Kapitel 14: kṛṣṇa-tirobhāva-sūcanam
Die Vorzeichen von Kṛṣṇas bevorstehendem Abschied
Nachdem Arjuna, nach Dvārakā entsandt, sieben Monate ausbleibt, beobachtet Yudhiṣṭhira zahlreiche schreckliche Vorzeichen - kosmische, tierische und menschliche - und vermutet, die von Nārada angekündigte Zeit von Kṛṣṇas Abschied von der Erde könnte gekommen sein (V.1-21). Als Arjuna schließlich zurückkehrt, findet Yudhiṣṭhira ihn verändert, glanzlos und den Tränen nahe vor sich niedergefallen (V.22-24) und stellt ihm eine lange Reihe besorgter Fragen - zunächst nach dem Wohlergehen sämtlicher Yadu-Verwandter und Kṛṣṇas selbst (V.25-38), dann, angesichts von Arjunas sichtlichem Kummer, eine Reihe möglicher persönlicher Verfehlungen oder Kränkungen, die diesen Zustand erklären könnten (V.39-44) - eine für die Purāṇen typische Aufzählung, die die eigentliche, noch ausstehende schreckliche Nachricht (den Untergang der Yadu-Sippe und Kṛṣṇas Abschied) bewusst hinauszögert.
sūta uvāca | samprasthite dvārakāyāṁ jiṣṇau bandhu-didṛkṣayā | jñātuṁ ca puṇya-ślokasya kṛṣṇasya ca viceṣṭitam
Sūta sprach: Als Jiṣṇu [Arjuna] nach Dvārakā aufgebrochen war, aus dem Wunsch, die Verwandten zu sehen und um die Taten des tugendhaft-berühmten Kṛṣṇa zu erfahren,
Wort für Wort
sūta uvāca
Sūta sprach
samprasthite dvārakāyāṁ jiṣṇau
als Jiṣṇu [Arjuna] nach Dvārakā aufgebrochen war
bandhu-didṛkṣayā
aus dem Wunsch, die Verwandten zu sehen
jñātuṁ ca puṇya-ślokasya kṛṣṇasya ca viceṣṭitam
und um die Taten des tugendhaft-berühmten Kṛṣṇa zu erfahren
kālasya ca gatiṁ raudrāṁ viparyastartu-dharmiṇaḥ | pāpīyasīṁ nṛṇāṁ vārtāṁ krodha-lobhānṛtātmanām
[Er sah] den schrecklichen Lauf der Zeit, deren Jahreszeiten-Ordnung verkehrt war, und das äußerst sündige Verhalten der Menschen, deren Wesen von Zorn, Gier und Falschheit geprägt war.
Wort für Wort
kālasya ca gatiṁ raudrāṁ
und den schrecklichen Lauf der Zeit
viparyastartu-dharmiṇaḥ
deren Jahreszeiten-Ordnung verkehrt war
pāpīyasīṁ nṛṇāṁ vārtāṁ
das äußerst sündige Verhalten der Menschen
krodha-lobhānṛtātmanām
deren Wesen von Zorn, Gier, Falschheit [geprägt war]
jihma-prāyaṁ vyavahṛtaṁ śāṭhya-miśraṁ ca sauhṛdam | pitṛ-mātṛ-suhṛd-bhrātṛ-dam-patīnāṁ ca kalkanam
[Er sah] größtenteils unehrliches Geschäftsverhalten, mit Betrug vermischte Freundschaft, und Zwietracht zwischen Vätern, Müttern, Freunden, Brüdern und Eheleuten.
