Maitreya sprach: Die von den Weisen angeleiteten Sänger priesen den so sprechenden König, ihre Herzen erfreut durch das Genießen des Nektars seiner Rede.
Wort für Wort
maitreyaḥ
Maitreya (Nom. Sg. m.)
uvāca
sprach (3. Sg. Perf. Akt. von vac)
iti
so, folgendermaßen (Partikel, direkte Rede)
bruvāṇam
den so Sprechenden (Akk. Sg. m., Präs.Part.Med.)
nṛpatim
den König (Akk. Sg. m.)
gāyakāḥ
die Sänger/Rezitatoren (Nom. Pl. m.)
muni-coditāḥ
von den Weisen angewiesen (Nom. Pl. m., Kompositum, Part.Perf.Pass.)
tuṣṭuvuḥ
sie priesen (3. Pl. Perf. Akt. von stu)
tuṣṭa-manasaḥ
deren Sinn zufrieden war (Nom. Pl. m., Bahuvrihi)
tad-vāk-amṛta-sevayā
durch den Genuss des Nektars seiner Rede (Instr. Sg., Kompositum)
nālaṁ vayaṁ te mahimānuvarṇane
yo deva-varyo 'vatatāra māyayā
venāṅga-jātasya ca pauruṣāṇi te
vācas-patīnām api babhramur dhiyaḥ
Wir sind nicht imstande, deine Herrlichkeit zu beschreiben - dich, der du, der Vorzüglichste der Götter, aus dem Leib Venas geboren, durch deine Māyā herabgestiegen bist; und angesichts deiner heldenhaften Taten geriet sogar der Verstand der Meister der Rede ins Schwanken.
Wort für Wort
na alam
nicht imstande/fähig (Adv. mit Lok.)
vayam
wir (Nom. Pl.)
te
deine (Gen. Sg.)
mahima-anuvarṇane
bei der Beschreibung der Herrlichkeit (Lok. Sg., Kompositum)
yaḥ
der (Nom. Sg. m., Relativpron.)
deva-varyaḥ
der Vorzüglichste der Götter (Nom. Sg. m., Kompositum)
avatatāra
herabstieg (3. Sg. Perf. Akt. von ava-tṝ)
māyayā
durch (seine) Māyā (Instr. Sg. f.)
vena-aṅga-jātasya
der aus Venas Leib geboren wurde (Gen. Sg. m., Kompositum)
ca
und
pauruṣāṇi
die heldenhaften Taten (Akk. Pl. n.)
te
deine (Gen. Sg.)
vācaḥ-patīnām
der Meister der Rede (Gen. Pl. m.)
api
sogar, obwohl
babhramuḥ
gerieten in Verwirrung (3. Pl. Perf. Akt. von bhram)
Dennoch wollen wir, geehrt durch den Nektar der Erzählungen über Pṛthu-Hari, dessen Ruhm erhaben ist und der eine Teil-Inkarnation ist, von den Weisen gemäß ihrer Unterweisung angetrieben, [seine] lobenswerten Taten darlegen.
Wort für Wort
atha api
dennoch, gleichwohl (Adv.)
udāra-śravasaḥ
dessen Ruhm erhaben ist (Gen. Sg. m., Bahuvrihi)
pṛthoḥ
des Pṛthu (Gen. Sg. m.)
hareḥ
des Hari (Gen. Sg. m., Apposition)
kalā-avatārasya
der eine Teil-Inkarnation ist (Gen. Sg. m., Kompositum)
kathā-amṛta-ādṛtāḥ
geehrt durch den Nektar der Erzählungen (Nom. Pl. m., Kompositum)
yathā-upadeśam
gemäß der Unterweisung (Adv., Kompositum)
munibhiḥ
von den Weisen (Instr. Pl. m.)
pracoditāḥ
angetrieben (Nom. Pl. m., Part.Perf.Pass.)
