Quellen der Menschheit

Bhāgavata-Purāṇa

Kapitel 133 Die Klage König Citraketus

śrī-parīkṣid uvāca rajas-tamaḥ-svabhāvasya brahman vṛtrasya pāpmanaḥ nārāyaṇe bhagavati katham āsīd dṛḍhā matiḥ

Śrī Parīkṣit sprach: O Brahmane, wie konnte bei Vṛtra, dessen Wesen von Leidenschaft und Unwissenheit geprägt war und der doch sündig war, eine so feste Gesinnung gegenüber dem Herrn Nārāyaṇa, der Höchsten Persönlichkeit Gottes, bestehen?

Wort für Wort
śrī-parīkṣit uvāca
König Parīkṣit fragte
rajaḥ
der Erscheinungsweise der Leidenschaft
tamaḥ
und der Erscheinungsweise der Unwissenheit
sva-bhāvasya
von Natur aus habend
brahman
o gelehrter Brahmane
vṛtrasya
Vṛtrāsuras
pāpmanaḥ
der angeblich sündig war
nārāyaṇe
in Herrn Nārāyaṇa
bhagavati
die Höchste Persönlichkeit Gottes
katham
wie
āsīt
war
dṛḍhā
sehr fest
matiḥ
Bewusstsein/Gesinnung

devānāṁ śuddha-sattvānām ṛṣīṇāṁ cāmalātmanām bhaktir mukunda-caraṇe na prāyeṇopajāyate

Bei den Halbgöttern, deren Geist geläutert ist, und den großen Weisen, deren Dasein rein ist, entsteht Hingabe zu den Lotosfüßen Mukundas fast niemals von selbst.

Wort für Wort
devānām
der Halbgötter
śuddha-sattvānām
deren Geist geläutert ist
ṛṣīṇām
der großen Weisen
ca
und
amala-ātmanām
deren Dasein geläutert ist
bhaktiḥ
Hingabe
mukunda-caraṇe
zu den Lotosfüßen Mukundas
na
nicht
prāyeṇa
fast immer
upajāyate
entsteht

rajobhiḥ sama-saṅkhyātāḥ pārthivair iha jantavaḥ teṣāṁ ye kecanehante śreyo vai manujādayaḥ

Die Lebewesen hier in dieser Welt sind an Zahl den Staubteilchen der Erde gleich; von ihnen streben nur einige – die Menschen und so weiter – wahrlich nach dem höchsten Gut.

Wort für Wort
rajobhiḥ
mit den Staubteilchen
sama-saṅkhyātāḥ
der Zahl nach gleich
pārthivaiḥ
der Erde
iha
hier in dieser Welt
jantavaḥ
die Lebewesen
teṣām
von ihnen
ye
die welche
kecana
einige
īhante
streben
śreyaḥ
nach religiösen Prinzipien
vai
wahrlich
manuja-ādayaḥ
die Menschen und so weiter

prāyo mumukṣavas teṣāṁ kecanaiva dvijottama mumukṣūṇāṁ sahasreṣu kaścin mucyeta sidhyati

Von diesen streben, o Bester der Brahmanen, meist nur einige nach Befreiung; und unter vielen Tausenden solcher nach Befreiung Strebenden mag kaum einer tatsächlich befreit werden und Vollkommenheit erlangen.

Wort für Wort
prāyaḥ
meistens
mumukṣavaḥ
nach Befreiung Strebende
teṣām
von ihnen
kecana
einige
eva
wahrlich
dvija-uttama
o Bester der Brahmanen
mumukṣūṇām
von denen, die Befreiung wünschen
sahasreṣu
unter vielen Tausenden
kaścit
irgendeiner
mucyeta
mag tatsächlich befreit werden
sidhyati
wird vollkommen

muktānām api siddhānāṁ nārāyaṇa-parāyaṇaḥ su-durlabhaḥ praśāntātmā koṭiṣv api mahā-mune

Selbst unter denen, die schon zu Lebzeiten befreit und vollkommen sind, ist einer, der Nārāyaṇa als das Höchste erkannt hat und dessen Geist völlig befriedet ist, o großer Weiser, selbst unter Millionen und Abermillionen nur überaus schwer zu finden.

Wort für Wort
muktānām
von denen, die schon zu Lebzeiten befreit sind
api
sogar
siddhānām
die vollkommen sind
nārāyaṇa-parāyaṇaḥ
einer, der Nārāyaṇa als das Höchste erkannt hat
su-durlabhaḥ
sehr schwer zu finden
praśānta
völlig befriedet
ātmā
dessen Geist
koṭiṣu
unter Millionen und Abermillionen
api
sogar
mahā-mune
o großer Weiser

vṛtras tu sa kathaṁ pāpaḥ sarva-lokopatāpanaḥ itthaṁ dṛḍha-matiḥ kṛṣṇa āsīt saṅgrāma ulbaṇe

Wie aber konnte Vṛtra, der doch sündig war und die Ursache des Leidens aller Welten, in der lodernden Feuersbrunst der Schlacht eine derart feste Gesinnung auf Kṛṣṇa gerichtet haben?

Wort für Wort
vṛtraḥ
Vṛtrāsura
tu
aber
saḥ
er
katham
wie
pāpaḥ
obgleich sündig (der den Körper eines Dämons annahm)
sarva-loka
aller drei Welten
upatāpanaḥ
die Ursache des Leidens
ittham
derartig
dṛḍha
fest gegründet
matiḥ
Verstand/Gesinnung
kṛṣṇe
auf Kṛṣṇa
āsīt
war
saṅgrāme
in der großen lodernden Feuersbrunst der Schlacht
ulbaṇe
in der großen lodernden Feuersbrunst der Schlacht

atra naḥ saṁśayo bhūyāñ chrotuṁ kautūhalaṁ prabho yaḥ pauruṣeṇa samare sahasrākṣam atoṣayat

Hierbei ist unser Zweifel groß, und groß unsere Neugier, dies zu hören, o Herr: er, der durch Tapferkeit und Kraft in der Schlacht den tausendäugigen Indra zufriedenstellte.

Wort für Wort
atra
in diesem Zusammenhang
naḥ
unser
saṁśayaḥ
Zweifel
bhūyān
groß
śrotum
zu hören
kautūhalam
Neugier
prabho
o mein Herr
yaḥ
der, welcher
pauruṣeṇa
durch Tapferkeit und Kraft
samare
in der Schlacht
sahasra-akṣam
den Herrn Indra, der tausend Augen hat
atoṣayat
erfreute

'sahasrākṣam' (der Tausendäugige) bezeichnet Indra; 'atoṣayat' (erfreute/stellte zufrieden) bezieht sich vermutlich auf Vṛtras kämpferische Tüchtigkeit, die selbst seinem Gegner Indra Genugtuung verschaffte – der genaue narrative Bezug ergibt sich erst aus dem Kontext des vorangehenden Kapitels.

śrī-sūta uvāca parīkṣito 'tha sampraśnaṁ bhagavān bādarāyaṇiḥ niśamya śraddadhānasya pratinandya vaco 'bravīt

Śrī Sūta sprach: Da hörte der mächtige Bādarāyaṇi die vollkommene Frage Parīkṣits, der so gläubig war, beglückwünschte ihn dafür und sprach folgende Worte.

