Quellen der Menschheit

Bhāgavata-Purāṇa

Kapitel 154 Die Manus, Verwalter des Universums

Quelle: vedabase.io (IAST + wfw-Rohmaterial), Verse 17, 31 und 33 nach 429/Rate-Limit-Sperre über die lokale GRETIL-Quelle (bhp_08u.htm) kreuzgeprüft; deutsche Übersetzung und alle wfw-Glossen eigenständig erarbeitet.

śrī-rājā uvāca svāyambhuvasyeha guro vaṁśo 'yaṁ vistarāc chrutaḥ yatra viśva-sṛjāṁ sargo manūn anyān vadasva naḥ

Der glückverheißende König sprach: O Guru, in dieser Hinsicht habe ich diese Dynastie des Svāyambhuva ausführlich vernommen, in welcher (Zeitalter) die Erschaffung der Weltenschöpfer (Prajāpatis) geschah; berichte uns nun von den anderen Manus.

Wort für Wort
śrī-rājā uvāca
der glückverheißende König sprach
svāyambhuvasya
des Svāyambhuva (Manu) [Gen. Sg.]
iha
hierbei, in dieser Sache
guro
o Lehrer [Vok. Sg.]
vaṁśaḥ
die Dynastie, Abstammungslinie [Nom. Sg.]
ayam
diese [Nom. Sg. m.]
vistarāt
ausführlich, im Detail [Abl. Sg.]
śrutaḥ
gehört, vernommen [Nom. Sg. Ptz. Perf. Pass.]
yatra
worin, in welcher Zeit
viśva-sṛjām
der Weltenschöpfer, Prajāpatis [Gen. Pl.]
sargaḥ
die Schöpfung, Erzeugung [Nom. Sg.]
manūn
die Manus [Akk. Pl.]
anyān
andere [Akk. Pl. m.]
vadasva
sprich, berichte! [Imp. 2. Sg. Ātm.]
naḥ
uns [Dat. Pl.]

manvantare harer janma karmāṇi ca mahīyasaḥ gṛṇanti kavayo brahmaṁs tāni no vada śṛṇvatām

Von der Geburt Haris während eines Manvantara und den Taten des höchst Erhabenen sprechen die Seher, o Brahmane; berichte sie uns, die wir eifrig zuhören.

Wort für Wort
manvantare
während eines Manvantara (Manu-Zeitalters) [Lok. Sg.]
hareḥ
Haris [Gen. Sg.]
janma
die Geburt, das Erscheinen [Nom./Akk. Sg. n.]
karmāṇi
die Taten [Akk. Pl. n.]
ca
und
mahīyasaḥ
des höchst Erhabenen, Großen [Gen. Sg.]
gṛṇanti
sie verkünden, besingen [3. Pl. Präs.]
kavayaḥ
die Seher, Dichter [Nom. Pl.]
brahman
o Brahmane [Vok. Sg.]
tāni
diese [Akk. Pl. n.]
naḥ
uns [Dat. Pl.]
vada
sprich! [Imp. 2. Sg.]
śṛṇvatām
die (wir) zuhören [Gen. Pl. Ptz. Präs.]

yad yasminn antare brahman bhagavān viśva-bhāvanaḥ kṛtavān kurute kartā hy atīte 'nāgate 'dya vā

Was auch immer der Erhabene Herr, der Erschaffer des Universums, in einem bestimmten Zeitalter getan hat, tut oder tun wird, o Brahmane - sei es in der Vergangenheit, in der Zukunft oder gegenwärtig -

Wort für Wort
yat
was (auch immer) [Nom./Akk. Sg. n.]
yasmin
in welchem [Lok. Sg.]
antare
Zeitalter, Manvantara [Lok. Sg.]
brahman
o Brahmane [Vok. Sg.]
bhagavān
der Erhabene Herr [Nom. Sg.]
viśva-bhāvanaḥ
der Erschaffer des Universums [Nom. Sg.]
kṛtavān
getan habend [Nom. Sg. Ptz. Perf. Akt.]
kurute
er tut [3. Sg. Präs. Med.]
kartā
er wird tun (der Tuende) [Nom. Sg.]
hi
wahrlich, gewiss
atīte
in der Vergangenheit [Lok. Sg.]
anāgate
in der Zukunft [Lok. Sg.]
adya
heute, jetzt
vā
oder

Der Satz wird erst in Vers 4 fortgeführt/beantwortet.

śrī-ṛṣir uvāca manavo 'smin vyatītāḥ ṣaṭ kalpe svāyambhuvādayaḥ ādyas te kathito yatra devādīnāṁ ca sambhavaḥ

Der glückverheißende Weise (Śukadeva) sprach: In diesem Kalpa sind sechs Manus vergangen, angefangen mit Svāyambhuva; der erste von ihnen wurde dir bereits erzählt, worin auch die Entstehung der Götter und anderer [Wesen dargelegt wurde].

