Śrī Bādarāyaṇi sprach: Nachdem die Boten des Herrn so das von den Yamadūtas Gesagte vernommen hatten, o König, erwiderten ihnen darauf jene, die in rechter Urteilskraft kundig waren.
Wort für Wort
śrī-bādarāyaṇiḥ
Śrī Bādarāyaṇi/Śukadeva (Nom. Sg.)
uvāca
sprach (3. Sg. Perf.)
evam
so (Adv.)
te
sie (Nom. Pl.)
bhagavad-dūtāḥ
die Boten des Herrn (Nom. Pl.)
yamadūta-abhibhāṣitam
das von den Yamadūtas Gesprochene (Akk. Sg.)
upadhārya
vernommen habend (Ger.)
atha
dann (Adv.)
tān
ihnen/zu jenen (Akk. Pl.)
rājan
o König (Vok. Sg.)
pratyāhuḥ
sie erwiderten (3. Pl. Perf.)
naya-kovidāḥ
kundig in rechter Urteilskraft (Nom. Pl.)
śrī-bādarāyaṇiḥ = Śukadeva Gosvāmī, Sohn Vyāsadevas (Bādarāyaṇa).
Die Viṣṇudūtas sprachen: Ach, wie leidvoll ist es, dass Unrecht die Versammlung derer berührt, die das Recht im Blick haben – jene Versammlung, in der von manchen unnötig Strafe über Unbestrafbare, Schuldlose verhängt wird!
prajānāṁ pitaro ye ca / śāstāraḥ sādhavaḥ samāḥ / yadi syāt teṣu vaiṣamyaṁ / kaṁ yānti śaraṇaṁ prajāḥ
Wenn bei denen, die die Väter der Untertanen sind, die als Lehrer wirken, rechtschaffen und allen gegenüber gleich, Parteilichkeit bestünde – zu welcher Zuflucht sollten die Untertanen dann gehen?
yasyāṅke śira ādhāya / lokaḥ svapiti nirvṛtaḥ / svayaṁ dharmam adharmaṁ vā / na hi veda yathā paśuḥ // sa kathaṁ nyarpitātmānaṁ / kṛta-maitram acetanam / visrambhaṇīyo bhūtānāṁ / saghṛṇo dogdhum arhati
Auf dessen Schoß das Volk sein Haupt bettet und beruhigt schläft – selbst weiß es weder um Recht noch Unrecht, gleich einem Tier –, wie könnte ein solcher [Herrscher], der das Vertrauen der Wesen verdienen und mitfühlend sein sollte, dem, der sich ihm ganz anvertraut hat, der ihm Freundschaft erwiesen hat und arglos ist, Leid zufügen?
stenaḥ surā-po mitra-dhrug / brahma-hā guru-talpa-gaḥ / strī-rāja-pitṛ-go-hantā / ye ca pātakino 'pare // sarveṣām apy aghavatām / idam eva suniṣkṛtam / nāma-vyāharaṇaṁ viṣṇor / yatas tad-viṣayā matiḥ
Ein Dieb, ein Trinker von Rauschgetränk, wer den Freund verrät, ein Brahmanenmörder, wer das Lager des Lehrers schändet, wer Frau, König, Vater oder Kuh tötet, und wer sonst noch sündige Taten begangen hat – für alle diese Sünder ist eben dies die vollkommene Sühne: das Aussprechen des Namens Viṣṇus, wodurch der Geist auf Ihn gerichtet wird.