Wort für Wort
śrī-sūtaḥ
Śrī Sūta Gosvāmī
uvāca
sprach
parīkṣitaḥ
Mahārāja Parīkṣits
atha
nun
sampraśnam
die vollkommene Frage
bhagavān
der überaus mächtige
bādarāyaṇiḥ
Śukadeva Gosvāmī, der Sohn Vyāsadevas
niśamya
hörend
śraddadhānasya
seines Schülers, der so gläubig im Erfassen der Wahrheit war
pratinandya
beglückwünschend
vacaḥ
Worte
abravīt
sprach

śrī-śuka uvāca śṛṇuṣvāvahito rājann itihāsam imaṁ yathā śrutaṁ dvaipāyana-mukhān nāradād devalād api

Śrī Śuka sprach: Höre, o König, mit großer Aufmerksamkeit diese Geschichte, so wie ich sie aus dem Munde Vyāsadevas, von Nārada und auch von Devala vernommen habe.

Wort für Wort
śrī-śukaḥ
Śrī Śukadeva Gosvāmī
uvāca
sprach
śṛṇuṣva
höre bitte
avahitaḥ
mit großer Aufmerksamkeit
rājan
o König
itihāsam
Geschichte
imam
diese
yathā
genauso wie
śrutam
gehört
dvaipāyana
von Vyāsadeva
mukhāt
aus dem Munde
nāradāt
von Nārada
devalāt
von dem Weisen Devala
api
auch

āsīd rājā sārvabhaumaḥ śūraseneṣu vai nṛpa citraketur iti khyāto yasyāsīt kāmadhuṅ mahī

Es gab, o König, im Land Śūrasena einen als Kaiser der ganzen Erde bekannten König namens Citraketu, dem die Erde alle Notwendigkeiten lieferte wie eine Wunschkuh.

Wort für Wort
āsīt
es war
rājā
ein König
sārva-bhaumaḥ
ein Herrscher über die gesamte Erdoberfläche
śūraseneṣu
im Land Śūrasena
vai
wahrlich
nṛpa
o König
citraketuḥ
Citraketu
iti
so
khyātaḥ
berühmt
yasya
von dem
āsīt
war
kāma-dhuk
alle Notwendigkeiten liefernd
mahī
die Erde

tasya bhāryā-sahasrāṇāṁ sahasrāṇi daśābhavan sāntānikaś cāpi nṛpo na lebhe tāsu santatim

Er hatte zehntausend Gattinnen, und obwohl der König durchaus fähig war, Söhne zu zeugen, erlangte er unter ihnen keinen Sohn.

Wort für Wort
tasya
von ihm (König Citraketu)
bhāryā
an Gattinnen
sahasrāṇām
von Tausenden
sahasrāṇi
Tausende
daśa
zehn
abhavan
es gab
sāntānikaḥ
durchaus fähig, Söhne zu zeugen
ca
und
api
obwohl
nṛpaḥ
der König
na
nicht
lebhe
erlangte
tāsu
unter ihnen
santatim
einen Sohn

rūpaudārya-vayo-janma- vidyaiśvarya-śriyādibhiḥ sampannasya guṇaiḥ sarvaiś cintā bandhyā-pater abhūt

Obwohl er mit Schönheit, Großmut, Jugend, vornehmer Geburt, Bildung, Reichtum, Wohlstand und all diesen guten Eigenschaften ausgestattet war, entstand in Citraketu, dem Gatten so vieler unfruchtbarer Frauen, dennoch Sorge.

Wort für Wort
rūpa
mit Schönheit
audārya
Großmut
vayaḥ
Jugend
janma
vornehmer Geburt
vidyā
Bildung
aiśvarya
Reichtum
śriya-ādibhiḥ
Wohlstand und so weiter
sampannasya
ausgestattet
guṇaiḥ
mit guten Eigenschaften
sarvaiḥ
allen
cintā
Sorge
bandhyā-pateḥ
Citraketus, des Gatten so vieler unfruchtbarer Frauen
abhūt
entstand

na tasya sampadaḥ sarvā mahiṣyo vāma-locanāḥ sārvabhaumasya bhūś ceyam abhavan prīti-hetavaḥ

Weder all seine Reichtümer noch seine Königinnen mit den bezaubernden Augen noch diese Erde des Kaisers waren für ihn eine Quelle der Freude.

Wort für Wort
na
nicht
tasya
von ihm (Citraketu)
sampadaḥ
die großen Reichtümer
sarvāḥ
alle
mahiṣyaḥ
die Königinnen
vāma-locanāḥ
mit sehr reizvollen Augen
sārva-bhaumasya
des Kaisers
bhūḥ
das Land
ca
auch
iyam
dieses
abhavan
waren
prīti-hetavaḥ
Quellen der Freude

tasyaikadā tu bhavanam aṅgirā bhagavān ṛṣiḥ lokān anucarann etān upāgacchad yadṛcchayā

Einst nun kam der mächtige Weise Aṅgirā, der durch diese Welten wanderte, unvermittelt zu seinem Palast.

Wort für Wort
tasya
von ihm
ekadā
einst
tu
aber
bhavanam
zum Palast
aṅgirāḥ
Aṅgirā
bhagavān
sehr mächtig
ṛṣiḥ
der Weise
lokān
die Planeten
anucaran
durchwandernd
etān
diese
upāgacchat
kam
yadṛcchayā
unvermittelt

taṁ pūjayitvā vidhivat pratyutthānārhaṇādibhiḥ kṛtātithyam upāsīdat sukhāsīnaṁ samāhitaḥ

Nachdem er ihn gemäß den Regeln für den Empfang erhabener Gäste verehrt hatte – indem er vom Thron aufstand, ihm Verehrung darbrachte und so weiter – und ihm so Gastfreundschaft erwiesen hatte, setzte er sich, Geist und Sinne beherrschend, zu dem bequem sitzenden Weisen.

Wort für Wort
tam
ihn
pūjayitvā
nachdem er verehrt hatte
vidhi-vat
gemäß den Regeln für den Empfang erhabener Gäste
pratyutthāna
durch Aufstehen vom Thron
arhaṇa-ādibhiḥ
Verehrung darbringend und so weiter
kṛta-atithyam
dem Gastfreundschaft erwiesen wurde
upāsīdat
setzte sich nieder in der Nähe
sukha-āsīnam
der sehr bequem saß
samāhitaḥ
Geist und Sinne beherrschend

maharṣis tam upāsīnaṁ praśrayāvanataṁ kṣitau pratipūjya mahārāja samābhāṣyedam abravīt

Der große Weise beglückwünschte ihn, o König, der sich in Demut zu Boden verneigt bei ihm niedergelassen hatte, sprach ihn an und sagte Folgendes.

