Quellen der Menschheit

Bhāgavata-Purāṇa

Kapitel 65: śiva-satī-saṃvādaḥ [?] Gespräche zwischen Herrn Śiva und Satī

Kapitelnummerierung 'num' folgt der Vorgabe der Aufgabenstellung (=65); innerhalb von Skandha 4 ist dies Kapitel 3. Verse 5–7 werden von vedabase.io als eine zusammenhängende Sinneinheit dargestellt und entsprechend als eine Einheit ('5-7') geführt.

maitreya uvāca sadā vidviṣator evaṃ kālo vai dhriyamāṇayoḥ jāmātuḥ śvaśurasāpi sumahān aticakrame

Maitreya sprach: So verging, während der Schwiegersohn und der Schwiegervater beide beständig feindselig blieben und (ihre Rivalität) aufrechterhielten, eine sehr lange Zeit.

Wort für Wort
maitreyaḥ uvāca
Maitreya sprach
sadā
beständig, immer (Adv.)
vidviṣatoḥ
der beiden Feindseligen (Gen. Dual)
evam
so, auf diese Weise
kālaḥ
Zeit (Nom. sg.)
vai
wahrlich (Partikel)
dhriyamāṇayoḥ
während sie (die Feindschaft) aufrechterhalten wurde (Lok. Dual, Part. Präs. Passiv)
jāmātuḥ
des Schwiegersohns (Gen. sg.)
śvaśurasya
des Schwiegervaters (Gen. sg.)
api
auch
sumahān
eine sehr große (Nom. sg. masc., zu kālaḥ)
aticakrame
verging (Perf. 3. sg. von ati-√kram)

yadābhiṣikto dakṣas tu brahmaṇā parameṣṭhinā prajapatīnāṃ sarveṣām ādhipatye smayo 'bhavat

Als Dakṣa aber von Brahmā, dem Höchsten, zur Oberherrschaft über alle Prajāpatis geweiht wurde, entstand (in ihm) Stolz.

Wort für Wort
yadā
als
abhiṣiktaḥ
geweiht, ernannt (PPP, Nom.)
dakṣaḥ
Dakṣa (Nom.)
tu
aber, jedoch
brahmaṇā
von Brahmā (Instr.)
parameṣṭhinā
dem Höchsten (Instr., Beiname Brahmās)
prajapatīnām
der Prajāpatis (Gen. pl.)
sarveṣām
aller (Gen. pl.)
ādhipatye
in der Oberherrschaft, im Amt des Oberhaupts (Lok.)
smayaḥ
Stolz, Dünkel, Erstaunen (Nom.)
abhavat
entstand, wurde (Impf. 3. sg. von √bhū)

iṣṭvā sa vājapeyena brahmiṣṭhān abhibhūya ca bṛhaspati-savaṃ nāma samārebhe kratūttamam

Nachdem er (Dakṣa) mit dem Vājapeya-Opfer geopfert und dabei die im Brahman Vorzüglichsten übergangen hatte, begann er das sogenannte Bṛhaspati-sava, das beste der Opfer.

Wort für Wort
iṣṭvā
nachdem geopfert (Absolutiv von √yaj)
saḥ
er (Nom.)
vājapeyena
mit dem Vājapeya(-Opfer) (Instr.)
brahmiṣṭhān
die im Brahman Vorzüglichsten (Akk. pl., Superlativ)
abhibhūya
übergehend, missachtend (Absolutiv von abhi-√bhū)
ca
und
bṛhaspati-savam
das Bṛhaspati-sava(-Opfer) (Akk.)
nāma
genannt, namens
samārebhe
er begann (Perf. Med. 3. sg. von sam-ā-√rabh)
kratu-uttamam
das beste der Opfer (Akk., zu bṛhaspati-savam)

[Anm.: "brahmiṣṭhān" ("die im Brahman Vorzüglichsten") bezieht sich laut Kontext auf Śiva und dessen Gefolge, die bei diesem Opfer übergangen wurden.]

tasmin brahmarṣayaḥ sarve devarṣi-pitṛ-devatāḥ āsan kṛta-svastyayanās tat-patnyaś ca sa-bhartṛkāḥ

Dabei waren alle Brahmarṣis, Devarṣis, Ahnen und Götter, denen glückverheißende Zeremonien vollzogen worden waren, anwesend, und ebenso deren Gattinnen zusammen mit ihren Gatten.