Wort für Wort
śrī-ṛṣiḥ uvāca
der glückverheißende Weise sprach
manavaḥ
die Manus [Nom. Pl.]
asmin
in diesem [Lok. Sg.]
vyatītāḥ
vergangen [Nom. Pl. Ptz. Perf.]
ṣaṭ
sechs
kalpe
im Kalpa (Weltzeitalter) [Lok. Sg.]
svāyambhuva-ādayaḥ
angefangen mit Svāyambhuva [Nom. Pl.]
ādyaḥ
der erste [Nom. Sg.]
te
dir [Dat. Sg.]
kathitaḥ
berichtet, erzählt [Nom. Sg. Ptz. Perf. Pass.]
yatra
worin
deva-ādīnām
der Götter und anderer [Gen. Pl.]
ca
und
sambhavaḥ
die Entstehung [Nom. Sg.]

ākūtyāṁ devahūtyāṁ ca duhitros tasya vai manoḥ dharma-jñānopadeśārthaṁ bhagavān putratāṁ gataḥ

In Ākūti und Devahūti, den beiden Töchtern jenes Manu, nahm der Erhabene Herr wahrlich die Sohnschaft an, um Religion und Wissen zu belehren.

Wort für Wort
ākūtyām
in Ākūti [Lok. Sg.]
devahūtyām
in Devahūti [Lok. Sg.]
ca
und
duhitroḥ
der beiden Töchter [Lok. Dual]
tasya
jenes [Gen. Sg.]
vai
wahrlich
manoḥ
des Manu [Gen. Sg.]
dharma
Religion, Pflicht
jñāna
Wissen
upadeśa-artham
zum Zweck der Unterweisung
bhagavān
der Erhabene Herr [Nom. Sg.]
putratām
die Sohnschaft [Akk. Sg.]
gataḥ
ging ein, nahm an [Nom. Sg. Ptz. Perf.]

kṛtaṁ purā bhagavataḥ kapilasyānuvarṇitam ākhyāsye bhagavān yajño yac cakāra kurūdvaha

Was zuvor vom Erhabenen Kapila getan wurde, ist bereits ausführlich beschrieben worden; nun werde ich erzählen, was der Erhabene [in Gestalt des] Yajña tat, o Bester der Kurus.

Wort für Wort
kṛtam
das Getane [Nom./Akk. Sg. n.]
purā
zuvor, früher
bhagavataḥ
des Erhabenen [Gen. Sg.]
kapilasya
Kapilas [Gen. Sg.]
anuvarṇitam
ausführlich beschrieben [Nom./Akk. Sg. n., Ptz.]
ākhyāsye
ich werde erzählen [1. Sg. Fut. Med.]
bhagavān
der Erhabene [Nom. Sg.]
yajñaḥ
Yajña (Name des Herrn) [Nom. Sg.]
yat
was
cakāra
er tat [3. Sg. Perf.]
kuru-udvaha
o Bester der Kurus [Vok. Sg.]

viraktaḥ kāma-bhogeṣu śatarūpā-patiḥ prabhuḥ visṛjya rājyaṁ tapase sabhāryo vanam āviśat

Der Gebieter, der Gatte Śatarūpās, der von den Sinnesgenüssen losgelöst war, gab sein Königreich auf und betrat mit seiner Gattin den Wald, um Askese zu üben.

Wort für Wort
viraktaḥ
losgelöst, ohne Verlangen [Nom. Sg.]
kāma-bhogeṣu
in Bezug auf Sinnesgenüsse [Lok. Pl.]
śatarūpā-patiḥ
der Gatte der Śatarūpā [Nom. Sg.]
prabhuḥ
der Gebieter, Herrscher [Nom. Sg.]
visṛjya
nachdem er aufgegeben hatte [Absolutiv]
rājyam
das Königreich [Akk. Sg.]
tapase
zur Askese, für Buße [Dat. Sg.]
sa-bhāryaḥ
zusammen mit [seiner] Gattin [Nom. Sg.]
vanam
den Wald [Akk. Sg.]
āviśat
er betrat [3. Sg. Impf.]

sunandāyāṁ varṣa-śataṁ padaikena bhuvaṁ spṛśan tapyamānas tapo ghoram idam anvāha bhārata

An [dem Fluss] Sunandā, hundert Jahre lang, die Erde nur mit einem Fuß berührend, schreckliche Askese übend, sprach er dies, o Nachkomme Bharatas.

Wort für Wort
sunandāyām
an [dem Fluss] Sunandā [Lok. Sg.]
varṣa-śatam
hundert Jahre [Akk. Sg., Zeitdauer]
pada-ekena
mit einem einzigen Fuß [Instr. Sg.]
bhuvam
die Erde [Akk. Sg.]
spṛśan
berührend [Nom. Sg. Ptz. Präs.]
tapyamānaḥ
Askese übend [Nom. Sg. Ptz. Präs. Med.]
tapaḥ
Askese, Buße [Akk. Sg. n.]
ghoram
schreckliche, furchtbare [Akk. Sg.]
idam
dies [Akk. Sg. n.]
anvāha
er sprach [3. Sg. Perf.]
bhārata
o Nachkomme Bharatas [Vok. Sg.]

śrī-manur uvāca yena cetayate viśvaṁ viśvaṁ cetayate na yam yo jāgarti śayāne 'smin nāyaṁ taṁ veda veda saḥ

Der glückverheißende Manu sprach: Durch wen das Universum belebt (bewusst gemacht) wird, den aber das Universum nicht erkennt; der wacht, während dieser [Körper] schläft - diesen [Körper] kennt Er nicht, [doch] Er [der Körper] kennt Ihn.

