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Ebenso weit ringsum bis in den Milchozean ausgedehnt, steht er da mit drei Gipfeln - aus Silber, Eisen und Gold - und erhellt die Himmelsrichtungen und den Luftraum.
Wort für Wort
tāvatā
ebenso weit
vistṛtaḥ
ausgedehnt
paryak
ringsum
tribhiḥ
mit drei
śṛṅgaiḥ
Gipfeln
payonidhim
in den Milchozean (hinein)
diśaḥ
die Himmelsrichtungen
kham
den Luftraum, Himmel
rocayan
erstrahlen lassend
āste
er weilt, steht
raupya-āyasa-hiraṇmayaiḥ
aus Silber, Eisen und Gold bestehend
[Anm.: 'payonidhim' als Akk. der Richtung/Ausdehnung ('bis in den Milchozean hinein') gedeutet, syntaktisch nicht völlig eindeutig.]
Und mit den übrigen Gipfeln, die alle Himmelsrichtungen bunt schmücken durch Edelsteine und Mineralien, [reich] an verschiedenartigen Bäumen, Schlingpflanzen und Sträuchern, [erfüllt] vom Rauschen der Wasserfallwasser.
Wort für Wort
anyaiḥ
mit anderen (Gipfeln)
ca
und
kakubhaḥ
die Himmelsrichtungen
sarvāḥ
alle
ratna-dhātu-vicitritaiḥ
durch Edelsteine und Mineralien bunt gemacht
nānā-druma-latā-gulmaiḥ
mit verschiedenartigen Bäumen, Schlingpflanzen und Sträuchern
[Der Berg ist ein solcher,] dessen Höhlen von Siddhas, Cāraṇas, Gandharvas, Vidyādharas, großen Schlangenwesen sowie von dort spielenden Kinnaras und Apsaras besucht werden.
[Der Berg ist] geschmückt mit Bergtälern, die von Scharen verschiedenartiger Waldtiere überfüllt sind, und mit Göttergärten voll bunter Bäume, belebt von süßstimmigen Vögeln.
[Der Berg ist] versehen mit Flüssen und Seen von klarem Wasser, mit Sandufern aus juwelenartigem Sand, mit duftenden Wassern und Winden, erfüllt vom Wohlgeruch des Badens der Götterfrauen.
Der Garten ist überall geschmückt mit göttlichen, immer blühenden und fruchttragenden Bäumen - mit Mandāras, Pārijātas, sowie Pāṭalas, Aśokas und Campakas.
mit Madhuka-, Śāla- und Palmyrabäumen, mit Tamāla-, Asana- und Arjunabäumen, mit Ariṣṭa-, Uḍumbara- und Plakṣa(Feigen)bäumen, mit Banyanbäumen, Kiṃśuka- und Sandelbäumen.
umgeben von Bilva-, Kapittha- und Jambīra-Bäumen sowie Bhallātaka und anderen - in diesem Garten liegt ein sehr ausgedehnter See mit glänzenden goldenen Lotusblüten.
Der See ist reich an der Pracht von Kumuda-, Utpala- und Kahlāra-Lotusblüten sowie der hundertblättrigen Lotusblume, widerhallend vom Summen berauschter Bienen und von Vögeln mit lieblichen Stimmen.
Der See ist übersät mit Schwänen und Kāraṇḍava-Enten, auch mit Cakravāka-Enten und Kranichen, erfüllt vom Rufen der Scharen von Wasserhühnern, Koyaṣṭi-Vögeln und Dātyūhas.
dessen Wasser durch das Umherziehen von Fischen und Schildkröten vom aufgewirbelten Lotusstaub bewegt wird, umgeben von Kadamba-Bäumen, Rohr, Schilf, Nīpa- und Vañjulaka-Bäumen.
Wort für Wort
matsya-kacchapa-sañcāra
durch das Umherziehen von Fischen und Schildkröten
calat-padma-rajaḥ-payaḥ
dessen Wasser vom aufgewirbelten Lotusstaub bewegt ist
mit Kunda-Jasmin, Kurubaka- und Aśoka-Bäumen, mit Śirīṣa-, Kūṭaja- und Iṅguda-Bäumen, mit Kubjaka-Jasmin, goldenem Yūthī-Jasmin, Nāga-, Punnāga- und Jāti-Jasmin.
Und geschmückt mit Mallikā- und Śatapatra-Blüten, mit Mādhavī, Jālaka und anderen, sowie mit anderen, am Ufer wachsenden Bäumen, die reichlich zu jeder Jahreszeit blühen.
Wort für Wort
mallikā-śatapatraiḥ
mit Mallikā(Jasmin)- und Śatapatra(hundertblättrigen Lotus)
Dort, einst, wandelte der in jenem Berg-Wald hausende Leitbulle einer Elefantenherde mit seinen Elefantenkühen umher, das dornenbewehrte, dichte Gebüsch von Bambus, Rohr und Rattan sowie andere Bäume zerbrechend.
