender Ruhm
[Anm.: Die Aufzählung in V.5 bildet das grammatische Subjekt der rhetorischen Frage in V.6.]
Was, o Brahmanen, bedeuteten diese von den Göttern selbst begehrten Wünsche einem König, dessen Sinn auf Mukunda gerichtet war? Sie verschafften ihm Freude nur so, wie [Nahrung] einem Hungrigen [Genüge tut] - nicht wie anderen [die daran hängen].
Wort für Wort
kiṁ te kāmāḥ sura-spārhā
was [bedeuteten] diese von den Göttern begehrten Wünsche
mukunda-manaso dvijāḥ
einem, dessen Sinn auf Mukunda [gerichtet war], o Brahmanen
adhijahrur mudaṁ rājñaḥ
verschafften sie dem König Freude
kṣudhitasya yathā itare
so wie [Nahrung] einem Hungrigen, [nicht] wie anderen
Er, der Held [Parīkṣit], damals noch im Mutterleib, sah, o Sohn der Bhṛgus, obwohl er von der Glut des Geschosses versengt wurde, eine gewisse [göttliche] Gestalt.
[eine Gestalt,] daumengroß, makellos, mit schimmernder Goldkrone, von lieblichem Anblick, dunkel [von Farbe], mit einem Gewand blitzgleich [leuchtend] - den Unfehlbaren.
[eine Gestalt] mit vier prächtigen, langen Armen, mit Ohrringen aus geschmolzenem Gold, mit blutroten Augen, eine Keule in der Hand, die um sich selbst nach allen Richtungen umherwandelte und wiederholt die feuerbrandgleiche Keule schwang.
Wort für Wort
śrīmad-dīrgha-catur-bāhuṁ
mit vier prächtigen, langen Armen
tapta-kāñcana-kuṇḍalam
mit Ohrringen aus geschmolzenem Gold
kṣatajākṣaṁ gadā-pāṇim
mit blutroten Augen, eine Keule in der Hand
ātmanaḥ sarvato diśam paribhramantam
um sich selbst nach allen Richtungen umherwandelnd
[Der Fötus] betrachtete aus der Nähe, [wie die Gestalt] mit ihrer eigenen Keule die Glut des Geschosses vertrieb, gleichwie die Sonne den Nebel [vertreibt] - [und dachte:] 'Wer ist das?'
Nachdem er dies [das Geschoss] vertrieben hatte, verschwand Hari, der Erhabene von unermesslichem Wesen, der Beschützer des Dharma, der Allmächtige, eben dort, während der [im zehnten Monat befindliche] Fötus zusah.
Wort für Wort
vidhūya tad ameyātmā
nachdem er dies vertrieben hatte, der von unermesslichem Wesen
bhagavān dharma-gub vibhuḥ
der Erhabene, der Beschützer des Dharma, der Allmächtige
Darauf, zu einer alle guten Eigenschaften verheißenden [Stunde], bei günstigem Aufgang der Planeten, wurde der Fortführer der Linie Pāṇḍus geboren, an Kraft [gleichsam] wie ein wiedergekehrter Pāṇḍu.
Wort für Wort
tataḥ sarva-guṇodarke
darauf, zu einer alle guten Eigenschaften verheißenden [Stunde]
Erfreuten Sinnes ließ der König für ihn durch die Brahmanen, angeführt von Dhaumya und Kṛpa, die Geburtszeremonie vollziehen und Segenssprüche rezitieren.
Wort für Wort
tasya prīta-manā rājā
für ihn, erfreuten Sinnes, der König
viprair dhaumya-kṛpādibhiḥ
durch die Brahmanen, angeführt von Dhaumya und Kṛpa
hiraṇyaṁ gāṁ mahīṁ grāmān hasty-aśvān nṛpatir varān | prādāt svannaṁ ca viprebhyaḥ prajā-tīrthe sa tīrthavit
Gold, Kühe, Land, Dörfer, auserlesene Elefanten und Pferde sowie reichliches Essen schenkte der König den Brahmanen bei diesem [der Geburt geweihten] heiligen Anlass, er, der die rechten Anlässe kennt.
