Verse 1–13 und 15–22 nach vedabase.io (Sanskrit/IAST und Wort-für-Wort-Gliederung als Strukturhilfe, deutsche Übersetzung eigenständig erarbeitet); Verse 14 und 23–27 wegen wiederholter HTTP-429-Sperren bei vedabase.io nach der lokalen GRETIL-Quelldatei bhp_09u.htm erarbeitet (Sanskrit-Text und deutsche Übersetzung eigenständig erstellt, keine Wort-für-Wort-Vorlage verfügbar).
Śrī Śuka sprach: Nimi, der Sohn Ikṣvākus, wählte Vasiṣṭha zum Opferpriester, um damit das [große] Opfer zu beginnen. Doch jener sprach: „Ich bin, o Herr, bereits zuvor von Indra [für ein Opfer] verpflichtet worden.“
„Wenn ich jenes [Opfer bei Indra] beendet habe, werde ich zurückkehren; bis dahin warte auf mich.“ Der Hausherr [Nimi] blieb still, und jener [Vasiṣṭha] vollzog daraufhin das Opfer für Indra.
Nimi, der Selbstbeherrschte, der wusste, dass dieses [Leben] vergänglich ist, begann das Opfer mit anderen Priestern, solange sein Lehrer [Vasiṣṭha] nicht zurückgekehrt war.
Als der Lehrer, nachdem er jenes [Opfer bei Indra] beendet hatte, zurückkehrte und die Übertretung seines Schülers sah, verfluchte er ihn: „Der Körper Nimis, der sich für gelehrt hält, möge dahinfallen!“
Nimi erwiderte den Fluch gegenüber dem Lehrer, der [damit] unrechtem Handeln folgte: „Auch dein Körper möge dahinfallen, [o Lehrer,] der du aus Gier die [wahre] Pflicht nicht kennst!“
So gab Nimi, der im spirituellen Wissen Bewanderte, seinen eigenen Körper auf. Der Urgroßvater [Vasiṣṭha] aber wurde aus dem Samen von Mitra und Varuṇa durch Urvaśī [wieder]geboren.
Wort für Wort
iti
so
utsasarja
gab auf
svam
seinen eigenen
deham
Körper
nimiḥ
Nimi
adhyātma-kovidaḥ
im spirituellen Wissen bewandert
mitrā-varuṇayoḥ
von Mitra und Varuṇa
jajñe
wurde geboren
urvaśyām
durch Urvaśī
prapitāmahaḥ
der Urgroßvater (Vasiṣṭha)
[Anm.: Bezug auf die bekannte Erzählung, wonach Vasiṣṭha (und Agastya) aus dem beim Anblick Urvaśīs vergossenen Samen von Mitra und Varuṇa entstanden; 'Urgroßvater' bezeichnet Vasiṣṭha als Stammvater-Figur.]
Die besten unter den Weisen bewahrten seinen [Nimis] Körper in duftenden Substanzen auf; und als das Opfer beendet war, sprachen sie zu den versammelten Göttern.
„Möge dieser Körper des Königs [wieder] lebendig werden, wenn ihr, [o Götter,] zufrieden und dazu fähig seid.“ Als [die Götter] „So sei es“ erwiderten, sprach Nimi: „Möge mir keine [erneute] Fesselung an einen Körper widerfahren!“
yasya yogaṁ na vāñchanti viyoga-bhaya-kātarāḥ / bhajanti caraṇāmbhojaṁ munayo hari-medhasaḥ
Diejenigen Weisen, deren Geist ganz auf Hari gerichtet ist, wünschen sich nicht einmal die Verbindung mit diesem [Körper], da sie die Furcht vor der [erneuten] Trennung [von ihm] scheuen; sie verehren [allein] die Lotosfüße [des Herrn].
Ich wünsche mir keinen [neuen] Körper, der Leid, Kummer und Furcht mit sich bringt; denn für den Verkörperten ist überall der Tod [gegenwärtig], so wie für die Fische im Wasser.
