Quellen der Menschheit

Bhāgavata-Purāṇa

Kapitel 184 Die Nachkommen König Māndhātās

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śrīśuka uvāca | māndhātuḥ putrapravaro yo 'mbarīṣaḥ prakīrtitaḥ | pitāmahena pravṛto yauvanāśvastu tatsutaḥ | hārītastasya putro 'bhūn māndhātṛpravarā ime

Śrī Śuka sprach: Der vorzüglichste Sohn Māndhātās, der als Ambarīṣa gepriesen wird, wurde vom Großvater eingesetzt; Yauvanāśva aber ist dessen Sohn. Hārīta war dessen Sohn - diese sind die Erlauchtesten aus Māndhātās Geschlecht.

Wort für Wort
śrī-śukaḥ uvāca
Śrī Śuka sprach
māndhātuḥ putra-pravaraḥ
der vorzüglichste Sohn Māndhātās
yaḥ ambarīṣaḥ prakīrtitaḥ
der als Ambarīṣa gepriesen wird
pitāmahena pravṛtaḥ
vom Großvater eingesetzt/beauftragt
yauvanāśvaḥ tu tat-sutaḥ
Yauvanāśva aber (ist) dessen Sohn
hārītaḥ tasya putraḥ abhūt
Hārīta war dessen Sohn
māndhātṛ-pravarāḥ ime
diese sind die Erlauchtesten (aus) Māndhātās (Geschlecht)

narmadā bhrātṛbhirdattā purukutsāya yoragaiḥ | tayā rasātalaṃ nīto bhujagendraprayuktayā

Narmadā wurde von ihren Schlangenbrüdern dem Purukutsa gegeben. Von ihr, die vom Schlangenkönig beauftragt worden war, wurde er in die Unterwelt (Rasātala) geführt.

Wort für Wort
narmadā
Narmadā (die Schlangenjungfrau)
bhrātṛbhiḥ dattā
von (ihren) Brüdern gegeben
purukutsāya
dem Purukutsa
yaḥ uragaiḥ
(Brüdern,) welche Schlangen (waren)
tayā rasātalaṃ nītaḥ
von ihr wurde er in die Unterwelt (Rasātala) geführt
bhujaga-indra-prayuktayā
die vom Schlangenkönig beauftragt worden war

gandharvān avadhīt tatra vadhyān vai viṣṇuśaktidhṛk | nāgāl labdhavaraḥ sarpādabhayaṃ smaratāmidam

Dort tötete er, mit Viṣṇus Kraft ausgestattet, die zu Recht zu tötenden Gandharvas. Vom Nāga(könig) erlangte er einen Segen: Furchtlosigkeit vor Schlangen für alle, die sich daran erinnern.

Wort für Wort
gandharvān avadhīt
er tötete die Gandharvas
tatra
dort
vadhyān vai
die (zu Recht) zu tötenden
viṣṇu-śakti-dhṛk
der Viṣṇus Kraft trug/innehatte
nāgāt labdha-varaḥ
vom Nāga(könig) einen Segen erlangt habend
sarpāt abhayam
Furchtlosigkeit vor Schlangen
smaratām idam
für diejenigen, die sich daran erinnern

trasaddasyuḥ paurukutso yo 'naraṇyasya dehakṛt | haryaśvastatsutastasmāt prāruṇo 'tha tribandhanaḥ

Trasaddasyu, der Sohn Purukutsas, war der Vater Anaraṇyas. Haryaśva ist dessen Sohn. Von ihm (kam) Prāruṇa, dann Tribandhana.