Wort für Wort
tasmin
dabei, in jenem (Opfer) (Lok.)
brahma-ṛsayaḥ
die Brahmarṣis (Nom. pl.)
sarve
alle (Nom. pl.)
devarṣi
die Devarṣis
pitṛ
die Ahnen
devatāḥ
die Götter (Nom. pl., Kompositum)
āsan
sie waren (Impf. 3. pl. von √as)
kṛta-svasti-ayanāḥ
denen Segenszeremonien vollzogen worden waren (Nom. pl., Bahuvrihi)
tat-patnyaḥ
deren Gattinnen (Nom. pl.)
ca
und
sa-bhartṛkāḥ
zusammen mit ihren Gatten (Nom. pl., Bahuvrihi)

tad upaśrutya nabhasi khe-carāṇāṃ prajalpatām satī dākṣāyaṇī devī pitṛ-yajña-mahotsavam vrajantīḥ sarvato digbhya upadeva-vara-striyaḥ vimāna-yānāḥ sa-preṣṭhā niṣka-kaṇṭhīḥ suvāsasaḥ dṛṣṭvā sva-nilayābhyāśe lolākṣīr mṛṣṭa-kuṇḍalāḥ patiṃ bhūta-patiṃ devam autsukyād abhyabhāṣata

Nachdem sie dies gehört hatte – das Geplauder der am Himmel Wandelnden über das große Opferfest ihres Vaters – und nachdem sie gesehen hatte, wie in der Nähe ihrer Wohnstatt die vorzüglichen Frauen der Unter-Götter, mit rollenden Augen und blitzenden Ohrringen, von allen Himmelsrichtungen her auf Luftwagen herbeizogen, zusammen mit ihren liebsten Gatten, geschmückt mit Halsketten und in schöner Kleidung, sprach die Göttin Satī, die Tochter Dakṣas, aus Sehnsucht zu ihrem Gatten, dem Herrn der Bhūtas, dem Gott.

Wort für Wort
tat
dies (Akk.)
upaśrutya
nachdem gehört (Absolutiv)
nabhasi
am Himmel (Lok.)
khe-carāṇām
der Himmelswandelnden (Gen. pl.)
prajalpatām
die (dahin)plauderten (Gen. pl. Part.)
satī
Satī (Nom.)
dākṣāyaṇī
die Tochter Dakṣas (Nom.)
devī
die Göttin (Nom.)
pitṛ-yajña-mahotsavam
das große Opferfest des Vaters (Akk.)
vrajantīḥ
die dahinziehenden (Akk. pl. fem. Part., zu striyaḥ)
sarvataḥ digbhyaḥ
von allen Himmelsrichtungen her
upadeva-vara-striyaḥ
die vorzüglichen Frauen der Unter-Götter (Akk. pl.)
vimāna-yānāḥ
auf Luftwagen fahrend (Akk. pl.)
sa-preṣṭhāḥ
zusammen mit den Liebsten/Gatten (Akk. pl.)
niṣka-kaṇṭhīḥ
mit Halsschmuck am Hals (Akk. pl.)
suvāsasaḥ
in schöner Kleidung (Akk. pl.)
dṛṣṭvā
nachdem gesehen (Absolutiv)
sva-nilaya-abhyāśe
in der Nähe der eigenen Wohnstatt (Lok.)
lola-akṣīḥ
mit rollenden, unsteten Augen (Akk. pl.)
mṛṣṭa-kuṇḍalāḥ
mit blankgeputzten Ohrringen (Akk. pl.)
patim
den Gatten (Akk.)
bhūta-patim
den Herrn der Bhūtas (Akk., Beiname Śivas)
devam
den Gott (Akk.)
autsukyāt
aus Sehnsucht, Eifer (Abl.)
abhyabhāṣata
sie sprach an (Impf. 3. sg. Med.)

Vedabase fasst die Texte 5–7 zu einer Sinneinheit (ein zusammenhängender Satz) zusammen; entsprechend hier als eine Einheit übersetzt.

satī uvāca prajapateḥ te śvaśurasya sāmprataṃ niryāpito yajña-mahotsavaḥ kila vayaṃ ca tatrābhisarāma vāma te yady arthitāmī vibudhā vrajanti hi

Satī sprach: Jetzt, wie es heißt, hat dein Schwiegervater, der Prajāpati, ein großes Opferfest veranstaltet. Auch wir sollten dorthin gehen, o Vāma – jene Götter dort gehen ja (dorthin), wenn sie eingeladen sind.

Wort für Wort
satī uvāca
Satī sprach
prajapateḥ
des Prajāpati (Gen.)
te
dein (Gen. sg., zu śvaśurasya)
śvaśurasya
des Schwiegervaters (Gen., Apposition)
sāmpratam
jetzt, gegenwärtig (Adv.)
niryāpitaḥ
veranstaltet, in Gang gesetzt (PPP Kaus., Nom.)
yajña-mahotsavaḥ
das große Opferfest (Nom.)
kila
wie es heißt, gewiss (Partikel)
vayam
wir (Nom.)
ca
auch, und
tatra
dorthin
abhisarāma
wir sollten gehen (Optativ 1. pl. von abhi-√sṛ)
vāma
o Vāma [Beiname Śivas] (Vok.)
te
jene [?] (Nom. pl.)
yadi
wenn
arthitāḥ
eingeladen, gebeten (Nom. pl. PPP)
amī
jene dort (Nom. pl.)
vibudhāḥ
die Götter (Nom. pl.)
vrajanti
sie gehen (Präs. 3. pl.)
hi
denn, ja