Wort für Wort
hiraṇyaṁ gāṁ mahīṁ grāmān
Gold, Kühe, Land, Dörfer
hasty-aśvān nṛpatir varān
auserlesene Elefanten und Pferde, der König
prādāt svannaṁ ca viprebhyaḥ
schenkte, sowie reichliches Essen, den Brahmanen
prajā-tīrthe sa tīrthavit
bei diesem heiligen Anlass, er, der die rechten Anlässe kennt
tam ūcur brāhmaṇās tuṣṭā rājānaṁ praśrayānvitam | eṣa hy asmin prajā-tantau purūṇāṁ pauravarṣabha
Zu ihm, dem von Demut erfüllten König, sprachen die zufriedenen Brahmanen: 'Dieser [Knabe] ist fürwahr in dieser Nachkommenschaftslinie der Pūrus [geboren], o Bester der Pauravas -
Wort für Wort
tam ūcur brāhmaṇās tuṣṭā
zu ihm sprachen die zufriedenen Brahmanen
rājānaṁ praśrayānvitam
zum König, der von Demut erfüllt war
eṣa hy asmin prajā-tantau
dieser [ist] fürwahr in dieser Nachkommenschaftslinie
daivenāpratighātena śukle saṁsthām upeyuṣi | rāto vo 'nugrahārthāya viṣṇunā prabhaviṣṇunā
Als [der Embryo] durch ein unabwendbares göttliches [Geschoss] dem Erlöschen nahegebracht worden war, wurde er euch von Viṣṇu, dem Machtvollen, aus Gnade geschenkt.
Wort für Wort
daivenāpratighātena
durch ein unabwendbares göttliches [Geschoss]
śukle saṁsthām upeyuṣi
als [er] dem Erlöschen nahegebracht worden war
rāto vo 'nugrahārthāya
wurde er euch aus Gnade geschenkt
viṣṇunā prabhaviṣṇunā
von Viṣṇu, dem Machtvollen
[?: 'śukle' (wörtl. 'im Weißen/Hellen') ist in dieser Wendung unklar - möglicherweise ein Hinweis auf einen Zeitpunkt oder Zustand des Embryos; sinngemäß im Zusammenhang mit 'saṁsthām upeyuṣi' ('dem Erlöschen nahegekommen') wiedergegeben.]
Deshalb wird er in der Welt dem Namen nach 'Viṣṇurāta' [von Viṣṇu Gegebener] sein - kein Zweifel, o Hochbeglückter -, ein großer, großer Verehrer [Kṛṣṇas].
Der glorreiche König sprach: 'Wird dieser [Knabe] wohl den königlichen Weisen unserer Dynastie, den tugendhaft-berühmten Großgesinnten, an Ruhm und gutem Ansehen nacheifern, o ihr Vortrefflichsten?'
Wort für Wort
śrī-rājā uvāca
der glorreiche König sprach
apy eṣa vaṁśyān rājarṣīn
wird dieser [Knabe] den königlichen Weisen der Dynastie
puṇya-ślokān mahātmanaḥ
den tugendhaft-berühmten Großgesinnten
anuvartitā svid yaśasā sādhu-vādena sattamāḥ
wohl an Ruhm und gutem Ansehen nacheifern, o Vortrefflichste
Die Brahmanen sprachen: 'O Sohn der Pṛthā, [er wird] ein Beschützer der Untertanen sein, geradezu wie Ikṣvāku, der Sohn des Manu, den Brahmanen zugetan und wahrhaftig wie Rāma, der Sohn des Daśaratha.'
Wort für Wort
brāhmaṇā ūcuḥ
die Brahmanen sprachen
pārtha prajāvitā sākṣād
o Sohn der Pṛthā, ein Beschützer der Untertanen, geradezu
ikṣvākur iva mānavaḥ
wie Ikṣvāku, der Sohn des Manu
brahmaṇyaḥ satya-sandhaś ca rāmo dāśarathir yathā
den Brahmanen zugetan und wahrhaftig wie Rāma, der Sohn des Daśaratha
eṣa dātā śaraṇyaś ca yathā hy auśīnaraḥ śibiḥ | yaśo vitanitā svānāṁ dauṣyantir iva yajvanām
Dieser wird ein Freigebiger und [würdiger] Zufluchtsort sein wie fürwahr Śibi, der Sohn des Uśīnara, und ein Mehrer des Ruhmes der Seinen unter den Opfernden, wie [Bharata,] der Sohn des Duṣyanta.