Wort für Wort
trasad-dasyuḥ paurukutsaḥ
Trasaddasyu, der Sohn Purukutsas
yaḥ anaraṇyasya deha-kṛt
der der Erzeuger Anaraṇyas war
haryaśvaḥ tat-sutaḥ
Haryaśva (ist) dessen Sohn
tasmāt prāruṇaḥ
von ihm (kam) Prāruṇa
atha tribandhanaḥ
dann Tribandhana

tasya satyavrataḥ putrastriśaṅkuriti viśrutaḥ | prāptaścāṇḍālatāṃ śāpādguroḥ kauśikatejasā

Dessen Sohn war Satyavrata, bekannt als Triśaṅku. Durch den Fluch seines Lehrers erlangte er den Stand eines Caṇḍāla - und (blieb dennoch bewahrt) durch die Macht des Kauśika (Viśvāmitra).

Wort für Wort
tasya satyavrataḥ putraḥ
dessen Sohn (war) Satyavrata
triśaṅkuḥ iti viśrutaḥ
als Triśaṅku bekannt
prāptaḥ ca cāṇḍālatām
und er erlangte den Stand eines Caṇḍāla
śāpāt guroḥ
durch den Fluch des Lehrers
kauśika-tejasā
durch die Macht des Kauśika (Viśvāmitra)

Anm.: 'kauśikatejasā' (durch Viśvāmitras Macht) wirkt syntaktisch in Vers 6 hinein, wo geschildert wird, wie Triśaṅku trotz seines Caṇḍāla-Standes leibhaftig zum Himmel gelangte.

saśarīro gataḥ svargamadyāpi divi dṛśyate | pātito 'vākśirā devaistenaiva stambhito balāt

Mit seinem (eigenen) Körper ging er zum Himmel und wird noch heute am Firmament gesehen. Von den Göttern wurde er kopfüber herabgestürzt, doch eben durch ihn (Viśvāmitra) wurde er mit Macht in der Schwebe gehalten.

Wort für Wort
sa-śarīraḥ gataḥ svargam
mit (seinem eigenen) Körper ging er zum Himmel
adya api divi dṛśyate
noch heute wird er am Himmel gesehen
pātitaḥ avāk-śirāḥ devaiḥ
von den Göttern kopfüber herabgestürzt
tena eva stambhitaḥ balāt
eben durch ihn wurde er mit Macht angehalten/in der Schwebe gehalten

traiśaṅkavo hariścandro viśvāmitravasiṣṭhayoḥ | yannimittamabhūdyuddhaṃ pakṣiṇorbahuvārṣikam

Der Sohn Triśaṅkus war Hariścandra, dessentwegen zwischen Viśvāmitra und Vasiṣṭha ein viele Jahre währender Streit der beiden (als Vögel Kämpfenden) entstand.

Wort für Wort
traiśaṅkavaḥ hariścandraḥ
der Sohn Triśaṅkus, Hariścandra
viśvāmitra-vasiṣṭhayoḥ
zwischen Viśvāmitra und Vasiṣṭha
yan-nimittam abhūt yuddham
dessentwegen ein Streit entstand
pakṣiṇoḥ bahu-vārṣikam
der beiden (als) Vögel (Kämpfenden), viele Jahre während

so 'napatyo viṣaṇṇātmā nāradasyopadeśataḥ | varuṇaṃ śaraṇaṃ yātaḥ putro me jāyatāṃ prabho

Er, kinderlos und betrübten Herzens, nahm auf Nāradas Rat Zuflucht bei Varuṇa: 'Möge mir ein Sohn geboren werden, o Herr!'

Wort für Wort
saḥ anapatyaḥ
er, kinderlos
viṣaṇṇa-ātmā
betrübten Gemüts
nāradasya upadeśataḥ
auf Nāradas Anweisung
varuṇaṃ śaraṇaṃ yātaḥ
nahm Zuflucht bei Varuṇa
putro me jāyatāṃ prabho
möge mir ein Sohn geboren werden, o Herr

yadi vīro mahārāja tenaiva tvāṃ yaje iti | tatheti varuṇenāsya putro jātastu rohitaḥ

'Wenn er ein Held wird, o großer Herrscher, werde ich dich eben mit ihm anbeten' - so (sprach Hariścandra). 'So sei es', (sprach Varuṇa), und durch Varuṇa wurde ihm ein Sohn geboren, Rohita.