Wort für Wort
śrī-manuḥ uvāca
der glückverheißende Manu sprach
yena
durch wen [Instr. Sg.]
cetayate
wird bewusst gemacht, belebt [3. Sg. Präs. Med./Pass.]
viśvam
das Universum [Nom. Sg. n.]
viśvam
das Universum [Nom. Sg. n.]
cetayate
erkennt, macht sich bewusst [3. Sg. Präs. Med.]
na
nicht
yam
den [Akk. Sg.]
yaḥ
der (welcher) [Nom. Sg.]
jāgarti
wacht [3. Sg. Präs.]
śayāne
während schlafend [Lok. Sg. Ptz.]
asmin
in diesem [Lok. Sg.]
na
nicht
ayam
dieser [Nom. Sg.]
tam
jenen [Akk. Sg.]
veda
kennt [3. Sg. Perf., Präsensbedeutung]
veda
kennt [3. Sg. Perf.]
saḥ
er [Nom. Sg.]

Doppeldeutiges veda/veda: klassisch als Gegensatzpaar 'kennt nicht / kennt' zwischen Selbst und Körper gelesen.

ātmāvāsyam idaṁ viśvaṁ yat kiñcij jagatyāṁ jagat tena tyaktena bhuñjīthā mā gṛdhaḥ kasya svid dhanam

Vom [höchsten] Selbst bewohnt ist dieses ganze Universum - was auch immer an Beweglichem in der Welt existiert; durch jenes Zugeteilte sollst du genießen, [aber] begehre nicht das Vermögen irgendeines anderen.

Wort für Wort
ātma-āvāsyam
vom [höchsten] Selbst bewohnt [Nom. Sg. n.]
idam
dieses [Nom. Sg. n.]
viśvam
Universum, All [Nom. Sg. n.]
yat kiñcit
was auch immer
jagatyām
in der Welt [Lok. Sg.]
jagat
das Bewegliche, Lebendige [Nom. Sg. n.]
tena
durch jenes [Instr. Sg.]
tyaktena
durch das Aufgegebene/Zugeteilte [Instr. Sg. Ptz.]
bhuñjīthāḥ
du sollst genießen [2. Sg. Opt. Med.]
mā
nicht [Prohibitiv]
gṛdhaḥ
begehre! [2. Sg. Aor. Inj.]
kasya svit
wessen auch immer [Gen. Sg.]
dhanam
das Vermögen, den Besitz [Akk. Sg.]

Zitat/Parallele zur Īśā-Upaniṣad 1.

yaṁ paśyati na paśyantaṁ cakṣur yasya na riṣyati taṁ bhūta-nilayaṁ devaṁ suparṇam upadhāvata

Den man [selbst] nicht sieht, obwohl er [immerzu] sieht, dessen Sehkraft niemals schwindet - jenen, die Wohnstätte aller Wesen, den strahlenden Gott, den 'Schönbeflügelten' [Suparṇa], sollt ihr verehren.

Wort für Wort
yam
den [Akk. Sg.]
paśyati
sieht [3. Sg. Präs.]
na
nicht
paśyantam
den (immerzu) Sehenden [Akk. Sg. Ptz. Präs.]
cakṣuḥ
Auge [Nom. Sg. n.]
yasya
dessen [Gen. Sg.]
na
nicht
riṣyati
schwindet, wird beeinträchtigt [3. Sg. Präs.]
tam
jenen [Akk. Sg.]
bhūta-nilayam
die Wohnstätte/den Ursprung aller Wesen [Akk. Sg.]
devam
den Gott [Akk. Sg.]
suparṇam
den Schönbeflügelten (Beiname des Herrn) [Akk. Sg.]
upadhāvata
verehrt! [Imp. 2. Pl.]

na yasyādy-antau madhyaṁ ca svaḥ paro nāntaraṁ bahiḥ viśvasyāmūni yad yasmād viśvaṁ ca tad ṛtaṁ mahat

Dessen Anfang, Ende und Mitte es nicht gibt, [für den] weder Eigenes noch Fremdes, weder Innen noch Außen [besteht]; diese [Bestimmungen] gehören zum Universum - jenes aber, woraus [alles hervorgeht], und das Universum [selbst], das ist die große Wahrheit.

Wort für Wort
na
nicht
yasya
dessen [Gen. Sg.]
ādi
Anfang
antau
Ende (Dvandva mit ādi: Anfang und Ende) [Nom. Dual]
madhyam
Mitte [Nom. Sg.]
ca
und
svaḥ
eigen, das Eigene [Nom. Sg.]
paraḥ
fremd, das Andere [Nom. Sg.]
na
nicht/noch
antaram
Inneres [Nom. Sg.]
bahiḥ
Äußeres
viśvasya
des Universums [Gen. Sg.]
amūni
diese [Nom. Pl. n.]
yat
was
yasmāt
woraus, von wem [Abl. Sg.]
viśvam
das Universum [Nom. Sg.]
ca
und
tat
das [Nom. Sg. n.]
ṛtam
Wahrheit [Nom. Sg. n.]
mahat
groß, gewaltig [Nom. Sg. n.]

sa viśva-kāyaḥ puru-hūta īśaḥ satyaḥ svayaṁ-jyotir ajaḥ purāṇaḥ dhatte 'sya janmādy ajayātma-śaktyā tāṁ vidyayodasya nirīha āste

Er, dessen Körper das Universum ist, der Vielgerufene, der Gebieter, der Wahrhaftige, selbstleuchtend, ungeboren, uralt - er bewirkt durch seine eigene [ihm ewig zugehörige] Kraft die Schöpfung usw. dieses [Universums]; nachdem er sie [diese Kraft] durch [spirituelles] Wissen zurückgestoßen hat, verweilt er wunschlos [in sich selbst].

