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Śrī Yudhiṣṭhira sprach: O Weiser unter den Göttern, sprich, durch welche Methode ein Haushälter mühelos zu diesem Pfad [der Erlösung] gelangen kann – selbst einer wie ich, dessen Verstand im Haus(wesen) verblendet ist.
Wort für Wort
śrī-yudhiṣṭhiraḥ
Śrī Yudhiṣṭhira (Nom.)
uvāca
sprach (3. Sg. Perf.)
gṛhasthaḥ
der Haushälter (Nom.)
etām
diesen (Akk. f.)
padavīm
Pfad, Stellung (Akk.)
vidhinā
durch die Methode/Vorschrift (Instr.)
yena
durch welche (Instr.)
ca
und
añjasā
mühelos, leicht (Instr. adv.)
yāyāt
er möge gelangen (Opt.)
deva-ṛṣe
o Weiser unter den Göttern (Vok.)
brūhi
sprich (Imp.)
mādṛśaḥ
einer wie ich (Nom.)
gṛha-mūḍha-dhīḥ
dessen Verstand im Haus(wesen) verblendet ist (Nom., Bahuvrīhi)
Śrī Nārada sprach: O König, [ein Haushälter], der zu Hause weilt und die angemessenen Handlungen verrichtet, indem er sie unmittelbar Vāsudeva weiht, möge die großen Weisen verehren.
[Er möge] beständig den Nektar der Erzählungen von den Herabkünften (Avatāras) des Erhabenen hören, voll Glauben, zur rechten Zeit, umgeben von friedvollen Menschen.
Wort für Wort
śṛṇvan
hörend (Nom. Ppr.)
bhagavataḥ
des Erhabenen (Gen.)
abhīkṣṇam
beständig, wiederholt (Adv.)
avatāra-kathā-amṛtam
den Nektar der Erzählungen von den Herabkünften (Akk.)
Durch die Gemeinschaft mit den Rechtschaffenen möge er allmählich die Bindung an [eigenen] Leib, Gattin, Kinder und dergleichen aufgeben, während diese sich [im Lauf der Zeit von selbst] lösen – [er,] gleichsam selbst erwacht wie aus einem Traum.
Wort für Wort
sat-saṅgāt
durch die Gemeinschaft mit den Rechtschaffenen (Abl.)
śanakaiḥ
allmählich (Instr. adv.)
saṅgam
Bindung, Anhaftung (Akk.)
ātma-jāyā-ātmaja-ādiṣu
an [eigenem] Leib/Selbst, Gattin, Kindern u.a. (Lok. Pl.)
vimuñcet
er möge aufgeben (Opt.)
mucyamāneṣu
während diese sich lösen/vergehen (Lok. abs., Ppr. Pass.)
yāvad-artham upāsīno
dehe gehe ca paṇḍitaḥ
virakto raktavat tatra
nṛ-loke naratāṁ nyaset
Der Kundige, der für Körper und Haushalt nur so viel aufwendet wie nötig, [dabei innerlich] unangehaftet, [doch nach außen] wie ein Angehafteter [erscheinend], möge in dieser Menschenwelt das Menschsein [nur äußerlich] verkörpern.
jñātayaḥ pitarau putrā
bhrātaraḥ suhṛdo 'pare
yad vadanti yad icchanti
cānumodeta nirmamaḥ
Was die Verwandten, Eltern, Söhne, Brüder und andere Freunde [ihm] sagen [und] was sie wünschen, dem möge er zustimmen, ohne Ich-Bezogenheit/Besitzanspruch.