Wort für Wort
yadi vīraḥ
wenn (er) ein Held (wird)
mahārāja
o großer Herrscher (Anrede an Varuṇa)
tena eva tvāṃ yaje iti
mit ihm eben werde ich dich anbeten, (so sprach er)
tathā iti
'so sei es' (sprach Varuṇa)
varuṇena asya putraḥ jātaḥ tu rohitaḥ
durch Varuṇa wurde ihm ein Sohn geboren, Rohita

jātaḥ suto hyanenāṅga māṃ yajasveti so 'bravīt | yadā paśurnirdaśaḥ syādatha medhyo bhavediti

'Der Sohn ist nun geboren; opfere mir mit ihm, mein Lieber', (sprach Varuṇa). Er (Hariścandra) erwiderte: 'Wenn das Opfertier die zehn (Tage der Unreinheit) überstanden hat, dann wird es opferfähig sein.'

Wort für Wort
jātaḥ sutaḥ hi anena aṅga
der Sohn ist ja mit diesem (Sohn), mein Lieber, geboren
māṃ yajasva iti
opfere mir, (so sprach Varuṇa)
saḥ abravīt
er (Hariścandra) erwiderte
yadā paśuḥ nirdaśaḥ syāt
wenn das Opfertier die zehn Tage (der Unreinheit) überstanden hat
atha medhyaḥ bhavet iti
dann wird es opferfähig sein

nirdaśe ca sa āgatya yajasvetyāha so 'bravīt | dantāḥ paśoryaj jāyerannatha medhyo bhavediti

Als die zehn Tage überstanden waren, kam er (Varuṇa) und sprach: 'Opfere!' Er (Hariścandra) erwiderte: 'Wenn dem Opfertier die Zähne wachsen, dann wird es opferfähig sein.'

Wort für Wort
nirdaśe
als (die) zehn Tage (überstanden waren)
ca saḥ āgatya
und er kam
yajasva iti āha
sprach: opfere!
saḥ abravīt
er erwiderte
dantāḥ paśoḥ yat jāyeran
wenn dem Opfertier die Zähne wachsen
atha medhyaḥ bhavet iti
dann wird es opferfähig sein

dantā jātā yajasveti sa pratyāhātha so 'bravīt | yadā patantyasya dantā atha medhyo bhavediti

'Die Zähne sind gewachsen, opfere!' entgegnete er (Varuṇa). Da sprach er (Hariścandra): 'Wenn ihm die Zähne ausfallen, dann wird es opferfähig sein.'

Wort für Wort
dantāḥ jātāḥ
die Zähne sind gewachsen
yajasva iti
opfere!
sa pratyāha
er entgegnete
atha saḥ abravīt
dann sprach er
yadā patanti asya dantāḥ
wenn ihm die Zähne ausfallen
atha medhyaḥ bhavet iti
dann wird es opferfähig sein

paśornipatitā dantā yajasvetyāha so 'bravīt | yadā paśoḥ punardantā jāyante 'tha paśuḥ śuciḥ

'Dem Opfertier sind die Zähne ausgefallen, opfere!' sprach er (Varuṇa). Er (Hariścandra) erwiderte: 'Wenn dem Opfertier die Zähne wieder wachsen, dann ist das Opfertier rein.'

Wort für Wort
paśoḥ nipatitāḥ dantāḥ
dem Opfertier sind die Zähne ausgefallen
yajasva iti āha
sprach: opfere!
saḥ abravīt
er erwiderte
yadā paśoḥ punaḥ dantāḥ jāyante
wenn dem Opfertier die Zähne wieder wachsen
atha paśuḥ śuciḥ
dann ist das Opfertier rein

punarjātā yajasveti sa pratyāhātha so 'bravīt | sānnāhiko yadā rājan rājanyo 'tha paśuḥ śuciḥ

'Sie sind wieder gewachsen, opfere!' entgegnete er (Varuṇa). Da sprach er (Hariścandra): 'Wenn er, o König, gerüstet und zum Kṣatriya (geworden) ist, dann ist das Opfertier rein.'