Wort für Wort
mahā-ṛṣiḥ
der große Weise
tam
ihn (den König)
upāsīnam
der nahe bei sich saß
praśraya-avanatam
sich in Demut verneigend
kṣitau
auf dem Boden
pratipūjya
beglückwünschend
mahārāja
o König Parīkṣit
samābhāṣya
ansprechend
idam
dieses
abravīt
sprach

aṅgirā uvāca api te 'nāmayaṁ svasti prakṛtīnāṁ tathātmanaḥ yathā prakṛtibhir guptaḥ pumān rājā ca saptabhiḥ

Aṅgirā sprach: Geht es dir gut – Gesundheit und Wohlergehen – sowohl deinen königlichen Elementen als auch dir selbst, so wie ein Lebewesen, insbesondere ein König, durch die sieben Elemente der materiellen Natur beschützt wird?

Wort für Wort
aṅgirāḥ
der große Weise Aṅgirā
uvāca
sprach
api
ob
te
von dir
anāmayam
Gesundheit
svasti
Wohlergehen
prakṛtīnām
deiner königlichen Elemente (Gefolge und Zubehör)
tathā
sowie
ātmanaḥ
deines eigenen Körpers, Geistes und Selbst
yathā
wie
prakṛtibhiḥ
durch die Elemente der materiellen Natur
guptaḥ
beschützt
pumān
das Lebewesen
rājā
der König
ca
auch
saptabhiḥ
durch die sieben

ātmānaṁ prakṛtiṣv addhā nidhāya śreya āpnuyāt rājñā tathā prakṛtayo naradevāhitādhayaḥ

Indem er sich selbst unmittelbar unter diese sieben königlichen Elemente stellt, möge er höchstes Glück erlangen; ebenso mögen durch den König, o Herrscher, die von ihm abhängigen Elemente, denen Reichtum und andere Dinge dargeboten werden, Glück erlangen.

Wort für Wort
ātmānam
sich selbst
prakṛtiṣu
unter diese sieben königlichen Elemente
addhā
unmittelbar
nidhāya
stellend
śreyaḥ
höchstes Glück
āpnuyāt
möge erlangen
rājñā
durch den König
tathā
ebenso
prakṛtayaḥ
die abhängigen königlichen Elemente
nara-deva
o König
āhita-adhayaḥ
Reichtum und andere Dinge darbietend

api dārāḥ prajāmātyā bhṛtyāḥ śreṇyo 'tha mantriṇaḥ paurā jānapadā bhūpā ātmajā vaśa-vartinaḥ

Sind deine Gattinnen, Bürger, Sekretäre, Diener, Kaufleute sowie Minister, Palastbewohner, Provinzgouverneure, Grundherren und Söhne unter deiner völligen Kontrolle?

Wort für Wort
api
ob
dārāḥ
die Gattinnen
prajā
die Bürger
amātyāḥ
und Sekretäre
bhṛtyāḥ
Diener
śreṇyaḥ
Kaufleute
atha
sowie
mantriṇaḥ
Minister
paurāḥ
Palastbewohner
jānapadāḥ
die Provinzgouverneure
bhūpāḥ
Grundherren
ātma-jāḥ
Söhne
vaśa-vartinaḥ
unter deiner völligen Kontrolle

yasyātmānuvaśaś cet syāt sarve tad-vaśagā ime lokāḥ sapālā yacchanti sarve balim atandritāḥ

Wenn jemandes Geist unter der eigenen Kontrolle steht, dann stehen alle diese Welten samt ihren Herrschern unter dessen Kontrolle und bieten alle unermüdlich ihre Abgabe dar.

Wort für Wort
yasya
von wem
ātmā
der Geist
anuvaśaḥ
unter Kontrolle
cet
falls
syāt
sein mag
sarve
alle
tat-vaśa-gāḥ
unter dessen Kontrolle
ime
diese
lokāḥ
die Welten
sa-pālāḥ
mit ihren Herrschern
yacchanti
bieten dar
sarve
alle
balim
Abgabe
atandritāḥ
frei von Trägheit werdend

ātmanaḥ prīyate nātmā parataḥ svata eva vā lakṣaye 'labdha-kāmaṁ tvāṁ cintayā śabalaṁ mukham

Dein Geist scheint nicht erfreut zu sein – weder durch andere Ursachen noch durch dich selbst; ich sehe, dass du deine gewünschten Ziele nicht erreicht hast, denn dein Gesicht ist vor Sorge blass.

Wort für Wort
ātmanaḥ
von dir
prīyate
ist erfreut
na
nicht
ātmā
der Geist
parataḥ
durch andere Ursachen
svataḥ
durch dich selbst
eva
wahrlich
vā
oder
lakṣaye
ich kann erkennen
alabdha-kāmam
der seine gewünschten Ziele nicht erreicht hat
tvām
dich
cintayā
durch Sorge
śabalam
blass
mukham
Gesicht

evaṁ vikalpito rājan viduṣā munināpi saḥ praśrayāvanato 'bhyāha prajā-kāmas tato munim

So befragt, o König, von dem sehr gelehrten Weisen, antwortete Citraketu, sich in Demut verneigend, dem großen Weisen, da er sich Nachkommenschaft wünschte.

Wort für Wort
evam
so
vikalpitaḥ
befragt
rājan
o König Parīkṣit
viduṣā
sehr gelehrten
muninā
von dem Philosophen
api
obwohl
saḥ
er (König Citraketu)
praśraya-avanataḥ
sich in Demut verneigend
abhyāha
antwortete
prajā-kāmaḥ
der sich Nachkommenschaft wünschte
tataḥ
daraufhin
munim
dem großen Weisen

citraketur uvāca bhagavan kiṁ na viditaṁ tapo-jñāna-samādhibhiḥ yogināṁ dhvasta-pāpānāṁ bahir antaḥ śarīriṣu

Citraketu sprach: O Herr, was ist den Yogis, die durch Buße, Wissen und Versenkung von allen sündigen Reaktionen befreit sind, nicht bekannt, sei es äußerlich, sei es innerlich, in den verkörperten Seelen?

Wort für Wort
citraketuḥ
König Citraketu
uvāca
antwortete
bhagavan
o überaus mächtiger Weiser
kim
was
na
nicht
viditam
ist verstanden
tapaḥ
durch Buße
jñāna
Wissen
samādhibhiḥ
und durch Samādhi (Versenkung, transzendentale Meditation)
yoginām
von den großen Yogis bzw. Gottgeweihten
dhvasta-pāpānām
die von allen sündigen Reaktionen völlig befreit sind
bahiḥ
äußerlich
antaḥ
innerlich
śarīriṣu
in den bedingten Seelen, die materielle Körper haben

tathāpi pṛcchato brūyāṁ brahmann ātmani cintitam bhavato viduṣaś cāpi coditas tvad-anujñayā

Dennoch will ich, da du mich fragst, o Brahmane, die Sorge in meinem Geist aussprechen, angespornt durch deine Erlaubnis, obwohl du alles weißt.

Wort für Wort
tathāpi
dennoch
pṛcchataḥ
den Fragenden
brūyām
lass mich sprechen
brahman
o großer Brahmane
ātmani
im Geist
cintitam
die Sorge
bhavataḥ
zu dir
viduṣaḥ
der alles weiß
ca
und
api
obwohl
coditaḥ
angespornt
tvat
deiner
anujñayā
durch die Erlaubnis

loka-pālair api prārthyāḥ sāmrājyaiśvarya-sampadaḥ na nandayanty aprajaṁ māṁ kṣut-tṛṭ-kāmam ivāpare

Selbst die von großen Halbgöttern begehrten Besitztümer eines großen Reiches und seines materiellen Reichtums bereiten mir, der ich keinen Sohn habe, keine Freude – so wie andere Genussobjekte einem nicht helfen, der Hunger und Durst zu stillen wünscht.