Wort für Wort
saḥ
er [Nom. Sg.]
viśva-kāyaḥ
dessen Körper das Universum ist [Nom. Sg.]
puru-hūtaḥ
der Vielgerufene [Nom. Sg.]
īśaḥ
der Gebieter, Herrscher [Nom. Sg.]
satyaḥ
der Wahrhaftige, die Wahrheit [Nom. Sg.]
svayaṁ-jyotiḥ
selbstleuchtend [Nom. Sg.]
ajaḥ
ungeboren [Nom. Sg.]
purāṇaḥ
uralt [Nom. Sg.]
dhatte
er bewirkt, trägt [3. Sg. Präs. Med.]
asya
dieses (Universums) [Gen. Sg.]
janma-ādi
Geburt (Schöpfung) usw. [Akk. Sg.]
ajayā
durch die [ihm] ungeborene, ewige [Kraft/Māyā] [Instr. Sg.]
ātma-śaktyā
durch [seine] eigene Kraft [Instr. Sg.]
tām
jene (Kraft/Māyā) [Akk. Sg.]
vidyayā
durch Wissen [Instr. Sg.]
udasya
nachdem er zurückgestoßen/beiseitegeschoben hat [Absolutiv]
nirīhaḥ
wunschlos, untätig [Nom. Sg.]
āste
er verweilt, sitzt [3. Sg. Präs.]

Meter Triṣṭubh, abweichend vom sonstigen Anuṣṭubh des Kapitels.

athāgre ṛṣayaḥ karmāṇ īhante 'karma-hetave īhamāno hi puruṣaḥ prāyo 'nīhāṁ prapadyate

Daher üben die Weisen von Anfang an Handlungen (Riten) aus, um Handlungslosigkeit zu erlangen; denn ein handelnder Mensch erreicht zumeist [gerade dadurch] Handlungslosigkeit.

Wort für Wort
atha
daher, sodann
agre
zu Beginn, von Anfang an
ṛṣayaḥ
die Weisen [Nom. Pl.]
karmāṇi
Handlungen, Riten [Akk. Pl.]
īhante
üben aus, streben nach [3. Pl. Präs. Med.]
akarma-hetave
zum Zweck der Handlungslosigkeit [Dat. Sg.]
īhamānaḥ
handelnd, strebend [Nom. Sg. Ptz. Präs. Med.]
hi
denn, wahrlich
puruṣaḥ
der Mensch [Nom. Sg.]
prāyaḥ
meist, gewöhnlich
anīhām
Handlungslosigkeit [Akk. Sg.]
prapadyate
erlangt, erreicht [3. Sg. Präs. Med.]

īhate bhagavān īśo na hi tatra visajjate ātma-lābhena pūrṇārtho nāvasīdanti ye 'nu tam

Der Erhabene Gebieter handelt, doch er verstrickt sich dabei keineswegs, da er durch den Gewinn seines eigenen Selbst erfüllt ist; diejenigen, die ihm nachfolgen, verzagen nicht.

Wort für Wort
īhate
er handelt, ist tätig [3. Sg. Präs. Med.]
bhagavān
der Erhabene Herr [Nom. Sg.]
īśaḥ
der Gebieter [Nom. Sg.]
na
nicht
hi
wahrlich
tatra
darin, dabei
visajjate
er verstrickt sich [3. Sg. Präs. Med.]
ātma-lābhena
durch den Gewinn des [eigenen] Selbst [Instr. Sg.]
pūrṇa-arthaḥ
erfüllt an Zweck, vollkommen zufrieden [Nom. Sg.]
na
nicht
avasīdanti
sie verzagen, sinken herab [3. Pl. Präs.]
ye
die welche [Nom. Pl.]
anu
nach, gemäß
tam
ihm [Akk. Sg.]

tam īhamānaṁ nirahaṅkṛtaṁ budhaṁ nirāśiṣaṁ pūrṇam ananya-coditam nṝñ śikṣayantaṁ nija-vartma-saṁsthitaṁ prabhuṁ prapadye 'khila-dharma-bhāvanam

Ihm, dem Handelnden, doch Ich-losen, dem Weisen, dem Wunschlosen, dem Vollständigen, dem von nichts anderem Angetriebenen, der die Menschen unterweist, [selbst] in seinem eigenen Pfad gefestigt, dem Gebieter, dem Begründer aller [rechten] Pflichten - ihm ergebe ich mich.