Wort für Wort
stenaḥ
ein Dieb (Nom. Sg.)
surā-paḥ
ein Weintrinker (Nom. Sg.)
mitra-dhruk
wer den Freund verrät (Nom. Sg.)
brahma-hā
ein Brahmanenmörder (Nom. Sg.)
guru-talpa-gaḥ
wer das Lager des Lehrers schändet (Nom. Sg.)
strī-rāja-pitṛ-go-hantā
der Mörder von Frau, König, Vater, Kuh (Nom. Sg.)
ye ca
und die (Nom. Pl.)
pātakinaḥ
Sünder (Nom. Pl.)
apare
andere (Nom. Pl.)
sarveṣām
von allen (Gen. Pl.)
api
auch (Partikel)
agha-vatām
der Sündenbehafteten (Gen. Pl.)
idam eva
eben dies (Nom. Sg. Neutr.)
su-niṣkṛtam
die vollkommene Sühne (Nom. Sg.)
nāma-vyāharaṇam
das Aussprechen des Namens (Nom. Sg.)
viṣṇoḥ
Viṣṇus (Gen. Sg.)
yataḥ
wodurch (Konj.)
tad-viṣayā
auf Ihn gerichtete (Nom. Sg. Fem.)
matiḥ
Gesinnung/Geist (Nom. Sg.)
tad-viṣayā matiḥ ist doppeldeutig: entweder 'der [des Sünders] auf Ihn [Viṣṇu] gerichtete Geist' oder 'Seine [Viṣṇus] auf ihn gerichtete Aufmerksamkeit'. Beide Lesarten sind grammatisch möglich; hier wurde die erste, sprachlich unmittelbarere gewählt. [?]
na niṣkṛtair uditair brahma-vādibhis / tathā viśuddhyaty aghavān vratādibhiḥ / yathā harer nāma-padair udāhṛtais / tad uttamaśloka-guṇopalambhakam
Nicht wird ein Sünder durch die von den Kennern des Brahman verkündeten Sühneriten, durch Gelübde und dergleichen, so sehr gereinigt, wie durch die ausgesprochenen Silben des Namens Haris, das die Eigenschaften des Preiswürdigen vergegenwärtigt.
Denn jenes Herz wird durch die vollzogene Sühne nicht endgültig gereinigt, wenn der Geist wieder auf den Pfad des Unwahren läuft; für jene, die das Auslöschen der Tatenfolgen begehren, ist wahrlich das Besingen der Eigenschaften Haris das, was das reine Sein hervorbringt.
So führt ihn denn nicht fort – er hat bereits die vollständige Sühne all seiner Sünden vollzogen, da er im Sterben den Namen des Herrn vollständig ergriffen hat.
Ob als Verabredungszeichen, im Scherz, als Gesangseinlage oder gar aus Nachlässigkeit – das Aussprechen des Namens des Herrn von Vaikuṇṭha, so wissen die Weisen, tilgt jegliche Sünde vollständig.
Wort für Wort
sāṅketyam
als Verabredungszeichen (Akk. Sg.)
pārihāsyam
im Scherz (Akk. Sg.)
vā
oder (Konj.)
stobham
als Gesangseinlage (Akk. Sg.)
helanam
aus Nachlässigkeit (Akk. Sg.)
eva vā
oder gar (Partikel)
vaikuṇṭha-nāma-grahaṇam
das Aussprechen des Namens des Herrn von Vaikuṇṭha (Nom. Sg.)
tais tāny aghāni pūyante / tapo-dāna-vratādibhiḥ / nādharmajaṁ tad-dhṛdayaṁ / tad apīśāṅghri-sevayā
Durch jene Mittel – Askese, Spenden, Gelübde und dergleichen – werden jene Sünden zwar getilgt, nicht aber das aus Unrecht entstandene Herz selbst; dieses wird allein durch den Dienst an den Füßen des Herrn gereinigt.
Sei es aus Unwissenheit oder mit Wissen – wenn der Name des Preiswürdigen gesungen wird, verbrennt er die Sünde eines Menschen, wie Feuer trockenes Gras verbrennt.
So wie ein höchst wirksames Heilmittel, zufällig eingenommen, seine Wirkung auch bei einem Unwissenden entfaltet, so bewirkt auch ein ausgesprochenes Mantra seine eigene Kraft.
Śrī Śuka sprach: Nachdem sie so den Dharma der Hingabe wohl dargelegt hatten, o König, befreiten sie den Brahmanen von den Fesseln Yamas und erretteten ihn vom Tod.