ślāghyāni
lobenswerte (Akk. Pl. n.)
karmāṇi
Taten (Akk. Pl. n.)
vayam
wir (Nom. Pl.)
vitanmahi
wir wollen ausbreiten/darlegen (1. Pl. Präs. Med. von vi-tan)
Dieser ist der Beste der Träger der Religion, der die Welt zur Pflicht anleitet, der Beschützer der Dämme der Religion und der Bestrafer derer, die ihr entgegenstehen.
Wort für Wort
eṣaḥ
dieser (Nom. Sg. m.)
dharma-bhṛtām
der Träger der Religion (Gen. Pl. m.)
śreṣṭhaḥ
der Beste (Nom. Sg. m.)
lokam
die Welt (Akk. Sg. m.)
dharme
in der Pflicht/Religion (Lok. Sg. m.)
anuvartayan
hinführend, anleitend (Nom. Sg. m., Präs.Part.Kaus.Akt.)
goptā
der Beschützer (Nom. Sg. m.)
ca
und
dharma-setūnām
der Dämme der Religion (Gen. Pl. m.)
śāstā
der Bestrafer (Nom. Sg. m.)
tat-paripanthinām
derer, die ihr entgegenstehen (Gen. Pl. m., Kompositum)
eṣa vai loka-pālānāṁ bibharty ekas tanau tanūḥ
kāle kāle yathā-bhāgaṁ lokayor ubhayor hitam
Dieser allein trägt fürwahr in seinem eigenen Leib die Ämter der Weltenhüter, zu gegebener Zeit, entsprechend dem [zustehenden] Anteil, zum Wohl beider Welten.
Wort für Wort
eṣaḥ
dieser (Nom. Sg. m.)
vai
fürwahr (Partikel)
loka-pālānām
der Weltenhüter (Gen. Pl. m.)
bibharti
trägt (3. Sg. Präs. Akt. von bhṛ)
ekaḥ
allein (Nom. Sg. m.)
tanau
im eigenen Leib (Lok. Sg.)
tanūḥ
die Körper/Formen (Akk. Pl. f.)
kāle kāle
zu gegebener Zeit (Lok. Sg. wiederholt)
yathā-bhāgam
entsprechend dem Anteil (Adv.)
lokayoḥ
der beiden Welten (Gen. Du. m.)
ubhayoḥ
beider (Gen. Du.)
hitam
das Wohl (Akk. Sg. n.)
[Anm.: "tanūḥ" (Körper/Formen der Weltenhüter) ist hier übertragen als "Ämter/Funktionen" verstanden, die der König in seiner eigenen Person vereint.]
Zur rechten Zeit nimmt er Reichtum [als Steuer], und zur rechten Zeit gibt dieser [Herrscher] ihn wieder frei, allen Wesen gegenüber gleichmütig, gleich der Sonne erstrahlend, der Mächtige.
Der Sohn Venas erträgt den Übergriff derer, die sogar auf [seinem Haupt] herumtrampeln, denn er ist den Lebewesen gegenüber mitfühlend, den Bedrängten stets [zugetan], da er die Aufgabe der Erde auf sich genommen hat.
Wort für Wort
titikṣati
er erträgt (3. Sg. Präs. Akt., Desiderativ-Wz. tij)
akramam
Übergriff (Akk. Sg. m.)
vainyaḥ
der Sohn Venas (Nom. Sg. m.)
upari
oben [auf ihm] (Adv.)
ākramatām
derer, die übertreten (Gen. Pl. m., Präs.Part.)
api
sogar
bhūtānām
gegenüber den Lebewesen (Gen. Pl. n.)
karuṇaḥ
mitfühlend (Nom. Sg. m.)
śaśvat
beständig (Adv.)
ārtānām
der Bedrängten (Gen. Pl. m.)
kṣiti-vṛttimān
der die Aufgabe der Erde übernommen hat (Nom. Sg. m., Bahuvrihi)
[Anm.: Das Bild vergleicht Pṛthus Duldsamkeit mit der Erde, die alles Betreten geduldig erträgt.]
deve 'varṣaty asau devo naradeva-vapur hariḥ
kṛcchra-prāṇāḥ prajā hy eṣa rakṣiṣyaty añjasendravat
Wenn der Gott [Indra] nicht regnet, wird jener Gott, Hari, der die Gestalt eines Menschenkönigs trägt, gewiss die Untertanen, deren Lebenskraft in Bedrängnis ist, mühelos beschützen, gleich Indra.