[Anm.: Die Satzkonstruktion der zweiten Vershälfte (vāma te ... amī vibudhāḥ) ist im Sanskrit syntaktisch nicht eindeutig; "te" (Nom. pl.) und "amī" scheinen sich beide auf dieselben Götter zu beziehen (Doppelung zur Betonung). Übersetzung nach wahrscheinlichster Lesart, unter Vorbehalt [?].]

tasmin bhaginyo mama bhartṛbhiḥ svakair dhruvaṃ gamiṣyanti suhṛd-didṛkṣavaḥ ahaṃ ca tasmin bhavatābhikāmaye sahopanītaṃ paribarham arhitum

Meine Schwestern werden dort gewiss mit ihren eigenen Gatten hingehen, begierig, die lieben Verwandten zu sehen. Auch ich begehre, dorthin (zu gehen), zusammen mit dir, um die mitgebrachten Ehrengaben zu empfangen.

Wort für Wort
tasmin
dabei, dorthin (Lok., "bei jenem [Opfer]")
bhaginyaḥ
die Schwestern (Nom. pl.)
mama
meine (Gen.)
bhartṛbhiḥ
mit ihren Gatten (Instr. pl.)
svakaiḥ
den eigenen (Instr. pl.)
dhruvam
gewiss, sicherlich (Adv.)
gamiṣyanti
sie werden gehen (Fut. 3. pl.)
suhṛt-didṛkṣavaḥ
begierig, die lieben Verwandten zu sehen (Nom. pl., Bahuvrihi)
aham
ich (Nom.)
ca
und, auch
tasmin
dorthin (Lok.)
bhavatā
mit dir (Instr., höfl. Anrede an Śiva)
abhikāmaye
ich begehre, wünsche (Präs. 1. sg. Med.)
saha
zusammen mit
upanītam
dargebrachtes, mitgebrachtes (PPP, Akk.)
paribarham
Ehrengaben, Ausstattung, Schmuck (Akk.)
arhitum
zu empfangen, zu verdienen (Inf.)

[Anm.: Der beim automatisierten Abruf gelieferte Rohtext war unvollständig (die Wörter "bhaginyaḥ" und "mama" fehlten in der IAST-Zeile, waren aber in der Wort-Glosse enthalten); der Vers wurde anhand der Glossen rekonstruiert [?].]

tatra svasṛ̥r me nanu bhartṛ-sammitā mātṛ-ṣvasṛ̥ḥ klinna-dhiyaṃ ca mātaram drakṣye cirotkaṇṭha-manā maharṣibhir unnīyamānaṃ ca mṛḍādhvara-dhvajam

Dort werde ich gewiss meine eigenen Schwestern zusammen mit ihren Gatten sehen, die Schwestern meiner Mutter, und meine liebevolle Mutter – ich, deren Sinn schon lange voller Sehnsucht ist –, und (ich werde sehen), wie die großen Weisen die Opferflagge aufrichten, o Mṛḍa.

Wort für Wort
tatra
dort
svasṛ̥ḥ
die (eigenen) Schwestern (Akk. pl.)
me
meine (Gen.)
nanu
gewiss, doch
bhartṛ-sammitāḥ
begleitet von ihren Gatten (Akk. pl.)
mātṛ-svasṛ̥ḥ
die Schwestern der Mutter (Akk. pl.)
klinna-dhiyam
die von zärtlichem Sinn (Akk. sg.)
ca
und
mātaram
die Mutter (Akk.)
drakṣye
ich werde sehen (Fut. 1. sg. Med.)
cira-utkaṇṭha-manāḥ
deren Sinn schon lange sehnsuchtsvoll ist (Nom. sg. fem.)
mahā-ṛsibhiḥ
von den großen Weisen (Instr. pl.)
unnīyamānam
emporgehoben werdend (Akk. sg., Part. Präs. Passiv)
ca
und
mṛḍa
o Mṛḍa [Beiname Śivas] (Vok.)
adhvara-dhvajam
die Opferflagge (Akk.)

tvayy etad āścaryam ajatmā-māyayā vinirmitaṃ bhāti guṇa-trayaātmakam tathāpy ahaṃ yoṣid atattva-vic ca te dīnā didṛkṣe bhava me bhava-kṣitim

In dir, o Ungeborener, erscheint dieses Wunderbare, geschaffen durch (deine) eigene Māyā, bestehend aus den drei Erscheinungsweisen. Dennoch bin ich, deine Frau, unkundig der Wahrheit und demütig, und ich wünsche, o Bhava, meinen Geburtsort (meine Elternfamilie) zu sehen.