Der Brahmane, von den Fesseln befreit, seiner Furcht ledig, zu seiner natürlichen Fassung zurückgekehrt, verneigte sich mit dem Haupt vor den Dienern Viṣṇus, erfreut über ihren Anblick.
Nachdem Ajāmila so das Gespräch der Boten Yamas und Kṛṣṇas vernommen hatte – über den reinen Dharma der Hingabe und über den auf den drei Veden beruhenden, den [materiellen] Erscheinungsweisen unterworfenen Dharma –, wurde er alsbald, durch das Hören der Größe Haris, ein Hingegebener; große Reue erfasste ihn, da er sich seiner unheilvollen Taten erinnerte.
Wort für Wort
ajāmilaḥ
Ajāmila (Nom. Sg.)
api
auch (Partikel)
atha
dann (Adv.)
ākarṇya
vernommen habend (Ger.)
dūtānām
der Boten (Gen. Pl.)
yama
Yamas (Gen.)
kṛṣṇayoḥ
und Kṛṣṇas (Gen. Dual)
dharmam
den Dharma (Akk. Sg.)
bhāgavatam
der Hingabe (Akk. Sg.)
śuddham
den reinen (Akk. Sg.)
trai-vedyam
den auf den drei Veden beruhenden (Akk. Sg.)
ca
und (Konj.)
guṇa-āśrayam
den auf den Erscheinungsweisen beruhenden (Akk. Sg.)
bhakti-mān
ein Hingegebener (Nom. Sg.)
bhagavati
im Herrn (Lok. Sg.)
āśu
alsbald (Adv.)
māhātmya
der Größe (Akk./Gen.)
śravaṇāt
durch das Hören (Abl. Sg.)
hareḥ
Haris (Gen. Sg.)
anutāpaḥ
Reue (Nom. Sg.)
mahān
groß (Nom. Sg.)
āsīt
war (3. Sg. Impf.)
smarataḥ
sich erinnernd (Gen. Sg. Part.)
aśubham
Unheilvolles (Akk. Sg.)
ātmanaḥ
seiner selbst (Gen. Sg.)
trai-vedyaṁ ca guṇāśrayam wird hier als zweites, dem bhāgavata-Dharma gegenübergestelltes Objekt zu dharmam gelesen (der auf den drei Veden beruhende, an die materiellen guṇas gebundene Dharma). [?]
Ach, welch äußerstes Elend ist über mich gekommen, der ich mein Selbst nicht bezwungen habe – wodurch meine brahmanische Würde zerstört wurde, indem ich selbst mit einer Śūdra-Frau Kinder zeugte!
Schande über mich, den von den Rechtschaffenen Verurteilten, den Übeltäter, den Schandfleck meiner Familie, der ich, meine junge, tugendhafte Gattin verlassend, zu einer unzüchtigen, Wein trinkenden Frau ging!
Meine alten, hilflosen Eltern, die keinen anderen Beschützer hatten und Entbehrungen erlitten – ach, sie wurden nun von mir, dem Undankbaren, verlassen, wie es ein Niedrigster tut!
Ich, ein solcher, werde offenkundig in die überaus schreckliche Hölle fallen, in der die den Dharma zerstörenden, von Begierde Getriebenen die Qualen Yamas erleiden.
atha te kva gatāḥ siddhāś / catvāraś cāru-darśanāḥ / vyāmocayan nīyamānaṁ / baddhvā pāśair adho bhuvaḥ
Und wohin sind jene vier vollkommenen, von schönem Anblick gegangen, die mich befreiten, als ich, mit Stricken gefesselt, hinab in die unteren Regionen der Welt geführt wurde?
athāpi me durbhagasya / vibudhottama-darśane / bhavitavyaṁ maṅgalena / yenātmā me prasīdati
Doch muss auch mir, dem Unglücklichen, durch den Anblick jener höchsten Weisen etwas Glückverheißendes zuteil geworden sein, wodurch nun mein Selbst sich beruhigt.
Andernfalls vermöchte die Zunge eines im Sterben liegenden, unreinen Gatten einer Śūdra-Frau hier nicht, den Namen des Herrn von Vaikuṇṭha auszusprechen.