Wort für Wort
deve
wenn der Gott [Indra] (Lok. Sg. m., Lok. absolutus)
avarṣati
nicht regnet (3. Sg. Präs. Akt. mit Neg.)
asau
jener (Nom. Sg. m.)
devaḥ
der Gott [Pṛthu] (Nom. Sg. m.)
naradeva-vapuḥ
der die Gestalt eines Menschenkönigs hat (Nom. Sg. m., Bahuvrihi)
hariḥ
Hari (Nom. Sg. m., Apposition)
kṛcchra-prāṇāḥ
deren Lebenskraft in Bedrängnis ist (Akk. Pl. f., Bahuvrihi)
Jener erquickt die Welt durch die nektargleiche Gestalt seines Antlitzes, durch seinen liebevollen Blick, durch [sein] klares, lächelndes, liebliches [Gesicht].
Wort für Wort
āpyāyayati
erquickt (3. Sg. Präs. Kaus.Akt. von ā-pyai)
asau
jener (Nom. Sg. m.)
lokam
die Welt (Akk. Sg. m.)
vadana-amṛta-mūrtinā
durch die nektargleiche Gestalt des Antlitzes (Instr. Sg., Kompositum)
sa-anurāga-avalokena
durch den liebevollen Blick (Instr. Sg. m., Kompositum)
Dieser Pṛthu, dessen Weg unerkennbar, dessen Taten verborgen, dessen Planen tiefgründig, dessen Schatz wohlgehütet ist, die alleinige Wohnstatt unendlicher Herrlichkeit und Tugenden - er gleicht Varuṇa, dessen Wesen verhüllt ist.
Wort für Wort
avyakta-vartmā
dessen Weg unmanifest ist (Nom. Sg. m., Bahuvrihi)
eṣaḥ
dieser (Nom. Sg. m.)
nigūḍha-kāryaḥ
dessen Taten verborgen sind (Nom. Sg. m., Bahuvrihi)
gambhīra-vedhāḥ
dessen Planen tiefgründig ist (Nom. Sg. m., Bahuvrihi)
upagupta-vittaḥ
dessen Schatz wohlverborgen ist (Nom. Sg. m., Bahuvrihi)
ananta-māhātmya-guṇa-eka-dhāmā
die alleinige Wohnstatt unendlicher Herrlichkeit und Tugenden (Nom. Sg. m., Bahuvrihi)
pṛthuḥ
Pṛthu (Nom. Sg. m.)
pracetāḥ
Varuṇa (Nom. Sg. m.)
iva
gleich wie
saṁvṛta-ātmā
dessen Wesen verhüllt ist (Nom. Sg. m., Bahuvrihi)
Unnahbar, unerträglich, obwohl nahe [doch] wie fern - er ist keineswegs zu überwältigen, gleich dem Feuer, das aus dem Reibholz Vena entstand.
Wort für Wort
durāsadaḥ
unnahbar (Nom. Sg. m.)
durviṣahaḥ
unerträglich (Nom. Sg. m.)
āsannaḥ
nahe (Nom. Sg. m., Part.Perf.)
api
obwohl
vidūra-vat
wie fern (Adv.)
na eva
keineswegs
abhibhavitum
zu überwältigen (Inf.)
śakyaḥ
möglich (Nom. Sg. m., Verbaladj.)
vena-araṇi-utthitaḥ
aus dem Reibholz Vena entstanden (Nom. Sg. m., Kompositum)
analaḥ
Feuer (Nom. Sg. m.)
[Anm.: araṇi bezeichnet das Reibholz zur Feuererzeugung; das Bild vergleicht Pṛthus Entstehung aus Venas Leib mit Feuer, das aus dem Reibholz entsteht.]