Wort für Wort
eṣa dātā śaraṇyaś ca
dieser [wird] ein Freigebiger und [würdiger] Zufluchtsort [sein]
yathā hy auśīnaraḥ śibiḥ
wie fürwahr Śibi, der Sohn des Uśīnara
yaśo vitanitā svānāṁ
ein Mehrer des Ruhmes der Seinen
dauṣyantir iva yajvanām
wie [Bharata,] der Sohn des Duṣyanta, unter den Opfernden
Dem Großvater [Brahmā] gleich an Gleichmut, dem Berg-Herrn [Śiva] vergleichbar an Gnade, wird er eine Zuflucht für alle Wesen sein, wie der Gott [Viṣṇu], die Zuflucht der [Göttin] Ramā.
An Standhaftigkeit Bali gleich, von rechter Glaubensfestigkeit gegenüber Kṛṣṇa wie Prahlāda, wird dieser ein Vollzieher von Pferdeopfern und ein ergebener Diener der Älteren sein.
Wort für Wort
dhṛtyā bali-samaḥ
an Standhaftigkeit Bali gleich
kṛṣṇe prahrāda iva sad-grahaḥ
gegenüber Kṛṣṇa von rechter Glaubensfestigkeit wie Prahlāda
Ein Erzeuger [weiterer] königlicher Weiser und ein Zurechtweiser derer, die vom rechten Weg abweichen, wird dieser sein, ein Bezwinger des Kali um des Dharma und der Erde willen.
Wort für Wort
rājarṣīṇāṁ janayitā
ein Erzeuger königlicher Weiser
śāstā cotpatha-gāminām
und ein Zurechtweiser derer, die vom Weg abweichen
Nachdem er [zuvor die Lehre] gehört hat, wird er seinen eigenen, durch den Fluch eines Brahmanensohnes gesandten Tod durch Takṣaka [den Schlangenkönig] hinnehmen und, von aller Bindung befreit, die Stätte Haris erlangen.
Wort für Wort
takṣakād ātmano mṛtyuṁ
seinen eigenen Tod durch Takṣaka
dvija-putropasarjitāt
der durch den Fluch eines Brahmanensohnes gesandt wird
prapatsyata upaśrutya
wird er hinnehmen, nachdem er [die Lehre] gehört hat
mukta-saṅgaḥ padaṁ hareḥ
von aller Bindung befreit, die Stätte Haris [erlangen]
Dieser wird, nachdem er durch den Weisen, den Sohn des Vyāsa [Śuka], die wahre Natur des Selbst erforscht hat, o König, diesen [Körper] an der Gaṅgā aufgeben und geradewegs zu [einem Zustand] gänzlicher Furchtlosigkeit gelangen.
Wort für Wort
jijñāsitātma-yāthārthyo
der die wahre Natur des Selbst erforscht hat
muner vyāsa-sutād asau
durch den Weisen, den Sohn des Vyāsa, dieser
hitvedaṁ nṛpa gaṅgāyāṁ
nachdem er dies [den Körper], o König, an der Gaṅgā aufgegeben hat
yāsyaty addhākutobhayam
wird er geradewegs zu gänzlicher Furchtlosigkeit gelangen
So hatten die in der Geburtsastrologie kundigen Brahmanen dem König [dies] verkündet, und alle, nachdem sie Ehrengaben erhalten hatten, kehrten zu ihren eigenen Häusern zurück.
Eben dieser wird in der Welt als 'Parīkṣit' bekannt sein, weil dieser Herr, sich an das zuvor [im Mutterleib] Gesehene erinnernd, [fortan] die Menschen hier [prüfend] untersuchen würde.