Wort für Wort
punaḥ jātāḥ
sie sind wieder gewachsen
yajasva iti
opfere!
sa pratyāha
er entgegnete
atha saḥ abravīt
dann sprach er
sānnāhikaḥ yadā rājan
wenn er, o König, gerüstet/bewaffnet ist
rājanyaḥ atha paśuḥ śuciḥ
(und) ein Kṣatriya (ist), dann ist das Opfertier rein

iti putrānurāgeṇa snehayantritacetasā | kālaṃ vañcayatā taṃ tamukto devastamaikṣata

So hielt er, aus Zuneigung zu seinem Sohn und mit von Liebe gefesseltem Herzen, die Zeit mit immer neuen (Ausreden) hin; der so angesprochene Gott (Varuṇa) beobachtete ihn nur (abwartend).

Wort für Wort
iti putra-anurāgeṇa
so, aus Zuneigung zum Sohn
sneha-yantrita-cetasā
mit von Zuneigung gefesseltem Herzen
kālaṃ vañcayatā
der die Zeit hinauszögerte
tam tam
mit diesem und jenem (Vorwand)
uktaḥ devaḥ
der so angesprochene Gott (Varuṇa)
tam aikṣata
beobachtete ihn (abwartend)

rohitastadabhijñāya pituḥ karma cikīrṣitam | prāṇaprepsurdhanuṣpāṇiraraṇyaṃ pratyapadyata

Rohita, der die vom Vater beabsichtigte Tat erkannte, begab sich, sein Leben retten wollend, mit dem Bogen in der Hand in den Wald.

Wort für Wort
rohitaḥ tat abhijñāya
Rohita, dies erkennend
pituḥ karma cikīrṣitam
die vom Vater beabsichtigte Tat
prāṇa-prepsuḥ
sein Leben retten wollend
dhanuṣ-pāṇiḥ
mit dem Bogen in der Hand
araṇyaṃ pratyapadyata
begab sich in den Wald

pitaraṃ varuṇagrastaṃ śrutvā jātamahodaram | rohito grāmameyāya tamindraḥ pratyaṣedhata

Als Rohita hörte, dass sein Vater von Varuṇa ergriffen worden war und einen (krankhaft) geschwollenen Bauch bekommen hatte, wollte er zur Stadt gehen; doch Indra hielt ihn davon ab.

Wort für Wort
pitaraṃ varuṇa-grastam
dass der Vater von Varuṇa ergriffen (worden war)
śrutvā
nachdem er gehört hatte
jāta-mahodaram
dass (er) einen großen (geschwollenen) Bauch bekommen hatte
rohitaḥ grāmam eyāya
Rohita wollte zur Stadt gehen
tam indraḥ pratyaṣedhata
ihn hielt Indra davon ab

bhūmeḥ paryaṭanaṃ puṇyaṃ tīrthakṣetraniṣevaṇaiḥ | rohitāyādiśac chakraḥ so 'pyaraṇye 'vasat samām

Indra wies Rohita an: 'Das Umherwandern auf der Erde durch den Besuch heiliger Stätten und Wallfahrtsorte ist verdienstvoll.' So verweilte auch er (weiterhin) ein Jahr im Wald.

Wort für Wort
bhūmeḥ paryaṭanaṃ puṇyam
das Umherwandern auf der Erde ist verdienstvoll
tīrtha-kṣetra-niṣevaṇaiḥ
durch den Besuch heiliger Stätten und Wallfahrtsorte
rohitāya ādiśat śakraḥ
dem Rohita wies Indra (dies) an
saḥ api araṇye avasat samām
auch er verweilte ein Jahr im Wald

evaṃ dvitīye tṛtīye caturthe pañcame tathā | abhyetyābhyetya sthaviro vipro bhūtvāha vṛtrahā

Ebenso kam im zweiten, dritten, vierten und fünften (Jahr) der Vṛtratöter (Indra) immer wieder, indem er die Gestalt eines alten Brahmanen annahm, und sprach (dasselbe).