Wort für Wort
loka-pālaiḥ
von großen Halbgöttern
api
sogar
prārthyāḥ
begehrenswert
sāmrājya
ein großes Reich
aiśvarya
materiellen Reichtum
sampadaḥ
Besitztümer
na nandayanti
bereiten keine Freude
aprajam
weil ich keinen Sohn habe
mām
mir
kṣut
Hunger
tṛṭ
Durst
kāmam
zu befriedigen wünschend
iva
wie
apare
andere Genussobjekte

tataḥ pāhi mahā-bhāga pūrvaiḥ saha gataṁ tamaḥ yathā tarema duṣpāraṁ prajayā tad vidhehi naḥ

Darum rette uns, o großer Weiser, die wir zusammen mit unseren Vorvätern in die Dunkelheit geraten sind; bewirke für uns das, wodurch wir die so schwer zu überquerende Dunkelheit durch die Erlangung eines Sohnes überqueren mögen.

Wort für Wort
tataḥ
deshalb
pāhi
bitte rette
mahā-bhāga
o großer Weiser
pūrvaiḥ saha
zusammen mit meinen Vorvätern
gataṁ
gegangen
tamaḥ
in die Dunkelheit
yathā
auf dass
tarema
wir überqueren mögen
duṣpāraṁ
sehr schwer zu überqueren
prajayā
durch Erlangung eines Sohnes
tat
das
vidhehi
bitte bewirke
naḥ
für uns

śrī-śuka uvāca ity arthitaḥ sa bhagavān kṛpālur brahmaṇaḥ sutaḥ śrapayitvā caruṁ tvāṣṭraṁ tvaṣṭāram ayajad vibhuḥ

Śrī Śuka sprach: So gebeten, ließ der mächtige und sehr barmherzige Weise, der Sohn Brahmās, eine Opfergabe aus Süßreis für den Halbgott Tvaṣṭā kochen und verehrte damit Tvaṣṭā.

Wort für Wort
śrī-śukaḥ
Śrī Śukadeva Gosvāmī
uvāca
sprach
iti
so
arthitaḥ
gebeten
saḥ
er (der Weise Aṅgirā)
bhagavān
der sehr mächtige
kṛpāluḥ
sehr barmherzig seiend
brahmaṇaḥ
des Herrn Brahmā
sutaḥ
ein Sohn (aus dem Geist Brahmās geboren)
śrapayitvā
nachdem er hatte kochen lassen
carum
eine bestimmte Opfergabe aus Süßreis
tvāṣṭram
für den Halbgott namens Tvaṣṭā bestimmt
tvaṣṭāram
Tvaṣṭā
ayajat
er verehrte
vibhuḥ
der große Weise

jyeṣṭhā śreṣṭhā ca yā rājño mahiṣīṇāṁ ca bhārata nāmnā kṛtadyutis tasyai yajñocchiṣṭam adād dvijaḥ

Der Weise gab ihr, die unter den Königinnen des Königs die älteste und vollkommenste war, mit Namen Kṛtadyuti, o Bhārata, die Speisereste des Opfers.

Wort für Wort
jyeṣṭhā
die älteste
śreṣṭhā
die vollkommenste
ca
und
yā
die welche
rājñaḥ
des Königs
mahiṣīṇām
unter allen Königinnen
ca
auch
bhārata
o Mahārāja Parīkṣit, Bester der Bhāratas
nāmnā
mit Namen
kṛtadyutiḥ
Kṛtadyuti
tasyai
ihr
yajña
des Opfers
ucchiṣṭam
die Speisereste
adāt
gab
dvijaḥ
der große Weise (Aṅgirā)

athāha nṛpatiṁ rājan bhavitaikas tavātmajaḥ harṣa-śoka-pradas tubhyam iti brahma-suto yayau

Daraufhin sprach er zum König: „O König, es wird dir ein einziger Sohn geboren werden, der dir sowohl Jubel als auch Klage bringen wird.“ So sprach er, und der Sohn Brahmās ging fort.

Wort für Wort
atha
darauf
āha
sprach
nṛpatim
zum König
rājan
o König Citraketu
bhavitā
es wird sein
ekaḥ
ein einziger
tava
dein
ātmajaḥ
Sohn
harṣa-śoka
Jubel und Klage
pradaḥ
der geben wird
tubhyam
dir
iti
so
brahma-sutaḥ
der Weise Aṅgirā, der Sohn Brahmās
yayau
ging fort

sāpi tat-prāśanād eva citraketor adhārayat garbhaṁ kṛtadyutir devī kṛttikāgner ivātmajam

Sie, die Königin Kṛtadyuti, trug allein schon durch das Essen jener Speisereste das Kind Citraketus in sich, wie Kṛttikā den Sohn Agnis.

Wort für Wort
sā
sie
api
sogar
tat-prāśanāt
durch das Essen der Speisereste des großen Opfers
eva
wahrlich
citraketoḥ
von König Citraketu
adhārayat
trug
garbham
Schwangerschaft
kṛtadyutiḥ
Königin Kṛtadyuti
devī
die Göttin
kṛttikā
Kṛttikā
agneḥ
von Agni
iva
wie
ātma-jam
einen Sohn

Anspielung auf die Erzählung, dass die Sternengöttin Kṛttikā Agnis Samen aufnahm und so zur Mutter Kārttikeyas wurde; Vergleich zur wunderbaren Empfängnis Kṛtadyutis.

tasyā anudinaṁ garbhaḥ śukla-pakṣa ivoḍupaḥ vavṛdhe śūraseneśa- tejasā śanakair nṛpa

Ihr Leib wuchs Tag für Tag, o König, durch den Samen des Herrn von Śūrasena allmählich, wie der Mond während der Zeit des zunehmenden Mondes.

Wort für Wort
tasyāḥ
ihr
anudinam
Tag für Tag
garbhaḥ
der Embryo
śukla-pakṣe
während der Zeit des zunehmenden Mondes
iva
wie
uḍupaḥ
der Mond
vavṛdhe
wuchs allmählich
śūrasena-īśa
des Königs von Śūrasena
tejasā
durch den Samen
śanakaiḥ
nach und nach
nṛpa
o König Parīkṣit

atha kāla upāvṛtte kumāraḥ samajāyata janayan śūrasenānāṁ śṛṇvatāṁ paramāṁ mudam

Darauf, nach Verlauf der gebührenden Zeit, wurde der Sohn geboren, wodurch er bei den Bewohnern von Śūrasena, die davon hörten, höchstes Entzücken hervorrief.