Wort für Wort
tam
jenem [Akk. Sg.]
īhamānam
dem Handelnden, Tätigen [Akk. Sg. Ptz.]
nirahaṅkṛtam
dem Ich-losen, ohne Ich-Bewusstsein [Akk. Sg.]
budham
dem Weisen, Erkennenden [Akk. Sg.]
nirāśiṣam
dem Wunschlosen [Akk. Sg.]
pūrṇam
dem Vollständigen, Vollkommenen [Akk. Sg.]
ananya-coditam
dem von keinem anderen Angetriebenen [Akk. Sg.]
nṝn
die Menschen [Akk. Pl.]
śikṣayantam
unterweisend, lehrend [Akk. Sg. Ptz.]
nija-vartma
im eigenen Pfad [Kompositionsglied]
saṁsthitam
gefestigt, feststehend [Akk. Sg.]
prabhum
dem Gebieter [Akk. Sg.]
prapadye
ich ergebe mich, nehme Zuflucht [1. Sg. Präs. Med.]
akhila-dharma-bhāvanam
dem Urheber/Begründer aller [religiösen] Pflichten [Akk. Sg.]

Meter Triṣṭubh, wie Vers 13.

śrī-śuka uvāca iti mantropaniṣadaṁ vyāharantaṁ samāhitam dṛṣṭvāsurā yātudhānā jagdhum abhyadravan kṣudhā

Śrī Śuka sprach: Als die Asuras und Rākṣasas ihn sahen, wie er, gesammelten Geistes, dieses geheime Mantra rezitierte, stürmten sie vor Hunger herbei, um ihn zu verschlingen.

Wort für Wort
śrī-śukaḥ uvāca
Śrī Śuka sprach
iti
so, dies (Zitatpartikel)
mantra-upaniṣadam
das geheime Mantra, den Upaniṣad-Spruch [Akk. Sg.]
vyāharantam
ihn, der (dies) rezitierend/aussprechend [Akk. Sg. Ptz. Präs.]
samāhitam
gesammelten Geistes, konzentriert [Akk. Sg.]
dṛṣṭvā
nachdem sie gesehen hatten [Absolutiv]
asurāḥ
die Asuras (Dämonen) [Nom. Pl.]
yātudhānāḥ
die Rākṣasas [Nom. Pl.]
jagdhum
um zu verschlingen, zu fressen [Infinitiv]
abhyadravan
sie liefen heran, stürmten [3. Pl. Impf.]
kṣudhā
aus Hunger [Instr. Sg.]

[Anm.: Vers 17 sowie 31 und 33 nach 429/Rate-Limit-Sperre bei vedabase.io über die lokale GRETIL-Quelle (bhp_08u.htm) erschlossen; wfw und Übersetzung eigenständig erarbeitet.]

tāṁs tathāvasitān vīkṣya yajñaḥ sarva-gato hariḥ yāmaiḥ parivṛto devair hatvāśāsat tri-viṣṭapam

Als Yajña, Hari, der Allgegenwärtige, sie, die so entschlossen waren, erblickte, tötete er sie, umgeben von den Göttern [namens] Yāmas, und beherrschte [danach] die drei Himmelswelten.

Wort für Wort
tān
sie [Akk. Pl.]
tathā
so, derart
avasitān
entschlossen, bestimmt (ihn zu verschlingen) [Akk. Pl. Ptz.]
vīkṣya
nachdem er erblickt hatte [Absolutiv]
yajñaḥ
Yajña (der Herr) [Nom. Sg.]
sarva-gataḥ
allgegenwärtig [Nom. Sg.]
hariḥ
Hari [Nom. Sg.]
yāmaiḥ
mit den Yāmas (seinen Söhnen/Göttern) [Instr. Pl.]
parivṛtaḥ
umgeben [Nom. Sg. Ptz.]
devaiḥ
mit den Göttern [Instr. Pl.]
hatvā
nachdem er getötet hatte [Absolutiv]
aśāsat
er beherrschte, regierte [3. Sg. Impf.]
tri-viṣṭapam
die drei Himmelswelten [Akk. Sg.]

svārociṣo dvitīyas tu manur agneḥ suto 'bhavat dyumat-suṣeṇa-rociṣmat-pramukhās tasya cātmajāḥ

Svārociṣa aber war der zweite Manu, der Sohn Agnis; Dyumat, Suṣeṇa, Rociṣmat und andere waren seine Söhne.

Wort für Wort
svārociṣaḥ
Svārociṣa [Nom. Sg.]
dvitīyaḥ
der zweite [Nom. Sg.]
tu
aber
manuḥ
der Manu [Nom. Sg.]
agneḥ
Agnis [Gen. Sg.]
sutaḥ
der Sohn [Nom. Sg.]
abhavat
er war, wurde [3. Sg. Impf.]
dyumat-suṣeṇa-rociṣmat-pramukhāḥ
angeführt von Dyumat, Suṣeṇa, Rociṣmat [Nom. Pl.]
tasya
seine [Gen. Sg.]
ca
und
ātmajāḥ
Söhne [Nom. Pl.]

tatrendro rocanas tv āsīd devāś ca tuṣitādayaḥ ūrja-stambhādayaḥ sapta ṛṣayo brahma-vādinaḥ

Darin (in jenem Manvantara) war Rocana Indra, und die Götter [waren] Tuṣita und andere; die sieben Weisen, Verkünder des Brahman/Veda, [waren] Ūrja, Stambha und andere.