Himmlischen, irdischen und mittleren [atmosphärischen] Reichtum, von Acyuta [dem Unfehlbaren] geschaffen – all das nutzend, möge der Kundige dies [Gebotene] aus eigenen Mitteln vollziehen.
yāvad bhriyeta jaṭharaṁ
tāvat svatvaṁ hi dehinām
adhikaṁ yo 'bhimanyeta
sa steno daṇḍam arhati
Nur so viel, wie nötig ist, um den Magen zu füllen, ist wahrlich das [rechtmäßige] Eigentum der verkörperten Wesen. Wer mehr [als das] beansprucht, der ist ein Dieb und verdient Strafe.
mṛgoṣṭra-khara-markākhu-
sarīsṛp khaga-makṣikāḥ
ātmanaḥ putravat paśyet
tair eṣām antaraṁ kiyat
Rehe, Kamele, Esel, Affen, Mäuse, kriechende Tiere, Vögel und Fliegen möge er wie [seine] eigenen Söhne betrachten – wie gering ist doch der Unterschied zwischen diesen [Tieren] und jenen [den eigenen Kindern]?
trivargaṁ nātikṛcchreṇa
bhajeta gṛhamedhy api
yathādeśaṁ yathākālaṁ
yāvad daivopapāditam
Auch der Haushälter möge die drei [Lebensziele – Dharma, Artha, Kāma] verfolgen, ohne sich allzu große Mühsal zu bereiten, entsprechend Ort und Zeit, nur soweit es vom Schicksal zugeteilt wird.
Wort für Wort
tri-vargam
die drei [Lebensziele: Dharma, Artha, Kāma] (Akk.)
Rasch möge er [selbst noch] an die Gesunkenen/Ausgestoßenen [bis an den Rand der Tenne (?)] [seine] Wünsche/Genussgüter verteilen; denn selbst gegenüber der einen eigenen Gattin entsteht bei den Menschen [schon] der Griff nach Besitzanspruch.
Wort für Wort
āśu
rasch, schnell (Adv.)
āghānte
am Ende/Rand [des Dreschplatzes?] (Lok.) [?]
avasāyibhyaḥ
den Gesunkenen, Ausgestoßenen (Dat. Pl.)
kāmān
Wünsche, Genussgüter (Akk. Pl.)
saṁvibhajet
er möge verteilen (Opt.)
yathā
gemäß, wie
api
selbst, sogar
ekām
die eine (Akk.)
ātmanaḥ
des Selbst, eigene (Gen.)
dārām
Gattin (Akk.)
nṛṇām
der Menschen (Gen. Pl.)
svatva-grahaḥ
der Griff nach Besitzanspruch (Nom.)
yataḥ
wodurch, weil
[Anm.: 'āśv-āghānte' unsicher überliefert/segmentiert; wörtlich etwa 'rasch, am Ende/Rand des āghāta (Dreschplatz? Schlachtstätte?)' – Lesart nicht gesichert, daher mit [?] markiert.] āśu [?] āghānte [?]
jahyād yad-arthe svān prāṇān
hanyād vā pitaraṁ gurum
tasyāṁ svatvaṁ striyāṁ jahyād
yas tena hy ajito jitaḥ
[Sie,] für die er selbst sein Leben aufgeben oder sogar Vater [oder] Lehrer töten würde – wer den Besitzanspruch auf diese Frau aufgibt, der hat dadurch wahrlich das Unbesiegbare [den eigenen Geist] besiegt.
kṛmi-viḍ-bhasma-niṣṭhāntaṁ
kvedaṁ tucchaṁ kalevaram
kva tadīya-ratir bhāryā
kvāyam ātmā nabhaś-chadiḥ
Wo [ist] dieser armselige Körper, dessen Endzustand Wurm, Kot [oder] Asche [ist], [und] wo [ist] die Gattin, deren Zuneigung jenem [Körper gilt]? Wo [ist] dieses Selbst, dessen Hülle der Himmel [selbst] ist?