Innerlich und äußerlich die Taten der Lebewesen durch Kundschafter beobachtend, ist er wie ein unbeteiligter Zeuge, wie der Lebenshauch, wie das Selbst der verkörperten Wesen.
nādaṇḍyaṁ daṇḍayaty eṣa sutam ātma-dviṣām api
daṇḍayaty ātmajam api daṇḍyaṁ dharma-pathe sthitaḥ
Er bestraft nicht [einmal] den Sohn seiner Feinde, [wenn dieser] nicht zu bestrafen ist; er bestraft sogar [seinen eigenen] Sohn, [wenn dieser] zu bestrafen ist - so fest steht er auf dem Pfad der Gerechtigkeit.
Fest in seinem Gelübde, wahrhaftig in seinem Wort, dem Brahman zugetan, ein Diener der Alten, ein Zufluchtsort für alle Wesen, Ehre gewährend, den Bedürftigen zugetan.
Wort für Wort
dṛḍha-vrataḥ
fest in seinem Gelübde (Nom. Sg. m., Bahuvrihi)
satya-sandhaḥ
wahrhaftig in seinem Wort (Nom. Sg. m., Bahuvrihi)
brahmaṇyaḥ
dem Brahman zugetan (Nom. Sg. m.)
vṛddha-sevakaḥ
ein Diener der Alten (Nom. Sg. m., Kompositum)
śaraṇyaḥ
ein [würdiger] Zufluchtsort (Nom. Sg. m., Verbaladj.)
Er hat Hingabe wie zur eigenen Mutter gegenüber fremden Frauen, betrachtet seine Gattin gleichsam als Hälfte seines eigenen Selbst, ist gegenüber den Untertanen liebevoll wie ein Vater, und ist ein Diener derer, die von Brahman künden.
Den verkörperten Wesen ist er so lieb wie ihnen selbst, er mehrt die Freude der Freunde; dieser, dessen [einziger] Umgang mit den von [aller] Bindung Befreiten besteht, hält gegenüber den Übeltätern den Stab [der Strafe] in der Hand.
Wort für Wort
dehinām
den verkörperten Wesen (Gen. Pl. m.)
ātma-vat
wie [ihnen] selbst (Adv.)
preṣṭhaḥ
der Liebste (Nom. Sg. m.)
suhṛdām
der Freunde (Gen. Pl. m.)
nandi-vardhanaḥ
der [ihre] Freude mehrt (Nom. Sg. m., Kompositum)
mukta-saṅga-prasaṅgaḥ
dessen Umgang [nur] mit den Befreiten besteht (Nom. Sg. m., Kompositum)
ayam
dieser (Nom. Sg. m.)
daṇḍa-pāṇiḥ
der den Stab in der Hand hält (Nom. Sg. m., Bahuvrihi)
ayaṁ tu sākṣād bhagavāṁs try-adhīśaḥ
kūṭa-stha ātmā kalayāvatīrṇaḥ
yasminn avidyā-racitaṁ nirarthakaṁ
paśyanti nānātvam api pratītam
Dieser aber ist unmittelbar der Erhabene selbst, der Herr der drei [Welten], das unwandelbare Selbst, mit einem [Teil-]Aspekt herabgestiegen, in dem [die Unwissenden] die durch Unwissenheit geschaffene, zwecklose Vielheit sehen, obgleich [diese als real] erkannt erscheint.
Wort für Wort
ayam
dieser (Nom. Sg. m.)
tu
aber (Partikel)
sākṣāt
unmittelbar (Adv.)
bhagavān
der Erhabene (Nom. Sg. m.)
tri-adhīśaḥ
der Herr der drei [Welten] (Nom. Sg. m., Kompositum)
kūṭa-sthaḥ
unwandelbar verharrend (Nom. Sg. m., Kompositum)
ātmā
das Selbst (Nom. Sg. m.)
kalayā
mit einem Teil-Aspekt (Instr. Sg. f.)
avatīrṇaḥ
herabgestiegen (Nom. Sg. m., Part.Perf.Pass.)
yasmin
in dem (Lok. Sg. m., Relativpron.)
avidyā-racitam
das durch Unwissenheit Geschaffene (Akk. Sg. n.)
nirarthakam
zwecklos (Akk. Sg. n.)
paśyanti
sie sehen (3. Pl. Präs. Akt.)
nānātvam
Vielheit (Akk. Sg. n.)
api
obgleich
pratītam
als erkannt erscheinend (Akk. Sg. n., Part.Perf.Pass.)