Wort für Wort
tatra
darin, dort (in jener Zeit)
indraḥ
Indra [Nom. Sg.]
rocanaḥ
Rocana [Nom. Sg.]
tu
aber
āsīt
war [3. Sg. Impf.]
devāḥ
die Götter [Nom. Pl.]
ca
und
tuṣita-ādayaḥ
Tuṣita und andere [Nom. Pl.]
ūrja-stambha-ādayaḥ
Ūrja, Stambha und andere [Nom. Pl.]
sapta
sieben
ṛṣayaḥ
die Weisen [Nom. Pl.]
brahma-vādinaḥ
Verkünder des Brahman/Veda [Nom. Pl.]

ṛṣes tu vedaśirasas tuṣitā nāma patny abhūt tasyāṁ jajñe tato devo vibhur ity abhiviśrutaḥ

Des Weisen Vedaśiras Gattin aber war [eine Frau] namens Tuṣitā; in ihr wurde daraufhin der Gott geboren, der als Vibhu berühmt ist.

Wort für Wort
ṛṣeḥ
des Weisen [Gen. Sg.]
tu
aber
vedaśirasaḥ
Vedaśiras [Gen. Sg.]
tuṣitā
Tuṣitā [Nom. Sg.]
nāma
namens
patnī
die Gattin [Nom. Sg.]
abhūt
war [3. Sg. Aor.]
tasyām
in ihr [Lok. Sg.]
jajñe
wurde geboren [3. Sg. Perf. Med.]
tataḥ
daraufhin
devaḥ
der Gott [Nom. Sg.]
vibhuḥ
Vibhu [Nom. Sg.]
iti
so, als
abhiviśrutaḥ
berühmt, bekannt [Nom. Sg.]

aṣṭāśīti-sahasrāṇi munayo ye dhṛta-vratāḥ anvaśikṣan vrataṁ tasya kaumāra-brahmacāriṇaḥ

Achtundachtzigtausend Weise, die feste Gelübde hielten, erlernten sein Gelübde, [selbst] als lebenslang keusche Junggesellen-Brahmacārins.

Wort für Wort
aṣṭāśīti-sahasrāṇi
achtundachtzigtausend [Nom. Pl. n.]
munayaḥ
Weise, Asketen [Nom. Pl.]
ye
die welche [Nom. Pl.]
dhṛta-vratāḥ
die festgehaltenen Gelübde habend [Nom. Pl.]
anvaśikṣan
sie erlernten [3. Pl. Impf.]
vratam
das Gelübde [Akk. Sg.]
tasya
sein, von ihm [Gen. Sg.]
kaumāra-brahmacāriṇaḥ
lebenslang keusche Junggesellen-Brahmacārins [Nom. Pl.]

tṛtīya uttamo nāma priyavrata-suto manuḥ pavanaḥ sṛñjayo yajña-hotrādyās tat-sutā nṛpa

Der dritte [Manu] war der als Uttama bekannte Sohn Priyavratas, der Manu wurde; Pavana, Sṛñjaya, Yajñahotra und andere waren seine Söhne, o König.

Wort für Wort
tṛtīyaḥ
der dritte [Nom. Sg.]
uttamaḥ
Uttama [Nom. Sg.]
nāma
namens
priyavrata-sutaḥ
der Sohn Priyavratas [Nom. Sg.]
manuḥ
der Manu [Nom. Sg.]
pavanaḥ
Pavana [Nom. Sg.]
sṛñjayaḥ
Sṛñjaya [Nom. Sg.]
yajñahotra-ādyāḥ
Yajñahotra und andere [Nom. Pl.]
tat-sutāḥ
dessen Söhne [Nom. Pl.]
nṛpa
o König [Vok. Sg.]

vasiṣṭha-tanayāḥ sapta ṛṣayaḥ pramadādayaḥ satyā vedaśrutā bhadrā devā indras tu satyajit

Die sieben Söhne Vasiṣṭhas, angeführt von Pramada, [waren] die Weisen; die Götter [waren] Satya, Vedaśruta, Bhadra; Indra aber [war] Satyajit.

Wort für Wort
vasiṣṭha-tanayāḥ
die Söhne Vasiṣṭhas [Nom. Pl.]
sapta
sieben
ṛṣayaḥ
die Weisen [Nom. Pl.]
pramada-ādayaḥ
angeführt von Pramada [Nom. Pl.]
satyāḥ
die Satyas [Nom. Pl.]
vedaśrutāḥ
die Vedaśrutas [Nom. Pl.]
bhadrāḥ
die Bhadras [Nom. Pl.]
devāḥ
die Götter [Nom. Pl.]
indraḥ
Indra [Nom. Sg.]
tu
aber
satyajit
Satyajit [Nom. Sg.]

dharmasya sūnṛtāyāṁ tu bhagavān puruṣottamaḥ satyasena iti khyāto jātaḥ satyavrataiḥ saha

In Sūnṛtā, [der Gattin] Dharmas, wurde der Erhabene Höchste Mensch (Puruṣottama) geboren, bekannt als Satyasena, zusammen mit den Satyavratas.