Wort für Wort
jihma-prāyaṁ vyavahṛtaṁ
größtenteils unehrliches Verhalten
śāṭhya-miśraṁ ca sauhṛdam
und mit Betrug vermischte Freundschaft
pitṛ-mātṛ-suhṛd-bhrātṛ-dam-patīnāṁ
zwischen Vätern, Müttern, Freunden, Brüdern, Eheleuten
nimittāny atyariṣṭāni kāle tv anugate nṛṇām | lobhādy-adharma-prakṛtiṁ dṛṣṭvovācānujaṁ nṛpaḥ
Als er die höchst unheilvollen Vorzeichen, da die Zeit schon so weit fortgeschritten war, sowie das von Gier und anderem geprägte unrechte Wesen der Menschen gesehen hatte, sprach der König zu seinem jüngeren Bruder:
Wort für Wort
nimittāny atyariṣṭāni
die höchst unheilvollen Vorzeichen
kāle tv anugate nṛṇām
da die Zeit der Menschen fortgeschritten war
lobhādy-adharma-prakṛtiṁ dṛṣṭvā
das von Gier geprägte unrechte Wesen gesehen habend
yudhiṣṭhira uvāca | sampreṣito dvārakāyāṁ jiṣṇur bandhu-didṛkṣayā | jñātuṁ ca puṇya-ślokasya kṛṣṇasya ca viceṣṭitam
Yudhiṣṭhira sprach: Jiṣṇu [Arjuna] wurde nach Dvārakā entsandt, aus dem Wunsch, die Verwandten zu sehen und um die Taten des tugendhaft-berühmten Kṛṣṇa zu erfahren.
Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca
Yudhiṣṭhira sprach
sampreṣito dvārakāyāṁ jiṣṇur
Jiṣṇu wurde nach Dvārakā entsandt
bandhu-didṛkṣayā
aus dem Wunsch, die Verwandten zu sehen
jñātuṁ ca puṇya-ślokasya kṛṣṇasya ca viceṣṭitam
und um die Taten des tugendhaft-berühmten Kṛṣṇa zu erfahren
api devarṣiṇādiṣṭaḥ sa kālo 'yam upasthitaḥ | yadātmano 'ṅgam ākrīḍaṁ bhagavān utsisṛkṣati
Ist wohl eben diese vom Götterweisen Nārada angekündigte Zeit herangekommen, da der Erhabene im Begriff ist, sein eigenes Spielfeld, [seinen irdischen Leib], aufzugeben?
Durch dessen Gnade uns Reichtum, Königreich, Gattin, Leben, Geschlecht, Nachkommen, der Sieg über die Feinde und selbst himmlische Welten zuteilwurden -
Sieh, o Tiger unter den Menschen, die schrecklichen Vorzeichen - himmlische, irdische und körperliche -, die ein nahes Unheil verkünden und eine Furcht, die unseren Verstand verwirrt.
śastāḥ kurvanti māṁ savyaṁ dakṣiṇaṁ paśavo 'pare | vāhāṁś ca puruṣa-vyāghra lakṣaye rudato mama
Die sonst günstigen Tiere umkreisen mich zur Linken, während andere ungünstige Tiere mich zur Rechten umkreisen, o Tiger unter den Männern; und ich bemerke meine eigenen Reittiere weinend.
Wort für Wort
śastāḥ kurvanti māṁ savyaṁ
die [sonst] günstigen [Tiere] umkreisen mich zur Linken
mṛtyu-dūtaḥ kapoto 'yam ulūkaḥ kampayan manaḥ | pratyulūkaś ca kuhvānair viśvaṁ vai śūnyam icchataḥ
Diese Taube ist ein Todesbote, ebenso eine Eule, das Herz erzittern lassend, und eine Gegen-Eule mit ihren Schreien - sie scheinen die ganze Welt leer von Leben zu wünschen.
dhūmrā diśaḥ paridhayaḥ kampate bhūḥ sahādribhiḥ | nirghātaś ca mahāṁs tāta sākaṁ ca stanayitnubhiḥ
Rauchfarben sind die Himmelsränder, die Erde erzittert samt den Bergen, und ein gewaltiges Donnerkrachen ertönt, mein Lieber, zusammen mit Donnergrollen.
Sieh die Sonne mit vernichtetem Glanz, das gegenseitige Zusammenprallen der Planeten am Himmel, als ob, mit sich drängenden Geisterscharen, Himmel und Erde in Flammen stünden.