Dieser, der einzige heldenhafte Beschützer, der Herr der Menschenkönige, wird, den siegreichen Wagen besteigend, den Bogen ergriffen habend, den Umkreis der Erde vom [Berg des Sonnenaufgangs an] umrunden, von der Südseite her, wie die Sonne.
Wort für Wort
ayam
dieser (Nom. Sg. m.)
bhuvaḥ
der Erde (Gen. Sg. f.)
maṇḍalam
den Umkreis (Akk. Sg. n.)
ā-udaya-adreḥ
vom Berg des Sonnenaufgangs an (Abl. Sg. m.)
goptā
der Beschützer (Nom. Sg. m.)
eka-vīraḥ
der einzige Held (Nom. Sg. m., Kompositum)
naradeva-nāthaḥ
der Herr der Menschenkönige (Nom. Sg. m., Kompositum)
āsthāya
besteigend (Absolutiv)
jaitram
siegreichen (Akk. Sg. m.)
ratham
Wagen (Akk. Sg. m.)
ātta-cāpaḥ
den Bogen ergriffen habend (Nom. Sg. m., Bahuvrihi)
asmai nṛ-pālāḥ kila tatra tatra
baliṁ hariṣyanti saloka-pālāḥ
maṁsyanta eṣāṁ striya ādi-rājaṁ
cakrāyudhaṁ tad-yaśa uddharantyaḥ
Diesem werden die Könige gewiss hier und dort, zusammen mit den Weltenhütern, Tribut darbringen; die Frauen dieser [Könige] werden [ihn], den den Diskus tragenden Urkönig, [als solchen] erachten, seinen Ruhm verkündend.
Wort für Wort
asmai
diesem (Dat. Sg. m.)
nṛ-pālāḥ
die Könige (Nom. Pl. m.)
kila
gewiss (Partikel)
tatra tatra
hier und dort
balim
Tribut (Akk. Sg. m.)
hariṣyanti
werden darbringen (3. Pl. Fut. Akt.)
sa-loka-pālāḥ
zusammen mit den Weltenhütern (Nom. Pl. m.)
maṁsyante
werden erachten (3. Pl. Fut. Med.)
eṣām
von diesen (Gen. Pl. m.)
striyaḥ
die Frauen (Nom. Pl. f.)
ādi-rājam
den Urkönig (Akk. Sg. m.)
cakra-āyudham
den Diskusbewaffneten (Akk. Sg. m., Bahuvrihi)
tat-yaśaḥ
seinen Ruhm (Akk. Sg. n.)
uddharantyaḥ
verkündend, hervorhebend (Nom. Pl. f., Präs.Part.Akt.)
Dieser Oberkönig, der Herr der Geschöpfe, der den Lebensunterhalt der Untertanen bereitet, wird die Erde wie eine Kuh melken - er, der spielend, mit der Spitze seines eigenen Bogens die Berge durchbrechend, die Erde eben machte, wie Indra.