Wort für Wort
dharmasya
Dharmas (des Gottes der Rechtschaffenheit) [Gen. Sg.]
sūnṛtāyām
in Sūnṛtā [Lok. Sg.]
tu
aber
bhagavān
der Erhabene Herr [Nom. Sg.]
puruṣa-uttamaḥ
der höchste Mensch, Puruṣottama [Nom. Sg.]
satyasenaḥ
Satyasena [Nom. Sg.]
iti
so, als
khyātaḥ
bekannt, berühmt [Nom. Sg.]
jātaḥ
geboren [Nom. Sg.]
satyavrataiḥ
mit den Satyavratas [Instr. Pl.]
saha
zusammen mit

so 'nṛta-vrata-duḥśīlān asato yakṣa-rākṣasān bhūta-druho bhūta-gaṇāṁś cāvadhīt satyajit-sakhaḥ

Er tötete, zusammen mit seinem Freund Satyajit, die dem Lügen-Gelübde verpflichteten, übel gesinnten, unredlichen Yakṣas und Rākṣasas sowie die den [anderen] Wesen feindlich gesinnten Geisterscharen.

Wort für Wort
saḥ
er [Nom. Sg.]
anṛta-vrata-
dem falschen (Lügen-)Gelübde verpflichtet
duḥśīlān
übel gesinnt, von schlechtem Charakter [Akk. Pl.]
asataḥ
unredlich, böse [Akk. Pl.]
yakṣa-rākṣasān
die Yakṣas und Rākṣasas [Akk. Pl.]
bhūta-druhaḥ
die den Lebewesen feindlich Gesinnten [Akk. Pl.]
bhūta-gaṇān
die Geisterscharen [Akk. Pl.]
ca
und
avadhīt
er tötete [3. Sg. Aor.]
satyajit-sakhaḥ
zusammen mit dem Freund Satyajit [Nom. Sg.]

caturtha uttama-bhrātā manur nāmnā ca tāmasaḥ pṛthuḥ khyātir naraḥ ketur ity ādyā daśa tat-sutāḥ

Der vierte Manu, der Bruder Uttamas, [war] dem Namen nach Tāmasa; Pṛthu, Khyāti, Nara, Ketu und so fort - zehn [Söhne] waren seine Söhne.

Wort für Wort
caturthaḥ
der vierte [Nom. Sg.]
uttama-bhrātā
der Bruder Uttamas [Nom. Sg.]
manuḥ
der Manu [Nom. Sg.]
nāmnā
dem Namen nach [Instr. Sg.]
ca
und
tāmasaḥ
Tāmasa [Nom. Sg.]
pṛthuḥ
Pṛthu [Nom. Sg.]
khyātiḥ
Khyāti [Nom. Sg.]
naraḥ
Nara [Nom. Sg.]
ketuḥ
Ketu [Nom. Sg.]
iti ādyāḥ
und so weiter, angefangen mit [Nom. Pl.]
daśa
zehn
tat-sutāḥ
dessen Söhne [Nom. Pl.]

satyakā harayo vīrā devās triśikha īśvaraḥ jyotirdhāmādayaḥ sapta ṛṣayas tāmase 'ntare

Die Satyakas, Harayas [und] Vīras [waren] die Götter, Triśikha [war] der Gebieter [Indra]; die sieben Weisen, angeführt von Jyotirdhāma, [lebten] im Zeitalter Tāmasas.

Wort für Wort
satyakāḥ
die Satyakas [Nom. Pl.]
harayaḥ
die Harayas [Nom. Pl.]
vīrāḥ
die Vīras [Nom. Pl.]
devāḥ
die Götter [Nom. Pl.]
triśikhaḥ
Triśikha [Nom. Sg.]
īśvaraḥ
der Gebieter (Indra) [Nom. Sg.]
jyotirdhāma-ādayaḥ
angeführt von Jyotirdhāma [Nom. Pl.]
sapta
sieben
ṛṣayaḥ
die Weisen [Nom. Pl.]
tāmase antare
im Zeitalter Tāmasas [Lok. Sg.]

devā vaidhṛtayo nāma vidhṛtes tanayā nṛpa naṣṭāḥ kālena yair vedā vidhṛtāḥ svena tejasā

Die Götter namens Vaidhṛtis, die Söhne Vidhṛtis, o König, durch die die von der Zeit verloren gegangenen Veden durch ihre eigene Kraft bewahrt wurden.

Wort für Wort
devāḥ
die Götter [Nom. Pl.]
vaidhṛtayaḥ
die Vaidhṛtis [Nom. Pl.]
nāma
namens
vidhṛteḥ
Vidhṛtis [Gen. Sg.]
tanayāḥ
die Söhne [Nom. Pl.]
nṛpa
o König [Vok. Sg.]
naṣṭāḥ
verloren gegangen [Nom. Pl.]
kālena
durch die Zeit [Instr. Sg.]
yaiḥ
durch die [Instr. Pl.]
vedāḥ
die Veden [Nom. Pl.]
vidhṛtāḥ
bewahrt, aufrechterhalten [Nom. Pl.]
svena
durch [ihre] eigene [Instr. Sg.]
tejasā
Kraft, Glanz [Instr. Sg.]

tatrāpi jajñe bhagavān hariṇyāṁ harimedhasaḥ harir ity āhṛto yena gajendro mocito grahāt

Auch darin (in jenem Zeitalter) wurde der Erhabene Herr in Hariṇī, [der Gattin] Harimedhas, geboren, genannt Hari, durch den der König der Elefanten aus dem Rachen [des Krokodils] befreit wurde.