Wort für Wort
atha
darauf
kāle upāvṛtte
nach Verlauf der gebührenden Zeit
kumāraḥ
der Sohn
samajāyata
wurde geboren
janayan
erzeugend
śūrasenānām
der Bewohner von Śūrasena
śṛṇvatām
die hörten
paramām
höchstes
mudam
Entzücken

hṛṣṭo rājā kumārasya snātaḥ śucir alaṅkṛtaḥ vācayitvāśiṣo vipraiḥ kārayām āsa jātakam

Der überaus erfreute König badete sich, war so gereinigt und mit Schmuck geschmückt, ließ durch gelehrte Brahmanen Segensworte sprechen und ließ die Geburtszeremonie seines Sohnes vollziehen.

Wort für Wort
hṛṣṭaḥ
sehr erfreut
rājā
der König
kumārasya
seines neugeborenen Sohnes
snātaḥ
gebadet habend
śuciḥ
geläutert
alaṅkṛtaḥ
mit Schmuck geschmückt
vācayitvā
sprechen lassend
āśiṣaḥ
Segensworte
vipraiḥ
durch gelehrte Brahmanen
kārayām āsa
ließ ausführen
jātakam
die Geburtszeremonie

tebhyo hiraṇyaṁ rajataṁ vāsāṁsy ābharaṇāni ca grāmān hayān gajān prādād dhenūnām arbudāni ṣaṭ

Ihnen gab er Gold, Silber, Gewänder und Schmuckstücke, Dörfer, Pferde, Elefanten und sechsmal hundert Millionen Kühe.

Wort für Wort
tebhyaḥ
ihnen (den gelehrten Brahmanen)
hiraṇyam
Gold
rajatam
Silber
vāsāṁsi
Gewänder
ābharaṇāni
Schmuckstücke
ca
auch
grāmān
Dörfer
hayān
Pferde
gajān
Elefanten
prādāt
gab als Wohltätigkeit
dhenūnām
an Kühen
arbudāni
Gruppen von je hundert Millionen
ṣaṭ
sechs

vavarṣa kāmān anyeṣāṁ parjanya iva dehinām dhanyaṁ yaśasyam āyuṣyaṁ kumārasya mahā-manāḥ

Der großmütige König schenkte, wie eine Wolke Regen ausschüttet, alle begehrenswerten Dinge anderer verkörperter Wesen, um für seinen Sohn Wohlstand, Ansehen und langes Leben zu mehren.

Wort für Wort
vavarṣa
schüttete aus, schenkte
kāmān
alle begehrenswerten Dinge
anyeṣām
anderer
parjanyaḥ
eine Wolke
iva
wie
dehinām
aller verkörperten Lebewesen
dhanyam
mit dem Wunsch nach Mehrung des Wohlstands
yaśasyam
nach Mehrung des Ansehens
āyuṣyam
und nach Mehrung der Lebensdauer
kumārasya
des neugeborenen Kindes
mahā-manāḥ
der großmütige König Citraketu

kṛcchra-labdhe 'tha rājarṣes tanaye 'nudinaṁ pituḥ yathā niḥsvasya kṛcchrāpte dhane sneho 'nvavardhata

Da der Sohn des frommen Königs mit großer Mühe erlangt worden war, wuchs die Zuneigung des Vaters Tag für Tag, so wie die Zuneigung eines armen Mannes zu einem mit großer Mühe erlangten Reichtum wächst.

Wort für Wort
kṛcchra
mit großer Mühe
labdhe
erlangt
atha
darauf
rāja-ṛṣeḥ
des frommen Königs Citraketu
tanaye
für den Sohn
anudinam
Tag für Tag
pituḥ
des Vaters
yathā
genau wie
niḥsvasya
eines armen Mannes
kṛcchra-āpte
mit großer Mühe erlangt
dhane
für Reichtum
snehaḥ
Zuneigung
anvavardhata
wuchs an

mātus tv atitarāṁ putre sneho moha-samudbhavaḥ kṛtadyuteḥ sapatnīnāṁ prajā-kāma-jvaro 'bhavat

Bei der Mutter aber war die Zuneigung zum Sohn übermäßig, aus Verblendung entstanden; bei den Mitfrauen Kṛtadyutis hingegen entstand ein Fieber des Verlangens nach eigener Nachkommenschaft.

Wort für Wort
mātuḥ
der Mutter
tu
auch
atitarām
übermäßig
putre
für den Sohn
snehaḥ
Zuneigung
moha
aus Verblendung
samudbhavaḥ
entstanden
kṛtadyuteḥ
Kṛtadyutis
sapatnīnām
der Mitfrauen
prajā
nach Nachkommenschaft
kāma
Verlangen
jvaraḥ
ein Fieber
abhavat
entstand

citraketor atiprītir yathā dāre prajāvati na tathānyeṣu sañjajñe bālaṁ lālayato 'nvaham

Citraketus übermäßige Zuneigung zu der Gattin, die einen Sohn geboren hatte, entstand nicht in gleicher Weise zu den anderen Gattinnen, da er das Kind Tag für Tag hegte und pflegte.

Wort für Wort
citraketoḥ
Citraketus
atiprītiḥ
übermäßige Zuneigung
yathā
so wie
dāre
zur Gattin
prajā-vati
die einen Sohn geboren hatte
na
nicht
tathā
ebenso
anyeṣu
zu den anderen
sañjajñe
entstand
bālam
das Kind
lālayataḥ
der beständig hegte und pflegte
anvaham
Tag für Tag

tāḥ paryatapyann ātmānaṁ garhayantyo 'bhyasūyayā ānapatyena duḥkhena rājñaś cānādareṇa ca

Sie, die kinderlosen Königinnen, grämten sich, verurteilten sich selbst aus Neid, wegen des Unglücks der Kinderlosigkeit und wegen der Geringschätzung durch den König.

Wort für Wort
tāḥ
sie (die Königinnen ohne Söhne)
paryatapyan
grämten sich
ātmānam
sich selbst
garhayantyaḥ
verurteilend
abhyasūyayā
aus Neid
ānapatyena
wegen Kinderlosigkeit
duḥkhena
durch Unglück
rājñaḥ
des Königs
ca
auch
anādareṇa
wegen Geringschätzung
ca
auch

dhig aprajāṁ striyaṁ pāpāṁ patyuś cāgṛha-sammatām suprajābhiḥ sapatnībhir dāsīm iva tiraskṛtām

Verflucht sei eine Frau ohne Sohn, voller sündiger Handlungen, die vom Gatten zu Hause nicht geachtet und von den Mitfrauen, die Söhne haben, wie eine Dienerin verunehrt wird!

Wort für Wort
dhik
alle Verdammnis
aprajām
ohne Sohn
striyam
über eine Frau
pāpām
voller sündiger Handlungen
patyuḥ
durch den Gatten
ca
auch
a-gṛha-sammatām
die zu Hause nicht geachtet wird
su-prajābhiḥ
die Söhne haben
sapatnībhiḥ
durch Mitfrauen
dāsīm
eine Dienerin
iva
genau wie
tiraskṛtām
verunehrt

dāsīnāṁ ko nu santāpaḥ svāminaḥ paricaryayā abhīkṣṇaṁ labdha-mānānāṁ dāsyā dāsīva durbhagāḥ

Welche Klage haben denn Dienerinnen, die durch Dienst am Herrn beständig Ehre erlangen? Wir aber sind, so unglücklich wie wir sind, wie eine Dienerin der Dienerin selbst.