Wort für Wort
sa eṣa loke vikhyātaḥ
eben dieser wird in der Welt bekannt sein
parīkṣid iti yat prabhuḥ
als 'Parīkṣit', weil dieser Herr
pūrvaṁ dṛṣṭam anudhyāyan
sich an das zuvor Gesehene erinnernd
parīkṣeta nareṣv iha
die Menschen hier [prüfend] untersuchen würde
[Anm.: Volksetymologische Deutung des Namens Parīkṣit von der Wurzel 'parīkṣ' - 'prüfen/untersuchen'.]
sa rāja-putro vavṛdhe āśu śukla ivoḍupaḥ | āpūryamāṇaḥ pitṛbhiḥ kāṣṭhābhir iva so 'nvaham
Dieser Königssohn wuchs rasch, wie der [zunehmende] Mond in der hellen Monatshälfte, Tag für Tag durch [die Fürsorge] der Väter angefüllt werdend, wie [der Mond] durch [seine] Phasen.
Wort für Wort
sa rāja-putro vavṛdhe āśu
dieser Königssohn wuchs rasch
śukla ivoḍupaḥ
wie der Mond in der hellen [Monatshälfte]
āpūryamāṇaḥ pitṛbhiḥ
durch die Väter angefüllt werdend
kāṣṭhābhir iva so 'nvaham
wie [der Mond] durch [seine] Phasen, er, Tag für Tag
[Anm.: 'pitṛbhiḥ' kann sich allgemein auf väterliche/ältere Verwandte beziehen, die den Knaben umsorgten.]
Der König, im Begriff, mit einem Pferdeopfer zu opfern, um die Sünde der Verwandtentötung abzulegen, [aber] ohne [ausreichenden] erlangten Reichtum, überlegte, [wie er dies bewerkstelligen könnte,] ohne dabei zu Steuer oder Zwang [gegenüber den Untertanen] zu greifen.
Wort für Wort
yakṣyamāṇo 'śvamedhena
im Begriff, mit einem Pferdeopfer zu opfern
jñāti-droha-jihāsayā
um die Sünde der Verwandtentötung abzulegen
rājā labdha-dhano dadhyau
überlegte der König, [noch ohne ausreichenden] Reichtum
nānyatra kara-daṇḍayoḥ
ohne [dabei] zu Steuer oder Zwang zu greifen
[?: 'labdha-dhanaḥ' ('[der] Reichtum erlangt hat') ist hier im Zusammenhang mit V.33 (die Brüder holen erst danach Reichtum herbei) sinngemäß im Sinne von noch fehlendem Reichtum gedeutet.]
Als sie diese [seine] Absicht erkannten, holten die Brüder, von Kṛṣṇa dazu angeregt, in reichem Maße zurückgelassenen Reichtum aus der nördlichen Richtung herbei.
Wort für Wort
tad abhipretam ālakṣya
als sie diese Absicht erkannten
bhrātaro 'cyuta-coditāḥ
die Brüder, von Kṛṣṇa angeregt
dhanaṁ prahīṇam ājahrur
holten zurückgelassenen Reichtum herbei
udīcyāṁ diśi bhūriśaḥ
aus der nördlichen Richtung, in reichem Maße
[Anm.: Gemeint ist herrenloser, von besiegten Königen im Norden zurückgelassener Reichtum.]
Damit hatte Dharma-putra Yudhiṣṭhira die [nötigen] Mittel beschafft und verehrte, [noch immer] von Furcht [vor seiner Sünde] erfüllt, Hari mit drei Pferdeopfern.
Vom König eingeladen, ließ der Erhabene den König durch die Brahmanen opfern und weilte [danach noch] einige Monate, um den Freunden eine Freude zu machen.
Dann, vom König verabschiedet, zog er [Kṛṣṇa] zusammen mit Kṛṣṇā [Draupadī] und den Verwandten nach Dvāravatī, o Brahmane, begleitet von Arjuna, umgeben von den Yadus.
Wort für Wort
tato rājñābhyanujñātaḥ
dann, vom König verabschiedet
kṛṣṇayā saha-bandhubhiḥ
zusammen mit Kṛṣṇā [Draupadī] und den Verwandten
yayau dvāravatīṁ brahman
zog er nach Dvāravatī, o Brahmane
sārjuno yadubhir vṛtaḥ
begleitet von Arjuna, umgeben von den Yadus
[?: Die Erwähnung 'Kṛṣṇā' (Beiname Draupadīs) als Mitreisende nach Dvārakā ist inhaltlich auffällig; wörtlich wiedergegeben, ohne Auflösung durch Vergleich mit anderen Editionen.]