Wort für Wort
tvayi
in dir (Lok.)
etat
dies (Nom.)
āścaryam
Wunderbares, Erstaunliches (Nom.)
aja
o Ungeborener (Vok., Beiname Śivas)
ātma-māyayā
durch die eigene Māyā (Instr.)
vinirmitam
geschaffen, hervorgebracht (PPP, Nom.)
bhāti
erscheint, scheint (Präs. 3. sg.)
guṇa-traya-ātmakam
bestehend aus den drei Erscheinungsweisen (Nom.)
tathā api
dennoch
aham
ich (Nom.)
yoṣit
eine Frau (Nom.)
atattva-vit
unkundig der Wahrheit (Nom.)
ca
und
te
deine (Gen., zu yoṣit: "deine Frau")
dīnā
demütig, elend (Nom. fem.)
didṛkṣe
ich wünsche zu sehen (Desiderativ Präs. 1. sg. Med.)
bhava
o Bhava [Beiname Śivas] (Vok.)
me
mein (Gen.)
bhava-kṣitim
den Geburtsort, die Heimstatt (Akk.)

[Anm.: "aja" (Vok., "Ungeborener") und "bhava" sind Beinamen Śivas. "te" in "yoṣid ... ca te" wird hier possessiv zu "yoṣit" gelesen ("deine Frau"), nicht als selbständiges Wort.]

paśya prayāntīr abhavānya-yoṣito 'py alaṅkṛtāḥ kānta-sakhā varūthaśaḥ yāsāṃ vrajadbhiḥ śiti-kaṇṭha maṇḍitaṃ nabho vimānaiḥ kala-haṃsa-pāṇḍubhiḥ

Sieh, o Unvergänglicher, wie andere Frauen, geschmückt, scharenweise mit ihren geliebten Gefährten dahinziehen, o Blauhalsiger – (Frauen), durch deren dahinfahrende, schwanenweiße Flugwagen der Himmel geschmückt ist.

Wort für Wort
paśya
sieh! (Imperativ 2. sg.)
prayāntīḥ
die dahinziehenden (Akk. pl. fem. Part.)
abhava
o Unvergänglicher (Vok., Beiname Śivas)
anya-yoṣitaḥ
andere Frauen (Akk. pl.)
api
sogar, auch
alaṅkṛtāḥ
geschmückte (Akk. pl.)
kānta-sakhāḥ
mit ihren geliebten Gefährten (Akk. pl.)
varūthaśaḥ
scharenweise (Adv.)
yāsām
von denen (Gen. pl. fem.)
vrajadbhiḥ
durch die dahinfahrenden (Instr. pl. Part.)
śiti-kaṇṭha
o Blauhalsiger (Vok., Beiname Śivas)
maṇḍitam
geschmückt (Nom. sg. neutr., zu nabhaḥ)
nabhaḥ
der Himmel (Nom.)
vimānaiḥ
durch Flugwagen (Instr. pl.)
kala-haṃsa-pāṇḍubhiḥ
schwanenweiß (Instr. pl.)

kathaṃ sutāyāḥ pitṛ-geha-kautukaṃ niśamya dehaḥ sura-varya neṅgate anāhutā apy abhiyanti sauhṛdaṃ bhartur guror deha-kṛtaś ca ketanam

Wie, o Bester der Götter, sollte der Sinn einer Tochter nicht erregt werden, wenn sie vom festlichen Treiben im Haus des Vaters hört? Auch ungeladen geht man, aus Zuneigung, zum Haus des Gatten, des Lehrers oder des leiblichen Vaters.

Wort für Wort
katham
wie (Frage-Adv.)
sutāyāḥ
einer Tochter (Gen.)
pitṛ-geha-kautukam
das festliche Treiben im Haus des Vaters (Akk.)
niśamya
nachdem gehört (Absolutiv)
dehaḥ
der Leib, das Gemüt (Nom.)
sura-varya
o Bester der Götter (Vok.)
na
nicht
iṅgate
wird bewegt, gerät in Erregung (Präs. 3. sg.)
anāhutāḥ
nicht Eingeladene (Nom. pl.)
api
auch, sogar
abhiyanti
sie gehen hin (Präs. 3. pl.)
sauhṛdam
aus Freundschaft, Zuneigung (Akk. als Adv.)
bhartuḥ
des Gatten (Gen.)
guroḥ
des Lehrers (Gen.)
deha-kṛtaḥ
des leiblichen Vaters (Gen.)
ca
und
ketanam
zum Haus, zur Wohnstatt (Akk.)