Wort für Wort
dāsīnām
der Dienerinnen
kaḥ
welche
nu
denn
santāpaḥ
Klage
svāminaḥ
dem Gatten/Herrn
paricaryayā
durch Dienst
abhīkṣṇam
beständig
labdha-mānānām
die Ehre erlangt haben
dāsyāḥ
der Dienerin
dāsī
wie eine Dienerin
iva
wie
durbhagāḥ
höchst unglücklich

'dāsyā dāsīva' – wörtlich 'wie die Dienerin einer Dienerin'; Ausdruck äußerster Erniedrigung der kinderlosen Königinnen im Vergleich zu einfachen Dienerinnen.

evaṁ sandahyamānānāṁ sapatnyāḥ putra-sampadā rājño 'sammata-vṛttīnāṁ vidveṣo balavān abhūt

So wurde bei ihnen, die wegen des Reichtums der Mitfrau Kṛtadyuti an einem Sohn beständig vor Kummer brannten und deren Los beim König nicht geschätzt war, die Feindseligkeit sehr stark.

Wort für Wort
evam
so
sandahyamānānām
die beständig vor Kummer brannten
sapatnyāḥ
der Mitfrau Kṛtadyuti
putra
Sohn
sampadā
wegen des Reichtums an
rājñaḥ
durch den König
asammata
nicht sehr geschätzt
vṛttīnām
deren Verhalten/Los
vidveṣaḥ
Feindseligkeit
balavān
sehr stark
abhūt
wurde

vidveṣa-naṣṭa-matayaḥ striyo dāruṇa-cetasaḥ garaṁ daduḥ kumārāya durmarṣā nṛpatiṁ prati

Die Frauen, deren Verstand durch Feindseligkeit verloren war, die sehr hartherzig und dem König gegenüber unduldsam waren, verabreichten dem Knaben Gift.

Wort für Wort
vidveṣa-naṣṭa-matayaḥ
deren Verstand durch Feindseligkeit verloren war
striyaḥ
die Frauen
dāruṇa-cetasaḥ
die sehr hartherzig waren
garam
Gift
daduḥ
verabreichten
kumārāya
dem Knaben
durmarṣāḥ
unduldsam seiend
nṛpatim
den König
prati
gegenüber

kṛtadyutir ajānantī sapatnīnām aghaṁ mahat supta eveti sañcintya nirīkṣya vyacarad gṛhe

Kṛtadyuti, sich der schweren sündigen Tat ihrer Mitfrauen nicht bewusst, dachte, er schlafe nur, blickte nach ihm hin und ging im Haus umher.

Wort für Wort
kṛtadyutiḥ
Königin Kṛtadyuti
ajānantī
sich nicht bewusst
sapatnīnām
ihrer Mitfrauen
agham
sündige Tat
mahat
sehr groß
suptaḥ
schlafend
eva
wahrlich
iti
so
sañcintya
denkend
nirīkṣya
hinblickend
vyacarat
ging umher
gṛhe
im Haus

śayānaṁ suciraṁ bālam upadhārya manīṣiṇī putram ānaya me bhadre iti dhātrīm acodayat

Als die kluge Königin dachte, das Kind liege schon seit langer Zeit da, befahl sie der Amme: „Bring mir den Sohn, o sanfte Freundin.“

Wort für Wort
śayānam
liegend
su-ciram
seit langer Zeit
bālam
der Sohn
upadhārya
denkend
manīṣiṇī
sehr klug
putram
den Sohn
ānaya
bring
me
zu mir
bhadre
o sanfte Freundin
iti
so
dhātrīm
der Amme
acodayat
erteilte den Befehl

sā śayānam upavrajya dṛṣṭvā cottāra-locanam prāṇendriyātmabhis tyaktaṁ hatāsmīty apatad bhuvi

Sie, die Amme, ging zu dem daliegenden Kind, und als sie sah, dass seine Augen nach oben gewandt waren und es von Lebenskraft, Sinnen und Geist verlassen war, fiel sie mit dem Ausruf „Ich bin verloren!“ zu Boden.

Wort für Wort
sā
sie (die Dienerin)
śayānam
daliegend
upavrajya
hingehend
dṛṣṭvā
sehend
ca
auch
uttāra-locanam
dessen Augen nach oben gewandt waren (wie bei einem Toten)
prāṇa-indriya-ātmabhiḥ
von Lebenskraft, Sinnen und Geist
tyaktam
verlassen
hatā asmi
nun bin ich verloren
iti
so
apatat
fiel
bhuvi
auf den Boden

tasyās tadākarṇya bhṛśāturaṁ svaraṁ ghnantyāḥ karābhyām ura uccakair api praviśya rājñī tvarayātmajāntikaṁ dadarśa bālaṁ sahasā mṛtaṁ sutam

Als sie da deren höchst betrübte, erregte Stimme hörte, wie sie sich mit den Händen laut an die Brust schlug, eilte die Königin herbei, trat ein zu ihrem Sohn und sah das Kind, ihren Sohn, plötzlich tot.

Wort für Wort
tasyāḥ
von ihr (der Dienerin)
tadā
da
ākarṇya
hörend
bhṛśa-āturam
höchst betrübte und erregte
svaram
Stimme
ghnantyāḥ
sich schlagend
karābhyām
mit den Händen
uraḥ
die Brust
uccakaiḥ
laut
api
auch
praviśya
eintretend
rājñī
die Königin
tvarayā
eilig
ātmaja-antikam
in die Nähe ihres Sohnes
dadarśa
sah
bālam
das Kind
sahasā
plötzlich
mṛtam
tot
sutam
den Sohn

papāta bhūmau parivṛddhayā śucā mumoha vibhraṣṭa-śiroruhāmbarā

Sie fiel, von übergroßem Kummer überwältigt, zu Boden und wurde bewusstlos, ihr Haar und Gewand zerzaust.

Wort für Wort
papāta
fiel
bhūmau
auf den Boden
parivṛddhayā
stark angewachsenem
śucā
aus Kummer
mumoha
sie wurde bewusstlos
vibhraṣṭa
zerzaustem
śiroruha
Haar
ambarā
und Gewand

tato nṛpāntaḥpura-vartino janā narāś ca nāryaś ca niśamya rodanam āgatya tulya-vyasanāḥ suduḥkhitās tāś ca vyalīkaṁ ruruduḥ kṛtāgasaḥ

Darauf, als die Bewohner des königlichen Palastes, Männer wie Frauen, das laute Weinen hörten, kamen sie herbei, gleichermaßen betrübt und sehr klagend; und auch jene, die das Vergehen begangen hatten, weinten heuchlerisch.

Wort für Wort
tataḥ
darauf
nṛpa
o König
antaḥpura-vartinaḥ
die Bewohner des Palastes
janāḥ
alle Leute
narāḥ
die Männer
ca
und
nāryaḥ
die Frauen
ca
auch
niśamya
hörend
rodanam
lautes Weinen
āgatya
kommend
tulya-vyasanāḥ
gleichermaßen betrübt seiend
su-duḥkhitāḥ
sehr stark klagend
tāḥ
sie
ca
und
vyalīkam
heuchlerisch
ruruduḥ
weinten
kṛta-āgasaḥ
die das Vergehen begangen hatten (durch die Gabe des Gifts)

'kṛtāgasaḥ' (die das Vergehen begangen hatten) bezieht sich auf die Mitfrauen, die das Gift verabreicht hatten und nun heuchlerisch mitweinten.