Vor dessen bloßem Geruch schon fliehen aus Furcht Löwen, Elefantenfürsten, Tiger und andere reißende wilde Tiere, samt Nashörnern, auch große Schlangen, gelblich-weiße und schwarze Śarabhas und Yak-Kühe.
Wölfe, Wildschweine, Büffel, Bären, Stachelschweine, Gopuccha-Tiere, Wildhunde und Affen [fliehen ebenso]; anderswo aber weiden furchtlos, durch dessen Gnade, kleine Rehe, Hasen und andere.
Wort für Wort
vṛkāḥ
Wölfe
varāhāḥ
Wildschweine
mahiṣa-ṛkṣa-śalyāḥ
Büffel, Bären, Stachelschweine
gopuccha-śālāvṛka-markaṭāḥ
Gopuccha-Tiere, Wildhunde, Affen
ca
und
anyatra
anderswo
kṣudrāḥ
die kleinen
hariṇāḥ
Rehe
śaśa-ādayaḥ
Hasen und andere
caranti
weiden, wandeln
abhītāḥ
furchtlos
yat-anugraheṇa
durch dessen Gnade
[Anm.: 'gopuccha' wörtlich 'kuhschwänzig' - Bezeichnung für ein Tier mit kuhartigem Schwanz (evtl. eine Yak- oder Wildrinderart); genaue Art unsicher [?].]
Erhitzt von der Sommerglut, umgeben von Elefantenbullen und -kühen, gefolgt von den brunftsaft-tropfenden Jungelefanten, den Berg ringsum durch sein Gewicht erschütternd, umworben von Bienenscharen, die den Brunftsaft trinken.
Als er von ferne den mit Lotusblütenstaub durchtränkten Wind vom See her roch, mit vor Brunft verwirrten Augen, kam er, umgeben von seiner eigenen, vom Durst gequälten Herde, eilig zu jener Seenähe.
In jenen See eintauchend, trank er nach Herzenslust das reine, nektargleiche, mit dem Blütenstaub goldener Lotusse und Blaulotusse durchtränkte Wasser, mit dem eigenen Rüssel geschöpft, und badete sich selbst darin, wobei seine Erschöpfung wich.
Wort für Wort
vigāhya
eintauchend
tasmin
in jenem
amṛta-ambu
das nektargleiche Wasser
nirmalam
rein
hema-aravinda-utpala-reṇu-rūṣitam
durchtränkt mit dem Staub goldener Lotusse und Blaulotusse
Er, mit dem vom Rüssel emporgehobenen, versprühten Wasser die Elefantenkühe und Jungelefanten wie ein liebevoller Hausvater tränkend und besprengend, ganz von Brunft berauscht, bemerkte - der Bedauernswerte, durch die Māyā des Ungeborenen getäuscht - die drohende Not nicht.
taṃ tatra kaścin nṛpa daivacodito grāho balīyāṃścaraṇe ruṣāgrahīt yadṛcchayaivaṃ vyasanaṃ gato gajo yathābalaṃ so 'tibalo vicakrame
Dort, o König, packte ihn ein gewisses, vom Schicksal getriebenes, überaus starkes Krokodil wütend am Fuß. Der Elefant, so durch Zufall in dieses Unglück geraten, der überaus Kraftvolle, kämpfte nach seinem Vermögen.
So schrien die Elefantenkühe laut auf, als der Herr der Herde, gequält, mit überwältigender Kraft ins Wasser gezogen wurde; die übrigen Elefanten, kleinmütig, packten ihn am Hinterteil, vermochten ihn aber nicht zu retten.
So vergingen, während die beiden - Elefantenfürst und Krokodil - miteinander kämpften und sich wechselseitig hinein und heraus zerrten, tausend Jahre, o Herrscher der Erde; und die Götter hielten es für erstaunlich, dass beide noch am Leben waren.
Danach entstand durch die lange Zeit ein großer Schwund an Geisteskraft, Körperkraft und Vitalität des Elefantenfürsten, der immer wieder ins Wasser gezogen wurde und dort erschöpft zusammensank; beim Wasserbewohner hingegen kehrte sich alles vollständig um.
Als der Elefantenfürst so, hilflos durch Zufall in diese Lebensgefahr geraten, das verkörperte Wesen, lange Zeit nachsann, unfähig sich selbst zu befreien, da kam er zu folgendem Entschluss.
na māmime jñātaya āturaṃ gajāḥ kutaḥ kariṇyaḥ prabhavanti mocitum grāheṇa pāśena vidhāturāvṛto 'py ahaṃ ca taṃ yāmi paraṃ parāyaṇam
Diese meine Verwandten, die Elefanten, vermögen mich, den Leidenden, nicht zu befreien - geschweige denn die Elefantenkühe. Von der Fessel des Krokodils, von der Vorsehung umschlungen, will ich dennoch zu jener höchsten Zuflucht gehen.
Welcher Herr auch immer es sei, der den Verängstigten, sich Ergebenden vor der mächtigen Todesschlange beschützt, die mit gewaltiger Geschwindigkeit heftig heranstürzt, vor dessen Furcht selbst der Tod davonflieht - jenen Retter wollen wir aufsuchen.