[Anm.: "deha-kṛtaḥ" wörtlich "der den Körper gemacht hat" – Bezeichnung für den (leiblichen) Vater.]

tan me prasīdedam amartya vāñchitaṃ kartuṃ bhavān kāruṇiko batārhati tvayātmano 'rdhe 'ham adabhra-cakṣuṣā nirūpitā mānugṛhāṇa yācitaḥ

Sei mir daher gnädig, o Unsterblicher! Mögest du, gütig, fürwahr geneigt sein, diesen (meinen) Wunsch zu erfüllen. Von dir wurde ich, mit umfassendem Blick, zur Hälfte deines eigenen Selbst bestimmt – erweise mir Gnade, da ich (dich) bitte.

Wort für Wort
tat
daher, deshalb
me
mir (Dat.)
prasīda
sei gnädig! (Imperativ 2. sg.)
idam
diesen (Akk., zu vāñchitam)
amartya
o Unsterblicher (Vok.)
vāñchitam
Gewünschtes, Wunsch (Akk.)
kartum
zu tun (Inf.)
bhavān
du, Euer Gnaden (Nom., höfl. Anrede)
kāruṇikaḥ
gütig, mitleidsvoll (Nom.)
bata
fürwahr, ach (Partikel)
arhati
ist geeignet, sollte (Präs. 3. sg.)
tvayā
von dir (Instr.)
ātmanaḥ
des eigenen Selbst (Gen.)
ardhe
zur Hälfte (Lok.)
aham
ich (Nom.)
adabhra-cakṣuṣā
mit umfassendem Blick (Instr.)
nirūpitā
bestimmt, erkannt, eingesetzt (Nom. fem. PPP)
mā
mir (Akk./Dat.)
anugṛhāṇa
erweise Gnade! (Imperativ 2. sg.)
yācitaḥ
gebeten, angefleht (Nom. sg. PPP)

[Anm.: Anspielung auf die Vorstellung Śivas als Ardhanārīśvara, dessen eine Körperhälfte weiblich ist. "yācitaḥ" (Nom. PPP) ist grammatisch auf "bhavān" bezogen, sinngemäß aber "da (ich, die Sprecherin) bitte" [?].]

ṛṣir uvāca evaṃ giritraḥ priyayābhibhāṣitaḥ pratyabhyadhatta prahasan suhṛt-priyaḥ saṃsmārito marma-bhidaḥ kuvāg-iṣūn yān āha ko viśva-sṛjāṃ samakṣataḥ

Der Weise (Maitreya) sprach: So von seiner Geliebten angesprochen, erwiderte Giritra, lächelnd – er, der den Freunden lieb ist –, indem er sich der herzdurchbohrenden Pfeile böser Worte erinnerte, die jener (Dakṣa) in Gegenwart der Weltenschöpfer gesprochen hatte.

Wort für Wort
ṛṣiḥ uvāca
der Weise (Maitreya) sprach
evam
so
giritraḥ
Giritra [Beiname Śivas, "Herr der Berge"] (Nom.)
priyayā
von seiner Geliebten (Instr.)
abhibhāṣitaḥ
angesprochen (Nom. PPP)
pratyabhyadhatta
er erwiderte (Impf. 3. sg. Med.)
prahasan
lächelnd (Part. Präs.)
suhṛt-priyaḥ
den Freunden lieb (Nom.)
saṃsmāritaḥ
sich erinnernd (Nom. PPP)
marma-bhidaḥ
herzdurchbohrende (Akk. pl., zu iṣūn)
kuvāg-iṣūn
die Pfeile böser Worte (Akk. pl.)
yān
die (Akk. pl., Relativpron.)
āha
er sprach (Perf. 3. sg.)
kaḥ
wer, jener [Bezug auf Dakṣa] (Nom.)
viśva-sṛjām
der Weltenschöpfer (Gen. pl.)
samakṣataḥ
in Gegenwart, vor den Augen (Adv./Abl.)

śrī-bhagavān uvāca tvayoditaṃ śobhanam eva śobhane anāhutā apy abhiyanti bandhuṣu te yady anutpādita-doṣa-dṛṣṭayo balīyasānātmya-madena manyunā

Der erhabene Herr sprach: Was du gesagt hast, ist gewiss richtig, o Schöne. Auch ungeladen geht man zu Verwandten, wenn diese nicht dazu neigen, Fehler zu finden, (und) nicht von übermächtigem, durch Ich-Identifikation mit dem Körper erzeugtem Dünkel und Zorn (beherrscht werden).