Wort für Wort
kṛmi
Wurm
viḍ
Kot
bhasma
Asche
niṣṭha-antam
dessen Endzustand ist (Akk.)
kva
wo
idam
dieser (Nom.)
tuccham
armselig, wertlos (Nom.)
kalevaram
Körper (Nom.)
kva
wo
tadīya-ratiḥ
deren Zuneigung zu jenem [Körper] (Nom.)
bhāryā
die Gattin (Nom.)
kva
wo
ayam ātmā
dieses Selbst (Nom.)
nabhaḥ-chadiḥ
dessen Hülle der Himmel/Äther ist (Nom., Bahuvrīhi)
Mit den durch das Opfer erlangten, übriggebliebenen Mitteln möge er seinen Lebensunterhalt gestalten; indem der Kundige den Besitzanspruch auf den Rest aufgibt, möge er den Pfad der Großen [Heiligen] erreichen.
Wort für Wort
siddhaiḥ
mit den erlangten (Instr. Pl.)
yajña-avaśiṣṭa-arthaiḥ
mit den vom Opfer übriggebliebenen Mitteln (Instr. Pl.)
Die Götter, die Weisen, die Menschenwesen, die Ahnen [und] sich selbst möge er Tag für Tag [verehren]; mit dem durch den eigenen [rechtmäßigen] Broterwerb erlangten Reichtum möge er gesondert [auch] den [Höchsten] Puruṣa verehren.
Wort für Wort
devān
die Götter (Akk. Pl.)
ṛṣīn
die Weisen (Akk. Pl.)
nṛ-bhūtāni
die menschlichen Wesen (Akk. Pl.)
pitṝn
die Ahnen (Akk. Pl.)
ātmānam
sich selbst (Akk.)
anu-aham
Tag für Tag (Adv.)
sva-vṛtti-āgata-vittena
mit dem durch eigenen Broterwerb erlangten Reichtum (Instr.)
Wenn, entsprechend seiner [eigenen] Befähigung, alle Opfer-Mittel vorhanden sind, möge er nach der vaitānika-Methode [des rituellen Feuers], mit Agnihotra und anderen [Riten], opfern.
Wort für Wort
yarhi
wenn
ātmanaḥ
seiner eigenen (Gen.)
adhikārāt
gemäß der Befähigung/Berechtigung (Abl.)
yāḥ sarvāḥ
alle, die (Nom. Pl.)
syuḥ
sein mögen (Opt.)
yajña-sampadaḥ
Opfer-Mittel, -Reichtümer (Nom. Pl.)
vaitānikena vidhinā
nach der vaitānika-Methode [der drei Feuer] (Instr.)
na hy agni-mukhato 'yaṁ vai
bhagavān sarva-yajña-bhuk
ijyeta haviṣā rājan
yathā vipra-mukhe hutaiḥ
Denn, o König, der Erhabene, der Genießer aller Opfer, wird durch das mit Opfergaben durch den Mund des Feuers [dargebrachte Opfer] nicht so [sehr] verehrt, wie durch das, was im Mund des Brahmanen dargebracht wird.
tasmād brāhmaṇa-deveṣu
martyādiṣu yathārhataḥ
tais taiḥ kāmair yajasvainaṁ
kṣetrajñaṁ brāhmaṇān anu
Daher verehre unter den Brahmanen-Göttern [und] den Sterblichen usw., entsprechend ihrer Würdigkeit, mit jenen jeweiligen gewünschten Dingen Ihn, den Feldkenner [die Überseele in allen Wesen], den Brahmanen gemäß.
Der Zweifachgeborene möge in der dunklen Monatshälfte des Monats Prauṣṭhapada [Bhādrapada], entsprechend [seinem] Vermögen, das Totenopfer für [seine] Eltern und, falls er vermögend ist, für deren Verwandte ausführen.
Wort für Wort
kuryāt
er möge ausführen (Opt.)
apara-pakṣīyam
der dunklen [abnehmenden] Monatshälfte zugehörig (Akk.)
ayane viṣuve kuryād
vyatīpāte dina-kṣaye
candrādityoparāge ca
dvādaśyāṁ śravaṇeṣu ca
Zur Sonnenwende, zur Tagundnachtgleiche, bei Vyatīpāta[-Yoga], am Tag der kürzesten Tageslänge, bei Mond- und Sonnenfinsternis, am zwölften [Tithi] und an [den Tagen des Mondhauses] Śravaṇa möge er [das Śrāddha] ausführen.