Wort für Wort
sūryaṁ hata-prabhaṁ paśya
sieh die Sonne mit vernichtetem Glanz
graha-mardaṁ mitho divi
das gegenseitige Zusammenprallen der Planeten am Himmel
nadyo nadāś ca kṣubhitāḥ sarāṁsi ca manāṁsi ca | na jvalaty agnir ājyena kālo 'yaṁ kiṁ vidhāsyati
Flüsse und Ströme sind aufgewühlt, ebenso Seen und Gemüter; das Feuer entzündet sich nicht einmal durch Opferbutter - was wird diese gegenwärtige Zeit wohl noch anrichten?
na pibanti stanaṁ vatsā na duhyanti ca mātaraḥ | rudanty aśru-mukhā gāvo na hṛṣyanty ṛṣabhā vraje
Die Kälber trinken nicht an der Brust, und die Mütter lassen sich nicht melken; die Kühe weinen mit tränennassem Antlitz, und die Stiere freuen sich nicht in der Herde.
daivatāni rudantīva svidyanti hy uccalanti ca | ime jana-padā grāmāḥ purodyānākarāśramāḥ | bhraṣṭa-śriyo nirānandāḥ kim aghaṁ darśayanti naḥ
Die Gottesbilder weinen gleichsam, schwitzen fürwahr und beben; diese Länder, Dörfer, Städte, Gärten, Bergwerke und Einsiedeleien, ihrer Pracht beraubt und freudlos - welches Unheil zeigen sie uns wohl an?
Wort für Wort
daivatāni rudantīva
die Gottesbilder weinen gleichsam
svidyanti hy uccalanti ca
schwitzen fürwahr und beben
ime jana-padā grāmāḥ purodyānākarāśramāḥ
diese Länder, Dörfer, Städte, Gärten, Bergwerke, Einsiedeleien
bhraṣṭa-śriyo nirānandāḥ kim aghaṁ darśayanti naḥ
ihrer Pracht beraubt, freudlos, welches Unheil zeigen sie uns an
Ich vermute, gewiss ist die Erde, durch diese großen Vorzeichen angekündigt, nun der Fußspuren des Erhabenen - die eine Anmut tragen, wie sie kein anderes Wesen besitzt - beraubt, und damit ihrer Zierde beraubt.
Während der König so, mit einem von den gesehenen Unglückszeichen beunruhigten Herzen, nachdachte, kehrte, o Brahmane, der mit dem Affen-Banner [Arjuna] aus der Stadt der Yadus zurück.
Wort für Wort
iti cintayatas tasya
während er so nachdachte
dṛṣṭāriṣṭena cetasā
mit einem von den Unglückszeichen beunruhigten Herzen
rājñaḥ pratyāgamad brahman
des Königs; es kehrte zurück, o Brahmane
yadu-puryāḥ kapi-dhvajaḥ
aus der Stadt der Yadus, der mit dem Affen-Banner [Arjuna]
vilokyodvigna-hṛdayo vicchāyam anujaṁ nṛpaḥ | pṛcchati sma suhṛn-madhye saṁsmaran nāraderitam
Als der König ihn, seinen glanzlos gewordenen jüngeren Bruder, erblickte, fragte er ihn, mit beunruhigtem Herzen, inmitten der Freunde, sich an das von Nārada Gesagte erinnernd:
Yudhiṣṭhira sprach: 'Weilen wohl unsere Angehörigen in der Stadt von Ānarta [Dvārakā] wohlbehalten - die Madhus, Bhojas, Daśārhas, Arhas, Sātvatas, Andhakas und Vṛṣṇis?
Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca
Yudhiṣṭhira sprach
kaccid ānarta-puryāṁ naḥ sva-janāḥ sukham āsate
weilen wohl unsere Angehörigen in Ānarta wohlbehalten
Ist wohl Śūra, unser Großvater mütterlicherseits, wohlbehalten, oder lebt der Ehrwürdige noch? Ist der Onkel samt seinem jüngeren Bruder, Ānakadundubhi, wohl gesund?