Wort für Wort
śrī-bhagavān uvāca
der erhabene Herr sprach
tvayā
von dir (Instr.)
uditam
Gesagtes (Nom.)
śobhanam
richtig, schön, gut (Nom.)
eva
gewiss
śobhane
o Schöne (Vok.)
anāhutāḥ
Ungeladene (Nom. pl.)
api
auch
abhiyanti
sie gehen hin (Präs. 3. pl.)
bandhuṣu
zu Verwandten (Lok. pl.)
te
jene (Nom. pl., die Verwandten)
yadi
wenn
anutpādita-doṣa-dṛṣṭayaḥ
deren Blick keine Fehler erzeugt (Nom. pl.)
balīyasā
durch übermächtigen (Instr.)
anātmya-madena
durch den Dünkel der Ich-Identifikation mit dem Körper (Instr.)
manyunā
durch Zorn (Instr.)

vidyā-tapo-vitta-vapur-vayaḥ-kulaiḥ satāṃ guṇaiḥ ṣaḍbhir asattametaraiḥ smṛtau hatāyāṃ bhṛta-māna-durdṛśaḥ stabdhā na paśyanti hi dhāma bhūyasām

Durch Wissen, Askese, Reichtum, körperliche Schönheit, Jugend und Herkunft – diesen sechs Eigenschaften der Guten, die bei den nicht ganz Guten das Gegenteil bewirken – geht, wenn die Urteilskraft verloren ist, den von Dünkel Erfüllten der rechte Blick verloren: die Erstarrten/Stolzen erkennen die Herrlichkeit der wahrhaft Großen nicht.

Wort für Wort
vidyā
Wissen, Bildung
tapaḥ
Askese
vitta
Reichtum
vapuḥ
körperliche Schönheit
vayaḥ
Jugend, Lebensalter
kulaiḥ
durch Herkunft (Instr. pl., Dvandva-Kompositum)
satām
der Guten, Rechtschaffenen (Gen. pl.)
guṇaiḥ
durch die Eigenschaften (Instr. pl.)
ṣaḍbhiḥ
durch die sechs (Instr.)
asattama-itaraiḥ
die bei den nicht ganz Guten das Gegenteil bewirken (Instr. pl.)
smṛtau
wenn die Urteilskraft (Lok.)
hatāyām
vernichtet ist (Lok., Lok. absolutus)
bhṛta-māna-durdṛśaḥ
schlechtsichtig durch genährten Dünkel (Nom. pl.)
stabdhāḥ
die Erstarrten, Stolzen (Nom. pl.)
na
nicht
paśyanti
sie sehen (Präs. 3. pl.)
hi
denn
dhāma
die Herrlichkeit, den Glanz (Akk.)
bhūyasām
der wahrhaft Großen (Gen. pl.)

naitadrśānāṃ sva-jana-vyapekṣayā gṛhān pratīyād anavasthitātmanam ye 'bhyāgatān vakra-dhiyābhicakṣate āropita-bhrūbhir amarṣaṇākṣibhiḥ

Man sollte nicht, im Vertrauen darauf, zu den eigenen Leuten zu gehören, die Häuser solcher (Menschen) betreten, deren Geist unbeständig ist – die die Ankömmlinge mit verdrehtem Sinn betrachten, mit hochgezogenen Brauen und zornigen Augen.

Wort für Wort
na
nicht
etādrśānām
solcher (Gen. pl.)
sva-jana-vyapekṣayā
im Vertrauen auf die Zugehörigkeit zu den eigenen Leuten (Instr.)
gṛhān
die Häuser (Akk. pl.)
pratīyāt
man sollte betreten, hingehen (Optativ 3. sg.)
anavasthita-ātmanam
deren Geist unbeständig ist (Gen. pl.)
ye
die (Nom. pl.)
abhyāgatān
die Ankömmlinge, Gäste (Akk. pl.)
vakra-dhiyā
mit verdrehtem Sinn (Instr.)
abhicakṣate
sie betrachten (Präs. 3. pl. Med.)
āropita-bhrūbhiḥ
mit hochgezogenen Augenbrauen (Instr. pl.)
amarṣaṇa-akṣibhiḥ
mit zornigen Augen (Instr. pl.)

tathāribhir na vyathate śilīmukhaiḥ śete 'rditāṅgo hṛdayena dūyatā svānāṃ yathā vakra-dhiyāṃ duruktibhir divā-niśaṃ tapyati marma-tāḍitaḥ

So sehr wird man nicht einmal durch die Pfeile der Feinde gequält – man liegt (nur) mit verletztem Körper, das Herz schmerzend –, wie man durch die bösen Worte der eigenen Leute mit verdrehtem Sinn Tag und Nacht leidet, ins Innerste getroffen.

Wort für Wort
tathā
so, in dem Maße
aribhiḥ
durch Feinde (Instr. pl.)
na
nicht
vyathate
man wird gequält (Präs. 3. sg. Med.)
śilīmukhaiḥ
durch Pfeile (Instr. pl.)
śete
man liegt (Präs. 3. sg. Med.)
ardita-aṅgaḥ
mit verletztem Körper (Nom.)
hṛdayena
mit dem Herzen (Instr.)
dūyatā
das schmerzt (Instr., Part. Präs.)
svānām
der eigenen Leute (Gen. pl.)
yathā
wie
vakra-dhiyām
die verdrehten Sinnes sind (Gen. pl.)
duruktibhiḥ
durch böse Worte (Instr. pl.)
divā-niśam
Tag und Nacht (Adv.)
tapyati
man leidet, brennt (Präs. 3. sg.)
marma-tāḍitaḥ
ins Innerste getroffen (Nom.)

vyaktaṃ tvam utkṛṣṭa-gateḥ prajapateḥ priyātmajānām asi subhru me matā tathāpi mānaṃ na pituḥ prapatsyase mad-āśrayāt kaḥ paritapyate yataḥ

Offenkundig bist du, so denke ich, o Schönbraue, eine der liebsten Töchter des Prajāpati von erhabenem Rang. Dennoch wirst du von (deinem) Vater keine Ehrerbietung erlangen, denn aus der Verbindung mit mir heraus ist es er (Dakṣa), der sich quält.