Am dritten [Tithi] der hellen Monatshälfte, am neunten [Tithi] im [Monat] Kārtika, ebenso an allen vier Aṣṭakā-Tagen im Frühwinter [Hemanta] und im Spätwinter [Śiśira].
māghe ca sita-saptamyāṁ
maghā-rākā-samāgame
rākayā cānumatyā ca
māsarkṣāṇi yutāny api
Und im [Monat] Māgha am siebten [Tithi] der hellen [Monatshälfte], beim Zusammentreffen des Mondhauses Maghā mit dem Vollmond, [an den Tagen genannt] Rākā und Anumati, sowie an den Tagen, an denen die Monate mit den [gleichnamigen] Mondhäusern zusammentreffen.
Wort für Wort
māghe
im [Monat] Māgha (Lok.)
ca
und
sita-saptamyām
am siebten [Tithi] der hellen [Monatshälfte] (Lok.)
maghā-rākā-samāgame
beim Zusammentreffen von Maghā und Vollmond (Lok.)
rākayā
mit/an [dem Tag] Rākā (Instr.)
ca
und
anumatyā
mit/an [dem Tag] Anumati (Instr.)
ca
und
māsa-ṛkṣāṇi
die Monate mit den [gleichnamigen] Mondhäusern (Nom./Akk. Pl.)
[Wenn] am zwölften [Tithi] das Mondhaus Anurādhā [steht], oder Śravaṇa, oder die drei 'Uttara'-Mondhäuser – [wenn] an diesen dreien der elfte [Tithi liegt], verbunden mit dem eigenen Geburtsmondhaus oder mit Śravaṇa im Zusammentreffen.
Wort für Wort
dvādaśyām
am zwölften [Tithi] (Lok.)
anurādhā
[das Mondhaus] Anurādhā (Nom.)
syāt
es sei, es möge stehen (Opt.)
śravaṇaḥ
[das Mondhaus] Śravaṇa (Nom.)
tisraḥ uttarāḥ
die drei 'Uttara'-Mondhäuser (Nom. Pl.)
tisṛṣu
an diesen dreien (Lok. Pl.)
ekādaśī
der elfte [Tithi] (Nom.)
vā
oder
asu
in diesen (Lok. Pl.)
janma-ṛkṣa-śroṇa-yoga-yuk
verbunden mit dem Geburtsmondhaus oder mit Śravaṇa im Zusammentreffen (Nom.)
[Anm.: astrologisch-technische Aufzählung, Lesart der Nakṣatra-Namen folgt der überlieferten Sanskrit-Syntax.]
Dies sind die dem Heil [dienlichen] Zeiten, die das Heil der Menschen mehren; an diesen möge man mit ganzem Wesen das unfehlbare Heil für den, dessen Lebenszeit [beendet ist], vollziehen.
eṣu snānaṁ japo homo
vrataṁ deva-dvijārcanam
pitṛ-deva-nṛ-bhūtebhyo
yad dattaṁ tad hy anaśvaram
An diesen [Tagen] sind das rituelle Bad, das leise Gebetsmurmeln, das Feueropfer, das Gelübde, die Verehrung von Göttern und Brahmanen [sowie] das, was den Ahnen, Göttern, Menschen [und] Wesen gegeben wird, wahrlich unvergänglich.
saṁskāra-kālo jāyāyā
apatyasyātmanas tathā
preta-saṁsthā mṛtāhaś ca
karmaṇy abhyudaye nṛpa
Die Zeit der [Lebens-]Sakramente der Gattin, der Nachkommenschaft und des eigenen [Leibes], ebenso die Bestattungsriten und der Todes-Jahrestag – [auch] bei einem Werk des Aufstiegs/Wohlergehens, o König.
atha deśān pravakṣyāmi
dharmādi-śreya-āvahān
sa vai puṇyatamo deśaḥ
sat-pātraṁ yatra labhyate
Nun will ich die Orte erklären, die Dharma und anderes Heil herbeibringen: jenes Land ist wahrlich das heiligste, wo ein würdiger Empfänger [für Gaben] zu finden ist.