Wort für Wort
anyathā
andernfalls (Adv.)
mriyamāṇasya
eines Sterbenden (Gen. Sg. Part.)
na
nicht (Neg.)
aśuceḥ
eines Unreinen (Gen. Sg.)
vṛṣalī-pateḥ
des Gatten einer Śūdra-Frau (Gen. Sg.)
vaikuṇṭha-nāma-grahaṇam
das Aussprechen des Namens des Herrn von Vaikuṇṭha (Akk. Sg.)
kva cāhaṁ kitavaḥ pāpo / brahma-ghno nirapatrapaḥ / kva ca nārāyaṇety etad / bhagavan-nāma maṅgalam
Wo stehe ich – ein Betrüger, ein Sünder, ein Zerstörer meiner brahmanischen Würde, ein Schamloser –, und wo steht dieser Name 'Nārāyaṇa', der glückverheißende Name des Herrn?
Von dieser Fessel, die aus Unwissenheit, Begierde und Handeln entsteht, befreit, will ich, allen Wesen freundlich gesinnt, friedvoll, wohlwollend, mitfühlend und selbstbeherrscht, mein Selbst erlösen, das durch die illusionäre Kraft [des Herrn] in Gestalt der Frau gefangen ist, von der ich, ein Elendester, wie ein dressiertes Spieltier hin- und hergetrieben wurde.
Wort für Wort
vimucya
befreit habend (Ger.)
tam imam
diese (Akk. Sg.)
bandham
Fessel (Akk. Sg.)
avidyā-kāma-karma-jam
aus Unwissenheit, Begierde und Handeln entstandene (Akk. Sg.)
sarva-bhūta-suhṛt
allen Wesen freundlich gesinnt (Nom. Sg.)
śāntaḥ
friedvoll (Nom. Sg.)
maitraḥ
wohlwollend (Nom. Sg.)
karuṇaḥ
mitfühlend (Nom. Sg.)
ātma-vān
selbstbeherrscht (Nom. Sg.)
mocaye
ich will erlösen (1. Sg. Med.)
grastam
gefangenes (Akk. Sg. Part.)
ātmānam
Selbst (Akk. Sg.)
yoṣit-mayyā
in Gestalt der Frau (Instr. Sg.)
ātma-māyayā
durch die illusionäre Kraft [des Herrn] (Instr. Sg.)
Die Gesinnung 'Ich' und 'Mein', bezogen auf den Körper und dergleichen, aufgebend und die auf Wahrhaftes gerichtete Erkenntnis annehmend, werde ich meinen Geist, gereinigt durch Sein Besingen und Ähnliches, auf den Herrn richten.
So, von echter Entsagung erfüllt durch die nur augenblickliche Gemeinschaft mit den Heiligen, ging er, von allen weltlichen Bindungen befreit, nach Gaṅgādvāra.
Sodann, seinen Geist von den Erscheinungsweisen loslösend durch Selbstversenkung, richtete er ihn auf das Brahman, das die Gestalt des Herrn ist, dessen Wesen unmittelbare Erfahrung ist.
Wort für Wort
tataḥ
sodann (Adv.)
guṇebhyaḥ
von den Erscheinungsweisen (Abl. Pl.)
ātmānam
den Geist (Akk. Sg.)
viyujya
losgelöst habend (Ger.)
ātma-samādhinā
durch Selbstversenkung (Instr. Sg.)
yuyuje
er richtete (3. Sg. Perf.)
bhagavat-dhāmni
auf die Gestalt des Herrn (Lok. Sg.)
brahmaṇi
auf das Brahman (Lok. Sg.)
anubhava-ātmani
dessen Wesen unmittelbare Erfahrung ist (Lok. Sg.)
Als sein Geist zur Ruhe gekommen war, sah er zu jener Zeit die Personen wieder vor sich, die er zuvor schon einmal wahrgenommen hatte, und der Brahmane verneigte sich mit dem Haupt.