Wort für Wort
evaṃ dvitīye tṛtīye caturthe pañcame tathā
ebenso im zweiten, dritten, vierten und fünften (Jahr)
abhyetya abhyetya
immer wieder herankommend
sthaviraḥ vipraḥ bhūtvā
zu einem alten Brahmanen geworden
āha vṛtra-hā
sprach der Vṛtra-Töter (Indra)

ṣaṣṭhaṃ saṃvatsaraṃ tatra caritvā rohitaḥ purīm | upavrajannajīgartādakrīṇān madhyamaṃ sutam

Nachdem er dort das sechste Jahr verbracht hatte, kaufte Rohita, sich der Stadt nähernd, von Ajīgarta dessen mittleren Sohn.

Wort für Wort
ṣaṣṭhaṃ saṃvatsaram
das sechste Jahr
tatra caritvā
dort verbracht habend
rohitaḥ purīm upavrajan
Rohita, sich der Stadt nähernd
ajīgartāt akrīṇāt
kaufte von Ajīgarta
madhyamaṃ sutam
dessen mittleren Sohn

śunaḥśephaṃ paśuṃ pitre pradāya samavandata | tataḥ puruṣamedhena hariścandro mahāyaśāḥ

Śunaḥśepha übergab er als Opfertier seinem Vater und verneigte sich (ehrerbietig vor ihm). Daraufhin (opferte) Hariścandra, von großem Ruhm, mittels eines Menschenopfers (Puruṣamedha) ...

Wort für Wort
śunaḥśepham paśum
Śunaḥśepha als Opfertier
pitre pradāya
dem Vater übergebend
samavandata
er verneigte sich (ehrerbietig)
tataḥ puruṣa-medhena
daraufhin mittels eines Menschenopfers
hariścandraḥ mahā-yaśāḥ
Hariścandra, von großem Ruhm

Anm.: der Satz setzt sich grammatisch in Vers 22 fort (ayajat devān = 'er opferte den Göttern').

muktodaro 'yajaddevān varuṇādīn mahatkathaḥ | viśvāmitro 'bhavat tasmin hotā cādhvaryurātmavān

...von seiner (Wassersucht-)Krankheit befreit, opferte er, dessen Geschichte groß ist, den Göttern, angeführt von Varuṇa. Bei diesem (Opfer) war Viśvāmitra sowohl Hotā- als auch, selbstbeherrscht, Adhvaryu-Priester.

Wort für Wort
mukta-udaraḥ
von der (krankhaften) Bauchgeschwulst befreit
ayajat devān
er opferte den Göttern
varuṇa-ādīn
angeführt von Varuṇa
mahat-kathaḥ
dessen Geschichte groß ist
viśvāmitraḥ abhavat tasmin
Viśvāmitra war bei diesem (Opfer)
hotā ca adhvaryuḥ ātmavān
sowohl Hotā- als auch, selbstbeherrscht, Adhvaryu-Priester

jamadagnirabhūdbrahmā vasiṣṭho 'yāsyaḥ sāmagaḥ | tasmai tuṣṭo dadāvindraḥ śātakaumbhamayaṃ ratham

Jamadagni war der Brahmā-Priester, Vasiṣṭha (und) Āyāsya die Sāma-Sänger. Zufrieden mit ihm schenkte Indra ihm einen aus Gold gefertigten Wagen.