Wort für Wort
vyaktam
offenkundig, klar (Adv./Nom.)
tvam
du (Nom.)
utkṛṣṭa-gateḥ
von erhabenem Rang (Gen.)
prajapateḥ
des Prajāpati (Gen.)
priyā-ātmajānām
der liebsten Töchter (Gen. pl.)
asi
du bist (Präs. 2. sg.)
subhru
o Schönbraue (Vok.)
me
von mir (Instr./Gen.)
matā
gehalten, gedacht (Nom. PPP)
tathā api
dennoch
mānam
Ehrerbietung, Achtung (Akk.)
na
nicht
pituḥ
vom Vater (Abl.)
prapatsyase
du wirst erlangen (Fut. 2. sg. Med.)
mat-āśrayāt
aus der Verbindung mit mir (Abl.)
kaḥ
er, jener [Dakṣa] (Nom.)
paritapyate
er quält sich, leidet (Präs. 3. sg. Med.)
yataḥ
weshalb, wovon (Adv.)

pāpacyamānena hṛdāturendriyaḥ samŕddhibhiḥ pūruṣa-buddhi-sākṣiṇām akalpa eṣām adhiroḍhum añjasā paraṃ padaṃ dveṣṭi yathāsurā harim

Mit brennendem Herzen, dessen Sinne gequält sind, unfähig, rasch zum höchsten Rang derer emporzusteigen, die den Höchsten Geist im Bewusstsein als Zeugen haben – durch (deren) Wohlstand (gequält) – hasst er (Dakṣa) diesen höchsten Zustand, so wie die Dämonen Hari hassen.

Wort für Wort
pāpacyamānena
mit brennendem, sich verzehrendem (Instr., Part.)
hṛdā
mit dem Herzen (Instr.)
ātura-indriyaḥ
dessen Sinne gequält sind (Nom.)
samŕddhibhiḥ
durch den Wohlstand, Erfolg (Instr. pl.)
pūruṣa-buddhi-sākṣiṇām
derer, die den Pūruṣa im Bewusstsein als Zeugen haben (Gen. pl.)
akalpaḥ
unfähig (Nom.)
eṣām
von diesen (Gen. pl.)
adhiroḍhum
emporzusteigen (Inf.)
añjasā
rasch, unmittelbar (Instr. als Adv.)
param
den höchsten (Akk.)
padam
Zustand, Rang (Akk.)
dveṣṭi
er hasst (Präs. 3. sg.)
yathā
wie
asurāḥ
die Dämonen (Nom. pl.)
harim
Hari [Viṣṇu] (Akk.)

pratyudgama-praśrayanābhivādanaṃ vidhīyate sādhu mithaḥ sumadhyame prājñaiḥ parasmai puruṣāya cetasā guhā-śayāyaiva na deha-mānine

Das Entgegenkommen, die Ehrerbietung und der Gruß werden von den Weisen, o Schlankhüftige, richtigerweise wechselseitig vollzogen – mit dem Bewusstsein gerichtet auf den Höchsten Puruṣa, der in der Höhle (des Herzens) wohnt, nicht aber auf den, der sich mit dem Körper identifiziert.

Wort für Wort
pratyudgama
das Entgegengehen, Aufstehen zur Begrüßung
praśrayanā
die Ehrerbietung, Bescheidenheit
abhivādanam
der Gruß, die Verbeugung (Nom., Kompositum)
vidhīyate
wird vollzogen (Präs. Passiv 3. sg.)
sādhu
richtig, geziemend (Adv.)
mithaḥ
wechselseitig
su-madhyame
o Schlankhüftige (Vok.)
prājñaiḥ
von den Weisen (Instr. pl.)
parasmai
dem Höchsten (Dat.)
puruṣāya
dem Puruṣa, der Person (Dat.)
cetasā
mit dem Bewusstsein (Instr.)
guhā-śayāya
der in der Höhle (des Herzens) ruht (Dat.)
eva
gerade, eben
na
nicht
deha-mānine
dem, der sich mit dem Körper identifiziert (Dat.)

sattvaṃ viśuddhaṃ vasudeva-śabditaṃ yad īyate tatra pumān apāvṛtaḥ sattve ca tasmin bhagavān vāsudevo hy adhokṣajo me namasā vidhīyate

Das reine Sein, das als „Vasudeva“ bezeichnet wird, worin die (Höchste) Person unverhüllt erscheint – in eben diesem (reinen) Sein wird der Erhabene, Vāsudeva, der Transzendente, von mir mit Verehrung verehrt.