Nachdem er seinen Leib an der heiligen Stätte am Ganges aufgegeben hatte, nahm er sogleich, nach jenem Anblick, die Wesensgestalt derer an, die an der Seite des Herrn weilen.
Wort für Wort
hitvā
aufgegeben habend (Ger.)
kalevaram
den Leib (Akk. Sg.)
tīrthe
an der heiligen Stätte (Lok. Sg.)
gaṅgāyām
am Ganges (Lok. Sg.)
darśanāt
nach dem Anblick (Abl. Sg.)
anu
danach (Postp.)
sadyaḥ
sogleich (Adv.)
sva-rūpam
die eigene Wesensgestalt (Akk. Sg.)
jagṛhe
er nahm an (3. Sg. Perf. Med.)
bhagavat-pārśva-vartinām
derer, die an der Seite des Herrn weilen (Gen. Pl.)
Zusammen mit den Dienern des Höchsten Wesens bestieg der Brahmane, auf dem Luftweg, ein goldenes Flugwerk und ging dorthin, wo der Gemahl der Glücksgöttin weilt.
So wurde er, dessen gesamter Dharma zerstört war, der Gatte einer Dienerin, durch tadelnswerte Taten gefallen, der seine Gelübde gebrochen hatte und der bereits in die Hölle hinabgestoßen wurde, sogleich befreit, indem er den Namen des Herrn ergriff.
nātaḥ paraṁ karma-nibandha-kṛntanaṁ / mumukṣatāṁ tīrtha-pādānukīrtanāt / na yat punaḥ karmasu sajjate mano / rajas-tamobhyāṁ kalilaṁ tato 'nyathā
Es gibt kein besseres Mittel als dieses zur Durchtrennung der Fesseln des Handelns für jene, die nach Befreiung streben, als das beständige Besingen dessen, dessen Füße heilige Stätten sind – wodurch der Geist sich nicht wieder in Taten verstrickt, die durch die Erscheinungsweisen der Leidenschaft und Dunkelheit befleckt sind; auf andere Weise gelingt dies nicht.
Wort für Wort
na
nicht (Neg.)
ataḥ
als dies (Abl.)
param
besseres [Mittel] (Nom. Sg.)
karma-nibandha-kṛntanam
die Durchtrennung der Fesseln des Handelns (Nom. Sg.)
mumukṣatām
für die nach Befreiung Strebenden (Gen. Pl.)
tīrtha-pāda-anukīrtanāt
als das Besingen dessen, dessen Füße heilige Stätten sind (Abl. Sg.)
na
nicht (Neg.)
yat
wodurch (Konj.)
punaḥ
wieder (Adv.)
karmasu
an Taten (Lok. Pl.)
sajjate
haftet (3. Sg. Med.)
manaḥ
der Geist (Nom. Sg.)
rajaḥ-tamobhyām
durch Leidenschaft und Dunkelheit (Instr. Dual)
kalilam
befleckt (Nom. Sg.)
tataḥ
dadurch (Adv.)
anyathā
auf andere Weise (Adv.)
tīrtha-pāda ist ein Beiname des Herrn: 'dessen Füße [selbst] heilige Stätten sind'.
ya etaṁ paramaṁ guhyam / itihāsam aghāpaham / śṛṇuyāc chraddhayā yukto / yaś ca bhaktyānukīrtayet // na vai sa narakaṁ yāti / nekṣito yama-kiṅkaraiḥ / yady apy amaṅgalo martyo / viṣṇu-loke mahīyate
Wer diese höchst geheime, Sünde tilgende Geschichte mit Glauben ausgestattet hört, und wer sie mit Hingabe nachsingt, der geht gewiss nicht zur Hölle und wird von den Dienern Yamas nicht beachtet; selbst wenn er ein unglückverfolgter Sterblicher ist, wird er in der Welt Viṣṇus geehrt.
Selbst Ajāmila, der im Sterben den Namen Haris aussprach – nur in Bezug auf seinen Sohn gemeint –, ging in das Reich Haris ein; wie viel mehr gilt dies für den, der ihn mit Glauben ausspricht!