Wort für Wort
tatra api
auch darin, auch in jener [Zeit]
jajñe
wurde geboren [3. Sg. Perf. Med.]
bhagavān
der Erhabene Herr [Nom. Sg.]
hariṇyām
in Hariṇī [Lok. Sg.]
harimedhasaḥ
Harimedhas [Gen. Sg.]
hariḥ
Hari [Nom. Sg.]
iti
so, als
āhṛtaḥ
genannt, bezeichnet [Nom. Sg.]
yena
durch den [Instr. Sg.]
gaja-indraḥ
der König der Elefanten [Nom. Sg.]
mocitaḥ
befreit [Nom. Sg.]
grahāt
vom Krokodil, aus dem Rachen [Abl. Sg.]

śrī-rājā uvāca bādarāyaṇa etat te śrotum icchāmahe vayam harir yathā gaja-patiṁ grāha-grastam amūmucat

Der glückverheißende König sprach: O Bādarāyaṇi, dies wünschen wir von dir zu hören: wie Hari den Elefantenkönig, der vom Krokodil gepackt war, befreite.

Wort für Wort
śrī-rājā uvāca
der glückverheißende König sprach
bādarāyaṇa
o Bādarāyaṇi (Sohn Bādarāyaṇas, d.h. Śukadeva) [Vok. Sg.]
etat
dies [Akk. Sg. n.]
te
von dir [Abl./Gen. Sg.]
śrotum
zu hören [Infinitiv]
icchāmahe
wir wünschen [1. Pl. Präs. Med.]
vayam
wir [Nom. Pl.]
hariḥ
Hari [Nom. Sg.]
yathā
wie, auf welche Weise
gaja-patim
den Herrn/König der Elefanten [Akk. Sg.]
grāha-grastam
vom Krokodil gepackt/ergriffen [Akk. Sg.]
amūmucat
er befreite [3. Sg. Redupl. Aor.]

[Anm.: nach GRETIL-Fallback wegen 429/Rate-Limit bei vedabase.io; wfw eigenständig erarbeitet.]

tat-kathāsu mahat puṇyaṁ dhanyaṁ svastyayanaṁ śubham yatra yatrottamaśloko bhagavān gīyate hariḥ

In jenen Erzählungen [liegt] großes Verdienst, [sie sind] segensreich, heilbringend, günstig - wo immer der Erhabene Hari, der 'in erhabenen Versen Gepriesene' (Uttamaśloka), besungen wird.

Wort für Wort
tat-kathāsu
in jenen Erzählungen [Lok. Pl.]
mahat
groß [Nom. Sg. n.]
puṇyam
verdienstvoll, heilig [Nom. Sg. n.]
dhanyam
segensreich, glückbringend [Nom. Sg. n.]
svastyayanam
heilbringend, Wohlergehen schenkend [Nom. Sg. n.]
śubham
günstig, gut [Nom. Sg. n.]
yatra yatra
wo immer
uttamaślokaḥ
der in erhabenen Versen Gepriesene [Nom. Sg.]
bhagavān
der Erhabene Herr [Nom. Sg.]
gīyate
wird besungen [3. Sg. Präs. Pass.]
hariḥ
Hari [Nom. Sg.]

śrī-sūta uvāca parīkṣitaivaṁ sa tu bādarāyaṇiḥ prāyopaviṣṭena kathāsu coditaḥ uvāca viprāḥ pratinandya pārthivaṁ mudā munīnāṁ sadasi sma śṛṇvatām

Śrī Sūta sprach: O Brahmanen, so von Parīkṣit, der sich zum Fasten bis zum Tod niedergesetzt hatte, zu den Erzählungen aufgefordert, sprach jener Bādarāyaṇi (Śukadeva), nachdem er den König freudig gepriesen hatte, in der Versammlung der zuhörenden Weisen.

Wort für Wort
śrī-sūtaḥ uvāca
Śrī Sūta sprach
parīkṣitā
von Parīkṣit [Instr. Sg.]
evam
so, auf diese Weise
saḥ
er [Nom. Sg.]
tu
aber, nun
bādarāyaṇiḥ
der Sohn Bādarāyaṇas (Śukadeva) [Nom. Sg.]
prāyopaviṣṭena
von dem, der sich zum Fasten bis zum Tod niedergesetzt hatte [Instr. Sg.]
kathāsu
zu den Erzählungen [Lok. Pl.]
coditaḥ
ermuntert, aufgefordert [Nom. Sg.]
uvāca
er sprach [3. Sg. Perf.]
viprāḥ
o Brahmanen [Vok. Pl.]
pratinandya
nachdem er beglückwünscht/gepriesen hatte [Absolutiv]
pārthivam
den König (Sohn der Erde) [Akk. Sg.]
mudā
mit Freude [Instr. Sg.]
munīnām
der Weisen [Gen. Pl.]
sadasi
in der Versammlung [Lok. Sg.]
sma
(Partikel, betont Vergangenheit)
śṛṇvatām
die zuhörten [Gen. Pl. Ptz. Präs.]

[Anm.: nach GRETIL-Fallback wegen 429/Rate-Limit bei vedabase.io; wfw eigenständig erarbeitet. Letzter Vers des Kapitels (Triṣṭubh-Metrum in Pāda 2 und 3).]

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