Wort für Wort
śūro mātāmahaḥ kaccit svasty āste
ist Śūra, der Großvater mütterlicherseits, wohl heil
Die sieben Gattinnen Vasudevas, wie leibliche Schwestern zueinander, die Tanten, samt ihren Kindern - weilen sie, angeführt von Devakī, samt ihren Schwiegertöchtern, wohlbehalten?
Wort für Wort
sapta sva-sāras tat-patnyo
die sieben, wie leibliche Schwestern, seine [Vasudevas] Gattinnen
Lebt wohl König Āhuka [Ugrasena], einst geplagt von seinem schlechten Sohn, und sein jüngerer Bruder? Leben Hṛdīka samt Sohn, Akrūra, Jayanta, Gada und Sāraṇa?
Wort für Wort
kaccid rājāhuko jīvaty
lebt wohl König Āhuka
asat-putro 'sya cānujaḥ
[einst geplagt] von seinem schlechten Sohn, und sein jüngerer Bruder
tathaivānucarāḥ śaureḥ śrutadevoddhavādayaḥ | sunanda-nanda-śīrṣaṇyā ye cānye sātvatarṣabhāḥ
Ebenso erfrage ich nach den Gefolgsleuten Kṛṣṇas, angeführt von Śrutadeva und Uddhava, den Ministern angeführt von Sunanda und Nanda, und den anderen Besten der Sātvatas.
api svasty āsate sarve rāma-kṛṣṇa-bhujāśrayāḥ | api smaranti kuśalam asmākaṁ baddha-sauhṛdāḥ
Sind wohl alle, die im Schutz der Arme Rāmas und Kṛṣṇas weilen, wohlbehalten? Denken die, die in fester Freundschaft mit uns verbunden sind, wohl an unser Wohlergehen?
bhagavān api govindo brahmaṇyo bhakta-vatsalaḥ | kaccit pure sudharmāyāṁ sukham āste suhṛd-vṛtaḥ
Weilt auch der erhabene Govinda, der den Brahmanen Zugetane, den Hingebungsvollen liebevoll Zugewandte, wohl glücklich in der Halle Sudharmā, umgeben von Freunden?
Wort für Wort
bhagavān api govindo
auch der erhabene Govinda
brahmaṇyo bhakta-vatsalaḥ
der den Brahmanen Zugetane, den Hingebungsvollen liebevoll Zugewandte
Durch die vornehmste Aufgabe des Dienstes an dessen Füßen tragen die sechzehntausend Frauen, angeführt von Satyabhāmā, welche einst im Kampf die Götter besiegten, nun deren Vorrechte davon, würdig sogar der Geliebten des Blitzwaffenträgers Indra.
Wort für Wort
yat-pāda-śuśrūṣaṇa-mukhya-karmaṇā
durch die vornehmste Aufgabe des Dienstes an dessen Füßen
satyādayo dvy-aṣṭa-sahasra-yoṣitaḥ
angeführt von Satyabhāmā, die sechzehntausend Frauen
nirjitya saṅkhye tri-daśāṁs
die Götter im Kampf besiegt habend
tad-āśiṣo haranti vajrāyudha-vallabhocitāḥ
tragen sie deren Vorrechte, würdig der Geliebten Indras
yad bāhu-daṇḍābhyudayānujīvino yadu-pravīrā hy akutobhayā muhuḥ | adhikramanty aṅghribhir āhṛtāṁ balāt sabhāṁ sudharmāṁ sura-sattamocitām
Die Yadu-Helden, die vom Schutz seiner Armkraft leben, betreten fürwahr furchtlos, wiederholt, mit ihren eigenen Füßen die mit Gewalt den Göttern geraubte Versammlungshalle Sudharmā, die eigentlich den besten Göttern gebührt.