Wort für Wort
atha
nun
deśān
die Orte (Akk. Pl.)
pravakṣyāmi
ich werde erklären (1. Sg. Fut.)
dharma-ādi-śreya-āvahān
die Dharma und anderes Heil herbeibringen (Akk. Pl.)
bimbaṁ bhagavato yatra
sarvam etac carācaram
yatra ha brāhmaṇa-kulaṁ
tapo-vidyā-dayānvitam
[Jenes Land ist heilig,] wo das Abbild des Erhabenen [ist] – all dies Bewegliche und Unbewegliche –, [und] wo wahrlich eine Brahmanenfamilie [wohnt], ausgestattet mit Askese, Wissen [und] Mitgefühl.
Wort für Wort
bimbam
Abbild, Gestalt (Nom.)
bhagavataḥ
des Erhabenen (Gen.)
yatra
wo
sarvam etat
all dies
cara-acaram
Bewegliches und Unbewegliches (Nom.)
yatra
wo
ha
wahrlich
brāhmaṇa-kulam
eine Brahmanenfamilie (Nom.)
tapaḥ-vidyā-dayā-anvitam
ausgestattet mit Askese, Wissen und Mitgefühl (Nom.)
yatra yatra harer arcā
sa deśaḥ śreyasāṁ padam
yatra gaṅgādayo nadyaḥ
purāṇeṣu ca viśrutāḥ
Wo immer eine Bildgestalt Haris [ist], jenes Land ist die Stätte des Heils; [ebenso] wo Flüsse wie die Gaṅgā [fließen], die auch in den Purāṇas berühmt sind.
[Ebenso heilig sind] die Seen wie Puṣkara sowie die Pilgerstätten, die von den Würdigen aufgesucht werden: Kurukṣetra, Gayāśiras, Prayāga [und] Pulaha-Āśrama.
Der Nārāyaṇa-Āśrama, [der Fluss] Nandā, die Āśramas von Sītā und Rāma und dergleichen; ferner alle Stammgebirge, o König, wie Mahendra, Malaya und dergleichen.
Wort für Wort
nārāyaṇa-āśramaḥ
der Āśrama Nārāyaṇas (Nom.)
nandā
[der Fluss] Nandā (Nom.)
sītā-rāma-āśrama-ādayaḥ
die Āśramas von Sītā und Rāma und dergleichen (Nom. Pl.)
ete puṇyatamā deśā
harer arcāśritāś ca ye
etān deśān niṣeveta
śreyas-kāmo hy abhīkṣṇaśaḥ
dharmo hy atrehitaḥ puṁsāṁ
sahasrādhi-phalodayaḥ
Diese [genannten Orte] sind die heiligsten, sowie jene, die [Stätten] der Bildgestalt Haris beherbergen; diese Orte möge, wer das Heil wünscht, wahrlich beständig aufsuchen; denn der hier verrichtete Dharma der Menschen bringt tausendfach vermehrten Fruchtertrag hervor.
Wort für Wort
ete
diese (Nom. Pl.)
puṇyatamāḥ
die heiligsten (Nom. Pl.)
deśāḥ
Orte (Nom. Pl.)
hareḥ arcā-āśritāḥ
die die Bildgestalt Haris beherbergen (Nom. Pl.)
ca ye
und die, welche
etān deśān
diese Orte (Akk. Pl.)
niṣeveta
er möge aufsuchen (Opt.)