Die Götter sprachen: „Verweile, o Körperloser, ganz nach deinem Willen in den Augen der Verkörperten; erkennbar durch [ihr] Öffnen und Schließen [der Lider], [doch] in [deiner eigenen] spirituellen [Natur] verankert.“
Wort für Wort
devāḥ ūcuḥ
die Götter sprachen
videhaḥ
o Körperloser (Nimi)
uṣyatām
möge er verweilen
kāmam
ganz nach Wunsch
locaneṣu
in den Augen
śarīriṇām
der Verkörperten
unmeṣaṇa-nimeṣābhyām
durch das Öffnen und Schließen [der Lider]
lakṣitaḥ
erkennbar, wahrnehmbar
adhyātma-saṁsthitaḥ
in [seiner] spirituellen Natur verankert
[Anm.: Wortspiel: 'videha' bedeutet zugleich 'körperlos' und ist der Name der Dynastie/des Reiches; 'unmeṣaṇa-nimeṣābhyām' (Öffnen und Schließen der Lider) spielt zudem auf den Namen 'Nimi' an (verwandt mit nimeṣa, 'Lidschlag').]
Die großen Weisen, die die Gefahr eines herrscherlosen [Reiches] für die Menschen bedachten, quirlten den Körper Nimis; [daraus] wurde ein Knabe geboren.
janmanā janakaḥ so 'bhūd vaidehas tu videha-jaḥ / mithilo mathanāj jāto mithilā yena nirmitā
Durch [diese besondere] Geburt wurde er „Janaka“ [der Erzeuger] genannt, und „Vaideha“, da er aus dem Körper des Videha [Nimi] geboren war; [auch] „Mithila“, da er aus dem Quirlen geboren wurde – und von ihm wurde [die Stadt] Mithilā erbaut.
Von ihm [Mithila/Janaka] wurde Udāvasu [geboren]; dessen Sohn war Nandivardhana. Danach [kam] Suketu; dessen Sohn wiederum war Devarāta, o Herrscher der Erde.
Wort für Wort
tasmāt
von ihm
udāvasuḥ
Udāvasu
tasya
dessen
putraḥ
Sohn
abhūt
war
nandivardhanaḥ
Nandivardhana
tataḥ
danach
suketuḥ
Suketu
tasya api
dessen auch
devarātaḥ
Devarāta
mahī-pate
o Herrscher der Erde
[Anm.: Vedabase.io lieferte für diesen Vers wiederholt HTTP 429 (Ratenlimit); Sanskrit-Text und eigene Übersetzung daher nach der lokalen GRETIL-Quelldatei (bhp_09u.htm) erarbeitet.]
Von ihm wurde Śīradhvaja geboren, als er die Erde für ein Opfer pflügte. Sītā entstand [dabei] aus der Pflugschar-Spitze; deshalb wurde er als „Śīradhvaja“ [Der die Pflugschar als Banner trägt] bekannt.
Von Kṛtadhvaja [kam] Keśidhvaja, von Mitadhvaja aber Khāṇḍikya. Keśidhvaja, der Sohn Kṛtadhvajas, o König, war bewandert im Wissen um das Selbst. Khāṇḍikya, kundig der Wahrheit der [vedischen] Riten, floh aus Furcht vor Keśidhvaja. Bhānumān war dessen [Keśidhvajas] Sohn; Śatadyumna aber war dessen [Bhānumāns] Sohn.
śucis tu tanayas tasmāt sanadvājaḥ suto 'bhavat / ūrjaketuḥ sanadvājād ajo 'tha purujit sutaḥ
Śuci aber war [dessen] Sohn; von ihm wurde Sanadvāja [als] Sohn geboren. Von Sanadvāja [kam] Ūrjaketu; [dessen Sohn war] Aja, und dann [dessen Sohn war] Purujit.
Ariṣṭanemi war auch dessen [Purujits] Sohn; dessen [Sohn war] Śrutāyu, [und] dessen [Sohn war] Supārśvaka. Danach [kam] Citraratha, dessen [Sohn] Kṣemādhi der Herrscher von Mithilā war.