Wort für Wort
ayam
dieser (Nom. Sg. m.)
mahīm
die Erde (Akk. Sg. f.)
gām
als Kuh (Akk. Sg. f., Apposition)
duduhe
wird melken (3. Sg. Perf., futurisch gebraucht)
adhirājaḥ
der Oberkönig (Nom. Sg. m.)
prajā-patiḥ
der Herr der Geschöpfe (Nom. Sg. m.)
vṛtti-karaḥ
der den Lebensunterhalt bereitet (Nom. Sg. m., Kompositum)
prajānām
der Untertanen (Gen. Pl. f.)
yaḥ
der (Nom. Sg. m., Relativpron.)
līlayā
spielend (Instr. Sg. f. als Adv.)
adrīn
die Berge (Akk. Pl. m.)
sva-śarāsa-koṭyā
mit der Spitze des eigenen Bogens (Instr. Sg. f., Kompositum)
Wenn er selbst, den aus Ziegen- und Rinderhorn gefertigten Bogen erdröhnen lassend, unwiderstehlich über die Erde in der Schlacht vorgehen wird, dann werden die Übeltäter sich in jeder Richtung verbergen, wie vor einem Löwen, der den Schwanz hoch erhebt.
Wort für Wort
visphūrjayan
erdröhnen lassend (Nom. Sg. m., Präs.Part.Kaus.Akt.)
āja-gavam
aus Ziegen- und Rinderhorn gefertigt (Akk. Sg. n., Kompositum)
Dieser wird hundert Pferdeopfer vollziehen, wo [dabei] der Fluss Sarasvatī erschien; als das letzte [Opfer] im Gange war, stahl Indra, der Städtezerstörer, der Vollbringer hundert [Opfer], dessen Pferd.
Wort für Wort
eṣaḥ
dieser (Nom. Sg. m.)
aśvamedhān
Pferdeopfer (Akk. Pl. m.)
śatam
hundert (Akk. Sg. n., Zahladj.)
ājahāra
wird vollziehen (3. Sg. Perf., futurisch gebraucht)
sarasvatī
der Fluss Sarasvatī (Nom. Sg. f.)
prādurabhāvi
erschien (3. Sg. Aor.Pass.)
yatra
wo
ahārṣīt
er stahl (3. Sg. Aor. Akt.)
yasya
dessen (Gen. Sg. m.)
hayam
das Pferd (Akk. Sg. m.)
purandaraḥ
der Städtezerstörer [Indra] (Nom. Sg. m.)
śata-kratuḥ
der Vollbringer von hundert Opfern [Indra] (Nom. Sg. m., Kompositum)
Dieser wird, im Garten seines eigenen Palastes mit Sanat-kumāra, dem einzigartigen Erhabenen, zusammentreffend, ihn mit Hingabe verehrend, jenes makellose Wissen erlangen, durch das [die Weisen] das höchste Brahman erkennen.
Wort für Wort
eṣaḥ
dieser (Nom. Sg. m.)
sva-sadma-upavane
im Garten seines eigenen Palastes (Lok. Sg. n., Kompositum)
sametya
zusammentreffend (Absolutiv)
sanat-kumāram
Sanat-kumāra (Akk. Sg. m.)
bhagavantam
den Erhabenen (Akk. Sg. m.)
ekam
einzig (Akk. Sg. m.)
ārādhya
verehrend (Absolutiv)
bhaktyā
mit Hingabe (Instr. Sg. f.)
alabhata
er wird erlangen (3. Sg. Impf.Med., futurisch gebraucht)
Nachdem er die Himmelsrichtungen erobert hat, sein Herrschaftskreis ungehindert, durch seine eigene Macht den Stachel der Welt herausgerissen habend, von den Herrschern der Götter und Dämonen in seiner erhabenen Größe besungen, wird er der Herr der Erde sein.
Wort für Wort
diśaḥ
die Himmelsrichtungen (Akk. Pl. f.)
vijitya
erobernd (Absolutiv)
apratiruddha-cakraḥ
dessen Herrschaftskreis ungehindert ist (Nom. Sg. m., Bahuvrihi)
sva-tejasā
durch seine eigene Macht (Instr. Sg. n.)
utpāṭita-loka-śalyaḥ
der den Stachel der Welt herausgerissen hat (Nom. Sg. m., Bahuvrihi)
sura-asura-indraiḥ
von den Herrschern der Götter und Dämonen (Instr. Pl. m.)
upagīyamāna-mahānubhāvaḥ
dessen erhabene Größe besungen wird (Nom. Sg. m., Bahuvrihi)