śrutvā mṛtaṁ putram alakṣitāntakaṁ vinaṣṭa-dṛṣṭiḥ prapatan skhalan pathi snehānubandhaidhitayā śucā bhṛśaṁ vimūrcchito 'nuprakṛtir dvijair vṛtaḥ papāta bālasya sa pāda-mūle mṛtasya visrasta-śiroruhāmbaraḥ dīrghaṁ śvasan bāṣpa-kaloparodhato niruddha-kaṇṭho na śaśāka bhāṣitum

Als er hörte, dass sein Sohn tot war, dessen Todesursache unbekannt war, konnte er nicht mehr richtig sehen, fiel beständig hin und stolperte auf dem Weg; von der durch seine Zuneigung sich steigernden Klage heftig überwältigt, wurde er bewusstlos, umgeben von Ministern, anderen Amtsträgern und gelehrten Brahmanen. Er fiel zu Füßen des toten Kindes nieder, sein Haar und Gewand zerzaust; lang atmend, mit von Tränen erstickter Stimme, war er nicht imstande zu sprechen.

Wort für Wort
śrutvā
hörend
mṛtam
tot
putram
den Sohn
alakṣita-antakam
dessen Todesursache unbekannt war
vinaṣṭa-dṛṣṭiḥ
der nicht mehr richtig sehen konnte
prapatan
beständig hinfallend
skhalan
stolpernd
pathi
auf dem Weg
sneha-anubandha
wegen der Zuneigung
edhitayā
sich steigernd
śucā
durch Klage
bhṛśam
heftig
vimūrcchitaḥ
bewusstlos werdend
anuprakṛtiḥ
gefolgt von Ministern und anderen Amtsträgern
dvijaiḥ
von gelehrten Brahmanen
vṛtaḥ
umgeben
papāta
fiel
bālasya
des Knaben
saḥ
er (der König)
pāda-mūle
zu Füßen
mṛtasya
des toten Körpers
visrasta
zerzaust
śiroruha
Haar
ambaraḥ
und Gewand
dīrgham
lang
śvasan
atmend
bāṣpa-kalā-uparodhataḥ
wegen des Weinens mit tränenden Augen
niruddha-kaṇṭhaḥ
mit erstickter Stimme
na
nicht
śaśāka
war imstande
bhāṣitum
zu sprechen

Zwei im Original getrennte Verse (Text 50 und 51) werden auf vedabase.io unter einer gemeinsamen Überschrift 'Texts 50-51' geführt und hier entsprechend als eine Einheit übersetzt.

patiṁ nirīkṣyoru-śucārpitaṁ tadā mṛtaṁ ca bālaṁ sutam eka-santatim janasya rājñī prakṛteś ca hṛd-rujaṁ satī dadhānā vilalāpa citradhā

Als sie da ihren von großem Kummer heimgesuchten Gatten sah und auch ihren toten Sohn, den einzigen Sohn der Familie, klagte die Königin, während sie den Herzensschmerz der übrigen Leute und der Minister noch steigerte, auf vielfältige Weise.

Wort für Wort
patim
den Gatten
nirīkṣya
sehend
uru-śucā
von großem Kummer
arpitam
heimgesucht
tadā
da
mṛtam
tot
ca
und
bālam
das Kind
sutam
den Sohn
eka-santatim
den einzigen Sohn der Familie
janasya
aller übrigen dort versammelten Leute
rājñī
die Königin
prakṛteḥ ca
sowie der Beamten und Minister
hṛt-rujam
die Schmerzen im Innersten des Herzens
satī dadhānā
steigernd
vilalāpa
klagte
citradhā
auf vielfältige Weise

stana-dvayaṁ kuṅkuma-paṅka-maṇḍitaṁ niṣiñcatī sāñjana-bāṣpa-bindubhiḥ vikīrya keśān vigalat-srajaḥ sutaṁ śuśoca citraṁ kurarīva susvaram

Ihre mit Kuṅkuma-Salbe geschmückten Brüste mit Tränentropfen benetzend, die mit Augensalbe vermischt waren, ihr Haar zerstreuend, während ihre Blumengirlande herabfiel, klagte sie auf mannigfaltige Weise um ihren Sohn mit sehr süßer Stimme, wie ein Kurarī-Vogel.

Wort für Wort
stana-dvayam
ihre beiden Brüste
kuṅkuma
mit Kuṅkuma-Puder
paṅka-maṇḍitam
mit Salbe geschmückt
niṣiñcatī
benetzend
sa-añjana
vermischt mit Augensalbe
bāṣpa-bindubhiḥ
mit Tränentropfen
vikīrya
zerstreuend
keśān
das Haar
vigalat-srajaḥ
deren Blumengirlande herabfiel
sutam
um ihren Sohn
śuśoca
klagte
citram
auf mannigfaltige Weise
kurarī iva
wie ein Kurarī-Vogel
su-svaram
mit sehr süßer Stimme

aho vidhātas tvam atīva bāliśo yas tv ātma-sṛṣṭy-apratirūpam īhase pare nu jīvaty aparasya yā mṛtir viparyayaś cet tvam asi dhruvaḥ paraḥ

Ach, o Vorsehung, du bist überaus unerfahren, der du gerade das Gegenteil deiner eigenen Schöpfung beabsichtigst – dass, während der Ältere lebt, der Tod des Jüngeren eintritt; wenn dies die Umkehrung der Ordnung ist, dann bist du gewiss ein Feind.

Wort für Wort
aho
ach (in großer Klage)
vidhātaḥ
o Vorsehung
tvam
Du
atīva
überaus
bāliśaḥ
unerfahren
yaḥ
der
tu
wahrlich
ātma-sṛṣṭi
Deiner eigenen Schöpfung
apratirūpam
gerade das Gegenteil
īhase
Du tust und beabsichtigst
pare
während der Vater bzw. der Ältere
nu
wahrlich
jīvati
lebt
aparasya
dessen, der später geboren wurde
yā
welcher
mṛtiḥ
Tod
viparyayaḥ
widersinnig
cet
wenn
tvam
Du
asi
bist
dhruvaḥ
gewiss
paraḥ
ein Feind

na hi kramaś ced iha mṛtyu-janmanoḥ śarīriṇām astu tad ātma-karmabhiḥ yaḥ sneha-pāśo nija-sarga-vṛddhaye svayaṁ kṛtas te tam imaṁ vivṛścasi

Wenn es in dieser Welt bei Tod und Geburt der verkörperten Wesen keine feste Ordnung gibt, so sei dies eben durch ihr eigenes Karma bestimmt; doch die Fessel der Zuneigung, die du selbst zur Mehrung deiner eigenen Schöpfung geschaffen hast – gerade diese zerschneidest du nun.