Wort für Wort
ariṣṭanemiḥ
Ariṣṭanemi
tasya api
dessen auch
śrutāyuḥ
Śrutāyu
tat
dessen
supārśvakaḥ
Supārśvaka
tataḥ
danach
citrarathaḥ
Citraratha
yasya
dessen
kṣemādhiḥ
Kṣemādhi
mithilā-adhipaḥ
der Herrscher von Mithilā
[Anm.: Vedabase.io war für diesen Vers durch Ratenlimit (HTTP 429) nicht erreichbar; Sanskrit-Text und eigene Übersetzung nach der lokalen GRETIL-Quelldatei (bhp_09u.htm) erarbeitet.]
Von ihm [kam] Samaratha; dessen Sohn war Satyaratha; danach [kam] Upaguru. Von ihm [stammte] Upagupta, dessen Ursprung [in besonderer Weise] auf Agni zurückgeht.
Wort für Wort
tasmāt
von ihm
samarathaḥ
Samaratha
tasya
dessen
sutaḥ
Sohn
satyarathaḥ
Satyaratha
tataḥ
danach
āsīt
war
upaguruḥ
Upaguru
tasmāt
von ihm
upaguptaḥ
Upagupta
agni-sambhavaḥ
dessen Ursprung auf Agni zurückgeht
[Anm.: Sanskrit-Text nach der lokalen GRETIL-Quelldatei (bhp_09u.htm), da vedabase.io für diesen Bereich nicht mehr erreichbar war.]
Vasvananta war dessen [Upaguptas] Sohn; dessen [Sohn] war Yuyudha, dessen wiederum Subhāṣaṇa. Danach [kam] Śruta; von ihm Jaya; von diesem Vijaya; von diesem war Ṛta der Sohn.
Wort für Wort
vasu-anantaḥ
Vasvananta
tat-putraḥ
dessen Sohn
yuyudhaḥ
Yuyudha
yat
dessen
subhāṣaṇaḥ
Subhāṣaṇa
śrutaḥ
Śruta
tataḥ
danach
jayaḥ
Jaya
tasmāt
von ihm
vijayaḥ
Vijaya
asmāt
von diesem
ṛtaḥ
Ṛta
sutaḥ
Sohn
[Anm.: Sanskrit-Text nach der lokalen GRETIL-Quelldatei (bhp_09u.htm), da vedabase.io für diesen Bereich nicht mehr erreichbar war.]
Śunaka wurde als dessen [Ṛtas] Sohn geboren; [dann] Vītahavya, danach Dhṛti. Bahulāśva [war] dessen [Dhṛtis Sohn]; dessen [Sohn war] der große Selbstbeherrschte Kṛti.
Wort für Wort
śunakaḥ
Śunaka
tat-sutaḥ
dessen Sohn
jajñe
wurde geboren
vītahavyaḥ
Vītahavya
dhṛtiḥ
Dhṛti
tataḥ
danach
bahulāśvaḥ
Bahulāśva
dhṛteḥ
Dhṛtis
tasya
dessen
kṛtiḥ
Kṛti
asya
dessen
mahā-vaśī
der große Selbstbeherrschte
[Anm.: Sanskrit-Text nach der lokalen GRETIL-Quelldatei (bhp_09u.htm), da vedabase.io für diesen Bereich nicht mehr erreichbar war.]
ete vai maithilā rājann ātma-vidyā-viśāradāḥ / yogeśvara-prasādena dvandvair muktā gṛheṣv api
Dies, o König, waren die Herrscher von Mithilā, bewandert im Wissen um das Selbst; durch die Gnade des Herrn des Yoga blieben sie, selbst im Haushälterleben, frei von den Gegensatzpaaren [wie Freud und Leid].
Wort für Wort
ete
diese
vai
fürwahr
maithilāḥ
die Herrscher von Mithilā
rājan
o König
ātma-vidyā-viśāradāḥ
bewandert im Wissen um das Selbst
yogeśvara-prasādena
durch die Gnade des Herrn des Yoga
dvandvaiḥ
von den Gegensatzpaaren
muktāḥ
befreit
gṛheṣu api
selbst im Haushälterleben
[Anm.: Sanskrit-Text nach der lokalen GRETIL-Quelldatei (bhp_09u.htm), da vedabase.io für diesen Bereich nicht mehr erreichbar war.]