Wort für Wort
jamadagniḥ abhūt brahmā
Jamadagni war der Brahmā-Priester
vasiṣṭhaḥ ayāsyaḥ sāma-gaḥ
Vasiṣṭha (und) Āyāsya (waren) die Sāma-Sänger
tasmai tuṣṭaḥ
diesem gegenüber zufrieden
dadau indraḥ
gab Indra
śātakaumbha-mayaṃ ratham
einen aus Gold gefertigten Wagen

śunaḥśephasya māhātmyamupariṣṭātpracakṣyate | satyaṃ sāraṃ dhṛtiṃ dṛṣṭvā sabhāryasya ca bhūpateḥ

Die Erhabenheit Śunaḥśephas wird weiter unten geschildert werden. (Viśvāmitra), die Wahrhaftigkeit, Kraft und Standhaftigkeit des Königs samt seiner Gattin sehend, ...

Wort für Wort
śunaḥśephasya māhātmyam
die Erhabenheit Śunaḥśephas
upariṣṭāt pracakṣyate
wird weiter unten geschildert werden
satyaṃ sāraṃ dhṛtiṃ dṛṣṭvā
Wahrhaftigkeit, Kraft und Standhaftigkeit sehend
sa-bhāryasya ca bhū-pateḥ
des Königs samt seiner Gattin

Anm.: der Satz setzt sich grammatisch in Vers 25 fort (viśvāmitro bhṛśaṃ prīto dadāv avihatāṃ gatim).

viśvāmitro bhṛśaṃ prīto dadāvavihatāṃ gatim | manaḥ pṛthivyāṃ tāmadbhistejasāpo 'nilena tat

...war Viśvāmitra überaus erfreut und gewährte (ihm) den ungehinderten (spirituellen) Zustand: (er lehrte,) den Geist in die Erde (aufzulösen), diese (Erde) in das Wasser, (das Wasser) durch das Feuer (in dieses), und jenes (Feuer) in den Wind (aufzulösen).

Wort für Wort
viśvāmitraḥ bhṛśam prītaḥ
Viśvāmitra, überaus erfreut
dadau avihatāṃ gatim
gewährte den ungehinderten (spirituellen) Zustand
manaḥ pṛthivyām
den Geist in die Erde (auflösend)
tām adbhiḥ
diese (Erde) in das Wasser
tejasā apaḥ
das Wasser durch das Feuer
anilena tat
jenes (Feuer) durch den Wind

khe vāyuṃ dhārayaṃstacca bhūtādau taṃ mahātmani | tasmin jñānakalāṃ dhyātvā tayājñānaṃ vinirdahan

(Er lehrte ihn,) den Wind in den Äther aufzulösen, diesen (Äther) in das Element-Prinzip (Bhūtādi), und dieses in das Mahat (die kosmische Intelligenz) zu versenken; in diesem (Mahat) einen Strahl reinen Wissens zu erschauen und durch ihn die Unwissenheit zu verbrennen.

Wort für Wort
khe vāyuṃ dhārayan
den Wind im Äther auflösend
tat ca bhūtādau
und diesen (Äther) im Element-Prinzip (Bhūtādi)
tam mahātmani
dieses (Bhūtādi) im Mahat
tasmin jñāna-kalāṃ dhyātvā
in diesem (Mahat) einen Strahl des Wissens erschauend
tayā ajñānaṃ vinirdahan
durch ihn die Unwissenheit verbrennend

hitvā tāṃ svena bhāvena nirvāṇasukhasaṃvidā | anirdeśyāpratarkyeṇa tasthau vidhvastabandhanaḥ

Nachdem er auch diese (letzte Erkenntniskraft) durch sein eigenes, unbeschreibliches und unfassbares (wahres) Wesen - das Bewusstsein der Glückseligkeit der Befreiung - aufgegeben hatte, verweilte er, von allen Fesseln befreit.

Wort für Wort
hitvā tām
diese (Erkenntniskraft) aufgegeben habend
svena bhāvena
durch sein eigenes (wahres) Wesen
nirvāṇa-sukha-saṃvidā
mit dem Bewusstsein der Glückseligkeit der Befreiung
anirdeśya-apratarkyeṇa
(das) unbeschreiblich und unfassbar (ist)
tasthau
er verweilte/verharrte
vidhvasta-bandhanaḥ
dessen Fesseln zerstört waren

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