Wort für Wort
sattvam
das (reine) Sein, Dasein (Nom.)
viśuddham
geläutert, rein (Nom.)
vasudeva-śabditam
als „Vasudeva“ bezeichnet (Nom.)
yat
worin (Nom., relativ)
īyate
er erscheint (Präs. Passiv 3. sg.)
tatra
dort, darin
pumān
die (Höchste) Person (Nom.)
apāvṛtaḥ
unverhüllt (Nom.)
sattve
im (reinen) Sein (Lok.)
ca
und
tasmin
in jenem (Lok.)
bhagavān
der Erhabene (Nom.)
vāsudevaḥ
Vāsudeva (Nom.)
hi
denn, fürwahr
adhokṣajaḥ
der Transzendente, jenseits der Sinne (Nom.)
me
von mir (Instr./Gen.)
namasā
mit Verehrung, Verbeugung (Instr.)
vidhīyate
wird verehrt (Präs. Passiv 3. sg.)

tat te nirīkṣyo na pitāpi deha-kṛd dakṣo mama dviṭ tad-anuvratāś ca ye yo viśvasṛg-yajña-gataṃ varoru mām anāgasaṃ durvacasākarot tiraḥ

Deshalb sollte, obwohl er dein leiblicher Vater ist, Dakṣa – der mich hasst, und ebenso diejenigen, die ihm nacheifern – von dir nicht (mehr) angeschaut werden: er, der mich, als ich beim Opfer der Weltenschöpfer anwesend war, obwohl ich unschuldig war, o Schönhüftige, mit bösen Worten beschimpft hat.

Wort für Wort
tat
deshalb
te
von dir (Instr., Agens beim Gerundivum)
nirīkṣyaḥ
anzuschauen (Gerundivum, Nom.)
na
nicht
pitā
der Vater (Nom.)
api
obwohl, auch
deha-kṛt
der Erzeuger des Körpers (Nom., Bez. für „Vater“)
dakṣaḥ
Dakṣa (Nom.)
mama
mein (Gen.)
dviṭ
Hasser, Feind (Nom.)
tat-anuvratāḥ
seine Anhänger (Nom. pl.)
ca
und
ye
die (Nom. pl.)
yaḥ
der [Dakṣa] (Nom.)
viśva-sṛk-yajña-gatam
die, die zum Opfer der Weltenschöpfer gegangen war [mich] (Akk.)
vara-ūru
o Schönhüftige (Vok.)
mām
mich (Akk.)
anāgasam
die Schuldlose (Akk.)
durvacasā
mit bösen Worten (Instr.)
akarot tiraḥ
hat beiseitegesetzt, beschimpft (Impf. + Adv., idiomat. tiras-√kṛ)

[Anm.: Der beim automatisierten Abruf gelieferte Rohtext war fehlerhaft/verkürzt (Zeilenumbrüche fehlten); der Vers wurde anhand der vollständigen Wort-Glossen rekonstruiert. "akarot tiraḥ" ist idiomatisch (tiras-√kṛ) mit der Bedeutung "verschmähen, beschimpfen, beiseitesetzen" [?].]

yadi vrajiṣyasy atihāya mad-vaco bhadraṃ bhavatyā na tato bhaviṣyati sambhāvitasya sva-janāt parābhavo yadā sa sadyo maraṇāya kalpate

Wenn du, meine Worte missachtend, (dorthin) gehen wirst, wird daraus für dich nichts Gutes entstehen. Denn wenn eine geachtete Person von den eigenen Leuten gedemütigt wird, gleicht diese Demütigung sogleich dem Tod.

Wort für Wort
yadi
wenn
vrajiṣyasi
du wirst gehen (Fut. 2. sg.)
atihāya
missachtend, übergehend (Absolutiv)
mat-vacaḥ
meine Worte (Akk.)
bhadram
Gutes, Segen (Nom.)
bhavatyāḥ
für dich (Gen., höfl. Anrede)
na
nicht
tataḥ
daraus, dann
bhaviṣyati
es wird werden (Fut. 3. sg.)
sambhāvitasya
eines Geachteten (Gen.)
sva-janāt
von den eigenen Leuten (Abl.)
parābhavaḥ
die Demütigung, Niederlage (Nom.)
yadā
wenn, sobald
saḥ
diese (Nom., zu parābhavaḥ)
sadyaḥ
sogleich (Adv.)
maraṇāya
dem Tod (Dat.)
kalpate
sie gleicht (Präs. 3. sg. Med.)

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