Wort für Wort
na
nicht
hi
wahrlich
kramaḥ
chronologische Ordnung
cet
wenn
iha
in dieser materiellen Welt
mṛtyu
des Todes
janmanoḥ
und der Geburt
śarīriṇām
der bedingten Seelen, die materielle Körper angenommen haben
astu
es sei so
tat
das
ātma-karmabhiḥ
durch die Ergebnisse des eigenen Karmas
yaḥ
welche
sneha-pāśaḥ
Fessel der Zuneigung
nija-sarga
Deiner eigenen Schöpfung
vṛddhaye
zur Mehrung
svayam
persönlich
kṛtaḥ
gemacht
te
von Dir
tam
diese
imam
diese
vivṛścasi
Du zerschneidest

tvaṁ tāta nārhasi ca māṁ kṛpaṇām anāthāṁ tyaktuṁ vicakṣva pitaraṁ tava śoka-taptam añjas tarema bhavatāpraja-dustaraṁ yad dhvāntaṁ na yāhy akaruṇena yamena dūram

Du, mein liebes Kind, solltest mich, die Armselige, Beschützerlose, nicht verlassen; sieh deinen von so großer Klage versehrten Vater an. Leicht mögen wir durch dich die für einen Sohnlosen so schwer zu überquerende Finsternis überqueren – geh nicht mit dem unbarmherzigen Yamarāja noch weiter fort!

Wort für Wort
tvam
du
tāta
mein liebes Kind
na
nicht
arhasi
solltest
ca
und
mām
mich
kṛpaṇām
sehr armselig
anāthām
ohne Beschützer
tyaktum
zu verlassen
vicakṣva
sieh
pitaram
den Vater
tava
deinen
śoka-taptam
von so großer Klage versehrt
añjaḥ
leicht
tarema
mögen wir überqueren
bhavatā
durch dich
apraja-dustaram
für einen Sohnlosen sehr schwer zu überqueren
yat
welches
dhvāntam
das Reich der Finsternis
na yāhi
geh nicht fort
akaruṇena
mit dem unbarmherzigen
yamena
mit Yamarāja
dūram
weiter weg

uttiṣṭha tāta ta ime śiśavo vayasyās tvām āhvayanti nṛpa-nandana saṁvihartum suptaś ciraṁ hy aśanayā ca bhavān parīto bhuṅkṣva stanaṁ piba śuco hara naḥ svakānām

Steh auf, mein liebes Kind! Diese deine Spielgefährten, die Kinder, rufen dich, o Sohn des Königs, um mit dir zu spielen. Du hast lange geschlafen und bist gewiss vom Hunger überwältigt – iss, trink an der Brust, und vertreibe die Klage von uns, deinen Angehörigen.

Wort für Wort
uttiṣṭha
steh bitte auf
tāta
mein liebes Kind
te
sie
ime
all diese
śiśavaḥ
Kinder
vayasyāḥ
Spielgefährten
tvām
dich
āhvayanti
rufen
nṛpa-nandana
o Sohn des Königs
saṁvihartum
um zu spielen
suptaḥ
du hast geschlafen
ciram
lange Zeit
hi
wahrlich
aśanayā
vom Hunger
ca
auch
bhavān
du
parītaḥ
überwältigt
bhuṅkṣva
iss bitte
stanam
an der Brust
piba
trink
śucaḥ
die Klage
hara
vertreibe doch
naḥ
von uns
svakānām
deiner Angehörigen

nāhaṁ tanūja dadṛśe hata-maṅgalā te mugdha-smitaṁ mudita-vīkṣaṇam ānanābjam kiṁ vā gato 'sy apunar-anvayam anya-lokaṁ nīto 'ghṛṇena na śṛṇomi kalā giras te

Ich, mein Kind, die Unglücklichste, sehe nicht mehr dein Lotosgesicht mit dem bezaubernden Lächeln und den fröhlich blickenden Augen. Bist du etwa auf einen anderen, von dem man nicht wiederkehrt, Planeten gegangen, fortgeführt von dem erbarmungslosen Yamarāja? Ich höre deine so wohlklingenden Laute nicht mehr.

Wort für Wort
na
nicht
aham
ich
tanū-ja
mein liebes Kind (aus meinem Körper geboren)
dadṛśe
sah
hata-maṅgalā
da ich die Unglücklichste bin
te
dein
mugdha-smitam
mit bezauberndem Lächeln
mudita-vīkṣaṇam
mit geschlossenen Augen
ānana-abjam
Lotosgesicht
kiṁ vā
ob
gataḥ
fortgegangen
asi
du bist
a-punaḥ-anvayam
von wo man nicht zurückkehrt
anya-lokam
auf einen anderen Planeten, den Planeten Yamarājas
nītaḥ
fortgeführt
aghṛṇena
von dem grausamen Yamarāja
na
nicht
śṛṇomi
höre ich
kalāḥ
sehr wohlklingenden
giraḥ
Laute
te
deine

śrī-śuka uvāca vilapantyā mṛtaṁ putram iti citra-vilāpanaiḥ citraketur bhṛśaṁ tapto mukta-kaṇṭho ruroda ha

Śrī Śuka sprach: Über diese mannigfaltigen Klagen der um ihren toten Sohn klagenden Königin war Citraketu höchst betrübt und weinte mit lauter Stimme.

Wort für Wort
śrī-śukaḥ
Śrī Śukadeva Gosvāmī
uvāca
sprach
vilapantyā
mit der klagenden Frau
mṛtam
toten
putram
um den Sohn
iti
so
citra-vilāpanaiḥ
mit mannigfaltigen Klagen
citraketuḥ
König Citraketu
bhṛśam
sehr
taptaḥ
betrübt
mukta-kaṇṭhaḥ
mit lauter Stimme
ruroda
weinte
ha
wahrlich

tayor vilapatoḥ sarve dampatyos tad-anuvratāḥ ruruduḥ sma narā nāryaḥ sarvam āsīd acetanam

Während die beiden, der König und seine Gattin, so klagten, weinten all ihre Gefolgsleute, Männer wie Frauen, laut, und das ganze Königreich wurde wie bewusstlos.

Wort für Wort
tayoḥ
während die beiden
vilapatoḥ
klagten
sarve
alle
dam-patyoḥ
der König zusammen mit seiner Gattin
tat-anuvratāḥ
ihre Gefolgsleute
ruruduḥ
weinten laut
sma
wahrlich
narāḥ
die männlichen Mitglieder
nāryaḥ
die weiblichen Mitglieder
sarvam
das ganze Königreich
āsīt
wurde
acetanam
fast bewusstlos

evaṁ kaśmalam āpannaṁ naṣṭa-saṁjñam anāyakam jñātvāṅgirā nāma ṛṣir ājagāma sanāradaḥ

Als der Weise namens Aṅgirā erkannte, dass der König so ins Elend geraten, das Bewusstsein verloren und ohne Beistand war, kam er zusammen mit Nārada.

Wort für Wort
evam
so
kaśmalam
Elend
āpannam
erlangt habend
naṣṭa
verloren
saṁjñam
das Bewusstsein
anāyakam
ohne Beistand
jñātvā
wissend
aṅgirāḥ
Aṅgirā
nāma
mit Namen
ṛṣiḥ
der heilige Weise
ājagāma
kam
sa
zusammen mit
nāradaḥ
Nārada Muni

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