śreyaḥ-kāmaḥ
wer das Heil wünscht (Nom.)
hi
wahrlich
abhīkṣṇaśaḥ
beständig, wiederholt (Adv.)
dharmaḥ
Dharma (Nom.)
hi
denn
atra
hier
īhitaḥ
verrichtet, unternommen (Nom. PPP)
puṁsām
der Menschen (Gen. Pl.)
sahasra-adhi-phala-udayaḥ
[dessen] Fruchtertrag tausendfach vermehrt ist (Nom.)
pātraṁ tv atra niruktaṁ vai
kavibhiḥ pātra-vittamaiḥ
harir eva eka urvīśa
yan-mayaṁ vai carācaram
Der würdige Empfänger aber wird hierbei von den Weisen, die die besten Kenner des würdigen Empfängers sind, wahrlich [so] erklärt: Hari allein, o Herrscher der Erde, dessen Wesen dieses Bewegliche und Unbewegliche [ganz] ist.
Wort für Wort
pātram
der würdige Empfänger (Nom.)
tu
aber
atra
hierbei
niruktam
erklärt (Nom. PPP)
vai
wahrlich
kavibhiḥ
von den Weisen (Instr. Pl.)
pātra-vittamaiḥ
von den besten Kennern des würdigen Empfängers (Instr. Pl.)
devarṣy-arhatsu vai satsu
tatra brahmātmajādiṣu
rājan yad agra-pūjāyāṁ
mataḥ pātratayācyutaḥ
Unter den Göttern, Weisen [und] den Würdigen, die wahrlich [dort] vorhanden sind, [und] unter den Söhnen Brahmās und dergleichen – o König, wird bei der Frage der Erstverehrung der Unfehlbare als der [wahre] würdige Empfänger erachtet.
Der große, von der Menge aller Lebewesen erfüllte Baum, dessen Wurzel das Weltenei [ist] – weil Er [Acyuta] dessen Wurzel ist, ist die Verehrung des Unfehlbaren die Erquickung aller Lebewesen [und] des Selbst.
Wort für Wort
jīva-rāśibhiḥ
von der Menge der Lebewesen (Instr. Pl.)
ākīrṇaḥ
erfüllt, bedeckt (Nom. PPP)
aṇḍa-kośa-aṅghripaḥ
der Baum, dessen Wurzel das Weltenei ist (Nom.)
mahān
groß (Nom.)
tat-mūlatvāt
weil Er dessen Wurzel ist (Abl.)
acyuta-ijyā
die Verehrung des Unfehlbaren (Nom.)
sarva-jīva-ātma-tarpaṇam
die Erquickung aller Lebewesen und des Selbst (Nom.)
Von Ihm wurden die Körper der Menschen, Tiere, Weisen [und] Götter geschaffen; in [diesen] Körpern ruht dieser Puruṣa wahrlich in Gestalt der Einzelseele.
teṣv eva bhagavān rājaṁs
tāratamyena vartate
tasmāt pātraṁ hi puruṣo
yāvān ātmā yatheyate
In eben diesen [Wesen], o König, ist der Erhabene entsprechend [ihrer] Abstufung gegenwärtig; daher ist die Person [in dem Maße] ein würdiger Empfänger, wie sehr [in ihr] das Selbst erkannt wird.
Da sie die gegenseitige Geringschätzung des Selbst unter den Menschen sahen, o König, wurde im Tretā[-Zeitalter] und den folgenden [Zeitaltern] von den Weisen die Bildgestalt Haris für die [rituelle] Handlung geschaffen.
tato 'rcāyāṁ hariṁ kecit
saṁśraddhāya saparyayā
upāsata upāstāpi
nārthadā puruṣa-dviṣām
Seither verehren manche Hari in der Bildgestalt mit Glauben und Ritual; [doch] auch die Verehrung bringt keinen [wahren] Nutzen denen, die die [anderen] Wesen [im Grunde] verachten.
Auch unter den Menschen, o Herrscher der Könige, gilt der Brahmane als der beste würdige Empfänger; durch Askese, Wissen [und] Zufriedenheit trägt er den Veda, [der] der Körper Haris [ist].
Sind nicht, o König, die Brahmanen dieses Kṛṣṇa, der die Seele des Universums [ist] – sie, die die drei Welten mit dem Staub [ihrer] Füße reinigen – die große Gottheit selbst?