Wort für Wort
yad bāhu-daṇḍābhyudayānujīvino
die vom Schutz seiner Armkraft leben
yadu-pravīrā hy akutobhayā muhuḥ
die Yadu-Helden, fürwahr furchtlos, wiederholt
adhikramanty aṅghribhir āhṛtāṁ balāt
betreten mit den Füßen die mit Gewalt geraubte
sabhāṁ sudharmāṁ sura-sattamocitām
Versammlungshalle Sudharmā, die den besten Göttern gebührt
kaccit te 'nāmayaṁ tāta bhraṣṭa-tejā vibhāsi me | alabdha-māno 'vajñātaḥ kiṁ vā tāta ciroṣitaḥ
Bist du wohl frei von Krankheit, mein Lieber? Du erscheinst mir deines Glanzes beraubt - bist du etwa nicht die gebührende Ehre erwiesen, missachtet worden, oder, mein Lieber, warst du zu lange fort?
Bist du wohl nicht von unheilvollen Vorzeichen wie bösen Tönen und dergleichen getroffen worden? Hast du den Bittstellern nicht gegeben, was du in gutem Glauben zugesagt hattest?
Wort für Wort
kaccin nābhihato 'bhāvaiḥ
bist du wohl nicht getroffen worden durch [böse Vorzeichen]
śabdādibhir amaṅgalaiḥ
durch unheilvolle Töne und dergleichen
na dattam uktam arthibhya
hast du den Bittstellern nicht gegeben, [was] gesagt
Hast du wohl keinen Brahmanen, kein Kind, keine Kuh, keinen Alten, keinen Kranken, keine Frau - kein Wesen, das um Schutz nachgesucht hatte, im Stich gelassen, du, der du sonst stets Schutz gewährst?
Wort für Wort
kaccit tvaṁ brāhmaṇaṁ bālaṁ gāṁ
hast du wohl einen Brahmanen, ein Kind, eine Kuh
vṛddhaṁ rogiṇaṁ striyam
einen Alten, einen Kranken, eine Frau
śaraṇopasṛtaṁ sattvaṁ nātyākṣīḥ
ein Wesen, das um Schutz nachgesucht hatte, nicht im Stich gelassen
Bist du wohl nicht zu einer unzugänglichen Frau gegangen, oder hast du eine dir zugängliche Frau schlecht behandelt? Oder bist du unterwegs von Höherstehenden oder Ebenbürtigen besiegt worden?
Wort für Wort
kaccit tvaṁ nāgamo 'gamyāṁ
bist du wohl nicht zu einer unzugänglichen [Frau] gegangen
gamyāṁ vāsat-kṛtāṁ striyam
oder hast du eine zugängliche Frau schlecht behandelt
api svit parya-bhuṅkthās tvaṁ sambhojyān vṛddha-bālakān | jugupsitaṁ karma kiñcit kṛtavān na yad akṣamam
Oder hast du etwa die zu bewirtenden Alten und Kinder übergangen und selbst gegessen? Hast du irgendeine verabscheuungswürdige, unverzeihliche Tat begangen?
kaccit preṣṭhatamenātha hṛdayenātma-bandhunā | śūnyo 'smi rahito nityaṁ manyase te 'nyathā na ruk
Oder denkst du etwa, ich sei, durch den Verlust des Liebsten, deines eigenen Herzens, des dir verwandten Freundes, stets leer und verlassen - und ist es bei dir anders, kein Schmerz?
Wort für Wort
kaccit preṣṭhatamenātha
oder [meinst du], durch den Liebsten
hṛdayenātma-bandhunā
durch [dein eigenes] Herz, den verwandten Freund
śūnyo 'smi rahito nityaṁ manyase
ich sei stets leer, verlassen, denkst du
te 'nyathā na ruk
ist es bei dir anders, kein Schmerz
[?: Die genaue Bezugslogik dieses letzten, knappen Verses (wer hier als 'stets leer und verlassen' gilt, Yudhiṣṭhira oder Arjuna) bleibt mehrdeutig; sinngemäß als Yudhiṣṭhiras Vermutung wiedergegeben, das eigentliche Übel könnte den Verlust ihres gemeinsamen liebsten Freundes betreffen.]